Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-06-19 · 25 (19.6.1936) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
25 (19.6.1936)
Date
1936-06-19
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/4876568-5968812-5978384--5973-4882147
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 4 ÜEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSÜEMEINDE ZU LEIPZIG 19. Juni 1936 straiie 13, am Mogtag und Donnerstag nur zwischen 4 und 5 Uhr für das Publikum geöffnet ist. Außerhalb dieser Stunden kann keine Beratung erteilt werden. I'ür telephonische Anfragen wird gebeten, die Nachmittagsstunden außer den genannten Sprechstunden zu benutzen T'^'mu'? Tusurof] Verclxi \hnw3s t^k*»«.....?! i ,-ii-wi<r i:;irHiT.;tr i Dem Rufe der Leitung waren am Schabbos Parechas Schelachlecho viele gefolgt, um im Beth Hakneses der Talmud Thauroh die Droschaus der Herren Rabb. Rogosnitzky und Rabb. Dr. Ochs anzuhören. Ausgehend von einem Midiaschwort zur Sidroh wies Herr Rabb. Rogosmtzky auf die Einzigartigkeit und Vorzüglichkeit von Limud Hathauroh hin, für den zu werben es sieh erübrige, da .sviiiv. i ruchte wie die eines wertvollen Baumes selbst für ihn Kunde unii Zeugnis abgeben. Und es ist Limud Hathauroh die Waffe, mit der Klal Jisroe!, gleich wo Bedränger sich erheben, die gttliche Hilfe zu seiner Rettung und Erhaltung herbeiführt. Darum gelte es eleu geistigen Mittelpunkt, den thaurohbegeisterte Männer in unserer Gemeinde. jji.'«i;ii'iffiMi. iiiiii im.ti'r, Aufbietung ihrer idtv'lcn, und finanziellen Kräfte erhalten haben, ZU fördern, damit die Hunderte Kinder weiterlernen und die Lernenden ohne Sorge sieh dem heiligen Zwecke widmen können. Herr Rabb. Dr. Ochs brachte ebenfalls in packender Rede wertvolle Oedanken aus Sidroh und Gemoroh, um zu /eigen, wie jeder noch über sein Vermögen hinaus verpflichtet ist, der bedingungslos uns von (itt gegebeneu Thauroh Heimstätte in seiner Gemeinde /u verschaffen. Wie Mansche!! durch die Kundschafter feststellen lieü, ob die Städte des Landes offen oder befestigt seien fest durch Qttesglauben und nicht durch Wehr und Waffen —, so ist es au uns, Rütcr zu sein durch Qttcsfurchl und Liebe zur Thauroh. Bekundet und geübl werden sie durch das wirkliche Opfer, das aber am Anfange stehen muß, bevor wir zählen, ob und wieviel wir geben können. Seifer Thauroh und Awaudas Kehunoh, flu na und Opferdienst, sind ganz in unsere Hand gegeben, sie zu verkleinern, wäre unsere Schuld, sie zu üben, ist unsere Pflicht und unser Verdienst. Erhebend verlief die Kundgebung in dem überfüllten Qtteshaus in der weihevollen Minchohstunde des Schabbos, ihr Ruf dringe in alle Kreise, denen an Erhaltung und Förderung unserer Talmud- Thora gelegen ist. Studienrat S. Amtliche Bekanntmachungen. Barmizwa-Vorbereitung. Zur Bartnizwa-Vcrbcreitung werden seitens der Gemeinde unentgeltlich besondere Lehrgänge abgehalten. I ür die in der Zeit vom 2. Januar 1921 bis 31. Marz 1924 geboreneu Knaben beginnt der Lehrgang am 1. Juli 1936. Nur wer daran teilgenommen hat, wird als BarnOzwa in der (iemeiiidesynagoge zugelassen. Anmeldungen bis 30. Juni 1936 im Gemeindeamt, Walter-Blümei- Stralk- 10 1. Von der Teilnahme können auf Antrag der Eltern solche Knaben befreit werden, welche bereits ihren Religionsunterricht privat durch einen von der Gemeinde angestellten Lehrer erhalten. Auch diese Kinder sind zur angegebenen Zeit zu melden. Leipzig, den 29. Mai 1936. Der Vorstand der israelitischen Rcligionsgcineiudc zu Leipzig. Betriebe unter Aufsicht des orthodoxen üemeinderabbinats. a) Fleische r e i e n : Sallv Lob, Ranstädter Steinweg 7, Jacob Schußheim, Plauensche Straße 35. b) Q e f 1 Ü g e I v e r k a U f: die vorgenannten Fleischereien, rUT!