Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-07-03 · 27 (3.7.1936) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
27 (3.7.1936)
Date
1936-07-03
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/4876568-5968812-5978387--5989-4882161
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 2 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIÜIUNSüEMEINDE ZU LEIPZIG 3. Juli 193b Arbeit tut, damit die anderen darauf sehen!) Tu sie um ihr« selbst willen, dann tust Du sie in der Art und dem Geist, der in Erez Israel von den Guten im Lande erwartet wird. Tu sie in dem suiicii, aber narren Willen fter vnr dreißig „ j.:!::.:; auch nicht demonstrativ wirken konnte, sondern sich der Arbeit gegenüber so verhielt, wie ihr es jetzt ZU tur. habt. Ausbauen, mein Mädel, heißt einen langen Weg vor sich wissen und ihn nicht fürchten. Für lauge Wege teilt man seine Kräfte ein. Aufbauen heifit ausdauern. Kannst Du das, dann wirst Du die Freudigkeit nicht verlieren. Du wirst sie Steigern. Du wiist in einer ganz neuen Weise vom Schabbath erfahren, von einem Ruhetag voll eines Segens, wie Du ihn noch nie gekannt hast. Du wirst — jetzt auf Hachscharah an Dir selbst erfahren, was das heißt: „Sechs Tage sollst du arbeiten..." Ahn dftä „du Solist ruhen" wirst Du auch leinen müssen! Neu und schön klingt mir der Grub, mit dem Du grob geworden bist, mit Arbeit, Freunden, Freuden und Feiern. Du darfst ihn jetzt von mir im Sinne eines heißen Wunsches und einer ernsten Forderung nehmen: Chasakl I »eine M. W. unsere Gemeinde . .. Der JarseHihchc Kindci^-ailen (Tagesheim) e.V. wendet sich mit folgendem Aufruf an die GemeindemitgHeder: Durch den Wegzug vieler treuer Vereinsmitglieder und durch den Wegfall von Mitteln, die uns früher zugeflossen sind, istunser Kindel naiien in eine sehr bedrängte Lage gekommen. Da die Ansprüche an den Kindergarten sehr gewachsen sind, wir betreuen gerade die Kinder der Kreise, deren Litern tagsüber ihrem Erwerb nachgehen und deshalb ihre Kindel nicht beaufsichtigen können — sehen wir uns genötigt, an den Opfersinn unserer Gemeindemitglieder zu appellieren. Die Qefahr besteht, daß der Kindergarten, welcher zur Zeit 90 Kinder betreut, aus Mangel an Betriebsmitteln geschlossen werden muß. Dies nitib verhütet werdenI So wichtig ilie Sammlungen für die großen jüdischen Hilfsaktionen sind, so wenig dürfen die örtlichen unbedingt notwendigen Institutionen zugrunde gehen. Wir richten deshalb an alle Gemeindemitglieder, die noch dazu in der Lage sind, die Bitte, nach besten Kräften zu helfen, damit der Kindergarten zum Wohle der Kinder erhalten bleibt. Spenden werden nach Leipzig C I, Leibnizstrabe 30, II, erbeten oder können auf das Postscheckkonto lies israelitische!] Kindergartens, Leipzig Nr. 66993, überwiesen werden Die Pülästina-Ccntrale der Agudas-Jisroel bittet uns um Veröffentlichung folgenden Aufrufes: Unter dem Eindruck der letzten Ereignisse in Erez jisroel wenden wir uns in ernster, schicksalsschwerer Stunde au alle diejenigen, denen das heilige Land zu jeder Zeit das nationale Heim des Volkes der Thora war und