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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-03-27 · 13 (27.3.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
13 (27.3.1936)
Date
1936-03-27
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 GEMEINDFBLATT DER ISRAELJT1SCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 27. März IQ36 t Wirkens soll es euch immer wieder sagen, daß nur das Thora- Judcntum, sein Glaube und seine Geschichte. die wahre Würze! eurer Kraft sein kann, in diesem binne handeln wir auch, wenn wir an unserer Schure immer mehr die jüdische Note und Eigenart betonen. Ich möchte nicht schließen, ohne der Ehrenpflicht nachzukommen, Herrn Rabbiner Dr. Carlebach auch von dieser Stelle aus den Dank der Schule auszusprechen für das, was er f ü r säe und .. n ihr geleistet hat. Möge es ihm noch lange vergönnt sein, von der Perne aus das Werden und Wachsen der Schule, mit deren Schicksal er sich so eng verknüpft fühlt, miterleben zu dürfen, ihr, liebe Schüler und Schülerinnen, die ihr jetzt abgeht, nehmt mra'ri' inniirstcp Sc^CÜSVÜHSChC Ulit uu! euren LcbCHSWCg. Gedenket dankbar der Schule, die euer Bwtr« «jsv.'aJli hat. (Klavier und Violinen) schloß in würdevoller lIh i'Htvi-.M'.!;:. Dr. L. Lejisrael ifhafl! erlaßt anläßlich des Pessachjüdische Winterhilfe t Postscheckkonto Nr. 20516 (Isr. Religionsgemeinde, Abt Winterhilfe). Weise die Feier. Der Kercn Kajemeth festes folgenden Aufruf: Schaff! euch Lebensraum! Seit viticii "tausend Jahren lebt in unserem Volk die Erinnerung an die Befreiung aus Mizrajim. In keinem Augenblick unserer Geschichte standen wir so unter dem Eindruck des Pessachfestes wie in unseren lagen. Heute wie damals steht das jüdische Volk im Anfang und im Kämpf um neuen Lebttisraum. Heute wie damais inun uieso.; neue Leben, muß der Boden, auf dem es wachsen soll, hart erkämpft werden. Einsicht, Lebenswille, Opfermut, Einsatzbereitschaft und der Drang einer kleinen Schicht des jüdischen Volkes zur Befreiung haben die I undamente zu einer neuen jüdischen Heimat gelegt Die /um Aufbau entschlossene zionistische Bewegung hat in zäher und mühevoller Anstrengung das nationale Kapital geschaffen, mit dem der Kereu Kajemeth Lejisrael Boden in Palästina für das jüdische Voik erwarb, Wasseruuellen erschloß, verkarstete Gebirge bewaldete und das Land zur Besiedlung durch die Juden vorbereitete. Auch noch d»e ödeste Bodenfläche, Wüste, Sumpf und Sund hauen sich in trez Israel als Lebensraum und Lebensquelle für Hunderttausende von Juden erwiesen. Jüdische Jugend, getrieben vom Willen zur Erneuerung, hat hier mit ihren Kräften aus dem Lande unserer Väter die Grundlage für die neue Heimstätte unseres Volkes geschaffen. Jüdische Männer, von Ruf und Ansehen, stellen in diesen Wochen in Amerika und Europa die Schaffung neuer Lebensmöglichkeiten in den Brennpunkt des öffentlichen jüdischen Interesses. Die gusamte jüdische Weit vereinigt sich in ihren Anstrengungen um Hilfe und Aufhau für die Juden aus Deutschland. Die Stunde ist gekommen, wo auch in das Bewußtsein der Juden in Deutschland die Forderung nach eigener Mitwirkung und Gestaltung unseres künftigen Volkslebens dringen muß. Wir wollen nicht nur Auswanderung. Jüdische Jugend will ein Leben in Freiheit, Arbeit und Ehre! Unsere jungen jüdischen Menschen brauchen Boden, auf dem sie all Juden ihre Zukunft selbst formen können, Boden, auf dem sie arbeite;! und leben können kraft Kechts und nicht aus Duldung . Wer den nationalen Bodenbesitz des Kereu Kajemeth I ejisrael stärkt, hilft sich iClbei, nur unsere eigene Hilfe ist echt und aufbauend! Nur mit unseren eigenen moralischen und materiellen Mitteln wird Lrez Israel gefestigt und erweitert. Nur wir selbst machen es zu einer Heimstätte für uns und unsere Kinder. Die Pessachaktion 5(>9o des K. K. L. hat begonnen! Schafft euch Lebensraum! Spendet Boden für neue Siedlungen in Erez Israel. Auswanderung und Devisengesetz. Berichtigung: Die erste Zeile in der zweiten Spalte enthält einen Diktatfehler: Das Wort „nicht" hinter ^Freigrenze" muß gestrichen werden. Die Auswanderungsberatungsstelle des Hilfsvereins der Juden In Deutschland, Goethestraße 1 3, hält bis auf weiteres Sprechstunden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag 10—1 Uhr vormittags, 4 5 Uhr nachmittags ab. Bei Auswärtigen vorherige Anmeldung und Vereinbarung erwünscht Oitrch Fcrnsc: 1.