Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 47 (20.11.1936)
- Date
- 1936-11-20
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 OEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIOIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 20. November 1935 In den letzten Jahren winde das Augenmerk auf städtische Ausbildung gelegt, und zwar durch die Einrichtung von Kursen im Waschen. Weben, Fliesenlegen Verpatken von Zitrusfrüchten, Tischlerei usw. Den berufstätigen Mädchen wird in verschiedenen Orten des Landes Abendunterricht zur Vervollkommnung ihrer Kenntnisse erteilt. _U...... W ■ 1-1 Fin li#»c/'li(>w!«'ni>r A nf'tinr /j Alter von 1! 16 Jahren ist im Winter l'J'Jj in Ilaifa gemacht worden. Wizu-z.criiiiKaic (uies sind Schuierinnen-Zerttnkate, die der bin* Wanderungsquote nicht unterstehen) erhielten im Jahre 1934—35 130 Mädchen aus Deutsehland, um in den Wizo-Schulen ausgebildet zu werden. 1930—37 kommen 150—200 Wizo-Zertifikate für Mädchen aus Deutschland zur Verteilung. Hiervon sind 50 Mädchen im Oktober ins Land gekommen, darunter sind 5 Mädchen aus Leip/ig, so dal) bis jetzt 10 Leipziger Mädchen in den Wizo-l ehraustalten untergebracht sind. Eine weitere Anzahl von Mädchen steht vor der unmittelbaren Abreise in die Lehranstalten. Die soziale Arbeit für Mutter und Kind in Palästina ist ein weiteres umfassendes Gebiet der Wizu. Die Fürsorge umfaßt die verschiedenen Zweige Säuglingsfürsorge, Tageskrippen, Kindergärten, Spielplätze, Ferienkolonien und Ernährung der bedürftigen Schulkinder. Folgende Anstalten stehen hierfür zur Verfügung: 1 )ie Mutterschule und Babyheim in Tel Awiw, Babyheim in Jerusalem, welches zeitweise von 100 Kindern belegt ist, Kinderkrippen und Kindergärten in verschiedenen Orten und Kolonien im Lande. Im letzten Jahr erstand auf dem Kanne! ein Ferienheim für Kinder, welches gerade in diesem Sommer als eine wahre Wohltat empfunden wurde.!:r. Rahmen dieses Artikels konnte nur in knappen Umrissen die wesentlichsten Grundlagen der Wizo-Arbeit in Palästina und in der Galut aufgezeigt werden, während manches unerwähnt bleiben mußte. Jüdische Zeitschau Festakt anläßlich des SO. Geburtstages von Dr. Moses Gaster. Anläßlich des 80. Geburtstages des sepliardischen Oberrabbiners von London und bedeutenden jüdischen und rumänischen Folkloristen, Dr. Moses Gaster, wurde dein Jubilar im Rahmen eines Festaktes ein von Dr. Bruno Schindler und Dr. A. Marmorstein herausgegebc- Touristeii-Faitrteii naeii I andgangsgeld r»_ j ii it.« VviUgvaM liiguwi c;,..~u..i—c.i—• — bis 750 RM.! BT sW Ä MJ l^J alles in et» *\ C t C ii o in Keiae<l i>fi«t für jüdische Touristik u. Auswanderung Zeitschriftenverlag KNa Goldfreund Hainstr. 16, Tel. 167 *8 Unsere Gemeinde Der Jüdische Kulturbund muH immer wieder im Auftrage des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland darauf aufmerksam machen, dal) für kulturelle Veranstaltungen der Zutritt laut behördlicher Anordnung nur gestattet werden darf, wenn der Besucher im Besitze einer Kulturbund- oder R Karte ist. Ausgenommen hiervon sind Tanzveranstaltungen. Die genannten Ausweiskarten sind nicht übertragbar und nur mit Lichtbild gültig. Ausnahmsweise darf eine R. Karte für e i a e Veranstaltung ohne Lichtbild, mit Datumstempel versehen, ausgestellt werden. Bei der nächsten Veranstaltung muß aber das Lichtbild eingeheftet und abgestempelt sein. Keinesfalls darf das Einheften durch den Inhaber der Karte geschehen. Die R.-Karte kostet für das Geschäftsjahr des Reichsverbandes (1. Oktober bis 30. September) RM. 1. . Diese wird im Kultui bundbüro (Goethestr. 1,111, Geschäftszeit 10 12 auller Sonnabends und Feiertags), sowie an den Abendkassen der jeweiligen Veranstaltungen ausgestellt und vervollständigt Da in den nächsten Monaten sehr viel Veranstaltungen geplant sind, raten wir, vor dieser kleinen Ausgabe nicht zurückzuschrecken. Jüdischer Kulturbund (Nur für Mitglieder) TUo\\\ö (fhllhortühond £f?Zi9u iu111l11!im11,111nijmi>11ii,imii;:111e::i11^iHim>m;iin;i;:;'......ii:: 1::i;. 1:mi[]:11.1 J Vi 1111/1*1 llit/wf U iflenaelSiCnn - UW5 Sonnabend, d. 21. Nov. 1936 pktl. 20.1S Uhr Mitwirkende Hella Chltrlk, Leo Schwarz, Paul Blumenfeld, Alfred Im Kulturbundtheater Qarderobeschluß 20 Uhr Sdileslnger und Rudolf Lewy, Trio B-dur, Op. 99 und Forellenquintett Op. 114 Donnerstag, den 26. November 1936 20.15 Uhr /AU \" •'- e Dczcrnr;erversr;stältüng aut ~<iovciüuciiiiaike.) »r«Ratat*t« .,f V!-..