Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 34 (21.8.1936)
- Date
- 1936-08-21
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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21. August 1936 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 messe Sonntag SO.Ang.,SO>/4 I hr f ff ff ff ■■ megge-Cwastspiel des Kabarett»* der Berliner Jüdischen Künstler-Hilfe: | „der sdiiefe Spiegel" und „die Tfändungs-Gper" Paroriistisrhe K»r?-Rpvtiv. H L. Schlesinger Musikalische Grotesk« vuu Lcunh. rieinncn Ir.cccr..: Micg'.ü. EliUakliü", AuastoU..!li.nu.Gumlcl, Muatkal« Lig: ri. L. Scniesmger u. M. Baer Mitw.: Erna Cohn-Lorenz, Trade Mirauer, Alfred Lichtenstein, H. Kahnemann, H. Meyerowitz etc. Nach der Vorstellung: <«f»<'ll*<-haftMal>end und Tanz bis SS Uhr nacht*! Eintrittst: Num. Plätze| Rmk, 3.- , 2.- , 1.50.1 Unnummer.: Rmk. 1.- | fauOSSbakF uresunerstraöc 50 Straßenbahn 3, 4, 6, 9 Vorverk.: M. W. Kauf-! mann, 0. Willncr, Rest.l Manelis, Rest. Zellner, ■ | Konz.-Dir. Ehrlich, T. 24551 j Statt Karten! SreiQ Naumann *3tlarfin §Eiel/?e Verlobte Baden-Baden Leipzig l.ichtenthaler Straße 90 Gustav-Adolf-Straße 27 •J. N. V. Rar Kocbba Leipzig e.V. Sonntag, den 23. August auf dem Bar Kochba Platz — Straßenbahnlinie 14 Leiehtathletische Junioren und Jnt^end^ülelftterfiebaftetk des Deutschen ülakkablkreises Am Start: U. a. die Makkabia-Siegerin Lore Meyer, Elli Kendziorr, Orgler, Schattmann sowie die besten Jugendlichen der Makkabi-Vereins Beginn der Vorkämpfe.....10 Uhr „ 9f Hauptkänipre . . . . 1480 „ | lamilien-Mieigen gehören in das Gemeindeblait Kurt Holländer 81ml Kolländer geb. Reiter i Trauung: 23. August 1936, 14.30 Uhr in der Synagoge Obel Jakob Vordergrund jüdische Darbietungen stehen werden. Die Begleitung liegt voraussichtlich in Händen ihres Vaters, des bedeutenden Generalmusikdirektors, Prof. Ignaz Waghalter. Für den Monat November ist ein Schauspielabend der Hamburger mit Franz Molnars „Grolle Liebe" vorgesehen. Mit diesem Programm beweist die Leitung des Kulturbundes, daß es ihr Ernst mit der Herausbringung eigener jüdischer Kunst ist. Dali daneben Wertvolles aus dem europäischen Kulturkreis geboten werden wird üiid geboten werden muli, ist eine Selbstverständlichkeit, die keiner besonderen Betonung bedarf. Aufgabe des jüdischen Publikums und nicht zuletzt der jüdischen Jugend wird es sein, den Kulturbund in seinen Bestrebungen zu unterstützen. Da Berlin mit der neuen Richtung den Anfang macht, so ist es selbstverständlich, daß der Kulturbund Leipzig und die übrigen Kulturbünde im Reich der richtunggebenden Programmgestaltung sich nicht verschließen werden. „Jüdische Kunst dem jüdischen Publikum" das wird die Losung sein, unter der sich, unter Beibehaltung wertvoller allgemeiner Kunstgestaltung das künftige Programm der Kulturbünde in Deutschland vollziehen wird. Kurt Sabatzky. Die Reichsvertretung wird erweitert. Die Pressestelle der Reichsvertretung teilt mit: Wie der jüdischen Öffentlichkeit bekannt, waren seit längerer Zeit Vorarbeiten im Gange mit dem Ziele, der Arbeit der Reichsvertretung im Interesse der Gesamtheit der Juden in Deutschland eine immer breitere Grundlage zu geben. In einer Tagung des Organisationsausschusses, die am 12. August unter Leitung des geschäftsführenden Vorsitzenden der Reichsvertretung, Ministerialrat i. R. Dr. Otto Hirsch, stattfand, sinii diese Bemühungen nunmehr zv einem erfolgreichen Abschluß gelaugt. Den in der Tagung gefaßten Beschlüssen, die wir unten in ihren wichtigsten Punkten wiedergeben, liegen folgende Gedankengänge zugrunde: Durch eine stärkere Übernahme der Verantwortung an de:; Arbeiten der Kelchsvertretung durch neue Menschen, vor allein der