Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 26 (30.6.1933)
- Date
- 1933-06-30
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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30. Juni 1933 ÜEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIOIONSOEMEINDE ZU LEIPZIG Seite i Selters, Limonaden, natürliche und Hellbrunnen echte Blere oneriert Adolf Weiiler rajwsiijs Verband nationaldeutschcr Juden. Freunden unserer Bewegung gteht unser Mitteilungsblatt „Der nationaldeutsche Jude" gern zur Verfügung und wird kostenlos durch unser Veibandsmitglied Wilhelm A II er, Leipzig Cl, König-Johann-Str. 13, Fernsprecher lf>5 48, über- - indt. Verein Schwuss Isroel, Frankfurt a. M. Provisorische Satzungen: 1. Der Verein trägt den Namen „Schwuss Isroel". 2. Der Verein ist unparteiisch und basiert auf jüdisch-orthodoxer, traditioneller Grundlage nach Vorschrift der hedigen Thora. i. Zweck des Vereins ist es, die Ansiedlung in Deutschland lebender orthodoxer Juden des Mittelstandes sowie solcher, die infolge der wirtschaftlichen Krisis in Not geraten sind, in Palästina gruppenweise ZU ermöglichen. 4. Die zur Verwirklichung dieses Zieles erforderlichen Mittel sollen durch in- und ausländische Hilfsorganisationen aufgebracht werden. E>. Es sollen Schritte unternommen werden, um die genannten Organisationen zu veranlassen, sofort eine landwirtschaftliche Aushildungsschule auf orthodoxer Basis für die Jugend der in wirtschaftliche Not geratenen Familien unter den Namen „Schwuss Isroel" in Palästina zu gründen. Diese Ausbildung soll den nachkommenden Eltern die Kolonisation erleichtern. I Mitglied des Vereins kann jeder orthodoxer Jude werden. 7. Das Ziel des Vereins ist rein wirtschaftlich und unabhängig von den bestehenden Parteiorganisationen. 5. Beiträge sollen vorläufig nicht erhoben werden. 9. Es sollen in Frankfurt a. M. und in Palästina für diesen Zweck (siehe § 1) Auskunftsbüros errichtet werden. Neue Bücher. Leo Baeck. Wege im Judentum. Aufsätze und Reden. Berlin 1933. (Schocken-Verlag.) Anlälllich des bü. Geburtstages von Leo Baeck hat der Schocken- Verlag eine ungemein wertvolle Sammlung von Aufsätzen und Reden des im deutschen Judentum an erster Stelle wirkenden gelehrten Rabbiners erscheinen lassen. Die Arbeiten gehören bis auf wenige dem letzten Jahrzehnt an. Sie sind durch einmalige Anlässe, von einem Gedanken oder einem Geschick, von einer Persönlichkeit oder .einer Aufgabe hervorgerufen; aber sie alle leiten zu dem Einen hin, Jas im Mittelpunkte steht: Glauben und Wissen des Judentums. Und sollen hier immer den großen eigenen Zug im Judentum hervortreten lassen. Ein mannigfaltiges Bild bietet das Buch dieser tiefschürfenden Persönlichkeit; eine Fülle der Fragen wird von einem Geiste mit ungewöhnlich weitem Blick, reinem Verstehen und tiefster jüdischer Durchdrungenheit behandelt. Wir werden auf diese wichtige Neuerscheinung eingehend zurückkommen. Möchten jedoch schon heute jedem nach Klarheit über die jüdische Aufgabe Ringenden das Werk empfehlen. Die anziehende Ausstattung des Bandes entspricht seinem inneren Werte. Alfred Döblin. Unser Dasein. Berlin (1933]. S. Fischer Verlag. Alfred Döblin sucht den Weg zu dem neuen Menschen. Diesem Suchen galt schon sein Buch „Berge, Meere und Giganten" (das übrigens in einer neuen Fassung unter dem Titel „Giganten" erschienen i-t). Auch dieses neueste Werk zielt darauf hin. „Wie ich lebe, wer ich bin, was mit mir ist, was mit dem Leben ist, mit unserem Einzellebcn, mit unserem Zusammenleben, mit unserem Zusammenleben mit der Erde und den Gestirnen und im Weltall", das sind ganz grolle I ragen, auf die er Antwort sucht. Ein besonderes Kapitel widmet er im Rahmen alles dessen der Frage, wie die Zukunft unseres jüdischen Seins von uns gestaltet werden sollte. Wie immer findet der geistvolle Denker auch hier eine ganz eigene Lösung. Neben vielem richtig Gesehenen fordert anderes zu lebhaftem Widerspruch heraus. Man