ürci'TiQf,.haiid!unrT Leo Hcndlcr. O'Tber^trnRc IP. 50. (!e!!,.lü''i'i:iiiiiiimii Regtne w ,is«.ei mann. vv.iiu r-Ui.......I-Strsbe i t. e) Milch: J. Bartfeld, Eutritzscher Straiie 5, Chaiiu Zipser, Nordstraße 35, Hof (Wohnung: Berliner Str. IS), Otto Rührig (Bestellungen durch H. Kreutner, Färberstr. 16). Die Aufsicht erstreckt sich nur auf die ausdrücklich als „koscher" gekennzeichneten Waren. d) Butter: J. Bartfeld, Eutrit/seher Straße 5, vertreibt Butter unter Aufsieht Unseres Gemeinderabbinats. Nähere Auskunft erteilt der Aufseher H. Segall, Berliner Str. 24. Ch. Zipser, Nordstraße 35, Hof (Wohnung: Berliner Str. IS) vertreibt ebenfalls Butter unter Aufsicht unseres Gemeinderabbinats, auf deren Papier folgendes aufgedruckt ist: „Amtliche Kontrolle des MilchwirtschaftsverbandCS Kontrollstelle Kempten i. Allgäu. Mitglied-Nr, B IST". e) B a c k w a r e n : Salomon Lotrowski, Berliner Straße 13, Selig Seheinowilz, üei bei Straße 40 und Kciislralie 9, Schmcidler, Nordstraße 23, Frankfurter Straße 11. f) Speise h ,i u s e r : Chmelnitzky, Reichsstralle 22, Manelis, Nikolaistralle 36. Die von den beiden Vorgenannten ausgeführten restlichkeiten stehen auch außerhalb ihrer Speisehäuser unter der rituellen Aufsicht unseres (iemeinderabbinats. Leipzig, den S. Juni 1936. Der Vorstand du Israelitischen Religionsgcmcindc 7.11 Leipzig. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 19. Juni, Abendgebet 19 Uhr mit Predigt. Sonnabend, 20. Juni, Morgengebet 9 Uhr, Xachmittagsgebet 20,55 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abend- (n hi't V| VII | ihr Gottesdienst an W erktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst. Freitag, 26. Juni, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 27. Juni, Morgengebet 9 Uhr; Nachmittagsgebet 21 Uhr, Abendgebet 21,30 lihr. ( tottesdiensl an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. nz.-Chaim-Svnagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 19. Juni, Abendgebet 19 Uhr. Sabbat. 20. Juni, Morgengebet 8,30 Uhr, Mincha IS Uhr, anschließend Schulchan Aruch-Erklärung von Rabb. Dr. Ochs, Ausgang 21,29 Uhr. Wochentag: Morgengebet 1 Uhr, Abendgebet 19,15 Uhr. Ez-Chaim Synagoge, Otto-Schill-Str. I reitag, 26. Juni, Abend gehet ]9 i.Mii- . Sonnabend, 27, Juni,..Mprgengebe! .8^30 (ihr, Minchagebet IS Uhr, anschließend Schulchan Aruch-Erklärung von Rabb. Dr. Ochs, Ausgang 21,30 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,15 Uhr. Talmud-rhora-Svnagoge, Keilstr. I. Freitag, 19. Juni, abends 19.