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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-05-15 · 20 (15.5.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
20 (15.5.1936)
Date
1936-05-15
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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I& Mai 1936 CEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite S Verein P&iü. KüiiiSciitc Ii. ücncrDetreiDender c.W. >iu___*--== Leipzig, Ritterstr. 44—4S. In Anwesenheit d. Herrn Konsuls Midial Czudowski W ä% »» w» ♦ *» dm *?. aSal 1<f£G voimiiiags i i Uhr findet im 1 Ta-Palast A*toria, Windmühlenstraße für die Mitglieder der polnischen Kolonie Leipzig eine Pfilsudskl-Gedenkfeier statt. Vorführung des Films „Marschall Pilsudski" und des Kulturfilms ..Krakau-- Eintrittspreise: 1.-20. Reihe RM. — 50, 21.—33. Reihe RM, 1 — Balkon und Logen RM. 1.50 Einlaß 10 Uhr! Kalten i. vuivcm.t. üiiäcici' vJcSCiiäMÖS?., ivlicfäli ■ 44"48i liii rOlii. Konsulat, Helfferichstr. 11 u. a. d. Tagesk. des Ufa-Palastes Astoria. Polnische Staatsbürger! Erscheinen ist Pflicht! I auch diesen Meister in Zukunft voll erfassen werden. Den Höhepunkt des Abends erreichten sie in der F-moII-Sonate von Johannes Brahms. Hier erwies sich Anna Suwalski an Vertiefung und Temperament überlegen. Fein musikalisch führten beide den ersten, wehmütigen Allegrosatz durch, im Scherzo webte echte R >mantik und der leichte Satz wurde sehr temperamentvoll gespielt. Mit der Suite von RachmanblOW, die vier Stimmungsbilder zusammenfaßt, wurde der gelungene Abend beschlossen. tt. Bericht aus Dresden. Der Jüdische Kulturbund vermittelte uns am Sonntag, den 10. Mai. in einem SynagOgeakoaZ-ert die höchst erfreuliche Bekanntschaft mit dem Leipziger Collegium musicum. Wir freuen uns, darin ein Streichorchester von wirklich künstlerischer Schulung kennenzulernen, das aus 2U Mitwirkenden, zum größeren Teil fortgeschrittenen Musikliebhabern, aber auch einigen vortrefflichen Bcrufskünstlcrn. besteht Der Dirigent, Herr Barnct Licht, ist seit Jahrzehnten als Musikvoiksbikiner geschätzt. Die Licht/sehen Chöre hatten weit über Sachsen hinaus durch ihre Aufführung Handelscher Werke (Herakles, Akis und Qalathea, Saul u. a.) einen Namen. Nun hat Herr Licht seine reichen Erfahrungen auch auf dem Gebiete des Kammerorchesterspiels dieser Leipziger Gründung „Collegium musicum'' zugutekommen lassen, und man fühlte die Hingebung, mit der Leiter und Spieler sich ernsten Werken der älteren, klassischen Orchesterliteratur widmen. — Der Abend wurde eröffnet mit einem Concerto grosso g-nioll von Gg. Friedr. Handel, dessen großer Atem sowohl in dem Largo-Satze, wie in dem Musette-Larghetto sehr edel zum Ausdruck kam: in den Allegro- Sätzen erfreute man sich der rhythmischen Prägnanz und echten Bewegung. Neben dem Streichorchester, das der Leitung Harnet L'chts auch in dynamischer Hinsicht voll gerecht wurde, traten die Soloinstrumente künstlerisch einwandfrei hervor, so der Cembalo- Part (am Klavier zurückhaltend gespielt von Aenne Hof mann) und die fühlende I. Ueige, von Mirjam Zunser meisterlich beherrscht, die als Schülerin von Jan Dahmen (Dresden), später von Prof. Flesch und Adolf Busch, eine der größten Hoffnungen