- DELA LI PINSKA|A ner Sammelband von Studien über semitische Philologie und Literatur, jüdische Geschichte und Philosophie und die Folklore vieler Länder überreicht. Die Sammlung trägt den Titel „Grient und Okzident". Sir Herbert Samuel sprach Dr. Gaster den Dank für seine Leistungen auf wissenschaftlichem und jüdisch-politischem Gebiet aus. Er erinnerte au die Pionierarbeit, die Dr. Gaster für die Schaffung des Jüdischen Nationalheims in Palästina geleistet hat. In seinem Hause sei er während des Krieges oft mit Weizmann, Sokolow und Sir Mark Sykes als Vertreter der Regierung zusammengekommen und eiseien Beschlüsse gefaßt uuidca, die für die späteren Ereignisse von größter Bedeutung waren. Dr. Gaster habe sich die Hochbüdeleu der weit gesichert. Für die Ruaiäniavhc Akaddiuie dvr- Wissenschaften, deren Mitglied Dr. Gastet ist, sprach der Legationsrat der Londoner Gesandtschaft D. N. Ciotori. Der Präsident der Rumänischen Akademie habe in dem Schreiben, in dem er den Lcgationsrat mit der Vertretung der Akademie betraute, auf die grundlegende Bedeutung der Werke Dr. Gasters für das Studium iler rumänischen Literatur hingewiesen. Als ein Gesandter Rumäniens habe Dr. Gaster ein halbes Jahrhundert laug die Kenntnis rumänischen Lebens und rumänischer Literatur, Folklore und Sage in England verbreitet. Weitere Ansprachen hielten Prof. Coats-Lake im Namen der Gesellschalt für I im Namen der jüdisch-historischen Gesellschaft, Prof. N. 1). Jopson im Mathen der Gesellschaft für Volkskunde der Zigeuner, Professor Dr. D. S. Margoliouth, Präsident der Royal Asiatie Society, und Arthur de Ca SS eres, der an die Ausweisung Dr. Gasteis aus Rumänien und die bald darauf in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Bedeutung erfolgte Einladung zur Rückkehr sowie auf seine Mitarbeit in der jüdischen Kulhifbewegung Und im Zionismus hinwies. Obefrabbiner Dr. Gaster dankte ergriffen für die ihm erwiesene Ehrung. Er sprach von den psychologischen Voraussetzungen seiner iudentumskundlichen und folkloristischen Arbeit, erwähnte seine Verbindung mit dem Historiker Qraetz und erklärte /um Schluß, das jüdische Volk dürfe nicht zu Kirchhofsrahc verurteilt sein, sondern müsse an der,-, (hing der Geschichte lebendig Anteil nehmen und nt'im'ii lii'ttfirr 1,'Utfn 711 iIimii irmKiMi TtMini.'l <l»»r H»m Frieden Und 1 - - 1 - - -1 r» »v»vs*i tu •*"—* h,ul'-:1 * -...,.^t, ...... . ........ u.iv* der Menschlichkeit errichtet weiden soll. Ohne Sprachkenntnisse keine Unterstützung durch den Hilfsverein. Wir werden von der Beratungsstelle des Hilfsvereins nochmals darauf hingewiesen, daß die Beratungsstelle keinerlei Zuschüsse für eine Ausreise mehr befürwortet, wenn nicht der Betreffende die Sprache des Landes, in das er auswandern will, einigermaßen beherrscht und das durch ein Zeugnis eines zuverlässigen Sprachlehrers nachweist. Ausnahmen werden nur bei Eltern, die zu Kindern reisen, gemacht. Deshalb wird dringend ermahnt, an den vom Jüdischen Lehrhaus in großzügiger Weise zu billigem Preise veranstalteten Sprachkursen teilzunehmen. f-2. \_n v_/ i i V* i iHInnotr* 11 in . 9 ■ I t - S 11. Hooke und Mr. rolklore, Gustave Tuck Geuieintieaynagoge. Sabbatgottesdienst Freitag, 20. November mib, Abendgebet 16,30 Uhr mit Predigt. Sonnabend, 21. November IQ-Mi, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 16,30 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 17,02 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Fy-Chaint-SytiagOge Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Ereitag, 27. November, Abendgebet lö1 , Uhr. Sonnabend, 28. November, Morgengebet Q Uhr, Jugendgottesdienst 15' , Uhr mit Predigt, Nachmittagsgebet 16,25 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 10,57 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der!:/.-(.Iiaim Synagoge. E/.-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Straße. Ereitag, 20. November. Abendgebet K>,15 Uhr, anschließend Schrifterklärung von Rabbiner Dr. Ochs. Sonnabend, 21. November, Morgengebet 8.30 Uhr, Minchoh l() Uhr, anschließend Schulchan-Aruch-ErkTärung von Rabb. 1)/. Ochs, Ausgang 17,02 Uhr. wochentags: Morgens 7 Uhr, abends 16,30 Uhr. Ez-Ch;'im-Sy«agnge, Otto-Schill-Straße. Freitag, 27. November, Abendgebet 16,15 Uhr, anschließend Schrifterkiürung vou Rabbiner Dr. Ochs. Sonnabend, 28. November, Morgengebet 8,30 Uhr, Minchoh H) Uhr, anschließend Schulchan-Aruch-Erlclärung von Rabbiner Dr. Ochs, Ausgang 10,57 Uhr. Wochentag: Morgens 7 Uhr, abends J0,30 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. I. Freitag, 20. Novhr., abends io,i5 Uhr. Sonnabend früh 8,'J0 Uhr, Mincna lo Uhr, Ausgang 17 IV) l'l>. \V/n^l,.,„i™^o trfth 7 15 III,- ir, ix Iii... itfjz wüTi woenenrags rrun f,i3 Um, auv.uv<a n*,io uhii Fl)! tSctZUlig ucl Go'ücsdiclisiaiiküiiu!i;iiii{;i ii am ocile i