Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-04-02 · 14 (2.4.1937) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
14 (2.4.1937)
Date
1937-04-02
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/4876568-5968814-5990751--6330-4882464
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

1 April 1937 QEME1NDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIQIONSQEMFINnF 7IJ LEIPZIG Am Sonnab' nd, den 10. April, findet in der Tiktiner Synagoge (R chard-Wagner-Sir. 3 Brühl 71) die Barmi'wah unseres Sohnes AlexaiMt»«* «•»»» F ZziUMnlm an<u »rum n eingeladen, l.t-in/iu C I, *>r. S^4t ü>awiu auriizhes u. Frau Glta No dp'atz 2. g. b. Heller. Stdlt Kaiim! Zu Uer s G. ». am Sonnabend den 10. Apri! 1937 jn .-. »-'-Cnaim - Sy iagoge, Otto-Schill-StraKe 4, stattfindenden iTutO UiM*w >ohis> Leo erlauben wir uns nur hierdtuch ili« Freunde und B kannir Itcti ich*t einzuladen. K<dJu»ch zu Hause v. 12-2 Um. Chalua Lambek u. Frau Ida Jac<>bstr. 7 pt geb. Mohrer. Srikp jtfdier Jst Wetzer Leip'ig Verl 11. - Matz 1937 Leipzig Dora Gr'uudi Karl Meyer Leipzig Veilobe Köln Schauv Schnitzer - Adelheid Welssalrdi Vermählte j Saline C. s R 2 . 3 37. Leipzig, Yorckstr. 13 stärker als bisher für eine gut vorbereitete Frauen- und Familienauswanderung einzusetzen. Uber Schul- und Erziehungsfragen referierte Dr. Johanna Philippson (Berlin). Das große Gebiet der Sozialarbeit wurde sowohl im Anschluß an den Geschäfts- und Finanzbericht, der von Hannah Karminski (Berlin) und Selma I o I o w i c z (Frankfurt a. M.) erstattet wurde, wie nach einem Vortrag von Gertrud Blank (Berlin) über aktuelle Fragen der Türsorge erörtert. In einer Lehrstunde, die unter Leitung von Dr. Lva R e i c h m a n n -J u n g m a n n (Berlin) über zwei Kapitel aus dem Buche von Martin Ruber „Die Frage an den Ein/einen'' gehalten wurde, stand das Problem der Verantwortung des einzelnen, die als letzte Oewissensentscheidnng durch Gruppe und Gemeinschaft nicht gemindert werden kann, im Mittelpunkt. Unsere Gemeinde Berichtigung.!n der Pessach-Botschaft des Oberrabbiners! )r!«aac Herzog von Erez Israel, die wir in der vergangenen Woche eröffentlicht haben, soll der erste Satz heißen: „In einer der in den i'essachgottesdienst eingefügten herrlichen dichterischen Kompositionen, den Pijutim, werden poetische Parallelen zwischen dem Pessach Mizrajim, dem ägyptischen Pessach und dem Pessdcli ie-Atid, dem Pessach der Zukunft, gezogen.'' (Nicht: „In der Haggada, dem wundervollen häuslichen Gottesdienst der Sedernacht, werden ...") Vom Mittelstandstisch, Nordstraße 15 pt., wird zu Beginn des neuen Quartals darauf aufmerksam gemacht, daß in dem schön renovierten Speisesaal noch Mittagsgäste willkommen sind. Es wird >iort in der Zeit von 12:,/4!4 Uhr koscheres Essen zum Preise von t0 Pfg. verabreicht. Hebräische Sprachkurse. Wiederbeginn sämtlicher Kurse ab 12. April zu den bisherigen Unterrichtszeiten in der Höh. israel. Schule, Gustav-Adolf-Str. Außerdem werden neu eingerichtet: Kurse für Kinder ab sechs Jahren, für Erwachsene ohne jede Vorkenntnisse, lüi Konversation. Anmeldung im Büro der i lebr. Sprachkurse, i Lstefstr. 7, i, Mo, u. Mi. 19 -201/.. Uhr. Photoamateure treffen sich. Treffstunden im Monat Aprii: Sonntag, den I. und 18. April, jeweils pünktlich 11 Uhr im Palastcafe.. Betr. Treff stunde 4. April: Wir bitten alle Photofreunde und -freundinnen, zahlreich zu erscheinen, da unser unentgeltlicher Photokurs beginnt. Evtl. Auskünfte erteilen die Herren L. Miienburg, Königlonann-Str.li und Heinz Müller, Hardenbergstr. 12,1. Zum Ausscheiden des Herrn Dr. Buchholz aus dem Gemeindedienst. Nach etwa 12jähriger Tätigkeit als üemeindesekretär ist Herr Dr. Franz Buchholz mit Ablaut dieses Monats aus dem Gemeindedienst ausgeschieden und nach Holland verzogen. Neben den ' Obliegenheiten, denen er sich im inneren Verwaltungsbetriebe in all diesen Jahren mit peinlicher Sorgfalt gewidmet hat, erstreckte sich seine Tätigkeit insbesondere auf Arbeitsgebiete, die ihm zu »elbständiger Tätigkeit übertragen waren. Dies gilt von den verlegerischen Angelegenheiten des ü e m e i n d e b 1 a 11 e s, die er mit Kroßer Korrektheit und Gewissenhaftigkeit in reibungsloser Zusammenarbeit mit der Druckerei, der Anzeigenverv altune und der Sehriftleitung erledigt hat. Von seiner eitrigen Einsatzbereitschaft und jederzeit gewinnenden Freundlichkeit Haben sich die Studierenden »''gezogen gefühlt, die um Studienbeihilfen aus den Stiftungsmitteln nachgesucht haben. In den zahlreichen Verhandlungen, die er in den verschiedensten Angelegenheiten zu führen hatte, hat er sieh bei aller Sachlichkeit stets als liebenswürdiger Verhandlung»- Partner bewährt. Durch seine Arbeiten hat sich Dr. Buchholz ein Herzlichen Dank für erwiesene Aufmerksamkeit zu unserer Vermählung. Manfred!»»