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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-03-26 · 13 (26.3.1937) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
13 (26.3.1937)
Date
1937-03-26
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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26. März 1937 GEMEINDEBLATT DFR!SP.AEL1T!SC! JEN KtLlGIONSGEMElNDE ZU LEIPZIG Seite 7 Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. Januar—Februar 1937. Das erste Heft des neuen Jahrgangs der MGWJ. ist dem Vorsitzenden der Gesellschaft, Professor Hr. Eugen Mittwoch, dem hev;;!c!!; jeder. dc.I.w.Jvn juücu angencn. >o versucht Max Wiener in :i~z~ tiefgründig«« Uuü uucn inusieiguitig klaren Aufsatz „Vom Sein und Sinn Gottes" zu zeigen, daß nach jüdischer Lehre „Gott nicht zu sehen, wohl aber zu hören ist" — vor allem in den Geboten der Sittlichkeit. Leo Baecks Aufsatz „Der Menschensohn" gibt, an , inen bekannten biblischen Begntt anknüpfend, sehr wertvolle Beiiiäge zu einer Entwicklung der messianischen Vorstellung im Judentum wie im Chiisientum; die menschenähnlich« Erscheinung im Buch Daniel und in den Apokryphen ist zugleich Symbol des jüdischen Volkes, während im Christentum der Menschensohn zum (iottessohn wird. Von hohem kulturgeschichtlichem Wert ist die Abhandlung des Altmeisters Immanuel Low über das Eisen und -eine Verwendung im Judentum. Sehr lehrreich weiß M. (ioldmann zu zeigen, wie die schöne midraschische Erzählung von Beruria, die ihrem Gatten Trost zu spenden sucht, in der islamischen Legende in einer Weise umgestaltet wird, die unserm Empfinden widerstrebt. Auch die Briefe des aus Heines Lebensgang bekannten Ludwig Markus an Leopold Zunz, die I. Elhogen mitteilt, dürfen auf allgemeines Interesse rechnen; ebenso gewiß A. Lewkowitz' Auseinandersetzung mit Bubers neuer Schrift „Die Frage an den Einzelnen". Eine Übersicht über Professor Mittwoch's Veröffentlichungen folgt im nächsten Heft. — Man bezieht das Heft am besten, indem man der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin den jährlichen Mindestbeitrag von 10. - Mk. (Postscheckkonto: Berlin Nr. 7030) sendet; wie niedrig dieser Mitgliedsbeitrag ist, ergibt sich daraus, daß bereits dies erste von sechs! leiten einen Umfang von fast 200 Seiten aufweist. Zuni Pessachfest erscheint im Berthoid Levy Verlag eine neue Schrift des Trierer Oberrabbiners Dr. Adolf Altmann: „Die jüdische Volksseele". Dr. Altmann, der der jüdischen Öffentlichkeit durch .'ahlreiche wissenschaftlich und jüdisch-aktuelle Schriften bekannt ist, unternimmt es hier, die vitale Bedeutung des biblischen Elements gerade für unsere jüdische Gegenwart zu beleuchten Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) „Bar Kochbas" drei Mannschaften mußten sich diesmal bei der Austragung ihrer Spiele gegen den „B. K."-Halle mit dem kleinen Platz begnügen, da das große Spielfeld durch den stundenlang vorher niedergegangenen Regen ungeeignet erschien und der Schonung bedurfte. In allen Mannschaften des Besuchers waren wegen Spielerniangel des Vereins einige Hiesige zur Aushilfe engagiert, wodurch die Resultate natürlich für ihn eine etwas bessere Färbung bekamen Die Knaben errangen in ihrem Fußballspiel ein 3:1, den Mädels fiel es schon etwas schwerer, mit 3:2 vom Felde zu gehen, und die II. Handballelf mußte gar eine 5:6-Niederlagc hinnehmen, die aber nicht tragisch genommen zu werden braucht, spielten doch etliche „Kanonen" der hiesigen I. Mannschaft hei den Hallensern. „Schild" weilte wiederum mit drei Mannschaften auswärts, für die L Handballer ging es abermals darum, der Mitteldeutschen Meisterschaft des Sportbundes durch zwei Pluspunkte näherzukome. fad £g mcde-Tleuheiten 11 -— 11 ,„„„, v.'r.du.