Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 7 (12.2.1937)
- Date
- 1937-02-12
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN REL IGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 12. Februar 1937! |j Eichel- Herrn Wald- Horn Sonnabend, 20. Februar, Morgengehet 8,30 Uhr, Minchoh lö.'iO Uhr, anschließend Schulchan-Aruch-Erklärung von Rabb. Dr. Ochs, Ausgang 18,18 Uhr. Wochentag: Morgens 7 Uhr, Abendgebet 1 /,45 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 1. Freitag, 12. Februar, abends 17,15 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr, Mincha 17 Uhr. An«(rnnnr Uhr. Wuelivmaga uüli unr, aoends 17,15 Uhr. T2':r.ud T!:~...-Cji.aj;i»ge» Kciisti. i. Freitag, 10. Februar, abends 17,30 Uhr. Sonnabend fiüh 8,30 Uhr, Mincha 17 Uhr. Ausgang IS,18 Uhr. — Wochentags früh 7,15 Uhr, abends 17,30 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 12. Febr., Abendg. 17,15 Uhr, anseht. Lehrvortrag des Herrn Rabb. Kogosiiit/Ui. Sabbat, 13. Febr., Morgeng. S,30 Uhr, Minchag. 17 Uhr, Abendg. 18,0b Uhr. — Wochentags: Morgeng. 7 Uhr, Abendg. 17,15. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 10. Febr., Abendg. 17,-0 Uhr, anschl. Lehrvortrag des Herrn Rabb. Kogosnitzki. Sabbat, 20. Februar, Morgeng. 8,30 Uhr, Minchag. 17 Uhr, Abendg. 18,18 Uhr. — Wochentags: Morgeng. 7 Uhr, Abendg. 17,30 Uhr. Personenstandsnachrichlen G e b urton: 15. Januar 1937, Leon Dattner und Frau Eva geb. Lichtblau, Berggartenstraße 10, eine Tochter „Ruth Hella". 17. Januar 1937, Rubin Salaman Broiler und Frau Chaja geb. holz, Eberhardstralle 7 Uli., eine Tochter „Gusti Cylli". B a r m i z w a : Sonnabend, 20. Februar 1937, Erwin Hartwich, Sohn des Dr. Hans Hartwich und Frau Charlotte geb. Mislowitzer, straße IIa, in der Gemeindesynagoge. Sonnabend. 20. Februar 1937, Manfred lloffniann, Sohn des Michael Hoffinauii und Frau Bertha geb. Silbcrmann, Gustav- Adolf-Straße 27, in der Bcth-Jchuda-Synagogc, Färberstraße!!. Trauungen: Fieitag, 12. Februar. Frau Johanna Grünbojk, Yorkstraße 32, mit Herrn Oskar Leibstein, Hofmeisterstr. 10. Sonntag, 21. Februar 1937, 3 Uhr nachmittags, Fräulein Hanna Forschirin, Walter-Blümcl-StrabY 13, mit Herrn Hein/ Mire, Weißenfels, in Leipzig, in der Talmud-Thora-Synagoge, Keilstraße 4. Todesfälle: 25. Januar 1937 Hermann Cohn, Sattclhofstraße 42. 27. Januar 1937 Bertha Isakowitz, Reudnitzer Straße 15. 28. Januar 1937 Ruth Schwarz, HclfferichstraBe 2 (Kind). 28. Januar 1937 Szapse Leib Zolberg, Mittweida. 1. Februar 1937 Aron Landwirth, Meuselwitz. 2. Februar 1937 Blima Schapira, Gera. 3. Februar 1937 Rosa Gerschenowitz. Walter-Bliimel-Str. 15 pt. 4. Februar 1937 Rosa Bclciiky, Noiderneyer Weg 7R 5. Februar '937 Baruch Wolicki, Täubchenweg S4. Aus dem Gemeindeamt Rechtzeitige Abgabe der Steuererklärungen. Viele Fälle sind uns bekannt geworden, in denen (icnieiudemitgiieder die von den Finanzämtern ihnen zugesandten Vordrucke zur Abgabe der Steuererklärung zur R e I c h s e i n k o in tn enst e u e r beiseitegelegt und nicht .erledigt haben. Durch solche Vernachlässigung sind ihnen dann größte Unannehmlichkeiten erwachsen. Häufig verursachte es bei Ausländern unendliche Mühe, ein infolge dieses Versäumnisses schon eingeleitetes Ausweisungsverfahren zur Einstellung zu bringen. Wir möchten daher auf die sorgfältige Beachtung der von den Finanzämtern geforderten Vorschriften übet Abgabe der Steuererklärimg hinweisen, In den nächsten Tagen werden den Steuerpflichtigen die Vordrucke zu den Steuererklärungen zugehen, die laut Bekanntmachung des Finanzamtes in der Zeit vom 1. bis 28 Februar d I richti« i"c- . iuk in tri w Herlsen, Bevorstehende Veranstaltungen 13. Febr.: Meyerstein: Tanzabend im Künstlerhaus. 