auf geigeriichem (iebiete ist. — Den Beschluß des Abends machten zwei Werke von Job. Seb. Bach. Zuerst erklang die „Chromatische Fantasie" für Klavier. Man hätte nicht geglaubt, daß in dem hohen Gewölbe unseres ehrwürdigen Gottfried Semper-Baues der Ton des Steinway-Flügels sich so leuchtend entfalten würde, wie es bei dem Spiel von Tanja Ury Zunser (Leipzig) geschah. Man ist hier dem Werdegang der jungen aus Dresden stammenden Künstlerin, die Schülerin der RappoldUKahrer, von Pauer, Schnabel und Edwin Jennis-Club Leipzig „M-Wei6" £. V. Telefon Nr 329 46 — Leipzig - Markleeberg, Leipziger Straße Jubiläums-Tennis - Turnier anläßlich unseres zehnjährigen Bestehens am Sonnabend u. Sonntag, 23. u. 24.Wai ab 9 Uhr vormittags Unter Teilnahme der besten jüd. Tennisspieler Deutschlands liii li":ücn jüd, Spuiiverbänden Fin«ri»tc Mitglieder . . Tageskarte 1.—; Dauerkarte 1.50 RM. oreise Nichtmitglieder „ 1.50; „ 2.50 „ pre,se Kinder u. Junioren „ —.50; „ —.75 „ Fischer war, mit Interesse gefolgt. Seit ihrem letzten öffentlichen erfolgreichen Konzert in Dresden von drei Jahren freute man sich, wieder ihre kraftvolle und warmblütige Vortragsart und ihre technische Überlegenheit in den Bach'schen Werken zu hören. In dem. F-moll-Konzert trat'das Collegium musicum als Partner grundmusikalisch in Funktion, und so gestaltete sich dieses Abschlußwerk mit seinem nie veraltenden innigen Largo und mit seinen starken Impulsen in den Fcksätzeu unter Barnet Lichts Leitung zu einem ungewöhfttiehen-- Emdruckrdtr-a^uriiTu'^roik-ni Beifall bedankt Wurde. Zwischen den Werkefi von Händel und Bach brachte Susanne Loewenstein. die gefeierte Carmen und Dalila der Berliner Kulturbund-Oper, Lieder von Gustav Mahler, Hugo Wolf und dem jungen jüdischen Komponisten Gerhard Goldschlag, die sie mit tiefer Innerlichkeit gesiaitete. E. B. Neuerschienene Bücher. Tätigkeitsbericht des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden 1935 36. Karl Wolfskehl, Die Stimme spricht. Erweitertes Werk. Berlin [1936| (Schockcn-Verlag). Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Dek a.) „Bar Kochbas" 1. Fußballelf und „Aite Herren" trieb es am letzten Wochenende hinaus in den Frühling, hinauf ins Erzgebirge zum Makkabi-I leim. Man verband mit dieser Fahrt das Nützliche mit dem Angenehmen und absolvierte auf dem idyllisch gelegenen Sportplätzchen von Gottesgab zwei Fußballspiele gegen den „Makkabi -Karlsbad. Die Alten Herren erteilten den Karlsbadern eine kleine, aber eindeutige Fußball-Lektion, die mit 7:0 recht erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Hiesigen hatten ihre ganz, alten Kämpen zur Stelle, Fritz Rotter im Tor, Finster und den hohen Chef, Dr. Lehrfreund, in der Verteidigung, also konnte hinten doch unmöglich etwas durchkommen. In dem folgenden Spiel hatte „Bar Kochbas" I. Elf schon eine härtere Nuß zu knacken, denn Karlsbad stellte eine technisch fabelhafte Elf, die vor dem Tore jedoch zu sehr tändelte, während die Hiesigen in dieser Beziehung ganz anders losgingen. Hierbei wai es besonders die linke Seite mit Weinstock und Ganopolskv. die so spielte, wie man sie liier die letzte Zeit nicht sah. vier v^wvrcr+Ag^J'

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