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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-04-30 · 18 (30.4.1937) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
18 (30.4.1937)
Date
1937-04-30
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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30. April 1037^ GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELr iONSOEMEINDF ZU LEIPZIG Seite 3 Wir freuen uns die glückliche Geburt unseres Sohnes Peter Lutz anzeigen zu können. Hella ii. Artiir Pliilippaberir 18. Anrii!Q17 Wettiner Straöc in I rur die uns anläßlich der Barmizwah unser Sohnes David erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir allen auf diesem Wege herzlichsten Dank. Leo Binder — Hanna Binder. r Joachim Tempel geben hierdurch im Namen ihrer Eltern, ihre Verlobung bekannt Leipzig, Lessingstraße 6! tipztg,. Nüfdsirafte bü 1. 5. 37. 20. Omar 5697 Empfang: Sonntag, den 2 Mai 1937, 11—2 Uhr, Lessingstraße 6 £ Am 25 April 1937 verschied plötzlich und unerwartet unsere liebe Mutter Frau Pauline verw. Reich im Alter von 70 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Von Beieidsbesuchen bitten wir höflichst Abstand nehmen zu wollen. Trau u n g e n : Donnerstag, 29. April 1037, 2 Uhr nachm., Fräulein Nauma Hornstein, Jakobstraße 15, mit Herrn Theodor Mossner, Ritterstr. 17, in der Wohnung des Herrn Rabbiner Cohn. Donnerstag, 20. April 1037, 1 Uhr mittags, Fräulein Sara Baumöhl, Halberstadt, mit Herrn Ignatz Hahn, Dresden, tu der Wohnung Gottschedstraße 35 bei Sigall. T o d c s f ä i I e: 16. April 1937 Selma Saling, Wendenstraße 2. 20. April 1937 Nathan Schapira, Gera. 22. April 1937 Majer Broder. Oottschedstraße 33. Aus dem Gemeindeamt Allanleihebesitzer mit Vorzugsrenten werden beraten. Auf Grund des Gesetzes über die Ablösung öffentlicher Anleihen vom 10.7. 1023 beziehen vom Reich und von des Ländern Bayern und Baden!h2825 Gläubiger Vorzugsreute, denen als jährlicher Rentenbetrag mehr als 55 Millionen PM. gezahlt werden. Durch das (iesetz zur Änderung und Ergänzung von Vorschriften auf dein Gebiet des Finanzwesens vom 23.3.1034 sind wichtige Bestimmungen des Vorzugsrentenrechtes mit Wirkung vom 1.4.1937 au geändert worden. Vorzugsreute konnte nach dem alten Gesetz bedürftigen Reichsange hörigen gewährt werden, wenn ihnen ein Auslosung*!echt zusteht, das sie als An leih ealt b e s i t z e r im Umtausch gegen ihre Markanleihen erhalten haben. Ls gab eine einfache und eine erhöhte Vorzugsreute. Einfache Vorzugsreute erhalten gegenwärtig etwa 162000 Gläubiger von Auslosungsrechten über ungefähr SO Millionen RM. Nennbetrag. Der Kurswert dieser Auslosungsrechte beträgt 300 Millionen RM. Durch das (iesetz von 10fl werden nunmehr auch die 50 Millionen RM. Auslosungsrechte in die planmäßige I ilgung einbezogen, von der sie als Ausgleich für die Vorzugsreute bisher ausgeschlossen waren. Daraus ergeben sich für die betreffenden Gläubiger wichtige Rechtsfragen. Da es sich bei ihnen in der größten Mehrzahl um Menschen handelt, die allein ihre Rechte auf Rente aus diesen Bestimmungen nicht ohne weiteres wahrzunehmen vermögen, hat sich das Sozialamt bereit erklärt, die Besitzer von Altanleihen in solchen Angelegenheiten /u beraten. Verordnung Uber Heranziehung der deutschen Staatsangehörigen Im Ausland zum Wehrdienst. Durch eine Verordnung vom 17. April isl unter Aufhebung der bisherigen Bestimmungen die Heranziehung der deutschen Staatsangehörigen im Auslände zum aktiven Wehrdienst und zum Reichsarbeitsdienst geregelt worden. Danach hat sieh jeder dienstpflichtige deutsche Staatsangehörige, der seinen (lauernden Aufenthalt im Auslände bat, bei dein örtlich zuständigen deutschen Konsulat schriftlich anzumelden. Als Dienstpflichtiger wird jeder männliche deutsche Staatsangehörige bezeichnet, der emem zur Erfüllung der ArbeiUdienstpflicht und der aktiven Dienstpflicht aufgerufenen (iebui tsjahrgauge angehört. Auch ist jede Änderung des