« errejehen unter Nr. MVit.JI Svnagogcnkonzert. Das Synagogenkonzert findet am Dienstag, den 31. März, 20,30 Uhr, statt. Der nächste Hauspflegekurs (Leitung Dr. Soloweetschik, Fun kc&bUtgilraQe 7) findet am Mittwoch, den 1. April, l1)1 _. Uhr pünktlich im Gemeindeamt, Walter-Blümcl-Straüc 10. Erdg., statt. Um vollzähliges Erscheinen wird gebeten. Gäste willkommen. Hie 2frbeiter.de Frau in Palästina. Der Verband jüdischer I rauen für Palästina-Arbeit (Wizo) brachte den ersten jetzt herausgegebenen Bildstreifen ..Die arbeitende Frau in Erez Israel" /.in Vorführung. Der Bildstreifen zeigt die Arbeit der Frau von der Bilu/eit bis auf den heutigen Tag. Die Anwesenden waren überrascht von der f ülle des Materials. An Hand dieser Bilder sah man die Entwicklung der Arbeit auf allen Gebieten der Land- und Hauswirtschaft: von den primitivsten Methoden bis zur Elektri/ificnrig aller möglichen Arbeitsweise - der Molkerei, der Küche, der Wäscherei usw. Besonderes Interesse fanden die Bilder Lehrfarmen, der neuen Haushaltungsschu'ic in Nachlat Jischak bei Tel-Aviv und das Beth Chalu/ot in Haifa; ferner die Darstellung der Arbeit der Frau in den Industriebetrieben sowie,,auf dem Gebiete der sozialen Arbeit in Erea Israel. Die palästinensische Förderation der Wizo hat neben der Moazat Hapoalot und der Hadassah bahnbrechend auf diesem Gebiete gewirkt, in dem «I? SaugÜngshcIme, Tageskrippen, Kindergärten und Ferienheime erstehen ließ. All dies und noch manch andere schöne Aufnahme aus dem Leben von Erez Israel brachte uns der Bildstreifen, zu dessen Herausgabe sieh nicht nur die oben erwähnten Organisationen, sondern auch der Keren Kajemeth zusammengetan haben. f rau Cäcilie Safran-Lehrfreund, die durch Achtung1! der Tessach-Lebensmittel! Krüh! 47 Eingang auch Richard Wagnerstr. 8 1 Owe/Mild FiUjyilUti Montag, den 3G. IHärz 1936 Kruppe 1 3—4 I hr „ 2 4-5 „ Dienstag, de» 31. üürz 1936 4»ruppe 3-1G 3—5 1 Ihr. Es werden Pessachwaren ausgegeben. Die Abholtage und Abhnlzeiten sind ganz pünktlich einzuhalten, da nichts aufgehoben werden unbedingt erforderlich, Netze oder zubringen. Mit Schluß dieser Ausgabe hilfs-Aktion abgeschlossen. Ab 1. April sind die Büros der Jüdischen Winterhilfe für den Publikumsverkehr geschlossen. kann. Es ist Taschen mitist die Winterihren mehrmonatlichen Aufenthalt in Erez Israel in all diese Arbeit Einblick gewinnen konnte, vermochte durch ihre Ausführungen das Bild lebendig zu gestalten. Jüdisches Lehrhaus Leipzig Stundenplan für die Woche vom 28. März bis 4. April 1936: Sonnabend: '28. März: 20 Uhr Markow icz - 9- (Sozialamt). Sonntae. 29. März: 9 Uhr früh - 1 - (Heim). Dienstag, 31. März: 19,30 Uhr Wüäkin - Taimuci - Hattendorf er Str.-I. Lehrgang 9 (Dr. Markowicz) schließt am Sonnabend. 28 Mlrz!9o6, 20 Uhr mit einem au sich abgeschlossenen Vortrag über das Thema: „Inwieweit kann der Zionismus die materielle Seite der Judenfrage lösen?" Der Lehrgang findet im Sozialamt, I himboidtstraBe 13, statt. Sommerhalbjahr 1936 Im Sommerhalbjahr 193b wird das Jüdische Lehrhaus, abgesehen von den beiden jüdischen Kursen des Herrn Dr. Woskin, n u r Sprachkurse und HandeiskUTSC abhalten. Die Anmeldungen zu diesen Lehrgängen müssen bis spätestens 10. April i 93t) an das Israelitische Gemeindeamt (Lehrhaus), Leipzig, Walter-Blüinel-Str 10,1. erfolgen. Sie müssen genau und leserlich Namen und Anschrift des Hörers sowie den belegten Lehrgang enthalten. Der Besuch der Kurse ist nur bei Vnrw#»!«vng .j..r Horerkart* iiK>t*lktr. Die ilurer karte wirr? aisuülu üaii Einzahlung des aus dem Lehtplan ersichtlichen Hörergeldes durch die Post übersandt. Das Hörergeld ist entweder werktäglich in der Zeit zwischen 9 bis 13 Uhr an der ( iemeindekasse, Walter-Bliimel-Str. H>. I ">. zahlen oder auf das Postscheckkonto der Gemeinde Leipzig Nr 50533 zu überweisen. Mitglieder von Jugendbünden zahlen gegen Vorweisung ihres Jugendbundausweises nur das halbe Hörergeld. Erwerbslose gegen Vorlegung der Stempelkarte für jeden Kurs nur 1 RM. L e h r p I a n. C-i t.i + .« ...kinttiVIIV Lehrgänge beginnen in 20. und 25. April uer 193o "Woche zwischen 1. Sprachlehrgänge: 1. Dr. W o s k i n - N a h a r t a b i, Hebräisch. Kurs A: für Anfänger; Kurs B: für Hörer mit einigen Vorkenntnissen; Jüdische Schulen. Das Schulgeld für den Monat April ist bis zum 9. April 1936 an die Schulkasse zu bezahlen. Kinder, fLli die das Schulgeld nicht pünktlich bezahlt ist, werden nach den Ferien nicht zum Unterricht zugelassen. Außerdem bleiben gerichtliche Schritte vorbehalten. Leipzig, den 24. März 1936. Der Vorstand des isrneiiiischen Schulvereins Lein?.!* e= V.

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