Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 39 (24.9.1936)
- Date
- 1936-09-24
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/4876568-5968812-5985764--6087-4882248- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
24. September 1936 Seite 3 M He Kamn (Die jüdische Kleinkunstbühne Deutschlands) zeigt Sonnabend, den 3. Oktober 19361 2030 Uhr! im Kulturbundtheater (Tauchaer Straße) _ Sein neues großes Profiramm! Eine aktuelle Schau ludischen Humors! EÄÄt ] Karten zu RM. 2.— , 1.50 und 1.— im Vorverkauf hei Zeüner, Manelis, Kaufmann, Willucr, F.. Ooldfreund Anz.-Verw (Hainstraße) u. an der Ahendkasse ab 18.30 Uhr - Jenny Weitz Manfred Laser Verlobte Leipzig Rosch Haschano 5697 Hannover Hans \<k»!»!■ Margot Alenman geb. Deutsch danken herzlichst für die ihnen zur Verlobung und der am 14. September stattgefundenen Vermählung erwiesenen Auf merksamkeiten New York lieiiixi«- oooooooooooocxioooooooooooooooooooaoooooooooooocxioooaoooooooooooooo \ Siegfried Weinstodi Charloite Weinstodi geb. oarfunkei Vermählte L e i p 7 i g, im September 1936 Ferdinand-Rhode-Straße 28 cwxxxyK>oooo<xy^ooooooooc^ SOOCfW-iOOO Felix Carlebach Babette Carlebach-Kohn Leipzig, I.«>•.«*■ »»*rr. 17 geben ihre Trauung bekannt s. O. w. Montag 28. 9. 1936 um 2 Uhr in der Aula der höheren Israelitischen Schule Deutschlands vorstellte, ein charakteristisches Heispiel. Er ist die Organisation des Rates, er ist der Lotse, der manches jüdische Schicksalsschiff in stürmischer Zeit in einen Hafen steuern konnte. Benno Jacob sagt an einer Stelle seiner Einführung i» den Pentateuch: „Handeln ist das redendstc Zeugnis des Gefühls; in der peinlichen Sorgfalt prosaischen Tuns kann mehr Empfindung liegen als in den scbßnäten Worten". Diese Worte stellen als mannendes Motto über der Arbeit des C.-V. Sein Wirken und Sorgen, die opfervolle Arbeit seiner Menschen, an deren iseelische Spannkraft außerordentliche Anforderungen gestellt werden, ist bei aller Betonung dessen, was vernunftgemäß und zweckgemäß für die Gesamtheit ist, vom jüdischen Gefühl beherrscht. Dank einer vier/ig Jahre alten 1 radition hat der C.-V. für alle seine Arbeitsgebiete (Wirtschaft, Recht, Sozialpolitik, Kultur usw.) besondere sach verständige Mitarbeiter heranziehen können. Wer einmal einen Vormittag im Wartezimmer in der Linsei Straße verbracht hat, wer mit den Ratsuchenden sprechen konnte, ehe sie In einen; Zimmer Ues langer: Ganges verschwanden oder nachdem sie aus einem dieser /immer zurückgekommen waren, der weiß, wie vielfach, wie speziell die Sorgen und Wünsche, die I loffnungen und Befürchtungen der Männer und Frauen sind, der weil! auch, wieviel seelischer Takt und wieviel stilles Einfühlungsvermögen neben der selbstverständlichen Sachkenntnis da/u gehören, tun nicht nur zu raten, sondern um individuellen Rat /u erteilen. Das ist die besondere Note dieser C.-V.-Arbeit, dali bei aller sachlichen und personellen Ausweitung des Apparates, die Gefahr der Bürokratisierung, des Geschäftsbetriebes gebannt wurde, der Menschen in seelischer Not erschüttert und verbittert. Nicht umsonst sprechen der C.