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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-03-27 · 13 (27.3.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
13 (27.3.1936)
Date
1936-03-27
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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12. Janrgang - Nr. 13 Auflage 3600 StQck M m 27. März 1936 Li±\^r DER ISRAELITISCHEN -J £ I D7I (l RELIGIONSGEMEINDE ZU LC K4 I U AMTLICHES NACHRICHTENBIATT DER GEMEINDEVERWALTUNG Was ist für die Juden, in Deutschland im Jahre 1935 getan worden? Der Zentralausschuß für Hilfe und Aufbau bei der Reichsvertretreiung der Juden in Deutschland legt einen umfangreichen, 157 Seiten starken Bericht über seine Tätigkeit auf den ein/einen Arbeitsgebieten im Verlaufe des Jahres 1935, dem dritten Jahr seit Bestehen des Zentralausschusses, vor. Einleitend wird festgestellt, dali die Aufgaben des Zentraiausschusses von Jahr /u Jahr gestiegen sind. Nur durch eine sorgfältige organisatorische Gliederung, durch immer erneute Überprüfung der in der Arbeit gemachten Erfahrungen und durch Anspannung und Zusammenfassung aller Kräfte der Juden in Deutschland konnte der ZentralausschulS wenigstens den dringendsten, an ihn herantretenden Aufgaben genügen. Es wird festgestellt, daß ohne die Hilfe der mitfühlenden und mithelfenden Juden anderer Länder das! Ulfs? und Aufbauwerk des Zentraiausschusses nur unvollkommen geblieben wäre. Dem Judentum der Welt, insbesondere dem American Joint Distribution Conunittee, dem Central British Fund und der JCA wird der besondere Dank der Juden in Deutschland zu Beginn, des Berichtes abgestattet. In einem besonderen Kapitel wird sodann die Organisation der Arbeit des Zentraiausschusses nach seiner und anderer selbständiger Organisationen des Hilfs- und Aufbauwerkes vollzogenen Eingliederung in die Reichsvertretung dargestellt. Im AnSChltlB an die bekannte programmatische Erklärung des Präsidialausschusses der Reichsvertretung vom 22. September 1935 wird die Einheitlichkeit der Juden in Deutschland in der Hilfsarbeit unterstrichen. |>1- »»'•;;-•..,........\- ...rr,.„n ■■ •' .... ... I- .i.. .. .... s---..».._„..u.......-................ ........ L>Cuiimi mii '•mer Darstellung-der NVanderungsbewegung, deren Plauuhjr; dem Wanderungsausschuß der Reichsvertretung, und deren Durchführung dem Palästinaamt und dein Hf!f«yefein obliege:!. Et: wir;! festgestellt, daß bisher etwa 3UUÜ0 Juden aus Deutsehland nach Palästina und ungefähr 15000 bis 20000 nach Ubersee ausgewandert sind, iu Zukunft werde die Auswanderung jüdischer Familiengruppen besonders gefördert werden müssen, wobei insbesondere für die Familien des jüdischen Mittelstandes gesorgt werden muß. Es soll ii;wh Möglichkeit eine Verbindung der Auswanderung von Personen mit Kapital mit der Auswanderung Unbemittelter geschaffen Werden, wobei die Wanderung nach Palästina im Hinblick auf den Kapitaltransfer und die dortigen Mittelstandssiedlnngeii von besonderer Bedeutung ist. Neben der Palästinawanderung erhält die Wanderung nach Obersee eine größere Bedeutung als bisher, da sich hoffentlich weitere Eiuwar.derungsmoglichkeitcn in den betreffenden Ländern erschließen lassen werden. Die Zahl der jährlich zur Auswanderung ZU bringenden Personell wüd auf 12000 bis 20000 geschätzt. Es soll versucht werden, mindestens die Hälfte dieser Aus- Wanderer in Palästina produktiv einzuordnen, die andere 1 lälfte iu iiucisecischc Länder. Der Bericht geht sodann auf die organisatorische Erfassung der Einführung des Herrn Rabbiner Dr. Ochs. Anläßlich des Gottesdienstes am ersten Pessachtage, am Dienstag, den 7. April 1936, wird die feierliche Amtseinführung des Herrn Gemeinderabbiner Dr. Ochs in der Synagoge Otto-Schill-Str. erfolgen. Im Anschluß daran findet um 10,30 Uhr Predigt statt. Leipzig, den 23. März 1936. I^or \/rvro4onrl v_ ■ * "I.HdllU der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Auswanderung, auf die Vorbereitung der Auswantlerungswilligen, sowie auf die Erschließung von Einwanderungsmöglichkeiten ein, die, wie bisher, eine intensive Zusammenarbeit mit den großen jüdischen Wauderupgs- und Kolonisationsorganisationen I11CEM und JCA erfordere. Die Mitarbeit dieser Organisationen am Wanderungswerk wird eingehend gewürdigt und dargestellt. Der Bericht wendet sich sodann der ausführlichen Erörterung der Palästinawanderung zu, die durch das Palästinaamt betreut wird. Heri'iirm.hnh...i v.'frd inSuCSOIldCi'C da' gCg(fow»rftgC!U;ÜtgM «H Fw vtM dfinirend 'r'11t.lir-[l sofvii yvcilere Zertifikate zur Verfügung gestellt werden und daii.die Berufsgi uppen, für die überhaupt Handwerkerzertifikate erteilt werden, vermeint weiden. 143 Personen sind auf derartigen Ilandwerkerzertifikaten im Berichtsjahr zur Auswanderung gebracht worden. Dem stehen ''710 Personen gegenüH'T, die auf Arbeiterzertifikaten nach Erez Israel gingen, und 910 Personen, die von im Lande ansässigen F*ltillienÄngeh5rijiefl angefordert worden sind. Diu eh die Jugendalija sind rund 1000 Kinder zur Auswanderung gebracht worden. Nur in Ausnahmefällen können Zertifikate für Menschen über 35 Jahre ausgegeben werden. Die Menschen dieser Kategorie bilden eine sehr große Sorge des Paiästinaamtes; ebenso die bereits Bich im Auslande befindenden Menschen, die nach Palästina gehen w ollen. bei der Darstellung der Wanderung nach den europäischen und überseeischen Ländern, die vom Hilfsverein betreut wird, wird das Anwachsen der Auswanderung im Verlaufe des letzten halben Jahres von 1935 festgestellt. Die Schwierigkeit der Auswanderung nach europäischen Staaten wird hervorgehoben und die Tätigkeit des Hilfe* Vereins bei Vorbereitung und Durchführung der Wanderung nach überseeischen Ländern geschildert. Insgesamt sind i. J. 1935 927 Personen, die nach europäischen Ländern, und 1617, die nach Übersee- Das Gemeintiebintt v. 3. Aprti erschein! als Doppeinummer 14/15; am 10. Jlprii erscheint kein Gemeindefclau ..................... ' aHl^^^^^^BIB

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