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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1933-08-18 · 33 (18.8.1933) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
9 (1933)
Issue
33 (18.8.1933)
Date
1933-08-18
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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18. August* 1933 OFMFINDFHLATT DER ISRAELITISCHEN RELIQIONSOEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 Ihre (jlüduDunsdianzeige betreffend: Unsere Vertreter sind m Ihnen unterwegs! €s sind erwerbslose Juden, denen Sie mit einem Auftrag Verdienst und damit Brot geben! 3. Die Richtlinien gelten entsprechend für das ßeamtenrecht der Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände und der sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts. Nichtarier können nicht Studienräte werden. Das Wissenschaftliche Prüfungsamt für Philologen teilt mit: Nach den neuesten Bestimmungen werden Philologen nichtarischer Abstammung nach dem 31. Juli 1933 in Preußen nicht mehr zur wissenschaftlichen Prüfung für das höhere Lehramt zugelassen. Kandidaten nichtarischer Abstammung, die sich bereits vor dem 1. August 1933 zur wissenschaftlichen Prüfung gemeldet haben, können diese Prüfung beendigen, sie werden aber nicht mehr zum Vorbereitungsdienst, weder im ordnungsmäßigen, noch im freien Wege zugelassen. Nichtarische Studienreferendare werden entlassen. Von den in der Ausbildung befindlichen nichtarischen Studienreferendaren bleibt vor der Entlassung bewahrt, wer entweder im Weltkrieg an der Front für das Deutsche Reich oder seine Verbündeten gekämpft hat oder dessen Vater im Weltkriege gefallen ist. Hierzu bemerkt das „Israelitische Familienblatt": Daß es heute noch jüdische Studienreferendare gibt, die im Weltkrieg gekämpft haben, erscheint wohl ausgeschlossen; die Ausnahmebestimmung wird also wohl nur diejenigen betreffen, deren Vater im Weltkriege gefallen ist. Durch die Nichtzulassung jüdischer Studenten zur Prüfung für das höhere Lehramt taucht aber die für uns eminent wichtige Frage auf, wie nun die jüdischen Lehranstalten ihren Lehrkörper künftig erneuern sollen. Wenn vielleicht heute auch noch genügend Kandidaten vorhanden sind, um entstehende Vakanzen auszufüllen und evtl. neugeschaffene zu besetzen, so entsteht hier doch ein Problem, dessen Auswirkungen das Sein oder Nichtsein der höheren jüdischen Schulen beeinflussen können. Unsere Gemeinde. Zuchriften an die Schrlftleitnng. Alle für die Scarifdeitung bestimmten Zuschriften lind wieder an Herrn Gern ein derabbiner Cohn, Walter-Blumel-Str. 10 zn richten, nachdem*dieser:vom Urlaub zurückgekehrt ist und die Schrift leitnng wieder übernommen bat Erneut wird darauf hingewiesen, daß Annahmeschiaß für Zuschriften jeweils am Dienstag vormittag 10 Uhr Ist Das Palästina-Amt Berlin teilt mit: Für sämtliche Abteilungen des Palästina-Amtes wurde eine juristische Beratungsstelle für Auswanderungsangelegenheiten, die Steuer-, Zoll- und Transferfragen, sowie die damit in Zusammenhang stehenden Einwanderungsbestimmungen betreffen, eingerichtet. Die juristische Beratungsstelle unter Leitung von Assessor Wallbach hat Sprechstunden von 9—12 Uhr im Palästina-Amt, Berlin W15, Meinekestr. 10, Zimmer 2, sowie auf Grund vorheriger telephonischer Vereinbarung (Bismarck 7165) auch an Nachmittagen. Schriftliche Anfragen sind zu richten an das Palästina- Amt zu Händen von Assessor Wallbach, Berlin W15, Meinekestr. 10. Die Beratung ist grundsätzlich unentgeltlich. Warnung! Aus Anlaß eines bestimmten Vorfalls nehmen wir Veranlassung, unsere Leser dringend vor Angeboten von privater Seite, betreffend Arbeitsvermittlung nach Überseeischen Ländern für Ärzte, zu warnen. Es sind hierbei trotz anfänglicher Zusicherung kostenloser Vermittlung erhebliche Forderungen für angebliche Auslagen für Kabel und Übersetzungen erhoben worden, ohne daß ein Ergebnis erzielt wurde. Wir bitten, vor irgendwelchen Verhandlungen bei der „Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe", Berlin N24, Oranienburger Str. 31, nachzufragen. Aus dem Gemeindeamt. Gottesdienste: Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 18. August, Abendgebet 19 Uhr mit Predigt (Rabbiner Dr. üoldmann). Sonnabend, 19. August, Morgengebet 9 Uhr, Jugendgottesdienst 15.15 Uhr mit Predigt (Rabbiner Dr. (ioldniann); Nachmittagsgebet 19.40 Uhr; Abendgebet 20.10 Uhr. Morgengottesdienst au Sonn- und bürgerlichen Feiertagen 7.30 Uhr, werktags 7 Uhr, Abendgottesdienst 19 Uhr. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 25. August, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 26. August, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 19.25 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Cohn); Abendgebet 19.55 Uhr. Morgcngottesdieust an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen 7.30 Uhr, werktags 7 Uhr, Abendgottesdienst 19 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge (Otto-Sehillstr.) und Talmud-Thora-Synagoge (Keilstr.): Freitag, den 18. August, Abendgebet 19.15 Uhr. Sabbat: Morgengebet 8.30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 20.10 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19.15 Uhr. Personenstandsnachrichten. Geburten: 25. Juli 1933 Pinkus Katz und Feiga geb. Schiffmann, Blücherstr. 39, einen Sohn „Hermann". Trauungen: Am Sonntag, 13. August, Fräulein Felicia Sudowicz, Kickerlingsberg 2, mit Herrn Selig Kantor aus Riga. Am Sonntag, 20. August, 4 Uhr nachm., Fräulein Lilli Leikind, Funkenburgstr. 23, mit Herrn Kurt Heymann, Haydnstr. 5, in der Wohnung Funkenburgstr. 23. Am Dienstag, 22. Aug., 3 Uhr nachm., Lea Beer aus guakenbrück mit Alfred Dosiner, Leipzig, Danziger Str. 29 a bei Manelis, Rieh. Wagnerstr. 15 II. Todesfälle: 8. August 1933 Rebekka Sprei, Wettiner Str. 14. ••ttstalU Matratze K^iSTÄf* ffiäW1 fixt die Klef Bottstalli Matratz* Malta « Fv*- k»««H«nW Ww.ZlHBinktii)! ilnilp w«». S£ir£sPir Düftnictu führen wir alles zu bekannt niedrigen Pfeifen. _ KAUFHAUS MM PA! HAl'S 'S?£M V-H..K. gm v»Hw.u. jM Audi Bettwäsche., fischwasch«, 5ettteclef-n,~ 10* StaVaErttM *•«.«■■. n«.7S4 IM, 25 <> •Inlaid, Vorleger, Teppich«, Gardinen, Decken in großer Auswahl!

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