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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-04-24 · 17 (24.4.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
17 (24.4.1936)
Date
1936-04-24
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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24. April 1936 GEMEiNDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMFINDE ZU LEIPZIO Seite 5 J.S.yiOfKöcRbs/LEiPiiaev. Sonntag, den 26. April 1936 auf dem Sportplatz Dübener Landstr. Vorrunde um sie SsaKKaui-Neisiersinafi (ruß- und Nandbaiispisie} ^1V^ 15 Uhr Handball 16 Uhr Fußball ääklik Itus Münriien — Bar Kodiba Lpz. / Itus Nürnberg — Bar Kedlbn Ipz. ^BJr Nach dem Spiel geselliges Beisammensein im Jüdischem Jugendheim, Elsterstraße 7 B Palast GasgSiäjje am Diiii-idiring, t,me MariuBgasse| P Rut 238i3 Täglich die gute Unterhaltungsmusik in den Paiast-Gaststätten! Nachmittags die beliebten Kaffee-Kränzchen fi teH«>if klr, fion V S : Pf t= *;;» — -• t %4 * - •??. i i - .-»t t* I n TT f "* "4 lA 1 Ii r f ** «- Ü« K_ - BS n d •■ ]■ •> i n o'A I Ilalinn NHuiUinger / Anna Suwalskt-Biirsteln V JIM #i V I t «1!■ ■ /%! I ■■ ** t. I ■■ Werke von Baeh / / Mosart / / Brahaia / / HarhmaniauB* Karten zu RM. 1.—; 1.50 u. 2.— bei Kaufmann, Kaufhaus Biühl, Zellners Rest., Manelis, Palast-Gaststätten, O. Willnei sowie a, d. Abendkasse Gagen Rheuma ttari pjc|yail Pension, Arzt, Bäder, Kurtaxe In aVW ■ llP«|UII Wochenpauschale f. RM 58,-, Reisescheck durch sof. Anmeldung beim Platyan-B0ro( Berlin W 15, Faaancnatr. >1, Blodt M Zolltarif benutzen wollte, mußte das gesamte, schwer zugängliche Material sichten. In den Kreisen des Handels und der Industrie kam deshalb sehr bald der Wunsch auf, alle mit dem ZoliWesen in Zusammenhang stehenden Bestimmungen in einer für den Benutzer zugänglichen Ausgabe zusammengefaßt zu sehen. Dieser Aüfgabe hat sich das Palästina-Amt Berlin unterzogen. Es hat in eiHeihhalbjähriger Arbeit die gesainte Zollgesetzgebung Palästinas systematisch erfaßt, übersichtlich geordnet und in einer, soeben in deutscher Sprache erschienenen Publikation: „Palästinensischer Zolltarif mit Zollgesetzeu" veröffentlicht. Eine übersichtlich geordnete, alphabetische Warenliste enthalt diejenigen Artikel, die nicht dein normalen palästinensischen Wertzoll von 12 »o unterliegen, einschließlich der Artikel, die vom Zoll befreit sind oder deren Einfuhr, Ausfuhr oder Durchfuhr verboten oder gesetzlich beschränkt ist. Daran schließt sich eine Liste der Zollbefreiungen, sowie eine Liste der Verbote und Beschränkungen für die Einfuhr, den Transitverkehr Und die Ausfuhr, in einem besonderen Kapitel wird die gesamte Vcrzolhmgstcciiuik einschließlich des Zollstrafrechts eingehend behandelt. Der Text der für den Zollverkehr wichtigen Abkommen zwischen Palästina, Syrien und 1 ransjordanien sowie die neue Verordnung über Warenzeichen (Muster-Schutz) erhöht die praktische Brauchbarkeit dieser Veröffentlichung. Heinrich Kurt/ig, An der Grenze, kulturgeschichtliche Erzäiiiung. Leipzig. Gustav Enge! Verlag. Mit Heinrich KurtzigS kulturgeschichtlicher Erzählung „An der Grenze" beschäftigt sich Dr. Louis Lewin in seinem Aufsatz „Aus ostjüdischcr Geschichte", der kürzlich in der „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums" (Heft 6, Jahrgang 70) erschienen ist, und nun nimmt auch Prof. J. Elbogen zu demselben Thema das Wort. Er schreibt: „Als Schilderer der .Geschicke einer jüdischen Familie im deutschen Osten in die .Literatur eingeführt, bietet Heinrich Kurtzig mit seinem Buche „An der Grenze" ein neues kulturgeschichtliches Gemälde. Er zeichnet das Leben in einer kleinstädtischen jüdischen Gemeinde. In den Mittelpunkt stellt der Verfasser einen »im Pnlpn;.. rw i .ii........ Stell uymilAkiiMkcuuuiUMi; aneignet und seinen religiösen >turm und Drang erlebt. Innerhalb dieses Rahmens wird das Leben im I lause und in der Synagoge, am Alltag und am Festtag eingehend (tbschildert. das kulturelle Strebe:', ur.d das sittlich*, i'.ci.iJv.iu dei jtidcnschaft gekennzeichnet. Der Verfasser hängt mit inniger Liebe an dem heimatlichen Boden und gibt ein sehr treues Bild von all den Einzelheiten des kleinstädtischen Daseins, von all den kleinen bescheidenen »Freuden, welche die Natur und die Jahreszeit den Bewohnern bieten. Auch das Zusammenleben der Juden und Christen und mancherlei aus den Sitten der gesamten Bevölkerung wird berührt. Die Erzählung bildet einen wertvollen Beitrair zur Landesitrid SlttenkUliac der früheren Provinz Posen und ihrer Juden." Dr. Abraham Rand (Leiter der hebräischen Sprachkurse der