Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 1 (1.1.1937)
- Date
- 1937-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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1. Januar 1937 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seye 7 Statt Karten! Die Verlobung ihrer Tochter Lilo mit Herrn Georg Herzig, Berlin beehren sich anzuzeigen , Ld?=:s, Je. i. ian. 1937. Albert Goldstein und frau. j Montbestr. 8. Empfang am 1. Januar 12—2 Uhr. Leipzig Frankfurter Str. f) Erika Weiser Bert Baden Verlobte Berlin Dr. Max Wellisch — Zelda Wellisch geb. Schanzer Vermählte Wien Dezember 1916 Leipzig '..unser teurer Vater,Groß- und Schwiegervater, Bruder, Onkel, Schwager Hermann Sobelmann ist nach schwerem Leiden im 70. Lebensjahre eingeschlafen. Leipzig C i, 28. Dezember 193b Anna Sobelmann geb. Arde! Drcsduci Straße SZ im Namen aller Hinterbliebenen. Beerdigung: '^unnersUir, den 31. Dezember mittags 12 "4 Uhr alter Friedhof, Berliner StiaQc. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nrhmrn Mitglied des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Adolf Schoyer. der den Vorsitz der Tagung führte, stellte in eingehenden Ausführungen die Bemühungen dar, die bisher von der Reichszentrale für die Versorgung mit koscherfleisch unternommen worden sind und gab ein Bild der Schwierigkeiten, die dabei /u Überwinden waren. Mit Unterstützung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland war es gelungen, eine Spende des American Joint Distribution Committee und des Council for Ii er 111 an Jewry zu erhalten, um durch diese den Bezug von Frischfleisch aus Dänemark und, letztens, von Gefrierfleisch aus Südamerika zu ermöglichen und hierdurch eine Versorgung der rituell gefühlten Wohlfahrtsanstaltcn, insbesondere der Krankenhäuser und Heime, vorzunehmen. Kür die nächsten Monate gehen alle Bemühungen der Reichszentrale dahin, im Rahmen der Gegebenheiten und unter den erforderlichen Einschräifkungen und Opfern die rituelle Lebenshaltung auch der privaten» Haushalte zu sichern. Der Redner wies hierbei auch auf die wichtige Möglichkeit hin, dem Fleisch gleichwertige Nahrungsmittel, vor allem betfische, in erhöhtem Malie zu verwenden. — Dr. Michael M U n k gab in einem grollen Referat einen Überblick über die Probleme, die für die rituelle Fleischversorgung durch den Fortfall der bis zum Frühjahr bestehenden Möglichkeil, Fleisch im Rahmen des deutsch-dänischen Kontingents zu beziehen, für die Juden entstanden sind, die auf eine streng koscher.' Lebenshaltung Wert legen. Es ist seit dieser Zeit notwendig* geworden, neue Möglichkeiten aufzufinden, die innerhalb der Devisen- und Liiifuhrbewirtschaftung geigeben werden. Es hat sich gezeigt, da 15 auf dein Wege zusätzlicher Kompensationsgeschäfte, d, h. durch Schaumig und Auffindung neuer Ausfuhrmöglichkeiten für Exporteure, Fleisch unter_ Verreelmun.<r rler >s!V tfie Anzahl 'solcher Projekte schweben wird alles darauf ankommen, sie in dje Wirkli ' ' M. »oi viiiiir mit 1 gegangen Illipöll üüw Ulf. V«r«> ist Lr gab weiter Aufklärungen über die Versorgung der jüdischen Bevölkerung mit in Deutschland hergestellten Pflanzenfetten, die als reiigiousgesetz- Uch einwandfrei befunden werden und über die Versorgung mit Geflügel und Konserven. — In der Aussprache brachte die Versammlung zum Schluß der Reichszentrale ihre Anerkennung für die gemeinsam mit der Reichsvertretung durchgeführten Aktionen zum Ausdruck und richtete insbesondere an die Reichs Vertretung den dringenden Appell, auch ihrerseits sieh für die religiösen Belange weiterhin einzusetzen und die rituelle Fleischversorgung auf eine gesicherte und breite Basis zu stellen. — Unsere Gemeinde 70. Geburtstag von Frau Flora Cahn. Am 2S. Dezember vollendele die 'langjährige verdienstvolle Fürsorgerin unserer Gemeinde, Frau Flora Call 11, ihr 70. Lebensjahr. Eine Reihe von Jahren hatte die Jubilarin ehrenamtlich in der Wohlfahrtspflege der Gemeinde gestanden, bevoi sie die Leitung des Fürsorgcamtes übernahm. Mit beispielgebender Pflichttreue und unermüdlicher Tatkraft hat sie ihren Platz ausgefüllt und sich in ihrer unbestechlichen Sachlichkeit auch dann nicht beirren lassen, wenn ihre Maßnahmen nicht immer auf Verständnis stießen: die gleichen Anforderungen au Aufopferung und Pflichterfüllung, die sie an sich stellte, um im Lebenskampf zu bestehen, stellte sie auch an andere. Volle Befriedigung gewährte ihr die Schätzung derer, die die tiefere Bedeutung ihrer Arbeit zu würdigen wußten. Ihre reichen Erfahrungen und ihr umsichtiger Am 29. Dezember vprsrhiVH plfttzHch rr.cir. WcX,^ mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Groß- und Urgroßvater Selig Förster nach einem arbeitsreichen Leben im 80. Lebensjahre. Leipzig, W 33 Luppenstr. 