zionistischen Bewegung, sollen alle Kräfte der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland mit gleichen Rechten und Pflichten in gemeinsamer Arbeit vereinigt werden. Die Verbindung der Reichsvertretung mit den jüdischen Gemeinden und Landesverbänden soll im Interesse einer organischen Zusammenfassung noch enger gestaltet werden. Zur Umsetzung dieser Gedankengänge in organisatorische Formen wurde beschlossen: 1. Der Präsidialausschuß der Reichsvertretung wird durch Hinzutritt von vier Zionisten und eines der Orthodoxie angehörenden Herrn erweitert. 2. Der bisherige geschäftsführende Vorsitzende der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Dr. Franz Meyer, tritt in die Geschäftsführung der Reichsvertretung ein, um eine Reihe wichtiger Sachgebiete, teils selbständig, teils in ständiger Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden des Präsidialausschusses, Dr. Otto Hirsch, zu übernehmen. 3. Es wird ein „Rat bei der Reichsvertretung" gebildet, der aus 23 Mitgliedern besteht. Er setzt sich aus 15 Vertretern der Landesverbände und Gemeinden, je einen Vertreter des Jüdischen Centraivereins, des Reichshundes jüdischer Frontsoldaten und der Zionististischen Vereinigung für Deutschland, sowie fünf direkt berufenen Persönlichkeiten zusammen. Der Rat soll in allen grundsätzlichen Fragen gehört werden. In Fragen, die die Selbstverwaltung der Landesverbände und Gemeinden berühren, soll seine Zustimmung erforderlich sein. Er soll ferner die Finanzgebarung der Reichsvertretung überwachen und gemeinsam mit dem Präsidialausschuß über Verfassungstragen der Reichsvertretung beschließen, künftig die Mitglieder des Präsidialausschusses wählen und den Haushalt der Reichsvertretung festsetzen. Seine wichtigste Aufgahe wird darin bestehen, der engen Zusammenarbeit der Reichsvertretung mit den Landesverbänden und Gemeinden zu dienen. .Die Landesverbände werden in ihrem Gebiet für die Durchführung der Beschlüsse der Reichsvertretung sorgen. Jüdische Zeitschau Autruf an die jüdische Jugend! Die „Staatszionistische Organisation Deutschlands" Jüdisch-Nationale Jugend „Herzlia"-Brith Haschomrim, Betar veröffentlichen folgenden Aufruf: „Pogrome toben in Fre/ Israel! Viele jüdische Menschen fielen von arabischer Mörderhand, ohne sich wehren zu können. Jüdische Arbeit wurde zerstört — und niemand konnte es verhindern! Die Politik des Verzichts und des Schutzjudentums hat uns nichts genützt! Noch isl die Gefahr nicht vorüber und täglich wichsen die arabischen I orderungen! Nur ein selbstbewußtes Auftreten kann uns den Anspruch auf Erez Israel sichern! jüdische Jugend! Besinnt euch auf eure eigene Kraft! Denkt an die gefallenen Helden unseres Volkes! Vergeßt nicht das Vermächtnis Josef Trumpeldors! Kämpft mit uns für den Herzischen Zionismus, für den Judenstaat und ein einiges jüdisches Volk! Tel-Chajt" Jüdisches Lehrhaus Leipzig Kurzschrift Lehrgang für Anfänger. Um den Lehrgang abzuschließen, finden jetzt nach den Schulferien noch 2—3 Wochen lang die Anfänger- Kurse statt. Sie werden Montags und Donnerstags von 19,30—21 Uhr im Sozialamt, Humboldtstraße 13, abgehalten. Wiederbeginn: Montag, 24. August 1936, Unsere Gemeinde Mitteilung des C. V.-Syndikats. Der Centraiverein führt künftighin c!en Namen „Jüdischer Centraiverein e.V." Die Eintragung in das Vereinsregister ist bereits erfolgt Die jüdisch-politische Tendenz ist neutral. Jüdischer Kulturbund (Nur für Mitglieder) Jiammermusikabend des Leipzig* mendeiswhn-Jrio Donnerstag, den 27. August1936, piinktl.20.15 Uhr___ Im Kulturbundtheater (Battenbergtheater) Tauchaer Straße 32, Garderobeschluß 20 Uhr Mitwirkende: Xella Chllrlb - ftQ SällDÜTZ fettll HUtmnwtMA * um« «miunilll 1