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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1937-01-22 · 4 (22.1.1937) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
13 (1937)
Issue
4 (22.1.1937)
Date
1937-01-22
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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22. Januar 1937 OEA'.EINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELsÜlÜNSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 Die Geburt einer gesunden Tochter zeigen erfreut an Dr. Hans F. Plant nnd Frau Erika ceb. SaUharg. Cincinrjai: ^ötjio) 3455 Haivey Avenue. r»:~ rrtflrfcü «1 . MI-II'. Gcuuu unseres zweiten Tüchterchens Ruth Hella zeigen hocherfreut an Leipzig, den 15. I. 37. Kv» Dattner geb. Lichtblau Berggartenstraße 10. lieon Dattncr Zu der s. Q. w. am 30. Januar in der Qemeindesynagope, Gottschedstraße, stattfindend n Barmizwah unseres Sohnes Robert laden wir nur hierdurch Verwandte und Freunde herzlichst ein. Empf. 12—14, Springerstr 16. Hermann Calmanowitz u. Frau. sich bei dieser Gelegenheit mit hoher Anerkennung über die jüdischen Leistungen beim Paiästinaaufhau. Er halte diese Leistungen für ein seltenes Vorbild in der Geschichte kolonisatorischer Arbeit. Was die eventuelle Einwanderung in die französischen Kolonialgebiete betrifft, so müsse aber vor gefährlichen Illusionen über die Möglichkeit einer raschen Massenkolonisation gewarnt werden. Immerhin hätten die bisherigen Untersuchungen, die noch sorgfältig fortgeführt werden sollen, ergeben, daß unter gewissen Vorbedingungen mit der Zu tossung einer beschränkten Zahl europäischer Einwanderer in die genannten Gebiete gerechnet werden könnte. Zu diesen Bedingungen gehören in erster Reihe die Finanzierung der Aktion durch cintlulireiche und mit den erforderlichen Erfahrungen ausgestattete Organisationen; die sorgfältige Auswahl geeigneter Ansiedlungsgebiete auf Grund gewissenhafter Untersuchung; rigorose Auswahl des den Lebensbedingungen in den neuen Wohnläp.dcrn angepaßten Menschenmaterials. Die Sachbearbeiter des Kolonicnmünsteriums hätten bereits umfangreiche Vorarbeiten auf diesem Gebiet geleistet und die verschiedenen Kolonisationspläne würden vom Ministerium in Zusammenarbeit mit den Gouverneuren der Kolonien gründlich studiert. Der Gouverneur von Madagaskar habe sich zu den vorgelegten Plänen unter der Voraussetzung, daß die genannten Bedingungen eingehalten werden, zustimmend geäußert. Zum Schluß erklärte der Kolonienminister, es handle sich der französischen Regierung nicht nur darum, kolonisatorische Möglichkeiten zu verwerten, sondern auch Tausenden zu helfen, die sich wegen ihrer Rassen- oder Religionszugehörigkeit in einer Notlage befinden. (JTA.) Unsere Gemeinde Ephraim-Carlebach-Hain der Israelitischen Reiigionsgcmcinde zu Leipzig. Wir veröffentlichten vor 14 Tagen an dieser Stelle die Namen der ersten Zeichner für den Ephraim-Car'ebach-Hain. Wir freuen uns, heuie mitteilen zu können, daß die erste Hälfte des Haines bereits sichergestellt ist, so daß aiso bisher die Zahl von 500 Bäumen schon überschritten ist. Hierbei kann es aber nicht bewenden. Das Versprechen, welches wir mit dem Aufruf zur Pflanzung dieses Haines gegeben haben, müssen wir restlos einlösen. Wir gestatten uns daher, bereits heute schon darauf aufmerksam zu machen, daß am 31. Januar eine Hausaktion für den Ephraim- Carlebach-Hain stattfindet, um so jedem! Gemeindemitglied die Möglichkeit zu geben, sich an diesci Ehrung zu beteiligen. Nachstehend veröffentlichen wir die zweite Liste der Spender: Dr. Michaelsohn S. Obstler Bender Fritz Kroch jos. Sternheim Dir. Dr. Weikersheimer A. Oelberg Mof Sternheim F.t. Rob^rl Ehrm..... A-r Kowalewski MT. Aussenberg?.(.'