15. Febr.: Jüdischer Kulturbund: Lieder- und Duettabend von Susanne Loewenstein und Wilhelm Quttmann, am Flügel Lina Klein. 19. Febr.: Zionistische Vereinigung: Oneg Schabbath der Jugend. 20. Febr.: Zionist. Vereinigung: „Dem (iedächtnis Achad Haams". 20. Febr.: Zionistische Vereinigimg: Feierliche Kundgebung Uli. der Eröffnung der bebr. Sprachkurse der Israel. ReMgionsge meinrir! einzig. 25. Febr.- K. A. E.: Purim-Ball mit künstlerischen Einlagen. 27. Febr. Gemeindeabend: Dr. Floesser, „Heinrich Heines Rückkehr zum ludentum". 28. Febr.: K. A.B.: Messe-Abend. 2. März: Der bunte Karren. 13. März: Hilfsverein Israelitischer Gewerbetreibender (E.V.) zu Leipzig: Feier des 50jährigen Bestehens. # , _ Neue Bücher Prof. Dr. Isaak Heinemann: Altjüdische Ailegoristik. [Wissenschaftliche Beilage zum „Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars (Fraenckelsche Stiftung) für das Jahr 1935]. Breslau 1936. Die Ailegoristik bildet eine an Umfang wie an Bedeutung wesentliche Ausdrucksform im jüdischen Schrifttum. Sie wird schon in der Bibel angewendet, vorzugsweise aber in der Aggadah des Talmud und als Midrasch. Der wie wenig andere berufene Verfasser der vorliegenden Untersuchung mußte sich mit Rücksicht auf die Stelle an erscheist, Lk^hräiikuiig auieriegen, üa eine erfwhönfwHc tV»T sf^tlitjjnr ^.jm. uuj;„aiC|H urumilage möglich ist". Er geht deshalb nur auf die midraschisrhe Ailegoristik ein, versagt sich auch die Behandlung der geschichtlichen Entwicklung und setzt sich vor allem die psychologische Erklärung zum Ziel. Die der Ailegoristik verwandten Formen werden von vornherein seharf umschrieben, begrifflich unü sprachlich, so daß das Hauptthema klar herausgehoben wird. Die echten Allegorisierungen beziehen sich häufig auf bestimmte Motive, wie etwa die vier Weltreiche, die Gleichset/ung der Patriarchen mit Felsen u. a. Sie werden ebenso an Erzählungen wie an Gesetze oder an Hymnen und Weisheitsschriften, insbesondere das Spruchbuch, das Hohelied und Qoheleth angelehnt. Die Absicht, die mit ihnen verknüpft wird, kann sehr verschiedenartig sein. Sie entspringen hier der Neigung, profane Angaben religiös umzudeuten, wollen dort Gesetze begründen, die einen geheimen Zusammenhang zwischen Gesetzen und Begebenheiten ahnen lassen, oder den Vorschriften eine vertiefte Deutung geben: nicht selten auch sind die allegorischen Deutungen anapologetischen Absichten zu erklären. Volkskünstlerische Kräfte wirken sich in ihnen aus, „eine Freude am geistreichen Spiel, die weder aus der Ehrfurcht vor der Bibel noch aus Volks erzieherischer Absicht abzuleiten wäre". Ausgelöst werden sie durch die jüdische Lebensanschauung, die in dem biblischen Schriftwort und auch in seinem Wortsinn wurzelt. Die ungemein scharfsinnige Untersuchung läßt den Wunsch nach der „erschöpfenden Darstellung" offen, die uns Prof. Heinemann nicht