Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 1 (3.1.1936)
- Date
- 1936-01-03
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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3. Januar 1936 OEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEME NDE ZU LEIPZIO Seite 5 Leipzig. In einer von dem Brith Chaluzim Datiim gemeinsam mit der ZOG veranstalteten überfüllten Versammlung sprach am in ds. Mts. Rabbiner Dr. Altmann, Berlin, über das Thema: „Juden — wohin?". In wirkungsvoller und durchgeistigter Weise zeigte der Redner Weg. und Ziel der gesetzestreuen zionistischen Jugend, die nicht Lösung, sondern Erlösung, einen Aufbau Erez Israels durch Arbeit im Geiste der Thora ersticht. Anschließend wurde der Bildstreifen „Wir vom Bachad" vorgeführt, sehr wirkungsvoll begleitet durch hebräische Gesänge, der hier sehr starken religiös-chaluzischen Jugend unter Leitung des Herrn Rambam. Ein wuchtiger Sprechchor und der Gesang der Hatikwah und der Techesaknah schloß die eindrucksvolle Kundgebung, giebige praktische Erfahrung in der Wirtschaft. Die daraus erwachsenen literarischen Erzeugnisse haben weite Verbreitung gefunden. Die F. W. I. ist die zentrale und neutrale Stelle, welche — ohne mit irgend jemand in Wettbewerb zu treten — die Juden in der Wirtschaft helfend und beratend betreuen will. Die F. W. 1. soll von allen jüdischen Kaufleuten und Handwerkern, nicht zuletzt von dem l.'.J!.*»!»»** CiH'.nlUnH/lnl . . . 1 .l.iii K nrroUni-lnrnn / I . . t •- r» .. D MNl i\ ■ , 1 , . - ■ uukoviavii Liiii.vinmiu*.! unu ucn i %i«£viivsi v.i« v*v i u wi\.n u\.iuiw aaa viv.ii Fragen der Vermögensverwaltung und -Verwertung vor und nach Auswanderung in Anspruch genommen werden. Amtliche Bekanntmachungen Fundsache. Anläßlich einer am Sonntag, 15. ds. Mts., stattgefundenen Beerdigung auf unserem neuen Friedhof an der Delitzscher Landstraße sind ein Paar Lederhandschuhe liegengeblieben, die wir an das Fundamt abgeliefert haben. Leipzig, den 18. Dezember 1935. Der Vorstand der israelitischen Religinnsgemeinde zu Leinzip. Unterrichtsbeginn bei der Religionsschule I. Es erweist sich leider als notwendig, die bisherigen Zweigabteilungen der Religionsschule I, Goetheschule und X. Volksschule, aufzulösen und den Unterricht, wie auch den aller Klassen, die bisher in der 32. Volksschule untergebracht waren, in die Jüdische Schule, Gustav-Adolf-Straße 7, zu verlegen. SSmtliche Schüler und Schülerinnen der Religionsschule I versammeln sich deshalb am Donnerstag:, dem 9. Jan., 15,30 Uhr, in der Turnhalle der Höheren Israel. Schule, Gustav-Adolf-Str. 7 (nicht zu den Zeiten, zu denen der Unterrichtsbeginn vorgesehen war). Religionsschule I der israelitischen Religionsgemeinde tu Leipzig Der Direktor. Cohn. Höhere Israelitische Schule. Aufnahmeprüfung der Sextaner. Die Prüfung zur Aufnahme der Schüler in die Sexta der Höheren Israelitischen Schule findet am 21. und 22. Januar 1936 statt. Es können nur diejenigen Schüler zur Aufnahmeprüfung zugelassen werden, die bis 20. lanuar 1936 angemeldet sind. Die Aufnahmegebühr von RM. 5.— ist,, soweit sie nicht bereits entrichtet wurde, bis 20. Januar 1936 bei dei1 Schulkasse. Humboldtstraße 13, einzuzahlen. Leipzig, den 30. Dezember 1935. Die Schulleitung. Änderung von Fernsprechanschlüssen. Vom i, November v. Js. an sind die Dienststellen in lütterer Oeutelnde unter teigendeii Rufnummern zu erreichen: Allgemeine Verwaltung .... 23002 (wie bisher) Wohlfahrtsamt........ 23182 (wie bisher) Sozialamt......... 12928 (wie bisher) Qemeindesynagoge(lnspektorBraude) 23002 ab 19 Uhr...... 17034 Oberkantor Lampel henut7t , , . 12928 Bestattungsgehilfe Pietrkowski benutzt nach Dienstschluß 17034 Neue Nr. des Verw. Dir. Katzenstein bei Tage...... 23602 nach Dienstschluß . . .21382 (Die frühere Nr. 20640 ist in Wegfall gekommen) Gemeindeverwaltung nach Dienstschluß: Anmeldung von Sterbefällen . . . 