Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 30 (25.7.1936)
- Date
- 1936-07-25
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 25. Juni 1936 Ez-Chahn-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 24. Juli, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 25. Julr, Morgengebet 8,30 Uhr, Minchagebet 18 Uhr, anschließend Schulchan Aruch-Erklärung von Pabh. Dr. Ochs, Ausgang 21,01 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,15 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Montag, 27. Juli, Erew- Tischoh b'aw, Mincha 15 Uhr, Abendgebet 2<),15 Uhr. Dienstag, Sriimeidler Karlsbader Zwieback - Eiemudeln UfL Ms* Morditr. 25, Frankfurter Str. 11, Tel. Nr. 255U ■>o t:- i. i.i.mu.i in Uhr; Ausgang 20,54 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,15 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 31. Juli, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 1. August, Morgengebet 8,30 Uhr, Mincha 18 Uhr; Ausgang 20,49 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,15 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 24. Juli, abends 19,30 Uhr. Sonnabend, 25. Juli, früh 8,30 Uhr, Mincha 17 Uhr, Ausgang_2l,0l Uhr. — Wochentags früh. 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. 1 aimud-Ttiora-Synagoge, " Keilstr. 4. Montag, 27. Juli, Erew Tischoh b'aw, Mincha 14 Uhr, abends 20,30 Uhr. Dienstag, 28. Juli, früh 7 Uhr, abends 20 Uhr. Wochentags früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Talmud-Thora-Svnagogc, Keilstr. 4. Freitag, 31. Juli, abends 19,30 Uhr. Sonnabend, 1. August, früh 8,30 Uhr, Mincha 17 Uhr, Ausgang 20,49 Uhr. Wochentags früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Synagoge „Ohe! Jakob", Pfaffendorfer Straße 4. Freitag, 24. Juli, Abendgebet 19,30 Uhr. Sabbat, 25. Juli, Morgengebet 8,30 Uhr, Minchagebet 17 Uhr, Abendgebet 21,01 Uhr. Wochentagsi Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,30 Uhr. Synagoge "„Obel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Montag, 27. Juli, Tischoh Vau; K.inoth 20,30 Uhr. Dienstag, 28. juii, morgengebe,' 7 Uhr, Abendgebet 20 Uhr. \Y/r*r»l, #»„♦•»#■ lOrgCfiSCuCt i um, miciiugcnet iy,JU mir. Synagoge „Obel Jakob", Pfaffendorfer Straße 4. Freitag, 31. Juli, Abendgebet 19,30 Uhr. Sabbat, 1. August, Morgengebet 8.30 Uhr, Minrhaur.-het 17 Uhr, Abendgebet 20,19 Uhr. Wochentags: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,30 Uhr. Personenstandsnachrichten Barmizwa: Sonnabend, 1. August 1930, Julius Kellermann, Sohn des Herrn Hans Kellermann und Frau Sarah geb. Hauingartcn, Lessingstraße 20 11, in der Geineindesynagoge. Sonnabend, 1. August 1936, Edgar Maletzky, Sohn des Herrn Sali Maletzky und Frau Irma geb. Wiener, Pfaffendorfer Straße 5b, in der Geineindesynagoge. Todesfälle: 14. Juli 1936 Elsbeth Cahn, Blumenstrabe 4. 15. Juü 1936 Ernestine Laura Reich, Hainstraße 2911. 19. Juli 1936 Tciwel Schreier, Walter-Blümel-Straße 11. 19. Juli 1936 Elsa Markise, Berliner Straße 58 I. Bevorstehende Veranstaltungen 30. Juli: Jüd. Kulturbund: Ein Biedermeier-Abend um Meyerbeer. 8. August: K. A. E.: Gesellschaftsabend: Künstlerhaus. 16. August: Einladungssportfest für mitteldeutsche RJF.-Sportvereine auf dem Schildplatz. 27. August: Jüd. Kulturbund: Kammermusikabend des Mendelssjhn- Trios Leipzig. 2*). August: K. A. E.: Messeabend. 