Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 19 (8.5.1936)
- Date
- 1936-05-08
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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8. Mai 1936 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 5 Ruf f j Palast-Gaststätte am PHiridiring, E<ke BarSufigasse |~ Ruf 23815 Mittwoch-Nachmittag Kaffee-Konzert bei ermäßigten Preisen Mittwoch, 13. V., 20 Uhr Prels-Dlrlgleren für Damen und Herren Donnerstag, 14. V., 20 Sonder-Abend Uhr Jegliche Kreatur ist aus des gleichen Schöpfers Hand hervorgegangen, hat also Da8ein88inn. Menschliche Schuld und Schwäche erhält eine Bestimmung: Der sittlich Strebende hat die Aufgabe, für den Schuldbeladenen Verantwortung und Ausgleich seiner Tat zu ubernehmen. Sein sittliches Wollen so!! also nicht gehemmt, sondern vervielfacht weiden. Dieser Gedanke wird am Beispiel des neuen Palästina veranschaulicht. Mit dein grollen Aufbauwerk sind Menschen verknüpft, die voll heiliger Hingabe ihm ergeben sind, sowie Menschen mit engem Herzen und kleinem Geist. Grolle Probleme de« jungen Palästina vvplrhe rfff* Wdf?chcr! Mcnschsi! UliSCre: T;:,;^ so.sjark bjewegeRy-w-io -Gesta-Hnng'vorr"LiebeIfitfl Ehe' üi einer Kwuzah, wie die Stellungnahme zum Religiösen im Judentum, werden hier mutig aufgerollt. Der Idealtyp einer jungen Chaluza wird in Riwkah dargestellt. Sie und der junge Rabbiner kämpfen und werben in Wort und Tat für ein vom Geist edelsten Judentums erfülltes Leben in Palästina. — Das Buch steht in seiner Gesinnung sehr hoch, hat kluge Gedanken zu brennend wichtigen Fragen, zeigt vielfach künstlerische Gestaltungskraft. Um dieser Vorzüge willen fällt mancher Mangel im Aufbau, in der psychologischen Entwicklung und Vertiefung nicht so ins Gewicht, zumal die Verfasserin selbst ihr Buch nur einen „bescheidenen Versuch" nennt, die Sinndeutung des Worrtes „Diesen und auch Jenen hat Gott gemacht" am Amh*uwerk unserer- Jugend •-in--Palästina darzustellen. — Die Randzeichnungen auf dem Einband des Buches von Wallenberg sind sinnvoll und gut gezeichnet. E. C. Jüdische Jugeiulbücherei (herausgegeben von Dr. Erich Loewenthal). 1. Rabbinische Weisheit und jüdische Parabeln. — 2. Jüdische Lyriker von Heine bis Werfel. — 3. Berthold Auerbach, Kleine Geschichten. — 4. Juden im Gedicht. — 5. J. L. Perez, Wuudergeschichten. — Berlin 1935 (Joachim Goldsteiu Verlag). Lesehefte für unsere Jugend entsprechen einem Bedürfnis. Die hier dargebotenen Stücke dürfen daher dankbar begrüllt weiden. Rein äußerlich erfüllen sie allerdings nicht die Forderung, dall Jugendbücher in einwandfreier Aufmachung geboten werden sollen: ein bescheidener Preis rechtfertigt es nicht/ dall die Hefte schlecht geschnitten sind. Inhaltlich kann die Auswahl befriedigen. Das gilt besonders für das 2. und das 4. Heft: Die hier gebotenen Gedichte jüdischer und nichtjüdischer Dichter geben jüdische Stimmung und jüdisches Erleben in vielfältiger Form. Spannend sind die Wundergeschichten von Perez und manche der kleinen Geschichten von Berthold Auerbach. Beispiele Rabbinischer Weisheit und Jüdischer Parabeln würden wohl in einem unserer Zeit mehr angepaßten Sprachstil die Jugend leichter gewinnen als in dem von Herder und Moses Mendelssohn Erzählung aus Wien—Leipzig Roman. der Fr- Alexander Lernet-Holenta. Her Herr von Paris. Eine der Zeit der grollen Revolution in Frankreich. Zürich 1936 (Herbert Reichner Verlag). Alexander Lernet-Holenia. Die Auferstehung des Maltravers. Wien—Leipzig 1036 (Herbert Reichner Verlag). Aufwühlenden Zeitverhältnissen entnimmt dieser Meister /ählung in den beiden vorliegenden Büchern den Sfoft zu packenden Dichtungen. In solchen Zeiten gewinnen vielfach Linzelschicksale ,twd? Abenteuerhaftes, etwas fast ans Phantastische Grenzendes; wer den