•»#•»•»— Przu Schkeuditz, den 26. 3. 37 geS C!dbc<gn. gutes Andenken innerhalb der Verwaltung gesichert und bei den vielen, mit denen sein Amt ihn in Beziehung gesetzt hat. Wir wünschen auch an dieser Stelle, daß es ihm und seiner Gattin gelingen möge, in der netten Tätigkeit schönsten Erfolg und reichste Befriedigung zu gewinnen. Goldenes Ehejubiläum. Das seltene Fest der goldenen Hochzeit kann am 4. April das Ehepaar Mann, Neustädter Str. 13, begehen. Auch an dieser Stelle seien den Jubiiaren herzlichste Glück- und Segenswünsche ausgesprochen: mögen ihnen noch viele Freuden in bester Gesundheit im Kreise der Familie beschieden sein. WIZO, Verband jüdischer Frauen für Palästinaarbeit. Zwei Veranstaltungen im märz zeigten die Verschiedenartigkeit der Arbeitsgebiete der jüdischen Frau von heute. „60 Mädchen fahren nach Palästina" lautete das Thema des einen Vortrages. Frau Dr. Wera Mahler, Berlin, schilderte in sehr anschaulicher Form einen Transport junger Mädchen nach den Lehrinstitutionen der Wizo in Erez Israel. Doch nicht nur der Fahrt galten die Ausführungen, die Referentin behandelte vielmehr ausführlich und prägnant verschiedene mit der Absiedlung junger Mädchen zusammenhängende Probleme, wie Ausbildung, Bewährung, Berufsausübung, Pflichten dem Land und dem Jischuw gegenübei, Araberfrage usw. — Einen guten Rat gab Frau Dr. Mahler u. a. den Olim aus Deutschland mit, nie den Humor zu verlieren, denn dieser überwindet manche kritische Situation. Fra'i Dr. Mahler brachte einige köstliche Proben davon, die von den zahlreich Erschienenen mit großem Beifall aufgenommen wurden. -- Der zweite Abend dei Vortragsreihe „Fraucngestalten der Bibel" von Frau Gerda Ochs war den biblischen Gestalten Mirjam, Debora, Ruth, Neomi und Esther gewidmet. Die treffliche Betrachtungsweise von Frau Gerda Ochs, die sie mit Originaltexten belegte, fesselte die Zuhörerschaft. Besonders wirkte die gute Auswahl der Worte unserer Weisen zur Charakteristik dieser Frauen. Trau Gerda Ochs schloß ihre Ausführungen mit dem Hinweis, daß die Betrachtung eines Gebietes der Bibel ein Ansporn sein sollte zur Schaffung von Arbeitsgemeinschaften für die Frauen, um tiefer in den Stoff der Bibei einzudringen. Hoffentlich fällt dieser Anpell auf fruchtbaren Boden. S. Weißenfels. Am Erew Pessach beging Herr Julius Lewinsohn in seltener Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag. Seit Jahren leitet er als I, Vorsteher die Angelegenheiten der Gemeinde und wurde für seine segensreiche und aufopfernde Arbeit vor einigen Jahren deshalb mit dem „Chovertitel" ausgezeichnet. Möge er noch lange wirken und seine Kraft der Gemeinde „ad meo w'esrim schono" erhalten bleiben. Amtliche Bekanntmachungen Anmeldung der SchUler zur Rellgionsscfcide! N e u a u in e i d u n g und Aufnahme von Schülern und Schülerinnen für die Religionsschule I findet Sonntag, den 4. April, von 10—12 Uhr im Gemeindeamt, Walter-Blümel-Str. 10,1, statt. Bei der Neuanineldung ist in jedem Falle der Geburtsschein (Familienstammbuch) mitzubringen. Leipzig, den 30. Mär/ 1937. Der Direktor der Rcligionsschiilc I Rabbiner Cohn. Unterrichtsbeginn an der Religionsschule I. Der Religionsunterricht an der Religionsschule I beginnt am Montag, den 12. April, 15'/, Uhr, in der Turnhalle der Jüdischen Schulen. Giistav-Adnlf-Str 7 Die Schüler und Schülerinnen des Fortbildungsunterrichts versammeln sich am Montag, dem 12. April, 17 Uhr, im Gemeindeamt, Walter-Blümel-Str. 10, II. Dort und zur gleichen Stunde melden sieh auch Schüler und Schülerinnen höherer Schulen (von Obertertia ab), die an den Fortbildungskursen des Herrn üemeinderabbiner Cohn teilnehmen sollen. Leipzig, den J0. März 1937. Der Direktor der Religionsschule I. Rabbiner Cohn. Anläßlich der Übergabe unseres Hauses an die Firma K Bock & Co. | sprechen wir all unseren treuen Knuden für das uns viele j Jahre geschenkte Vertrauen unseren herzlichsten Dank aus E Samuel Hodes * Wilhelm Hoffstein ■ ...»a9SS»saaBBüa....».»....S

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.