-V. und seine Mitarbeiter gern von ihren ,,l leunden". Die Mitglieder und die Nichtmitglieder fühlen, dali diese freundschaftliche Verbundenheit ihnen nicht nur entgegengebracht, sondern bei ihnen selbst stillschweigend vorausgesetzt wird. Neben der Kärrnerarbeit des Alltags steht gebieterisch die Forderung nach dem geistigen Leben. Dali der C.-V. alle jüdisch- KOSF liKSSXKR AliFKKU JULIUS BKRtiKK Verlobte i Leipzig O 5 CitinoriuasuTa ö C~ — i~_I--- « r\-*r Si.piV.lilUt.1 1?JU ---1—'*> Oppeln stati Karten! Ruth Tcnenbaum WolfJanko werner Zu Hause Verlobte Leipzig Sonnig, den 4. Oktober, 12 bis 2 Uhr — König-johann-Straße 21 Für die anläßlich mXtt*T2 unseres Sohnes SALuMON freundlichst erwiesenen Aufmetksamkeiten sagen auf diesem Wege herzlich Dank. Dr. V. ADLEIt und Frau Leipzig, Kaiser-Maximilian-Straße 22 u. verbinden damit gleich/, die besten Wünsche zum neuen Jahr 5697 ^™ Heute verschied mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Willy Löwy in. Alter von 56 Jahren. in tiefem Schmerz Frau Else Löwy geb. Zacharias Leipzig, den 23. Sept 1936. nebst Kindern, 2 Enkelkinder und Verwandte. Die Beisetzung findet auf dem Neuen Israelitischen Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Blumen? — Nssr von Lance Taudiaer Str. 16 Telelon 88789 — Lieferung Ina Hau« kulturellen Bestrebungen unterstützt, mögen sie von den Lehrhäusern oder den Kulturbünden ausgehen, möge es sich um die Erhaltung anderer geistiger Werte handeln, ist selbstverständlich. In seinem eigenen Oman, der C.-V.-Zeitung, mit ihrer Auflage von 4!i(Hiu Exemplaren und ihrer Verbreitung über die gesamte bewohnte Lide, gibt er ein Beispiel dafür, wie eine bestimmte jüdische Grundhaltung mit der umfassenden Weite gesamt jüdischen Denkens in Einklang gebracht werden kann. Die Zeit ist an die jüdischen Organisationen mit neuen Forderungen herangetreten. Der C.-V. k;«nn von sich sagen, daß er die Zeit verstanden hat, dali ei mit der Zeit gegangen ist. Wenn er jetzt als „Jüdischer Central Verein" seine Arbeit fortsetzt, so wird er eine alte Tradition als Vermächtnis bewahren. Seine Arbeit aber wird der Zukunft gelten, in der die Diaspora nicht als ein fluch, sondern als Schicksal vor uns stehen soll. Unsere Gemeinde Seelenieier des Hilfsvereins israelitischer Gewerbetreibender in der Brodyer Schul (Tal^nid-Thora Synagoge, Kciistraße 4). Der Hilfsverein israelitischer Gewerbetreibender wird auch in diesem Jahre einen eigenen Gottesdienst nicht abhalten. Der Vorstand der Brodyer Schul (Talnuid-Tliora-Syiiagoge) hat sich freundlicherweise bereit erklärt, bei der Seelenfeier am Jörn Kippur die Namen der verstorbenen Gönner, Stifter und Mitglieder des Hilfsvereins zu verlesen und damit dem Hilfsverein die Erfüllung einer seit vielen Jahren von ihm Jüdischer Kulturbund (Nur für Mitglieder) Montag, den 28. Sept. 1936, phtl. 20.15 Uhr Im Ktilfurbundtheafer (Battenberfcttieater) C1, Tauchaer Straße 32, Garderobeschluß 20 Uhr MS sstes JadendoKtellunsen in der sonst mtaa- H"« C\\.t ftflftfftnfol A —■ l/*..l*..rk. Uv.il j, ■ - »* -» " I *' ' 1 11 ■ ■* " hn'ttoro O I* CM II Mj B f£ f t I* *Vyir i. ...... Große Liebe von Molnar mit Jenny Bernstein, geb. Sdiafler