17034 53889 für sonstige dringliche Fälle 21382 22521. Gottesdienste Geme'ndesynagoge. Sabbatgottesdienst. Freilag, 3. Januar, Abendgebet 16,30 Uhr mit Predigt. Sonnabend, 4. Januar, Morgengebet 9 Uhr; Nachmittagsgebet 16,35 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 17,06 Uhr. - Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 10. Januar 1936, Abendgebet 16,45 Uhr. Sonnabend, 11. Januar 1936, Morgengebet 9 Uhr, Jugendgottesdienst 15,15 Uhr mit Predigt; Nachmittagsgebet 17,40 Uhr; anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 17,14 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Synagoge „Ohe! Jakob", Pfaffendorfer St. 1. Freitag, 3. Januar, Abendgebet 16,30 Uhr anseht. Lehrvortrag von Rabb. Rogosnitzki. Sabbat, 4. Januar, Morgengebet 8,30 Uhr; Mincha 16 Uhr; Abendgebet 17,06 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 10. Januar, Abendgebet 16,45 Uhr, anschl. Lehrvortrag von Rabb. Rogosnitzki. Sabbat, den iL Januar, Morgengebet 8,30 Uhr; Mincha 16 Uhr; Abendgebet 17,14 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 3. Januar, Abendgebet 16,30 Uhr. Sabbat, 4. Januar, Morgengebet 8.30 Uhr; Mincha 16 Uhr; Ausgang 17.06 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7,30 Uhr; Abendgebet 16,45 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schillstr. Freitag, 10. Januar, Abendgebet 16.30 Uhr. Sabbat, 11. Januar, Morgengebet 8.30 Uhr; Mincha 16 Uhr; Ausgang 17,14 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7,30 Uhr; Abendgebet 16,45 Uhr. Personenstandsnachrichten Geburten: Freitag, 29. November 1935, Max Riesel und Frau Johanna geb. Nessei, Reclamstraße 20 II, eine Tochter „Susanne". Freitag, 6. Dezember 1935, Sender Leib Silberberg und Frau Mascha Brandla geb. Gewürzmann, Färberstr. 12, einen Sohn „Siegfried". B a r m i z w a : Sonnabend, 11. Januar 1936, Heinz Hermann Cohn, Sohn des Herrn Siegfried Fritz Cohn und Frau Helene geb. Neumann, Briestraße 22, in der Gemeindesynagoge. Sonnabend, 11. Januar 1936, David Garbatzky, Sohn des Herrn Bernhard Garbatzky und Frau Adele geb. Bernard, Nordstraße 58, part. 1., in der Ariowitsch Schul, Färberstraße. Trauungen: nienstag, 31. Dezember 1935, Fräulein Helene Markowicz, Birkenstraße 8, mit Herrn Hermann Haupt, Humboldtstraße 26. Aus dem Gemeindeamt Hausgehilfinnen In jüdischen Haushalten. Die Tageszeitungeit haben folgende Mitteilung des Deutschen Nachrichtenbüro« veröffentlicht: „Alle Hausgehilfinnen, die unter § 3 des Gesetzes zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre vom 15. September 1935 in Verbindung mit § 12 der Ausführungsverordnung zu diesem Gesetz vom 14. November 1935 fallen, müssen ohne Rücksicht darauf, ob bei den Behörden ein Antrag der Hausgehilfin oder des Dienstherrn auf Verbleib in ihrer Stellung vorliegt, am 31. Dezember 193S aus ihren Stellungen ausscheiden, sofern nicht im Einzelfalle die Genehmigung zum Verbleib in ihrer Stellung bis zum 31. Dezember 1935 erteilt ist. Für den Fall, daß eine rechtzeitig beantragte Genehmigung noch nachträglich erteilt wird, kann die Hausgehilfin von diesem Zeitpunkt an wieder in ihrem früheren Haushalt beschäftigt werden." Ausbildung von Lehrern dei Hebräischen Sprache. Die Reichsvertretiing der Juden in Deutschland wird Anfang Januar 1936 einen für die Dauer von fünf Mnnatpn herfchneten Lehrgang zur Ausbildung von Lehrern der hebräischen Sprache veranstalten, Es handelt sich nicht um die Ausbildung von Schullehrern, sondern von Lehrern, die außerhalb von Schulen in Bünden und Organisationen aller Art, insbesondere an Erwachsene, Unterricht erteilen wollen. In Frage kommen nur solche Damen und Herren, die über erhebliche hebräische Spiachkeuuliiisse verfügen und pädagogische Eignung besitzen; nur eine beschränkte Teilnehmerzahl kann aufgenommen werden. Der Lehrgang wird 30 Wochenstunden umfassen, die an fünf Tagen gegeb/n werden; außerdem ist häusliche Arbeit in erheblichem Umfange notwendig. Die Leitung des Kursus liegt in den Händen von Herrn Dr. KaTeko. Meldungen sind zu richten an die Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Schulabteilung, Rerlin-Charlottenburg 2, Kantstr. 153. Der Meldung ist in zweifacher Ausfertigung, deutsch und hebräisch, ein Lebenslauf beizufügen, der insbesondere über den Bildungsgang des Bewerbers ausführliche Angaben enthalten soll. Auf die Meldung hin werden die Aufnahmebedingungen mitgeteilt werden. Honorar: RM. 20.— monatlich. In besonderen Fällen kann Antrag auf Honorarerlaß gestellt werden. Sekretariat für Bildende Kunst. Beim Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland (Sitz Berlin) ist ein ..Sekretariat für Bildende Kunst" errichtet worden. Die Adresse der Geschäftsstelle lautet: „Jüdische Künstlerhilfe, Berlin /Charlotten bürg, Kantstraße 158". Das Sekretariat hat die Aufgabe, die in Deutschland lebenden jüdischen Maler, Bildhauer und Graphiker