28 Sali Förster geb. Jakobowitz im Namen aller Hinterbliebenen Die Beerdigung findet am Freitag, den 1. Januar 1937 um 12.15 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. I Nach quaivoiirn Leiden verschied am 19. Dez., meine liebe Frau» treusorgende Mutler, unsere liebe Tochter, Schwester u. Schwägerin Sophie Wechsler geb. Lotrowski im 33.! cbensjahie. In tiefstem Schmerz Jacob Wechsler Leipzig, den 19. Dez. 1936. und Sohn nebst Eltern und alle Hinrerbiiebrnen. NonosrammsticKerei Knopflöcher Elnz. |üd. Fadnjcidilft tstszlfs. lannsnber», Brand vor weikstr. 18, TsL SM 71 Blick kamen auch den jüdischen Frauenvereinen Leipzigs, insbesondere dem Israelitischen Frauenverein und dem Jüdischen Frauenbund Ortsgruppe Leipzig, deren Vorständen sie über ein Jahrzehnt angehörte, zugute. Infolge ihres angegriffenen Gesundheitszustandes war Frau Lahn genötigt, sieh aus ihrer aufreibenden Tätigkeit zurückzuziehen, wir wünschen der Jubilarin, daß ihr im Kreise ihrer Familie noch recht viel Freude vergönnt sei. Lphraim Caricbach-Hain der Israelitischen Religinnsgcmcinde zu Leipzig. Nachstehend geben wir die ersten Spender, welche bisher für den obigen Hain Zeichnungen abgegeben haben, bekannt: Eva Daitner, Karl Siegel, Direktor Katzenstein, Ch. Tannenbaum, Siegfried Felsenstein, Adolf und Kläre Eisen, Gustav Rogger, Dr. S. Goldrei, David Taub, Dr. Paul Freudenthal, E. Zernik, Blumeufeld, Aron Lederberger, Hilfsverein dei Israelitischen Gewerbetreibenden, D. Adler, M. Einschlag, Gebr. riepner, E. & FL riepner, Engländer, RA. Dr. Löwenheim. Dr. Dreßler, Bernstein 8> Sohn, Maschkewitz. Lipschütz, Oskar Lainbck, B. Krischer, B. Verständig, Josef Krischer, üebr. Weiser, Selma Burschtyn. Moritz Fuchs, Isaak Kormann, Moritz Siradsky, .'nl/ei, jacob Hepnei, Hirsch, Jacob Zwick, I. Schulsinger, Hermann Sieradsky, Josef Lehrfreund, Dr. Birkenruth, Max Sigall, Cäcilie Safran-Lehrffeund.-.Wit!! Seernaijü.. Si..-Yv-V. - Feüud, W; "Neinann, Efiin (iold, Martin Aiferfhüm, Handelsbank Iwria, Hugo Kaufmann, Max Rosenf etder,. finnr.!<r.~..--!-. Fi ■■■ tuuu, - U "■: V\. . Lr. t i.._ii l , 1<f»irirtjr Kr», ui, ivroeu, Pol schirm, Wolf Uindsberg. Adolf Eisenbruch, Max Forschirm, Salo Rubinstein, B. Linder, W. Hofstein, H. Posner, IL Fojrschirm, Dr. W. Bernfeld, Ludwig Bamberger, Meta Rindsberg; Prof. Nothmann, S. Preczcp, B. Preczep. Wir danken allen bisherigen Spendern und bitten um weitere Zeichnungen. Mitteilung He« C.V. Syndikat». Unsere Geschäftsstelle befindet sich jetzt Humboklfstr. 4part. Sprechstunde nach vorheriger telefonischer Vereinbarung. Telefon wie bisher 12038. Jüdische Lesehalle und Bibliothek. Mit Rücksicht darauf, daß die Verwaltung der Jüdischen Lesehalle und Bibliothek auf die Israelitische Rehgionsgemeinde übergegangen» ist und letztere in Kürze die Lesehalle und Bibliothek in anderen Räumen neu eröffnen wird, sehen wir uns veranlaßt, die Lesehalle mir Abiauf des 31.12.36 zu schließen. Lehrlings-Wettbcwerb. Wie im vorigen Jahr veranstaltete auch in diesem Jahre das Sorialamt der Israelitischen Reiigionsgemenide einen Leistuilgswettbewerh dir handwerkliche Lehrlinge und Volontäre, bei dem sehr beachtenswerte Leistungen durch die lernenden Feinmechaniker, Schlosser, Tischler, Buchbinder, Qirtner, Kürschner usw. gezeigt wurden, so daß das Preisgericht eine ganze Reihe wertvoller Preise zur Verleitung bringen konnte. Namens des Gemeinde- und Sozialamtsvorstandes begrüßte Land geriehtsdirektor a.D. Martin Altcrthum die Liselneneneu und dankte Lehrlingen und Meistern für die wertvollen ausgestellten Arbeiten sowie allen Spendern, die Prämien zur Verfügung gestellt haben. Direktor Alterthuin gab sodann einen Überblick über die