Personenstandes oder des Wohnsitzes schriftlich zu melden. Als eine der Voraussetzungen für die freiwillige Ableistung des aktivc-n Wehrdienstes uud u«.?. Reichsarbeitsdienstes wird u.a. genannt, da6 der Bewerber Nichtjude ist. Auch die Verordnung über die Musterung und Aushebung ist neu geregelt worden. Ihr 8 19 bestimmt, daß dienstpflichtige Juden im Sinne des 8 5 der I "steil Verordnung zum Reicbsbürgergesetz iui Frieden zur Erfüllung der aktiven Dienstpflicht und der Arbeitsdieiistpflicht »ich! Zionistische Vereinigung Leipzig , MOiiiag, aen 10. Mai 1937, 2030 Uhr im Kulturbundtheater, Tauchaer Straße 32 Wir zeigen den Film der Palästina-Filmstelle der Zionistischen Vereinigung für Deutschland HATIKWAH Dokumente einer Hoffnung Ein Tatsachen-Film vom Wachsen und Werden des Palästina-Aufbaus Gestaltung: Georg Engel / Begleitmusik: Marlin Keil Herstellungsleitung: Manfred Epstein Ferner wirken mit: Max K 011 i n s Ic i, Berlin: Rezitationen Chor der zionist. jugendbiinde Leipzigs Eintrittskarten im Vorverkauf im Büro der ZOO Leipzig, Keilstr. 4 und im Bar-Kochba-Bfuo, Brüh! 45, RM. .50; 1.; 1.90 I Meister 6 Cie mag Inselslraie 5 — Jempredier 12762 1. Xypolheken tfausveiWallungen Srundilüdts- J\n- und Verkäufe \ herangezogen werden. Sie sind der Lrsat/i tserve II zuzuweisen. Dienstpflichtige judische Mischlinge im Sinne des 8 2 der Ersten Verordnung zum Reichsbürgergesetz haben die aktive Dienstpflicht und die Arbeitsdieiistpflicht zu ei füllen. Mohclbüchcr und Grabsteinverzeichnisse für das Gesamtarchiv der Juden in Deutschland. Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland, der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden und das Kuratorium den Gesamtarchivs der Juden in Deutschland richten folgenden Aufruf an die jüdische Öffentlichkeit: Wir haben wiederholt auf das Gesamtarchiv der Juden in Deutschland hingewiesen und zur Unterstützung seiner Bestrebungen aufgefordert. Das Gesamtarchiv hat bereits die Akten und Register von Hunderten von jüdischen Gemeinden gesammelt und so die Grundlagen für die Erforschung der Gemeinde- und Familiengeschichte gesichert. Durch Sammlung von Moheibüchern und durch Gewinnung von Grabsteinverzeichnissen sollen die Bestände und damit die Auslcunftsmittel des Gesamtarchivs systematisch erweitert werden. Wh bitten alle Besitzer von Moheibüchern, sieh mit dem Gesamtarchiv in Verbindung zu setzen und ihm die Herstellung von Abschriften bzw. die Erwerbung der Originale zu ermöglichen. Ebenso legen wir allen Gemeinden, die über Qrabsteinverzeichnisse * verfügen, nahe, diese Verzeichnisse dem Oesamtarchiv im Original oder in Anschrift zugänglich zu machen. Du;. Oesamtarchiv ist ermächtigt, im Rahmen seines Etats die Aufnahme der Grabstein« alter Friedhöfe finanziell zu fördern. Es kann natürlich m jedem Jahr nur eine bestimmte Anzahl solcher I riedhofsiuveiitarisierungen durchfuhren oder unterstützen. Diejenigen Gemeinden, die eine solche Verzeichnung ihrer alten Grabsteine herstellen lassen wollen, wehten daher gut tun, sich umgehend au das Qesamtarchiv zu wenden. Zuschriften sind zu richten an den Leiter des Gesamtarchivs, Herrn Dr. J. Jacobson, Berlin 4, Oranienburger Str. 28. Reichsvertretung der Juden in Deutschland, gez. Lilienthal. Kuratorium des (jcsaintarchivs der Juden in Deutschland, gez. Kareski. Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden; wi ttt H». / . W IHN. OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOCKXKXXX10(X>OOOCSCCCOO<ÄX>ÜÜU JOOOOOOOOC Sonntag, den 2. Mai 1937 im Städt. Kaufhaus Polnischer Konzert-Abend unter Mitwirkung von: Fräulein Jaronska, Staatsoper Lemberg, Frau Schulsinger. Leipzig. Herr Hernes. Warschau. Herr ßabad. Leipzig. Eintrittskarten a. d. Abendkasse. Preise der Piätze: 1. Parkett 1.50. 2. Parkett!.-, Saalplatz -.50, Balkon —.50, Schulkinder -.25 RM, Einlaß 19,30 Uhr, Anfang pünktlich 20 Uhr. ,>ww50üwwwiXX~3OOOGCO000000OC^

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