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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-11-20 · 47 (20.11.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
47 (20.11.1936)
Date
1936-11-20
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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20. November 1936 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN REL1QIONSGEMEINDE ZU JLEIPZIQ Seite 5 | Jüdische Winterhilfe Postscheckkonto Nr. 20516 Israel. Religtonsgemeinde, Abt. Winterhilfe)» ChanmkahyRküon der Jüdisdien Winterhilfe! Wir wollen auch in diesem Jahr unser Möglichstes tun, um unsere Bedürftigen mit Kleidungsstücken auszustatten. Es handelt sich bei einem großen Teil unserer Betreuten um Menschen, die geraume Zeit ohne Arbeit und Einkommen sind und denen das Nötigste an warmen Kleidungsstücken, Wäsche, Schuhen und der gl. fehlt. Um diesem Notstand wirkungsvoll abzuhelfen, verteilen wir im Rahmen unserer Chanukkah-Aktion nur mm Hekleidungsgegenstände. Wir bitten daher unsere Gemeindemitglieder, vor allem die Herren Geschäftsinhaber der Bekleidungsbranche um reichliche Sachspenden. Wir erwarten darüber hinavs von jedem einzelnen, daß er alles tut, was in seinen Kräften steht, um unseren Glaubensgenossen zu helfen, daß sie in dem nahen Winter nicht frieren und an ihrer Gesundheit Schaden nehmen. Wer uns keine Sachspenden geben kann, wird gebeten, durch Überweisung eines angemessenen Betrages uns in die Lage zu versetzen, die notwendigen Bekleidungsstücke anzuschaffen. Sachspenden bitten wir in unserer Ausgabestelle Brühl 47 Hof abzugeben, Geldspenden sind mit der Bezeichnung ,, Chanukkah-Aktion" auf unser Postscheckkonto oder an der Hauptkasse der Israelitischen Religionsgemeinde, Walter- Blümel-Str. 10 einzuzahlen. Leb cnsm ittelausgab e! Am Mittwoch, den 24. November findet in unserer Ausgabestelle, Brühl 47, eine Verteilung von Brot, Lebensmitteln und Kohlen statt und zwar: üruppe 3 bis 10 von 7*10 b*s ' |1 Uhr. Bevorzugt abzufertigende leidende Personen dieser Gruppen nur in der Zeit von 1 ..12 bis ' _.l Uhr. Gruppe 1—2 von 2 bis 1 ..5 Uhr. Bevorzugt abzufertigende leidende Personen dieser Gruppen nur von 1 A bis '- _.5 Uhr. Die angegebenen Zeiten müssen unbedingt innegehalten werden, eine nachträgliche Ausgabe findet nicht statt. Zur Pfundsammlung am 29. November 1936 Jüdische Hausfrauen! Trotz der ungünstigen Witterung haben unsere Helfer am letzten Eintopfsonntag unermüdlich ihre PfiicSii getan. Es ist nicht ihre Schuld, daß das Ergebnis nicht ganz unseren Erwartungen entsprach. Darum zeiget am Sonntag, den 29. November, hf? der ntchsten Pfundsammlung, daß auch ihr_ein offenes iierz und eine offene Hand naot - gebt reichlich für die, die vieles, ja oft alles entbehren müssen. Wir stehen erst am Anfang unserer großen, vielseitigen Aufgaben mit dem Ziele, die Not der Bedürftigen in unseren Reihen während der strengen Wintermonate zu lindern. Wir sind neben den freiwilligen Spenden auf die Spenden aus Eintopf- und Pfundsammlungen angewiesen — versäumet keine dieser Gelegenheiten, um eure Zugehörigkeit und euer Verantwortungsbewußtsein für die jüdische Gemeinschaft zu beweisen. Die Not ist groß — es liegt mit in eurer Macht, sie zu lindern.__Jüdische Winterhilfe. Anträge auf Betreuung durch die Jüdische Winterhilfe können nur noch bis 30. November 1936 gestellt werden. Spätere Gesuche werden nur berücksichtigt, wenn neuerlich ein Notstand eingetreten ist Bei dieser Gelegenheit machen wir ausdrücklich darauf aufmerksam, daß die Betreuten jede Veränderung ihres Einkommens unverzüglich tu meiden haben. Chanukka- JCinderbeschenkung Not lindern! ) Freude spenden! Das ist der Sinn unserer Kiudcrbcschcnkung. Zur Ausführung dieses Werkes brauchen wir Ihre gütige Hilfe und Unterstützung. Der Hilfsverein kann im Februar 1937 auf ein 50jädriges Bestehen zurückblicken. Es gehörte u.a. stets zu seinen edelsten Aufgaben, die Not unserer jüdischen Kinder zu lindern. Wie alljährlich will der Hilfsverein auch in diesem Jahre zu Chanukka den Kindern, deren Eltern die Mittel zur Beschaffung von Kleidungsstücken fehlen, Wäsche, Schuhe. Anzüge, Kleider, Mäntel usw. zur Verfügung stellen. Im Vorjahre wurden 584 jüdische Kinder beschenkt. Dadurch ist vielen Familien eine schwere Sorge abgenommen worden. Unterstützen Sie uns in dieser Aktion, denn die Jugend ist unser kostbarstes jüdisches Gut. Mire Gesundheit und ihr Wohlergehen müssen m erster Linie sichergestellt werden Helfe« •■■Ii opferireudigern Heizen. Nur dann worden wir allen Anforderungen gerecht werden können.! Tragen auch Sie dazu bei, das Werk edler Menschenliebe zu verwirklichen und überweisen Sic Ihren entsprechenden Betrag noch heute unserem Postscheckkonto Nr. 52065. Zugedachte Sachspenden — nur neue — lassen wir auf Anruf — Telefon 18430 — gern abholen. Lindert Not! ^npnrl^t" Frottrlpfi i vuuv. . XiUsoerein hr. Gewerbetreibender e. V., »fühl 46-4* m tu i 1 I 1

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