Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 50 (15.12.1933)
- Date
- 1933-12-15
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIQIONSOEME1NDE ZU LEIPZIG 15. Dezembsr 1924 Wir bitten unsere Freunde an der Barmizwahfeier unseres Sohnes Schämt, die am Schabhos-Wajigasch (23. Dez.) Im Hause Oottschedstr. 22,111 stattfindet, teilzunehmen. Anfang des Gebetes 9 Uhr Im Haute Oottschedstr. 22. Max Kaufmann Eine besondere Einladung erfolgt nicht. Johanna Kaufmann, geb. Fechenbach. Wir beehren uns, Freunde und Bekannte nur hierdurch in Kenntnis zu setzen, daß die rPSÖ 13 unseres Sohnes Rudi am Sonnabend, den 23. XII. 33. vormittags 9 Uhr in [/-Chaim stattfindet. Empfang 12—2 Uhr. Max wydro and Fr»a MontbestraBe 18 keine Mosaikarbeit von Ansichten und Meinungen liefern, sondern eine einheitliche Linie wahren: über den Problemen des Tages, über den Parteien stehend das reinere Leben des Geistes verfolgen, in dem die eigentlichen Entscheidungen fallen. Wir werden deshalb einer neuen religiösen Strömung aufmerksam folgen, werdon unbefangen in die Vergangenheit blicken und sorgsam die Pläne der Zukunft umreißen. Vor allem aber haben wir Zeugnis abzulegen für die Verbundenheit deutscher Juden mit ihrem Heimatland, und unsere schwerste und schönste Pflicht ist es, ihnen und der Umwelt einen Standort aufzuzeigen, der als geistiger Lebensraum kein neues Ghetto, wenn auch nicht der Rang in der Elite der Nation sein wird, den ein Nietzsche voraussah und begrüßte. Monatsschrift für Geschichte u. Wissenschaft des Judentums: September Oktober 1933. Im vorliegenden Heft bringt A. Kaminka (Wien) seine ergebnisreiche Aufsatzreihe „Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse" zum Abschluß; desgleichen beendet S. Klein ^Jerusalem), der verdienstvolle Förderer der palästinensischen Topographik, seine Serie „Zur jüdischen Altertumskunde" mit sprachlich, geographisch und kulturgeschichtlich interessanten Ausführungen zur mischnisch-talmudischen Namenskunde. U. Cassuto (Rom) lenkt unsere Aufmerksamkeit auf einen bisher nur ganz wenig bekannten hebräischen Dichter Italiens im 15. Jahrhundert: Mose ben Joab, und bringt ihn durch feinsinnige Interpretation von Proben aus seinem Diwan und eingehende literargeschichtliche Würdigung unserm Verständnis näher. Besondere Hervorhebung verdienen auch die Beiträge zum Fall Mortara (1858), die Josef Mcisl aus Berliner Archiven veröffentlicht. Man abonniert die Monatsschrift, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von Mk. 10.— an die Gesellschaft (Postscheckkonto: Berlin Nr. 7030) sendet. In diesen Tagen erscheint erstmalig unter der Schriftleitung von Joel Sänger, die Vierteljahrsschrift „Bibliographie des jüdischen Buches". Die Zeitschrift soll alle Erscheinungen auf den Gebieten Judaica, Hebraica und Grenzgebiete (und zwar aller Länder und Sprachen) systematisch erfassen. Von jeder Erscheinung werden nicht nur die bibliographischen Angaben (Verfasser, Titel, Druckort und -Jahr, Verleger, Seitenzahl und l'reis) gebracht, sondern, soweit das Buch der Schriftleitung vorliegt, auch eine exakte Inhaltsangabc, da der Forscher aus dem Titel eines Buches allein in den meisten Fällen nicht auf dessen Charakter schließen kann. Die Bibliographie erscheint vierteljährlich und kosten die vier Hefte eines Jahrgangs Mk. 10.— zuzüglich Übersendungsspesen. Bestellung sind an die Buchhandlungen oder direkt an den Herausgeber Joel Sanger, Frankfurt a. M., Herderstr. 