die auch heute noch in der bewußten Pflege des religiösen Lebens auf dem Boilen Lrez Jisroels die Vorbedingung für ».las dauernde Gelingen des Aufbauwerkes erblicken. Nach den uns zugehenden Berichten ist den vom Keren Hajischuw betreuten Institutionen, insbesondere unseren in hoffnungsvoller Entwicklung begriffenen religiösen Arbeiterorganisationen und unseren Kihbuzim, beträchtlicher SriiHtii-n erwachsen Fherrschen Zustände, die um soforitifer Hiüfiiverpflichten, iiciu ».Ii?, lirtiin, lüi-vifr menschlich-Jüdischen" i'iiiwii nachzukommenI Aul die Akte der rohen Gewalt, mit denen unser heiliges Werk der religiösen Wiedergeburt des jüdischen Volkes auf dem Boden seiner Väter gefährdet wird, gibt es nur eine einzige würdige, wahrhaft g'ttgefällige Antwort: Verz. e h n f a c h t e Aastr e n g u n g u n d vor/ e h n f a c h t e m a - t e r i e 11 e Opfer der ganzen G o I a h f ü r d e n Auf b a u eines w a Ii r h a f t j ii dlSC h e n Erez Jisroel! Weisen Sie daher unsere Helfer, die sich uneigennützig in den Dienst dieser heiligen Sache stellen, nicht ab, sondern erleichtern Sie ihnen die Sammeltätigkeit, wenn sie in den nächsten Tagen bei Ihnen vorsprechen. Jüdisches Lehrhaus Leipzia Verlegung der englischen Sprachkurse und der Kurzschriftlehrgänge. Die englischen Sprachkurse und die Kurzschriftlehrgängc finden von Montag, dem 6. Juli 1936, an wegen der groben Ferien nicht mehr in der Schule, Gustav-Adoff-Str. 7. sondern im F e 1 i x - G o 1 d m a n n - H e i m, t Ister str. 7, statt. Die Zeiten des Kursbegtnm bleiben wie bisher. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 3. Juli, Abendgottesdienst 10 Uhr. Sonnabend, 4. Juli, Morgengebet 9 Uhr, NachmittagStfebet 2035 Uhr. Abendgebet 21,36 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. GemeinHesynagoge. Sacbstgottcsuicü»i. Freitag, iu. Juli, Jüdische Schulen. Das Schulgeld für die Mnnatp f ■■ •» n H » g« *t I«t Ms v,. jun >-»*.tj-*:i die Schul Kasse zu bezanlcrj. Kinder, iüi die das acuuigem nient bezahlt ist, werden nach den Ferien nicht zum Unterricht zugelassen. Außerdem bleiben gerichtliche Schritte vorbehalten. Während der Sommerferien ist die Schulkasse täglich von 9 bis 1 Uhr geöffnet. Leipzig, den 1. Juli 1936. Der Vorstand des Israelitischen Schulvereins Leipzig e.V. Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 11. Juli, Morgengebet 9 Uhr, Nachmlttagsgebet 20.50 Uhr, Abendgebet 21,22 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Ez-Chaim-Synagoge, Utto-Schill-Str. Freitag, 3. Juli, Abendgebet!9 Uhr. Sonnabend, -L Juli, Morgengehet 8,30 Uhr, Mincharebet 18 Unr, anschließend Schulchan Aruch-Erkiärung von Rabb. Dr. Ochs, Ausgang 21,26 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,15 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 10. Juli, Abendgebet 10 Uhr. Sonnabend, 11. Juli, Morgengebet 8,30 Uhr, Minchagebet 18 Uhr, anschließend Schulchan Aruch-Erklärung von Rabb. Dr. Ochs. Ausgang 21,22 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19.15 Uhr. 19,30 Uhr. Sonnabend, 4. Juli, früh 8,30 Uhr, Mincha 17 Uhr, Ausgang 21,26 Uhr. Wochentags früh 7 Uhr. abends IQ.'iO Uhr Tuimud-Thoia-aynagoge, Keilstr. 