wird an ihm nicht vorübergehen dürfen; gerade eben, weil manche -einer Voraussetzungen zutreffen. Bitte aussdinelden! Anzeigen-Annahmestellen ^"TT^^^^T HB^BHiaMB^B^aa für das üemeinucblatt Der Verlag, Leipzig O 5, Cichoriusstralte 2a, I. Telefon 607 71 M. W. Kaufmann, Leipzig C 1, Brühl 8 . . . . Telefon 230()<) Zigarrenecke Hanna Windmüller, Leipzig C 1, Bayrische Stralie 48 — Ecke Sophienstraße Telefon 329 Rosa Wolff, Haushaltartikel, Leipzig C 1, König- Johaimstralte 2 — Ecke Frankfurter Straße . . Telefon 295OS Erich Sachs, Anzeigenbüm, Leipzig C 1, Augtistusplatz 7, III (Europahaus).......Telefon 232 33 E. Diamant, Lebensmittelgeschäft, Leipzig C 1, Nordstraße 26 Ecke Humboldtstraße . . . MT Für den Norden wird noch eine Annahmestelle gesucht IM Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Reitgionsgemeinde zu Leipzig. Schriftleitung : Oemeinderabbiner Gustav Cohn, Leipzig Cl, Walter Bliimel-Straße 10, III. Anzeigen : Verlag Elsa Ooldfreund, Leipzig 05, CichoriusstraBe 2a. Druck: Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig Cl, Brüderstr. 19. Anzeigen-Vertretung in Berlin: M. Badasrh, Neukölln, Sanderstr. 24, Tel. F. 2. 102;. Denkt an die jüdischen Handwerker. Diese sind heute besonders auf ihre Glaubensgenossen angewiesen. Auskunft erteilt bereitwilligst die Geschäftsstelle des Vereins selbständiger jüdischer Handwerker zu Leipzig: Max Singer, Uhrmacher, Plauensche Str. 2. Tel. 273 27. Die Fa. Jose? KQnstllnger, Markt 17, macht die jüdischen Damen Leipzigs darauf aufmerksam, dall diese Corseletts, Gummigurtel und Büstenhalter vom einfachsten bis zum eleganten Genre von der bekannten Fa. Betty Vogel, Berlin, führt. Besichtigung jederzeit /wanglos und unverbindlich. Die Reisezeit beginnt! Kaufen Sie Ihre T o i I e 11 e a rt i k e 1 für die Reise in der Parfümerie Gebr. Schwarz, Markt 1 — Altes Rathaus. Wir können diese Firma, welche sich schon 49 Jahre im Alten Rathaus befindet, bestens empfehlen. 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Unter dem Einfluß harmonisch abgestimmter Eindrücke erlangt die Seele eine gewisse Ruhe und Rast und macht sie widerstandsfähiger gegen die Aufregungen und Anstrengungen dieser Zeit. Ein behagliches Heim mit anerkannt vorzüglichster Verpflegung hei mäßigsten Preisen finden Sie in dem altrennomierten Hoffmanns Hotel Falk (Stammhaus gegr. 1844). Die Parole zum Sommer 1933 ist: Auf nach Norderney, zum „Hoffmann"! Wir verweisen auf die Firma Wassermann, Keilstr. 2. Diese Geflügelhandlung, die älteste am Platze, führt nur erstklassige und garantiert frische Ware und ist in ritueller Beziehung unbedingt zuverlässig. Das „Hotel Blum in Oberhof" hat seit Pfingsten seinen Betrieb wieder aufgenommen. Das Hotel will allen jüdischen Gästen, gleichviel welcher religiösen Richtung sie angehören, eine Stätte bieten, wo sie in gleichgestimmter Umgebung die so notwendige Ruhe und Entspannung finden sollen. Stundenweit nach jeder Richtung erstrecken sich gepflegte Wege in die Einsamkeit des Waldes, feierliche Ruhe empfängt den Erholungsuchenden und besänftigt seine Nerven, ein herrlich gelegenes Schwimmbad erfrischt den Körper. Das Hotel bietet den gewohnten Komfort (fl. Wasser, Gesellschaftsräume usw.), die Verpflegung ist die gleiche geblieben wie seit Jahren, auf Wunsch jede Diät. Eine Liegewiese ist vorhanden. Die Leistungen entsprechen den einfachsten wie den verwöhntesten Ansprüchen, die Preise sind sehr mäßig. Sofort Qeld Kaufe sündig Den verehrten Hausfrauen ■ Reparaturen an Uhren ElnA ftinhl 7Imi11PF Rrülnn* lllttlOlDllttflrlrD empfehle ich mich zur Lieferung von jeder Art übernimmt zu selten 1IIUUI* äVlUllllCl DIIUUU1» ArtJUWClCDMUlAC tägl. frisch. Obst u. Gemüse der Nolbilligen Preisen für besseren Herrn per 1. Juli zu vertag! l'latin.anchGold-n.Silberwaren entere*, billigste Tagespreise. H.in.tr.Hc 10 Au' W,Un'ch U«'«»»* £■ H»»s R. Petschmann, Stand Yorkstr. 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