vorenthalten möge. G. C. Maria Kreitner: Begegnung auf dem Schulweg. Eine Liebesgeschichte. Wien—Leipzig Zürich [1936] (Herbert Reichner-Verl.). Den rührend zarten Hauch einer ganz jungen Liebe trägt die im Herbert Reichncr-Vei lau erschienene Erzählung „Begegnung auf dem Schulweg". Der Übergang vom Kind zum Erwachsensein, von der Naivität zum erwachenden Weibtum, wird mit feinem psychologischen Verständnis und in plastischer Zeichnung dargestellt. Ein halbes Kind, ein Schulmädchen noch, schenkt ihr Herz einem reife ren Manne. „Genau wie im Märchen, wie im schönsten Märchen vom Glück" empfindet sie das Geschenk dieser Liebe. Schmerzlich muß sie erkennen, daß die Wirklichkeit anders ist als ihr Märchentraum; ihr junges Herz muß einer frühen, großen Enttäuschung standhalten. . ec. I If 5 I Ii von Jim. H. Cro- Buch- und Zeil- Schil- .i— UlllI in Süd- Es sagt „Südafrika, Land, Leute, Leben und Möglichkeiten ner, lohatinesburg. Rerl«n J1937] (Jüdischer schriftenverlag Robert Alter). Das vorliegende Buch gibt eine lebendige und farbige derung des Lebens in der Südafrikanischen l Inion. E I eser ein Bild von den Möglichkeiten jüdischer Menschen afrika und beschreibt den Alltag in den Städten der Union, dem künftigen Einwanderer ungeschminkt, was von ihm verlangt wird Das Buch verdient heute besonders das Interesse weiter Kreise, wo die Diskussionen um die Einwanderung im Vordergrund stehen. Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) Was in der Vorschau für die Tischtennis-Meisterschaft des Makkabikreises über die zu erwartenden Spiele und Spieler angekündigt wurde, (mti'M ist mehr v«p1 als eingetroffen. Au Teilnehmern gab es fast des insbesondere durch die unerhörte Vorarbeit von Sandor Nebenzahl und seiner Mitarbeiter Weingarten, Neumann und Braun bis ins kleinste sorgfältigst durchorganisiert. I las waren an diesen beide:: Tagen wirklich Könner, wie sie nicht oft zu sehen sind, man vergegenwärtige sich nur nochmals die schier unmöglich erscheinende Technik und Spielauffassung eines Schatzow vom Berliner Hagibor, und die ihre Kolleginnen weit überragende Sonja Löwenberg von der dortigen Uakoah, der auch die vorjährige Makkabimeisterin Ruth Schul, Hannover, nichts anhaben konnte, die ihr allerdings, infolge zu späten Fintreffens, nur in einem Schallkampf gegenübertrat. Die Meisterschaft im Damcn-Eillzel war der Berlinerin nirht jn nehmen, auf dem Wege dorthin gab es für eine Favoritin, Fräulein Seifer, Berlin, eine Überraschung, wie sie eben der Sport oft mit sich biingt, daß sie durch die Niederlage gegen Ruth Weinberg) Dresden, frühzeitig ihre Meisterhoffnungen begraben mußte. Auch das Gemischte Doppel verlief keineswegs erwartungsgemäß, da keines der Berliner Paare Sieger wurde, obwohl in ihnen der Erste und Zweite der späteren I lci ren-F.iuzelineisterschaft mitwirkte. Der Frankfurter Schmerler (früher Leipzig) und Frl. Schul warm die Glücklichen, nachdem sie vorher das hiesige Paar Fräulein Kunin-Steinhaus mit 3:1 geschlagen 'hatten. Wenn auch der Letzten mnz ei i ikeinen ntel erringen konnte, so hatte er doch spielerisch die Genugtuung, einen Makkabimeister besiegt zu haben, um 1 da« war wohl <.\ i t Sensation des Sonntags, in einem der spannendsten Treffen rang er Schimmel vom Frankfurter „B. K." mit 3:2 nieder. I i