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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-09-04 · 36 (4.9.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
36 (4.9.1936)
Date
1936-09-04
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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4. September 1936 OEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 5 Täglich trinken! ^Jl^ natürl. Mineral-Tafelwasser RoH Vllkslar &^y{t£** . «a„ . ..„.----fegfgjSftgesuna _ j—, 1 jgLxfe^j bekömmlich! 1 ^MtH*IT* i ^r.OKy f»rfr?«?rh»»nH j ^'ClU^llC Alleinvertrieb: GOLDSCHMIDT KOPPEL LEIPZIG N21 - Delitzscher Straße 7F - FFRNRUF 52106 j Bücher u. Ritualien einkaufen 1 bei 51. W. Kauf 111 it ii n > R v ü Ii 1 H 25 Jahre Qualitätsarbeit Vervielfältigung v. Schrift u. Zeichnung, Schreibmasch.-Arb , Diktate Fernsprecher 18039 SÖMlbbÜTO QrÜRbüüm Brühl 23 (Aufg. B) ihrem Ureigensten Element und spielten die Variationen im letzten Satz so frisch und temperamentvoll, daß sie damit au diesem Abend beim Publikum den grollten Erfolg ernteten. tt. Kabarett-Abend. Das (iastspielkaharett der Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin stellte sieh den Leipzigern am Messesonntag vor. Das Ensemble ist im grolie-n ganzen gut eingespielt und besitzt in Erna Cohn, Trude Mirauer, Alfred Lichtenstein, Heinz Kahnemann, Herbert Meyerowitz verschiedentlich gute Kräfte. Die Regie in üci paiudisiiseiien Kurzrevue „Der schiele Spiegel" lag in den Händen von Alfred Lichtenstein, der es verstand, die richtige Pointe herauszuholen und alles lebendig ZU gestalten, er hatte die Lacher selmeil auf seiner Seite. Ebenso ausgezeichnet und in ihrem Spiei recht fiott war hrna Cohn als Soubrette. Hermann Ludwig Schlesingers Spielmusik paßte sieh dem Ulk gut an und wurde von ihm und Werner Baer schmissig gespielt. Der zweite Teil brachte die musikalische Groteske „Die Pfändungsoper", Text und Musik von Leonhard Heinrich. Sie ist ein Werkchen, das inhaltlieh nichts besagt, aber musikalisch reizvoll gehalten ist. Hermann Ludwig Seiiiesinger und Werner Baer spielten auf zwei Klavieren sehr frisch und mitreißend, trotzdem gelang es ihnen nicht, weder den Schauspielern noch dem Werke gedeihlichen Erfolg zu verschaffen, u. Neue Bücher Rudolf Häla: Christoph Plantin. Aus der Blütezeit des Buchdrucks in Antwerpen. Wien WM) (Herbert Reichner Verlag.) in der Geschichte der Buchdruckerkunst nimmt Plautin als Begründer eines berühmt gewordenen Druckerhauses einen bedeutenden Platz ein. Etwa 300 Fahre!a!;,r war die von it• n ausdrehende Familie III in Jläckste Woche erscheint die große Roschhaschano- Ausgabe des Gemein.debiattes fehlt nicht noch Ihre Jlnzeige? Am Mittwoch ist Anzeigenschluß die Anzeigen - Dermaltung Hainstraße 16, I - Telefon 16722 ALMA NACH DHS SCHOCKEN VERT AG* AUF DAS JAHR 5697 208 Seiten Klcinnktav mit zwei Tafeln und einem hebräisch-deutschen Kalendarium Broschiert 60 Pf. . .. Mit mehr als drei iiij Beiträten von S. J. Aßno.l, Leo Hacek, Frill Baer, laich Brauer, Maren Ruber, N. N. Glotzer, 3. D. F. Goitein, Heinrich Graetz, Schmarjahu I.evin, Alfred Mombert, Adolf Reilcnl-i rj-, l'ranz Rosenzweig, G. Scholem. lernst Simon, Ludwig Strauß, Karl VC'olfskchl und anderen. Darunter: Ta'mud. Midrasch, alte um! neue hebräische Dichtung und rabbinische Literatur in Übersetzungen von Leo Hacek, Martin Buber, Moritz Spitzer, Karl