(0 rin. Sonnabend früh 8,30 Uhr, Mincha 17 Uhr, Ausgang 21,29 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Talmucl-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. I reitag, 26. Juni, abends 19,30 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr, Predigt lim 10 Uhr von Herrn Rabb. Dr. Ochs Mincha 17 Uhr, Ausgang 21,30 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Synagoge „Ohe! Jakob", Pfaffendorfer Straße 1. Freitag, den 19. Juni, Abendgebet 19,30 Uhr. Sabbat, den 20. Juni, Morgengebet 8,30 Uhr. Minchagebet 17 Uhr, Abendgebet 21,30 Uhr. Wochentags: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19.30 Uhr. Synagoge „Ohe! Jakob", Pfaffendorfer Straiie 4. Freitag, den 26. Juni, Abendgebet 19,30 Uhr. Sabbat, den 27. Juni, Morgengebet 8,30 Uhr,'Minchagebet 17 Uhr, Abendgebet 21,30 Uhr. Wochentags: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19,30 Uhr. Personenstandsnachrichten B a r tu i z w a : Am Sonnabend, den-27. Juni, Siegfried Rosenbaum, Sohn des Herrn Elias Rosenbaum und seiner Ehefrau Rosa geb. Schnabel, Waldstralie 41, in der Synagoge Beth Jehuda, I ärberstr. 11. Aus dem Gemeindeamt Nachricht dos Sozialamtes. Für die neuerrichtete Haushältschule benötigen wir noch Schränke, Regale, Plätteisen und Nähmaschinen. Für Spenden, eventl. auch leihweise Überlassung, wären w ir dankbar, Nachricht des Sozialamtes. Anläßlich einer soeben ergangenen Verordnung des Kelchsarbeitsministers weisen wir darauf hin, dal* Praktikanten und Lehrlinge, die in der Landwirtschaft oder Gärtnerei tätig sind, ein Arbeitsbuch benötigen. Die Verordnung besagt, dall vom 1. Juli 1930 ab Angehörige dieser Beriifsgruppen nur noch beschäftigt werden dürfen, wenn sie im Besitze eines Arbeitsbuches sind. Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die dieser Vorschrift zuwiderhandeln, machen sich strafbar. In den in Leipzig befindlichen Kollektiv- und Kinzcbinshildiingsstellen müssen die entsprechenden Anträge falls dies noch nicht geschehen nunmehr umgehend bei dem für die Ausbildungsstelle zuständigen Arbeitsamt gestellt werden. Zu diesem Zwecke muH der Leiter der AusbUdungSStelle eine der Größe der Belegschaft entsprechende AnrOtnen ausgefüllten r"raLrcb'.ig,,n bei der ".'ständige!* Orftpoht^fH abstempeln lassen und sie dann im ganzen dem Arbeitsamt einreichen. Bevorstehende Veranstaltungen 27. Juni: Verein polnischer Kaufleute 11. Gewerbetreibender e.V.: Gesellschaftsabend im CT. 28. Juni: Sportfest der jüdischen Schulen. II. Juli: Konzertdirektion Ehrlich: Oesellschaftsabend. 30. Juli: Kulturbund: Liu Biedermeier-Abend um Meverbeer. S. August: Konzertdirektion Ehrlich: Oesellschaftsabend. 31). August: Konzertdirektion Ehrlich: Messeabend. Neue Bücher Hermann Fc-chenbach: Alef Beth. Ein buntes hebräisches Alphabet in Tierbildern und mit Malvorlagen. 22 vierfarbige und 22 einfarbige rafeln. Berlin 1936 (Schocken-Vcrlag). Ein buntes, lebendiges, hebräisches Spiel- und Lernbuch von einem Künstler, der aus dem Werkunterricht Wunsch und Liebe der Kinder kennt. Über die Absieht des Buches schreibt der Künstler selber in seinem Einleitu igsbrief: „Liebe Kinder, für Luch habe ich das Bilderbuch gemacht und Ihr weidet sogleich entdecken, dall dieses Buch nicht nur zum Ansehen ist, sondern dall man noch viel mehr damit anfangen kann. Zweiundzwanzig verschiedene Tiere habe ich Luch gemalt und nach dein Mef-Bet geordnet, damit Ihr nicht so lange suchen müßt, wenn Ihr eines davon b; sucht. Es sind natürlich nicht alle Tiere, die Noah mit in die Are!"

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.