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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-03-19 · 12 (19.3.1937) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
12 (19.3.1937)
Date
1937-03-19
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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19. Marz 1937 QEV.E1NDERI ATT DER SSRAELiTiSCtttN RELIOIONSOEMEINDE ZU LEIPZIO Seite 3 Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir hierdurch auis herzlichste CHaim Friedmann Hersch Singer uüü Frau und Frau Anläßlich der Barmizwah unseres Sohnes sind uns in so großem Maße I Glückwünsche und Aufmerksamkeiten erwiesen worden, daß es uns I nur auf diesem Wege möglich ist, unseren herzlichsten und aufrich- I tigsten Dank auszusprechen. Nordstraße 50. _Mai IflüscatblaU und Jrau Janny geb. sch»d. Rolf Llppsiadt Rath Lippstadt geh Mksohn Berlin W50, Achenbachstr.3 Vermählte — Leipzig C 1,Bauhofstr.6 Alle diese Dinge sind noch im Fluß; hier wie anderwärts arbeitet ein großer Kreis an diesen Fragen interessierter Menschen in der praktischen Erprobung von Einreihungen und Methoden. Allmählich bildet sich der neue Typus einer neuen jüdischen Schule heraus, die den Notwendigkeiten unseres Alltags Rechnung tragen muß. Wenn sich Schwierigkeiten dabei ergeben, wenn nicht alle Wünsche erfüllbar sind — eines wird unverrückbar über der Arbeit unserer Schule auch in der kommenden Zeit wie in den vergangenen 25 Jahren stehen: Die Liebe zu unserer Jugend, die wir zu harmonischen jüdischen Persönlichkeiten heranbilden wollen, ihre! Pflichten bewußt in der Hingabe an ihren G'tt und an sein Volk Israel! Gemeinschaftsarbeit der jüdischen Jugend Gemeinschaftsarbeit der jüdischen Jugend. Aus der Arbeit des Reichsausschusses der jüdischen Jugendverbände. 1933- 1036. Berlin 1937. (Verlag; Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland.) Der Rcichsausschuß der jüdischen Jugendverbände gibt durch seinen Vorr.ilzenden Dr. Friedrich Brodnitz unter dem Titel „Gemeinschaftsarbeit der jüdischen Jugend" ein umfangreiches Buch heraus, das in Einzeldarstellungen lind übersichtlichen Zusammenfassungen ein Bild von der gegenwärtigen Situation der jüdischen lugend in Deutschland, ihren Problemen und Aufgaben sowie von der Tätigkeit des Reichsausschusses der jüdischen Jugendverbände als von der Reichsjugendführting anerkannten alleinigen Zcntialorganisation der jüdischen Jugend gibt, Da« Buch, cias über den Rahmen eines einfachen Berichtes hinaus eine aufschlußreiche Darlegung von Geschichte, üegenwart und Zukunft jüdischer Jugendbewegung in Deutschland ist, wurde von Dr. Bruno Sommerfeld redigiert. In einem eisten Teile werden in Einzeldarstellungen die Probleme der jüdischen Jugendbewegung in Deutschland erörtert. Der einleitende Aufsatz „Gemeinschaftsarbeit üei jüdischen jugend" von Dr. Friedrich Brodnitz gedenkt des verstorbenen ersten Vorsitzenden und unermüdlichen Wegbereiters jüdischer Sozialarbeit: Ludwig I ietz, sowie des verstorbenen Führers des deutschen Hcchaluz, Seew Oibach. Er gibt einen kurzen Überblick über die Tätigkeit des Reichsausschusses und bezeichnet es als die vordringlichste Aufgabe des Reichsausschusses, das Bewußtsein von der Einheit jüdischer Jugend zu wecken und /n stärken.' Die Suisdersituatioti der ttidisrhrn |Ugendb?\vegUüg schildert der ''.vokucJufuhrei des Rek-hsausscnusse«. »<• Brune Sommerfeld- Aus iner Gegenüberstellung der Lage der jüdischen Jugend vor und n.ich 1933 werden die aus dieser Sondersituation sich ergebende:: Notwendigkeiten in wirtschaftlicher, geistiger und seelischer Beziehung eindeutig autgezeigt. Die Bildungsarbeit der jüdischen Jugendbünde behandelt Dr. Paul Eppstein. Er befaßt sich besonders mit den Zusammenhängen zwischen Bildung und Berufsausbildung und Bildung und jüdischer trziehun^.^Xr^hiiout.dic. Notwendigkeit überbündischer oiidungs- -*rrr{7~wie sie nachhaltig vom" Reichsausschuß durchgeführt worden •st und sieht gerade hierin eine seiner wesentlichen Funktionen. Die zwei folgenden Aufsätze befassen sich mit der religiösen '-age der jüdischen jugend. Hierzu gibt Heinz Kellermann eine Analyse der Glaubenssituation unter kritischer Betrachtung der Hemnnmgen und Ansätze, die sich in der Wirklichkeit des religiösen ' cbens der jüdischen Jugend ergeben haben. Abraham Wolf behandelt das gleiche Problem vom Standpunkt der thoratreuen Jugend. Ein weiterer Aufsatz ist der Berufsfrage der jüdischen Jugend Rewidmet Nach ungefähren Schätzungen leben heute noch rund 8MHJ0 jüdische