Zusammenhängen nachspürt, erkennt ihre Wirklichkeit, die sie aus dem Gleichmall ruhiger Zeitläufte heraushebt, weil die l.ebensstrome tosen und stürmen. Die grolle Revolution in Frankreich und du große Umsturz in Rußland nach dem Weltkriege gebeu den Rahmen, in dem Hoienta das eine Mal die Geschichte einer Liebe, H PH V! Spezialgeschäft für alle Mode-Neuheiten: Ct l\MA L Spitzen, Bänder, Gürte!, Kleider-Garnituren PeterSStfflRe 5 Blumen, Knöpfe, Agraffen, Kurzwaren das andere Mal den Roman eines „Filous"' sich entwickeln lälit. Mit vollendetem Geschick baut er in architektonischer Sicherheit i •:: etwKcutiu ofraunuug iuigen wir ucn "geschmackvoll geschilderten Vorgängen, um uns schließlich ganz ihrem Banne veitallen zu sehen. Besonders die Geschichte vom zweiten Leben des Maltravers ruht, bei aller scheinbaren Leichtigkeit ihres Ablaufs, auf manchem tiefen Lebeiisgedauken, der, nicht ohne Humor, vor allein durch mancherlei nachdenkliche, aphoristische Stücke nähergebracht wird. Beide Bücher verdienen gelesen zu werden: sie bereiten grollen literarischen Gcnufi —vc— Mikraot. Lesestücke für Schule und Selbstunterricht. Auslese aus der hebräischen Beilage der Jüdischen Rundschau. 5()Qf> Mf;. Redaktion Dr. S. Kalek-n Berlin 1936. Verjag Jüdische Rundschau. Im Anschluß an die beiden mit lebhaftem Beifall auigenoiiimcaea rede der Lehrbücher „Hebräisch für Jedermann" werden die hier gebotenen Lesestücke mit groller Freude begrüßt werden. Poesie und Prosa, alte Aggadoth, Biographien geistig führender Juden, Schilderungen aus dem neuen jüdischen Leben Palästinas wechseln in buntem Nebeneinander ab. Stücke mit vollständiger, mit teilweiser oder ohne Vokalisierung bieten für die verschiedenen Stufen der Kenntnisse erwünschte Ubergänge. Durch Hinzufügung der Ubersetzimg seltenerer Vokabeln wird die Aneignung des Stoffes erleichtert. Auch diese von dem bewährten Führer in dem hebräischen Schul- und Selbstunterricht redigierte Sammlung wird einen grollen Kreis von Freunden gewinnen. Bevorstehende Veranstaltungen 13. Mai: Zionistische Vereinigung Leipzig: Vortrag Rabb. Dr. Prinz. 23. Mai: Gescllschaftsabend mit künstlerischen Einlagen. 24. Mai: „Der Ring" Bund Jüd. Jugend: Bundessportfest auf dem Schild-Sportplatz Thekla. 25. Mai: Jüd. Kulturbund: Chemja Winawer und seine 30 Sänger. 4. Juni: Jüd. Kulturbund: Bunter Abend: Max Ehrlich und sein Ensemble, , 11. Juni: Jüd. Kulturbund: Vortragsabend Jenny Schaffcr und Uno Bernstein. Konzert und Theater Jüdischer Kulturbund. Die zweite Veranstaltung des Hamburger Schauspielensembles mit dem Lustspiel „Meine Schwester und ich" von Berr und Verneuil, Musik von Ralph Benatzky, die auch für die „R"-Karten-Inhaber gültig war, zeigte leider einen schwachen Besuch. Man sah vor allein das Kulturbundpublikum, und es wird in Zukunft nicht so einfach sein, diese Veranstaltungen durchzuführen, wenn sich die „R"-Karten-Inhaber so wenig verpflichtet fühlen, ihre eigenen Veranstaltungen zu besuchen. Das bekannte Ensemble Liselotte Cohn (Rosen), Kurt Appel, Julius Köhler, I ritz Melchior, Carl Heinz. Jaffe, Kurt Schindler wind' diesmal ttvch um I\st!>tv51et etweUeil, F.iliiii iieissijk und Max Wächter, wenn man berücksichtigt, das w ir CHI ^CilüiiijJiei- 7onmo<en Deutscne Dr°PS _„en , »Ä ^0^ilklT£r^b. "4 »Ätl^ er^ÄSff'S ^Tp^.^-^ 'tp^MS^^z >tJ22SL\—--250 g IM Frucntwatfeln. 25Q 50^ S^SST Sahne, Mokka-nerren tatt. Nuß 100g Tafel . 'I Öl-Sardinen , i0tf. Fettheringe | in Tomaten 75 Senf-Curken süß-sauer Dose 50 Kolonialwaren^ TW°SeRneiKTyPei09^«lW oder qrrHjg ' ' ' ' %*A Große, we.ße Bohnen . Viktoria-Erbsen, gutxoco j F-lpr.^rhniunudeln . « ler-F.guren, Muscheln IJ^ Sternchen Groupchen . »Jß Malzkaffee DellkateBfristmjuilien 2/, Dose i 4C | l|W i/i Dose . 29 vi . 54 v, 95 62 vi iäi^cci. k^N^v^it.