. M. Kassner Moses Leo Adler Tobias Braude & Co. L. Gersten H. Friedmann Gebr. Held M. Siegelberg J. Styren Frau Margarete Heine N. Abugow Ch. Bleiweiß Fraueuverein Ruth Ch. Loinger J. Rotter Leo Adler M. Hoffner M. Storch Gustav Bamberger B. Schimmel E. Schnittmann Ottenheimer Frauen-Chewra Kadischa. Die Chewra Kadischa der Frauen gibt bekannt, daß vom Montag, 25. Januar 1937, ab im Sozialamt, H u m b o I d t s t r a ß e 13 p t r., in der Zeit von 3—6 Uhr wieder genäht wird. Um zahlreiches Erscheinen wird dringend gebeten. Spendet Bücher! Tausend? von Büchern werden allmonatlich von Auswanderern, von Menschen, die sich auf neue Berufe und kleinere Wohnungen umstellen, sowie aus Nachlässen verschleudert. Bücher Werden in Ercz Isiael gebraucht. Das Land will die geistigen Brükken zu Europa hinter sich nicht abbrechen. Die Hebräische Universität ist bestrebt, zum Werk jüdischer Hände vollwertige Leistungen des Geistes zu gesellen. Das Buch cimoglicht es, an festen Besitz, an Vorerfahrungen anzuknüpfen. Die wichtigste Bibliothek des Landes ist die 1892 gegründete Bücherei in Jerusalem, die seit ihrer Angliederung an die Hebräische Universität den Namen .Jüdische National- und Universitätsbibliothek" fuhrt. Ihr Monumentalbau auf dem Skopusberge ist das Wahrzeichen des in uen jüdischen Jerusalem und .-< iv.» I /. V- /_ cugiiis» ungebrochenen ^^A^^^^Im^M^^h^et^I^^l^^l^u^e^rH jj unsere innigst geliehti» Mn«-*t ScfcsrisgsuuitUer una uroömutt« ~" ~ Fron Minna veti. Cohn m. mm. Ihrem Wunsche gemäß geben wir hiervon erst nach erfolgter Beisetzung Kenntnis. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen Leipzig N 22, Springerstr. 16 Dr. Richard Cohn, den 19. Januar 1937 I Nach schwerem Leiden verschied am 17. Januar meine innigs'geliebte, herzensgute Frau u. Mutter, Schwester, Schwägerin u. Tante Frau Rosa Goldstern geb. stiebei im Alter von 59 Jahren. In tiefem Schmerz! Leipzig, N 22 liitdor «ioIdstein Norderneyer Weg 14b. klae Spiegel geb. Qoldstein Otto Spiegel Die Einäscherung hat bereits staltgefunden. Beileidsbesuche dankend verbeten. Heute Nacht, an seinem 80. Geburtstage, entschlief sanft mein guter Mann, unser treusorgender Vaier und Großvater Leipzig, den 20. Jan. 1937 Im Namen aller Hinterbliebenen König-Johann Str. 11 Flora Cahn geb. Michael Beisetzung, Sonntag, den 24. Januar, Mittags 12.15 Uhr auf dem alten israelitischen Friedhofe. Am 14. Januar ist unsere Mutter Frau Dorothea Katzenstein geb. Frankel kurz nach Vollendung des 84. Lebensjahres von uns gegangen. Auf ihren Wunsch hat die Beerdigung in aiier Stille stattgefunden. Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen abzusehen, Frankfurt a. Main, Blumenstraße 7 Leipzig C 1, Fregestraße 7 Ludwig Katzenttteln Verwaltungsdirektor drUfetav Katzenstein u. Frau Herta Mannheimer geb. Katzenstein Prof. Dr. Nathan Mannheimer geistigen Lebenswillens. Aufgabe dieser Bibliothek ist es, die Hilfsmittel ZU jeder wissenschaftlichen Arbeit im Lande zu liefern. jMk. kulturelle Bezirrtunp^n und neue den Völkern des. Vordem* Orients anzuknüpfen, die geistige und sprachliche Erneuerung des Judentums mit vorzubereiten helfen, schließlich die Sammlung der in allen Ländern der Erde erschienenen Zeugnisse jüdischen Geistes aus ihrer Zerstreuung, die Aufbewahrung aller Druckwerke, die jemals uber Juden, Judentum, hebräische Sprache und das Land Israel geschrieben wurden. Schon heute kann die Judenheit mit Genugtuung auf die Jüdische .National- und Universitätsbibliothek blicken. An 360000 Bände, vorbildlich geordnet und zugänglich gemacht, sind — in kurzer Zeit und mit sehr wenig Geld zustande gebracht — eine achtunggebietende Leistung. Unter fachmännischer Leitung, 14 Jahre lang durch den gegenwärtigen Rektor der Universität, Prof. Hugo Bergmann, seit 1035 durch den Islamforsrher Prof. GctthoIJ VC'cii, ist die Bibliothek zu einer nicht mehr wegzudenkenden Einrichtung in der jüdisch-wissenschaftlichen Welt und im wissenschaftlichen Lehen des Landes geworden. Der Ausbau der Universität im Zusammenhang mit dem Wachstum des Landes stellt die Jüdische National- und Universitätsbibliothek vor Aufgaben, denen sie nur mit Hilfe einsatzbereiter Freunde gerecht zu werde:: vermag. Die Gesellschaft der Freunde der Jerusalem-Bibliothek hofft, nicht zuletzt dank der regen Mitarbeit ihrer Sammelstellen im Reich und dem fortgesetzten Interesse aller ihrer Mitglieder und Freunde, ihren Anteil an dem Ausbau der jüdischen Heimstätte des Buches in Zukunft noch zu mehren Bücherfreunde, die in ihren Beständen Bände haben, die sie entbehren können, und solche, die ihren Wohnsitz aufgeben und sich durch Mitnahme ihres Bücherbestandes unnötig belasten würden, w erden gebeten, Bücher ZU stiften und diese der Sa mm e!-

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