Jugendliche im Alter von 10—30 Jahren in Deutschland. Jährlich verlassen 5—60(K) Jugendliche die Schule. Ungefähr der Mädchen, die von der Schule jährlich abgehen, entziehen s'ch der Arbeit der jüdischen Instanzen völlig und gehen meist in das Geschäft oder den Haushalt der Eltern. Von den jährlich etwa ^OlKJ schulentlassenen Mädchen fallen aus diesen Gründen über 2000 aus der Berufsplanung aus. Dr. Georg Josephthal, der Verfasser dieses aufschlußreichen Artikels, weist auf die aus dieser Tatsache Zionistische Vereimeum? Leipricr I---- XßlltC Sonnabend, den 20. März 1937, 20.30 Uhr im Kulturbundsaal, Tauchaer Straße 32 Öffentliche Kundgebung DerMbau geht weiter wir zeigen: ISO neueste Lichtbilder aus Erez Israel Es spricht: Dr. Dnvid SdiloBbercj, Berlin, Mdncktttr. 10 Eintrittskarten: RM. —.50 bis RM. 1.— an der Abendkasse sieh ergebenden Folgen hin: auf das Fehlen heiratsfähiger Mädchen in den Auswanderungsländern, besonders in Südamerika, auf den sich hieraus ergebenden natürlichen Zwang zu Mischehen, auf das Zurückbleiben heiratsfähiger Mädchen in Deutschland, denen keine entsprechende Zahl heiratsfähiger Männer gegenübersteht. Fast 80«/') aller jüdischen Jungen, die die Schule jährlich verlassen, werden durch die jüdische Berufsberatung und die Bünde bisher in ihrer Berufsentscheidung beeinflußt. Dr. Josephthal behandelt sodann im einzelnen die Ausbildung in der Jugendalijah, der Miltleren-Hachschaiah, die Ausbildung in dem Auswanderungslehrgut Groß-Breesen, die Erstausbildung auf Eiuzelstelien usw. und legt die von den Jugendverbänden zur Frage der Berufsumschichtung beizutragenden Gesichtspunkte dar. Das Palästinaverhältiiis der jüdischen Jugend in Deutschland in seiner Entwicklung und heutigen Bedeutung wird von Dr. Walter Groß erörtert. Die Sportpflege der jüdischen Jugend behandelt Dr. Hans Friedenthal, der insbesondere für die künftige Arbeit wesentliche Leitsätze gibt. Es folgt eine Selbstdarstellung der im Reichsausschuß vereinigten Jugcndbünde. Die Arbeit von zehn zionistischen und sechs sonstigen Jugcndvei banden und Sportorganisationen wird geschildert. Der zweite Teil des Buches behandelt ausführlich die Tätigkeit des Reichsausschusses in der Zeit von seiner Gründung im Jahre 1924 bis zum Jahre 1933 (Dr. Georg Lubinski) und die Arbeit des Reichsausschusses seit seiner Anerkennung durch die Reichsjugendführung. Hierbei wird die organisatorische Tätigkeit erörtert, eine Übersicht über die Tätigkeitsbestimmungen füi jüdische Jugendbünde gegeben und die Zusammenarbeit mit den jüdischen Zentralorganisationen geschildert. Weher wird auf die kulturelle Tätigkeit des Reichsausschusses eingegangen, die auf diesem Uebiet geleistete Arbeit wird im einzelnen dargelegt. Ausschnitte aus der Tätigkeit der Landesausschüsse des Reichsausschusses und des Jugeudpflegedezernats der Jüdischen Gemeinde zu Berlin ergänzen das Bild, das das Buch von der Arbeit in drei lahren tfihr Zum Schluß wird auf die künftigen Aufgaben des Hei;-:: Schusses eingegangen. Die Pr.....die öi^ii aus unci notwendigen Erfassung der bisher unorganisierten Jugendlichen und aus der finanziellen Situation der Hunde ergeben, werden behandelt, die künftige Bildungs- und Schulungsarbeit wird skizziert und abschließend zum Ausdruck gebracht, daß an Arbeit in den nächsten Jahren kein Mangel ist. Unsere Gemeinde jüdischer Centraiverein. Die Leitung der Ortsgruppe des C.V. übernahm als Ortsgrupnenvorsitzender Dr. med. Adalbert Stein, der bereits seit einer Reihe von Jahren im Vorstand der hiesigen Ortsgruppe des C. V. in slark interessierter Weise mitarbeitet Sämtlie'ue Beratungsangelegenheiten werden nach wie vor durch das Mitteldeutsche Syndikat des C.V., Humboldtstr. 4, pait., Fernsprecher 12038, wahrgenommen. Ahravanel-Feiern in den Leipziger Synagogen. Wie in zahlreichen Gemeinden v\iiu auch in der unseren des 5UU. Geburtstages von Don Jizchak Abravanel, des berühmten jüdischen Gelehrten und Staatsmannes aus der Zeit der Veitreibung der Juden aus Spanien, gedacht werden. Die Herren Gemeinderabbiner Cohn und Genieinderabbiuer Dr. Ochs werden in ihren Predigten am ersten bzw. am zweiten Pessachtage die Bedeutung dieser Persönlicnkeit würdigen. Photoamateure treffen sich. Mehrfarhp Anregungen geben Anlaß dazu, eine iretfstunde für Photoamateure einzurichten. Erstmalig soll diese am Sonntag, den 21. März, ',812 Uhr, im Palast- Cafe stattfinden. Die Vorbereitung hat Herr Heinz Müller, Hardenbergstr. 12 I, übernommen.

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