4. Freitag, 10. Juli, abends, 19,30 Uhr. Sonnabend, 11. Juli, früh 8,30 Uhr, Mincha 17 Uhr, Ausgang 21,22 Uhr. — Wochentags früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Synagoge „Ohe! Jakob", Pfaffendorfer StiäUe 4. Freitag, 3. Juli, Abendgebet 19,30 Uhr. Sabbat, 4. Juli, Morgengebet 8,30 Uhr, Minchagebet 17 Uhr, Abendgebet 21,27 Uhr. Wochentags: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,30 Uhr. Synagoge „Ohe! jakob", Pfaftendorfer Straße 4. Freitag, 10. Juli, Abendgebet 19,30 Uhr. Sabbat, 11, Juli, Morgengebet 8,30 Uhr, Minchagebet 17 Uhr, Abendgebet 21,21 Uhr. Wochentags: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,30 Uhr. Personenstandsnachrichten Geburten: 11. Juni 1030 Elias Itzigsohn und Frau Minni geb. Gclberg, Auenstraße 10, eine Tochter „Ruth". ](>. Juni 1936 Isidor Kummer und Frau (iolda geb. Bittmann, Reichastraße 14, Aufgang B II, eine Tochter „Sylvia". Trauungeii: Sonntag. 5. Jnli 1036, twfftagg; 1 ,2 Uhr, Fräuleui Mirjam Sprechmann, Proincnadenstraße 9. mit Herrn Hans Kahn, Thomasiusstraße 20, in der Wohnung des Herrn Rabbiner Dr. Ochs, Fregestraße 30. Sonntag, 5. Juli 1936, nachmittags 3"Uhr, Fräulein Regina Linker, Kl. Fletschergässe 10, mit Herrn Hermann Borgenicht, Nordstraße 41, in der Wohnung Norilstralie 41 bei Borgenicht. Sonntag, 5. Juli 1930, nachmittags l1 , Uhr, Fräulein Dora Kaifuß, WdtefrBlümel-Straße 21 mit Herrn Leo Kalfus, in der Wolinuug Walter-Blümel-Straße 21. Todesfälle: 24. Juni 1030 Josef Kiesel, Eberhardstraße 12. *25. Juni 1936 Sigmund Mayer, Gohtisei Straß« iü. 2(5. luui 1936 Ccrf Uetkowitz. Alexanderstratte int. 27. Juni 1930 Lea Katze Teichtner, Norderneyer Weg b b. 27. luni 1930 Malka Lunski, GoWhahngüßchen 12. 28. Juni 1030 Reisse Buslik, Nordstraße 40 11. 28. Juni 1936 Rikc Namm, Große Flcischcrgasse Iii, i ioi Bevorstehende Veranstaltungen IL Juli: K. A. E.: Qesellschaftsabend. 30. Juli: Jüd. Kulturbund: Ein Biedermeier-Abend um Meyerbeer. 8. August: K. A. E.: (iesellschaftsabend. 30. August: K. A. E.: Messeabend. 31. August: K. A. E.: Bunter Abend. Aus dem Gemeindeamt Von der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland geht uns der nachstehende Aufruf zu. Aufruf ztu Schaffung eines Heimes für jüdische Körperbehinderte. Fs wurde ^cltoü immer als ein außerordentlicher Mangel empfunden, daß es keine jüdische Institution in Deutschland gibt, die ein Heim unterhält, in das Körperbehinderte, die im Vollbesitze ihrer geistigen Kriifte sind, aufgenommen werden. Gerade, in dieser Zeit der Auswanderung macht sich dieses Fehlet besonders bemerkbar; denn Körperbehinderte werden in der Mehrzahl der Fälle nicht zur Auswanderung kommen, während deren Angehörige fs als eine große Entlastung empfinden wurden, wenn in irgendeiner Form für die Behinderten ^<.M>ii;i wäre. Dabei will die Seiosthiltegruppe jüdischer Körnerbehin.ii'rt.-r In Deutschland (SKGjK) uiiiei uei Forderung der Reichsvertretung der Juden iu Deutschland, Abt. Zentral-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.