30. August: K. A. E.: Bunter Abend. 31. August: Reichsbund jüd. Frontsoldaten: Messeabend. 1. Septbr.: Jüd. Kulturbund: Gastspiel des Hamburger Kulturbund- ThcaiCiS. J^.^iivu i u-he. 12. Oktober: jüu. Kulturbund: liastspiel des Hamburger Kulturbund- Theaters: Dame Kobold. 24. Oktober; Jüd. Kulturbund: Schubert-Abend des Leipziger Mendelssohn-Trios, u. a. Forellen-Quintett. Aus dem Gemeindeamt Von der Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa" zu Frankhirt a. M. geht uns die nachstehende Notiz zu: Das Wintersemester an der unter Leitung des Herrn G e in e i n d e r a b b i n e r Dr. Jakob Hoff in an n stehenden Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa-' beginnt am Sonntag, 2. Marcheschwan (18. Oktober). Anmeldungen für alle vier Abteilungen (Vorbereitungsklasse, Unter-, Mittel- und Oberstufe) werden schon jetzt entgegengenommen, müssen jedoch bis spätestens 30. September eingereicht sein. Der Unterricht erstreckt sieh auf: Pentataich mit Kommentaren, biblisches Schrifttum, Mischna, Talmud mit Kommentaren, Decisoren, Hebr. Grammatik, Neuhebräisch (Lektüre und Konversation), Jüdische Geschichte und PalästiuakuiKle. Für den Lehrgang in der Vorbereitungsklasse werden auch schulentlassene Knaben und Jünglinge aufgenommen, die nur geringe Kenutnisse in den jüdischen Fächern haben. Anmeldungen mit genauen Altcrsdatcn und Zeugnissen über jüdische Vorbildung und religiöse Lebensführung sind an das Kuratorium der Rabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa", Frankfurt a. M., Theobald- Christ-Str. 6. zu richten, welche« zu jeder näheren Auskunft gern bereit ist. Neue Bücher Neuerscheinungen in der Bücherei de» Stibockca veriags. Heinrich Heine: Gedichte und Gedanke. Auswahl und Nachwort von Werner Kraft. Bücherei Nr. 57. In Pappe gebunden RM. 1,25. Heine ist der einzige deutsche Dichter jüdischer Herkunft, der dem klassischen Bestand der deutschen Literatur zugezahlt zu werden pflegt. Von Anfang au steht seine Gestalt im Widerstreit der Meinungen. Die vorliegende Auswahl aus Heines Lyrik, Prosa, Briefen will ein konzentriertes Bild des Mannes geben, dessen Geist in eigentümlicher Weise irrlichtemd seit hundert Jahren unfeststellbar unter uns weilt. Ein anderer Heine .»I«. der. gewohnte tritt hier vor' uns. hs geht in der Auswahl darum, den Wahrheitsgrund im Leben und Schaffen des dämonisch bedrohten Dichters sichtbar zu machen, und sie ist von der Überzeugung bestimmt, dal) Heine die Umkehr wirklich erfahren, sich aber ihrer letzten Konsequenz in der Ironie entzogen hat. In einem konzentrierten und besonders gedankenreichen Nachwort rechtfertigt der Herausgeber in Auseinandersetzung mit den bedeutsamsten Urteilen über Heine die Auffassung, von der aus er die Auswahl getroffen hat. Flavius Josephus: Das Haus des Herodes. Hemdes und Mariamne / Hemdes und die Söhne der Mariamne Herodes und Antipater. Zusammengestellt und übersetzt von I nianuel bin (inrien Bücherei Nr. 58. In Pappe gebunden PM. 1,25. Es gibt kaum eine Epoche der jüdischen Geschichte, über die wir besser unterrichtet sind als die, welche dem Untergang des jüdischen Staatswesens vorangeht. ridvius josephus, zuerst neertuhrcr im jüdischen Krieg gegen Korn, nach seiner Gefangennahme Freund und Hofgeschichtsschreiber des Kaiserhauses der Flavier, hat in seinen beiden groben, seit zwei Jahrtausenden