^I. iiiucu uann in ihrem schweren Rückspiel gegen Magdeburg schon ein Unentschieden genügte, falls dieser Verein gegen Dresden beide Spiele gewinnen sollte, was stark im Bereiche der Möglichkeit liegt. Der I. Handballmannschaft gelang nun am letzten Sonntag trotz Ersatz ein T:4 gegen Dresden, nachdem es zu Anfang des Spieles noch gar nicht nach einem Siege aussah, da die Platzelf schon nach kurzer Zeit mit 2:0 in Führung lag. Die Mädels schlugen ihre Freundinnen abermals glatt, diesmal aber nur mit der Hälfte der Vorspieltore, mit 4:0, dafür mußten sie auch mit nur 10 „Mann" antreten. Die Jugend kam im Fußball um eine 5:C-Niederlage nicht herum, zumal ihr die Dresdener Mannschaft körperlich doch zu überlegen war. Und morgen bzw. übermorgen ... scheint Ruhe zu herrschen, bis jetzt konnte über Sp:e!abr.chlüsse für den kommenden Montag nichts Bestimmtes erfahren werden. An anderer Stelle dieser Zeitung befindet sich ein Aufruf des „Schild" mit der Bitte um Spenden zum Wiederaufbau seines Klubhauses, auch von hier aus muß auf die Wichtigkeit und Selbstverständlichkeit dieser Forderung hingewiesen werden, denn für „Schildi" ist dieses Haus ein wichtiger, man muß sagen, der wichtigste Bestandteil seines Sportbetriebes, vor allem im Sommer. Dieser Bitte darf und wird sich der nicht verschließen, der frei von jeder persönlichen Einstellung, sich der Verantwortung bewußt ist, die er der jüdischen Jugend gegenüber trägt, und mit seiner Beihilfe zu diesem Wiederaufbau erweist er ihr einen großen unschätzbaren Dienst!! Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Reiigionsgemeinde zo Leipzig Schriftleltung: Ormrinderabbinc Gustav Cohn, Leipzig C 1, Walter.Blüiuel-Str. 10, III. Anzeigen: Verlag Elsa Goldfreund Leipzig Ci, Hainstraße i6, Zimmer 303. Tel. 16791 Anzeigenleiter; Ernst Ooldfreund, CicboriuiatraSe aa. Tel. 60771 lür die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Plätzen und für telefonisch aufgegebene Anzeigen wird keine Oewihr flbernomrr.es. Druck: Jordan & Ol aui'ucrg vorm. Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzir. Brfld»rstr.!9 ____D. A. IV. V| 36. 3433. 9t. L. Nr. 6._"_ Vereinsnachrichten Verein Rasche Hilfe (e.V.). Zwecks Beschlußfassung über Bestehen oder Auflösung des Vereins werden die Mitglieder gebeten, am Montag, den 29. März, 15 Uhr, in der Bochniaer Schul, Gerberstr. 48/50, zu erschein«;». Frauenverein „Ruth". Die nächste Mütterberatung findet am Mittwoch, den 14. April, statt. Wichtige Bekanntmachung des Kulturbundes. Unsere erste April- Veranstaltung findet wahrscheinlich schon am ö. oder 7. April statt. („Die lustigen Weiber von Windsor"). Wegen der vorhergehenden allgemeinen und jüdischen Feiertage haben wir uns entschlossen, den Zahltermin für die Mitgliedsbeiträge ausnahmsweise ohne Verzugszuschlag auf Montag, den 5. April, einschließlich festzusetzen. Der bekannte Verzugszuschlag tritt ab Dienstag, den 6. April 1037, in Kraft. — Für diese Veranstaltung benötigen wir 85 Quartiere. Wir btiten dringend, Meldungen umgehend an unser Büro gelangen zu lassen, damit wir die Veranstaltung nicht, wie s. Zt. den „Sommernachtstraum" absagen müssen. Y or der-* »o Ulis Mod. Zimmer, 1 a Pens., Bad, ti. Wasser, Zentralhzg., Tel. z. vm. Nathan, Döllnitzer Str. 3. Eies. WM. Zimmer it; gutem Hause, auch mit bester Pension sof. prsw. ia vermieten. Pfaffendorfer Straße 5, III, rechts. 1 oder 2 gutmöbl. Zimmer m. all. Komf. i. ruh. Haush. zu verm. Dresdner Str. 32, III, 1. Fahrst. Jlöbl. Zimmer frei, evtl. auch für Schüler mit Pension. Graubart, Moltkestr. 6. nrliertes Zimmer mit oder ohne Pension für einige Tage Nähe Härtelstraße p. Mitte April gesucht. Offerten unter Nr. 2U9, Anz.-Verw., Hainstraße 16. mttmcdi ist tinieigensdiluß Für 2 geannd. Jungen« 11 u.!3 ja., wird ab Aul. April Aufnahme i. angeneh. 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