Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 51/52 (18.12.1936)
- Date
- 1936-12-18
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG pruehnahme vieler Aktiven zwingt die Vereine jetzt zu einer drei- Irachigen Pause, für viele, deren Wochenprogramm Ohne Sonntaghachmrttagssport undenkbar ist, gewiß recht unangenehm; für die anderen existiert dieses ja ohnehin nur „par distanee" Dieser Bericht hat abei dennoch Verpflichtungen dir1 •»•»» Dez. vom „Schild" uuiuigciüiirten spiele gebührend zu „würdigen'"; und da ist's vor allem das Handhalltreffen der I. Mannschaft gegen Magdeburg, das recht dramatisch verlief, da es bei Halbzeit noch stark nach einem Öbcrraschungssleg der Ciäste aussah. Allerdings war die Platzelf so ein „Gebräu" von Stammannschaft, II. Elf und Jugend, und außerdem war der sehr betrachtliche Wind für den Hall kein besondere guter und gewissenhafter Dirigent. Mit diesem Bundes genossen im Rücken lagen die Magdeburger, schneller als gedacht, mit drei Toren im Vorteil, was ihnen sicherlich schon lange nicht mehr widerfahren ist. Alle Angriffe der Theklaer nutzten vorerst nichts, denn das Innenspiel scheint sich dort allmählich chronisui Festzusetzen: aber küi/. vor der Pause schlugs doch endlich zum ersten Gegentreffer ein, dem gleich nach Wiederbeginn der zweite auf dem Fuße folgte, und für die restlichen Minuten war außerdem der Wind auf Leipzigs Seite, dem die Gäste, durch ihr in den ersten 30 Minuten vorgelegtes Tempo, nicht mehr so stark entgegenzuwirken vermochten. Dennoch gab's eine-! Meinen Dämpfer, als der Gegner gar sein 4. Tor warf, an dein er aber nicht viel Freude erlebte, da die Piatzelf doch nach und nach ins Spiel kam und in kürzen Abständen das 7:4 erwarf. Dieser plötzliche Umschwung schien dem Besuch doch etwas zu stark „an die Nieren" zu gehen, je mehr er spielerisch nachließ, um so lebhafter trat der Mund in Funktion. Es gibt eben „Sportler", die eine Niederlage nur sehlecht verdauen können, für die eine solche beinahe etwas Tragisches bedeutet; und zu solcher Kategorie zählten <m diesem Sonntag auch die Magdeburger. Kampfeseifer ist schön und sogar erforderlich, niemals darf er aber dazu führen, daß man wegen einer scheinbaren schiedsrichterlichen Entscheidung vor Abpfiff das Feld verläßt. Um als Sportler zu gelten, benötigt man mehr als einen guten Schuß und Wurf, oder eine starke Dosis Vereinsfauatismus, zuerst muß man einmal sportlich denken Jemen, denn das war und ist der wichtigste Schritt ztl einem echten Sportsmann. Auswärts in Chemnitz, weilte die I. Fußballmannschaft, d. h. die offizielle I. Elf, die auch mit einem starken „zweiten Gesicht" den dortigen „Schild" glatt 5:0 schlug. Sogar den Knaben gelang zwar ein knapper, aber ein Sieg mit 3:2, der gegen die körperlich überlegenen Chemnitzer schon etwas bedeutet. Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Relieionseemeinde zu Leiozlg Schrimeitung: OemeinderaDDiner Uustav Cohn, Leipzig C I, WalterBlümel-Stf. 10, III. Anzeigen: Verlag Elsa Goldfreund Leipzig Cl, HainstraBe 16, Zimmer 303. Tel. 167 22 Anzeigenleiter: Ernst Ooldfreund. Clrhnri»««trr«- 2a. t6;. co"7i für Asftjisw «üfi AiuxiKcn in t>r«ttmmt«» N«-------_.. I i iiiinn—in rtauca '.Z. M^aiMNuawi amgegeoene Anzeigen wird keine Oewlhr übernommen. Druck: Jordan8tOramberg vorm. Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig, Brüderstr. 19 D. A III. Vj 36. 3567. Pr. L. Nr. 5. Für den Inhalt der Inserate übernehmen Gemeindevorstand und Schriftleitung keine Verantwortung. Vereinsnachrichten. Jüdischer Kulturbund. In der Zeit vom 15. bis 24. Dezember werden in unserem Büro in den üblichen Geschäftsstunden die neuen Mitgliedskarten für das Bündesjahr 1937 auanesteiit. — Wir bitten unsere Mitglieder, unter Vorlage eines kleinen Lichtbildes (Paßgröße) aus neuerer Zeit ohne Kopfbedeckung, die Karten in Empfang nehmen zu wollen. Wichtige Bekanntmachung des Jüdischen Kulturbundes. Hierdurch bitten wir unsere Mitglieder, die ein Postscheckkonto besitzen, ihre Beiträge monatlich, möglichst am 23. eines jede» Monats, auf das Konto des jüdischen Kulturbundes Leipzig 12512 abbuchen zu lassen, oder die Mitgliedsbeiträge für ein halbes Jahr vorauszuzahlen. Durch diese Regelung erleichtern Sie dem Kulturbund das Kassenweseu und ersparen sich langes Warten und Zahlung der Zuschläge. Die Marken werden in beiden Fällen im Büro des Kulturbundes für ein halbes Jahr vorausgcklcbl. Jüdischer Kulturbund. Telefonanschluß im Kulturhund- Ihcater. Das Kifmirlnindthcater hat jetzt einen eigenen Telefonanschluß Nr. 12Jo9. Jüdischer Kulturbund. Da die Aufführung des „Sommernachtstraumes" bereits in den ersten Tagen des Januar stattfindet, bitten wir unsere Mitglieder, die neuen Karten für das Bundesjahr 19T7 rechtzeitig in unserem Büro abzuholen. Die Karten können aus technischen Gründen nicht am Abend der Veranstaltung ausgegeben werden. Reichsbund jüd. Frontsoldaten. Unser nächster Stammtischabend findet am Sonnabend, den 19. 12. bei Zellner statt. Wir bitten um recht rege Beteiligung. Sportverein „Schild" Leipzig. Geschäftsstelle: Kl. Flcischer^asse 8, Aufg. A II. Am 23./2-L, sowie am 30. 31. Dezember fällt das Training im Felix-Goldmann-Heim aus. Bau-Tischlerei mit Kraftbetrieb Salo Gabor Berliner Str. 71 - Tel. 519C4 Zur Kenntnis, daß ich mein Vamenpulzateller von der Tlordstr. 41 nach der Uoristr. 23, II, verlegt habe. Eleg. Damenh. jetzt äuß. prsw. Klara Xauplmann — Kern Lehrling od. Volontär für Rauchwaren gesucht. Offert, u. 684, Anz.Verw., Hainstr. 16. fikO Iii***»!! 9 «- (engl. u. franz.) wünscht jg. Mann. Off. u. 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