immer neu gelesenen Werken die Epoche beschrieben. Mit besonderer Farbigkeit beschreibt Josephus in beiden Werken die problematische Figur des jüdischen Königs aus idumänischem Hause, Herodes, und seine häusliche Tragödie, die sich dem Gedächtnis der Zeiten in besonderer Weise eingeprägt hat. Die Zeit des Herodes (37—4 v.) bedeutet nach dem Verfall des Makkabäerreiches noch einmal eine kurze, äuberlich glanzvolle Blüte. Herodes beseitigte die makkabäisch-hasmonäische Dynastie mit römischer Hilfe und regierte als römischer Vasall. Ein äuberst befähigter Feldherr und kluger Staatsmann, der in Krieg und Frieden kein Mittel verschmähte, um die Macht zu gewinnen und zu behaupten, wurde er zum Vertreter des jüdischen Cäsarenruins, welches wohl einen Höhepunkt der äußeren Geschichte, zugleich aber einen Tiefstand der religiös-ethischen Position innerhalb des Judentums bezeichnet. Aus beiden Darstellungen des Josephus, die einander ergänzen, gelegentlich aber auch widersprechen, sind in dem vorliegenden Buch diejenigen Kapitel und Abschnitte ausgezogen und vereinigt worden, in denen die häusliche Tragödie des Herodes geschildert wird. Martin Buber: Zion als Ziel und als Aufgabe. Gedanken aus drei Jahrzehnten. Mit einer Rede über Nationalismus als Anhang. Bücherei Nr. 62. In Pappe gebunden RM. 1,25. Seit dem Beginn des Jahrhunderts steht Buber führend im Mittelpunkt der Bemühungen um eine Klärung des zionistischen Wollens. Von ihren Anfängen au begleiten seine schriftlichen und rednerischen Äußerungen den Gang der zionistischen Entwicklung und verdichten sich an den Wendepunkten, die eine neue Entscheidung erfordern. In der vorliegenden Schrift sind die wichtigsten KitKor*-* nr*tWff<6r*nt4fi tttTn it.*Ii."ilCtl! «• m n t*ri!ti r des Zionismus aus drei Jahrzehnten zusammengefaßt. Die Fragen des Volkstums, der Erneuerung des Judentums und der jüdischen Kultur, die Besonderheit des zionistischen Anliegens, die soziale Frage beim Aufbau Palästinas und die Frage der Verständigung mit den Arabern werden in eindringlicher und aufschlußreicher Weise behandelt. Die Zusammenfassung dieser Äußerungen erweist in ihrer erstaunlichen, fast melancholischen Aktualität erneut Bubers überragende Bedeutung als Wegweiser der jüdischen Bewegung und als ihr Deuter. In der Rede über Nationalismus, die im Anhang un- Sekürzt wiedergegeben ist, erscheint die wesentliche Grundthese ubers im allgemein-geschichtlichen Zusammenhang dargestellt J.G.Herder: Blätter der Vorzeit. Dichtungen aus der morgenländischen Sage. (Jüdische Dichtungen und Parabeln.) Mit einem Nachwort von Fritz Bamberger. Bücherei Nr. 60. In Pappe gebunden KM. 1,25. Unter den großen Gestalten, die um die Wende des vergangenen Jahrhundert! das deutsche und darüber hinaus das europäische Geistesleben auf lange Zeit hin bestimmten, steht Heuler als der eigentliche Verkünder der Einheit lies menschlichen Geistes. Bevorzugte Quelle der Bildung ist für ihn immer das jüdische Altertum gewesen. Die Bibel ist ihm die „älteste Urkunde des Menschengeschlechts" und zugleich die „älteste, einfache und herzliche Poesie der Erde". In ihr habe ewig Gültiges im Wort vollendeten Ausdruck gefunden. Fr hat seiher bekannt, daß er um der Bibel willen Theologe geworden sei, und er ist auch außerhalb der Theologie immer wieder zur Bibel zurückgekommen. Als Mitergebnis seiner