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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1936-01-31 · 5 (31.1.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
12 (1936)
Issue
5 (31.1.1936)
Date
1936-01-31
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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12. Jahrgang - Nr. 5 Auflage 3700 Stack Uli . 31. Januar 1936 DER ISRAELITISCH EN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG AMTLICHES NACHRICHTENBLATT DER GEMEINDEVERWALTUNG Gemeindeabend ' Am Mittwoch, 5. Februar, 81/2 Uhr abends, findet in unserer Gemeindesynagoge, Qpttschedstraße 3, aus Anlaß des 15jährigen Bestehens des Keren Hajessod ein Geiiieindeabend statt, bei dem Herr Dr. Michael Traub, Berlin W 30, Haberlandstraße 5 über das Thema; Konstruktive Selbsthilfe und die Ansiedlung von Juden aus Deutschland in Palästina. sprechen wird. Die Begrüßung erfolgt durch den Gemeindevorsteher, Herrn Carl Goldschmidt, Leipzig Cl, Humboldtstr. 9 Musikalische Darbietungen umrahmen die Feier. Hierzu werden alle Gemeindemitglieder eingeladen. Leipzig, den 27. Jannuar 1936 Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Aufruf! Der Aufbau von Erez Israel hat längst aufgehört, Angelegenheit einer einzelnen Richtung innerhalb des Judentums zu sein. Die Jewish Agency for Palestine, in der Juden ohne Unterschied der innerjüdischen Richtung zu dem gigantischen Werke einer konstruktiven Lösung der Judenfrage in der mn/m Welt sich * rttr* I—I»i '\ '~\ uninlinn i-» « * i tuvi . ., > . n . i * , K \ t ■ mi'uv. i«.i\.nx.n, Rai iure vcruinucnuc "m«> t er' Mit bei spieiioser Uptertreudigkeit, mit hinreißendem Schwung, mit einem aus der seelischen und materiellen Not der Zeit geborenen, echten Idealismus hat namentlich die Judenheit in Deuts Wand die Größe der Aufgabe und den Sinn der Stunde verstanden und in der tatkräftigen Förderung dieses friedlichen Werkes Trost und Hoffnung in schwerer Zeit gefunden. Diese kraft- und sinnvolle, unserer Vergangenheit und Sendung würdige Selbsthilfe hat es bereits ermöglicht, vielen Tausenden unserer Brüdenicht nur Arbeit und Existenz, sondern eine wirkliche Heimat für sie und ihre Kinder im Lande der Väter zu schaffen und d'.m Weg zu einem erneuerten Judentum zu ebnen. Die Juden Deutschlands sind heute mit dem Schicksal des heiligen Landes unlöslich verknüpft. In der Erkenntnis dieser Tatsache haben die jüdischen Gemeinden als die berufenen Repräsentanten der deutschen Judenheit sich Au die -Spitze gesteht, um gemeinsam mit den örtlichen Komitees der jewish Agency das große Werk des Paiästina-Autbaus tatkräftig zu fördern. Auch unsere Gemeinde, aus der heraus bereits so viele Hunderte unsererjMitglieder den Weg nach Palästina gegangen sind, betrachtet es als eine Ehrenpflicht, bei der Lösung dieser Aufgabe mitzuwirken. Aus Anlaß des 15-jährigen Bestehens des Keren-Hajessod. des Finanzinstrumentes der Jewish Agency, wird unsere Religionsgemeinde am 5. Februar in einem feierlichen Gemeindeabend ihre Verbundenheit mit diesem Werk zum Ausdruck bringen. Indem wir alle Mitglieder hierzu aufrufen, wollen wir das unsrige dazu beitragen, dass der jüdischen Gesamtheit der Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft gebahnt wird. Leipzig, den 27. Januar 1936 Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Jewish Agency for Palestine Ortskomitee Leipzig Sonntag, den 9. Februar EintopfSammlung! Gebt mehr!

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