Wolfskehl und mo.iti Zobel; ferner ein Bericht über die Arbeit des 'Forschungsinstituts für hebr .ische Dichtung in Jerusalem* und ein statistischer Anhang: 1. Die Juden in der Welt, 2. Hevolkcrungsent- «itklüüg und Wanderung der Juden Deutschlands seit 1933. SCHOCKEN VERLAG BERLIN Hl! Plantin-Moretui führend in der „Schwarzen Kunst" in Antwerpen, wo Christoph sie zu Ansehen brachte. Seinen Ruhm verbreitete besonders die von ihm herausgebrachte Polyglottenbibel, d. i. eine Ausgabe der heiligen Bücher in mehreren Sprachen. In schwerer Zeit begann er das Werk und führte es 15b7 157J inmitten der inneren Kämpfe durch, die im Laude tobten, für Philipp II. wurden 12 Per gamentilrueke hergestellt, zu denen 16263 Tierhaute benotigt wurden. Auch eine ganze Anzahl Drucke verheilen auf besonders wertvollem Papiermaterial die Presse. Die mil großer Sachkenntnis und mit viel Liebe geschriebene, von interessanten Schnitten begleitete Arbeit wird von den Freunden des Buches als eine willkommene (iahe geschätzt werden. c. Sport vorn Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) Der „Bar Kochba"-Plat/ brauchte am letzten Sonntag einmal nicht das Oetrsmpel von Füll- und ti and ballschuhen über sich ergehen zu lassen, dafül war etwas ganz Besonderes für ihn vorbehalten, leider aber — — die Fortsetzung hierzu lälit sich leicht weiterdenken, - „es" ist und bleibt eine unverbesserliche „Masse". VY.'/'r /It/'co tri'i Itif fhnv <"i n s.*f *t I f t tn [ r Vw^iwlil nfl4 L'finrrfi' Mi Mf fli*» r 1 l. .am.in.u.ii. ..ist..iito UV .Lll.lIl IUI, I\U.!.!IC U.i.tl vliC Sensation ues letzten Nuuntag, den „Zeppelin in seiner ganzen Pracht etliche Minuten bewundern. Bei den Kämpfen hatte die „Jugend" wirklieh das Wort, die „Alten" scheinen z. T. doch von den für sie oft ruhmreichen Brettern abgetreten zu sein oder zeigen ihre starken Fäuste jetzt auf «.inet anderen Bühne. Daß diese jungen noch nicht so gut in Sehwuuy sein können, ist verständlich, Anlage und Talent besitzen sie in reichstem Malle, und deshalb darf dieser ihr Nachmittag auch nicht zu kritisch bewertet werden. Sein größter Könner war der Berliner Noschke, ein herrlicher Techniker und blitzschnell in seiner Arbeit, Oskar Lieser hatte natürlich einen schweren Stand, es gehört schon allerhand Mut dazu, gegen einen Deutschen Makkabimeister anzutreten. Der andere Berliner Holski mußte für seinen verhinderten Vereinskameraden Eskenazi einspringen, für ihn eine schwere Aufgabe, da er gegen den alten Ringfuchs Gabler- Chemnitz antreten mußte, dem 3er Punktsieg nicht zu nehmen war, Klasse bleibt eben Klasse! Die andern Chemnitzer dagegen konnten sieh keinen Sieg „eiboxen", hei ihnen spürt mau den Mangel an Trainingsmöglichkeit, denn in ihren seitherigen Auftreten zeigten sie entschieden grölleres Können. Ringelblums Kampf gegen den hiesigen Puhinstein war noch der schönste vor der Pause. Für den Leipziger bedeutet das Unentschieden sehr viel, da die letzte Begegnung /wischen diesen beiden den Chemnitzer erfolgreich sah. Jakubowitz' Kampf gegen Fllstcin stach vor dem letzten stark ab, ein Unentschieden wäre m. F. nach eher am Platze gewesen, üold Humus Sieg gegen Kamlhar geht in Ordnung, denn 0. hatte den härteren Sehlag und auch die gröllere Reichweite. Recht interessant war noch die Begegnung der beiden „feindlichen Brüder" Stein und

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