Zionistischen Vereinigung in Frankfurt a. M. und Darmstadt). Neuhebräische Gespräche mit hebräisch-deutschem Wörterverzeichnis. Berlin [19361 (Verlag „Kedem"). Aus der Praxis hebräischer Kurse, in denen wesentlich die '• hiing im lebendigen Sprechen gefördert werden sollte, sind diese Gesprächreihen zusammengestellt worden. Sie sollen neben einem Lehrbuch verwendet werden. Sie sind dem Interesseukreis des Lernenden angepaßt und betreffen Dinge des Alltags, in vielen Stücken besonders das Leben in Palästina berücksichtigend. Es sind durchweg leichte Gespräche über die natürlichen Gegebenheiten, mit "?nen der rlcttC Ar.k inmmmg in Palästina vertraut sein sollte, um sofort eine Verständigung in hebräischer Sprache finden zu können. Aus der Fülle des Behandelten seien als Beispiele herausgegriffen: Im Lebensmittelladen. im Gasthaus, die Handwerker, die Berufe; £ Saxl Spezialgeschäft für alle Mode-Neu heitert Petersstr. 5 / Markt-Ecke / Fernspr. 11731 ein neuer Einwanderer besucht seinen Freund in Tel Awiw. Sehr nützlich-ist die Anrühfttag -de? V.iiiaiiitny in denen "sich die gleichen " Fragen und Antworten ausdrücken lassen. Im ganzen darf das sorgfältig und gut gedruckte Heft wärmstens empfohlen werden. Neuerschienene Bücher. Alexander Lernet-Hoienia. Die Auterstehung des Maltravers. Roman. Wien Leipzig Zürich 193o (Herbert Reichner Verlag). Stefan Zweig, Joseph Fouche*. Bildnis eines politischen Menschen. Wien- Leipzig—Zürich 1936 (Herbert Peichner Verlag). Stefan Zweig, Die Heilung durch den Geist. Mesmer Mary Baker- Eddv Freud. Wien —Leipzig Zürich 1936 (Herbert Keichner Verlag). Konzerte Kulturbund-Abend. Dieses Konzert war ein guter Griff des Kulturbundes, erstens standen die vier ausübenden Damen — Paula Salomon-Lindberg, Erna Klein, Tanja Ury-Zunser, Myrjam Zunscr — künstlerisch auf hoher Stufe, und zweitens war das Programm vorzüglich gewählt und zusammengestellt. Erstmalig konnten wir hier die Sängerin Paula Salöiuun-Lindberg begrüßen; sie besitzt eine gut durchgebildete Altstimme und erwies sich als vorzügliche Gestaltcrin der Schttbertschen Lieder. Besonders vertieft im Vortrag sang sie den „Leiermahn" und „Der Tod und das Mädchen". In den jüdischen Liedern kamen vor allem die beiden hebräischen „Schoschanan" und „Chaluzlied" zu kraftvollem Ausdruck. Erna Klein war der Sängerin eine feinfühlende, ganz ausgezeichnete Partnerin am Flügel. Iii Myrjam Zunser besitzen wir eine Geigerin mit schönem, weichem Ton und fein durchgebildeter, klarer Technik. In den beiden Sonaten für Violine und Klavier von Beethoven und Brahms war das Ziisainmenspiel mit der Pianistin Tanja Ury-Zunser gut abgetönt und musikalisch fein im Kammeriuiisikstil durchgeführt. Mit viel Verve spielten sie die A-dur-Sonate von Brahms, bei der sie besonders im zweiten Satz die Themenkontraste gut heraushoben. In Beethovens Es-dur-Sonate hätte man sich die Geigerin mehr in VorhcrrRchafi gewünscht Ganz vorzüglich gelang Ihnen dasprächt tulk Adagio. Tanja Ury spielte für Klavier aiieiu die r-nioii-r«ntasie von Friedrich Chopin sehr abgeklärt und poesievoli. — Linen Fehlgriff hatte der Kulturbund diesmal mit den Liedertexten gemacht. Anstatt da:-. Programm im Doppetuläti niii den Texten zu liefern, was sich bei 30 Pfg. gut gedeckt hätte, wurden nochmals 15 Pfg. für die Texte verlangt. Der Erfolg dabei war, daß der Kulturbund das Extraprogramm nicht los wurde und das Publikum ohne Texte saß! Und außerdem hatte man darauf auch noch vergessen, die Dichter anzugeben! Schon im letzten Konzert bei I leseh machte sich eine schlechte Akustik bemerkbar, was mau aut die unnötigen Stoffbehänge der Bühne zurückführen muß. ist unbedingt notwendig, daß diese entfernt werden und nur eine einzige Vorhangswand die Rückseite bildet. tt. Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter D e k a.) Die „Volksmenge" vermag oft eine Sache viel besser zu beurteilen, als der dazu berufene Kritikus, darum traf das Urteil nach dem letzten Boxabend des „Bar Kochba" aus dieser Mitte wirklich den bekannten Nagel auf den Kopf. „Die Jungen boxen wie die Alten, und viele Alte wie die Anfänger." Diese Veranstaltung, mau muß es schon sagen, stand nicht auf der Höhe der bisherigen, die Ursache hierzu liegt aber nicht bei der Leitung, sie 1... ■■!>! einzig und allein auf dem Schicksal aller jüdischen Sportvereine, dem Mangel an Nachwuchs, der die Abgewanderten nicht ohne weiteres ersetzen kann. Im Einleitungstreffen konnte man sich an der „Besseriihg" von Gractus erfreuen, der sich an Weißkirch endlich zu

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