30, zu richten. Die soeben erscheinende erste Nummer der Zeitschrift behandelt 300 Neuerscheinungen aller Länder und wird somit zu einem unendlichen Nachschlagewerke nicht nur für den Buchhändler und Bibliothekar, sondern auch für jeden theologischen Forscher, ja für jeden Freund jüdischer Literatur. Sprechsaal. In der ,,Jüd. Rundschau" lesen wir: Wir erhalten folgende Zuschrift: Staatliches Nordseebad Norderney Betriebiges. m. b. H. Norderney, den 6. Dezember 1933. Schriftleitung der „Jüdischen Rundschau", Berlin. Die Badi Verwaltung Norderney hat die am Kopf dieses Schreibens aufgeklebte Bricfverschlulimarke anfertigen iabbcn und sie der Ein ... besser, Sie kaufen sidi gleidi einen Sdiaub Der neue Schaub Weltsuper 34 ist viel mehr als ein guter Radioempfänger — er weist Vorzüge auf, die in dieser Preisklasse ungewöhnlich sind: Vierstufige Millionenverstärkung und Fadingausgleich auf zwei Röhren wirkend: Modernster Röhrensatz — naturechte Tonwiedergabe auch bei leisester Einstellung - apartes Edelholzgehäuse. Eine unverbindliche Vorführung wird Sie überzeugen! Preis mit Röhren und elektrod. Lautsprecher 254 RM. Das neue Werbeblatt steht zu Ihrer Verfügung. O SCHAUB APPARATEBAUOES. M.B.H. BERLIN-CHARLOTTENBÜRO 5 HIELT s u p ER MIT HEXODE 34 wohnerschaft Norderneys für ihren Briefverkehr zur Verfügung gestellt. Durch den Text der Verschlußmarke wird einwandfrei ausgedrückt, dal) jüdische Kurgäste aut Norderney nicht erwünscht sind. Sollten Juden trotzdem versuchen, im kommenden Sommer in Norderney unterzukommen, so haben sie selbst die Verantwortung dafür zu tragen. Bei vorkommenden Reibereien müßte die Badeverwaltung im Interesse des Bades und der anwesenden deutschen Kurgäste die anwesenden Juden sofort von der Insel verweisen. Wir bitten Sie, in Ihrem Leserkreise durch entsprechende Hinweise in Ihrer Zeitung aufklärend zu wirken. Staatliches Nordseebad Norderney Betriebsgesellschaft m. b. H. Auf dem Briefkopf ist die Verschlußmarke mit dem Text „Norderney ist judenfrei" angebracht. Wir glauben, daß die Verwaltung nicht dazu genötigt sein wird, die angedrohten Maßnahmen zu ergreifen. Kein selbstbewußter Jude wird einen Ort betreten, der ihm in so brüsker Form die Gastfreundschaft verweigert. Vereinsnachrichten. JOdischer Jugendbund „Franz Rosenzweig" Leipzig. Heute fällt die Freitag-Abendfeier aus. Morgen Sonnabend, den 16. 12., findet in sämtlichen Räumen der Leipzig-Loge, Arndtstr. I, beginnend 20 Uhr, unser Chanukka-Fcst statt. Der Festakt beginnt pünktlich 21 Uhr. Gäste können nur durch Mitglieder eingeführt werden. — Dienstag, den 19. 12., hebräischer und französ. Sprachkurs. — Mittwoch, 20.12., unser Heimabend. — Donnerstag, den 21.12., engl. Sprachkurs und Stenographieunterricht. Zionistische Jugend. Dienstag, den 19. 12., abends S1 , Uhr, findet im großen Saal des CT., Eingang Gottschedstraße, eine Chanukkafeier statt. Wir laden dazu herzlichst ein. Tischtcnnis-Abt. des J. S.-V. Bar Kochba Am Montag, den 18. und Mittwoch, den 20. Dez., haben wir unsere nächsten Trainingsabcndc. Diese beiden Abende sind als Werheabcnde gedacht und für alle jüd. Tischtennisspieler offen. Um den Sportbetrieb abwechslungsreicher zu gestalten, beabsichtigen wir in Zukunft, die Trainingsabende durch Forderungsspiele, Gruppenturniere oder Mannschaftskämpfc zu beleben. Wir bitten alle jüd. Tischtennisspieler sich am Training recht zahlreich zu beteiligen. Das Training findet von 8 Uhr bis 12 Uhr im Jüd. Jugendheim, I.Istersir. 7, statt. Schon heute weisen wir darauf hin, daß wir Ende Januar ein größeres Turnier unter Beteiligung unserer auswärtigen Sportbrüder durchführen werden. Näheres nierüber wird nnrh bekanntgegeben. -a.% Kohlenhandlung *% X P. PORGES A Kaiser-Wilhelm-Siz-aße 43 - Telefon 31063 Stadtlager MoltkestraR: 24 Ecke Kaiser WHhelmatraße Koks - Briketts - Anthrazit - Brennholz Sof. Geld. Kaufe st. Sflfatft u. Best. K.-Gegenst.,Qem.,Deutsch u.Orient- Teppiche. M. Körner, Rrockhausstr.5 Gedankenaustausch mit intell. tiefer veranlagten Mädchen, an künstlerischen u. geistigen Dingen interessiert, wünscht gleichgearteter junger Mensch Mitte 20. Ernsthafte Zuschriften. die streng vertraulich behandelt werden, bitte zu richten unter Ch. SO O. bei M. W. Kaufmann, Brühl 8 Wohnungsgremelnschaff Alleinsteh. Dame sucht Wohnungspartner zwecks Aufrechterhaltung d. Hausstandes. 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