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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1933-01-20 · 3 (20.1.1933) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
9 (1933)
Issue
3 (20.1.1933)
Date
1933-01-20
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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20. Januar 1933 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 5 Betr.: dei Familien-Lesezirkels In dem jetzt fertiggestellten 2. MMilBBlBBlIBH (Altenhelm) sind noch einige Zimmer zur Besetzung frei. Der Tagessatz beträgt imifc inkl. voller Verpflegung, Beleuchtung, Heizung und Bedienung. Es werden täglich 4 Mahlzeiten gereicht. Frühstück: Kaffee, Brötchen, Butter und Marmelade Mittag: Suppe, ein Fleischgang, Gemüse und Nachspeise Vesper: Kaffee, Hörnchen und Gelee, Sonntags Kuchen oder Torte Abendessen: Ein warmes oder kaltes Gericht, Butterbrot und Käse, Tee Trauungen: Am Dienstag, dem 17. Januar, 4 Uhr nachmittags, Frl. Charlotte Rybak. Neumarkt 3 mit Herrn Icek Lipszyc, Reudnitzer Str. 21. Am bonntag, dem 29. Januar, 4 Uhr nachmittags, Frl. Friedet Seidowsky, Tauchaer Str. 48, mit Herrn Kurt Alexander, Leipzig, im kleinen Beetsaal der Gemeindesynagoge. Todesfälle: 10. Januar 1933: Friedrich Bruno Rothschild, Großsteinberg Nr. 28 13. Januar 1933: Manien Epstein. Nordstr. 52. 15. Januar 1933: Fanny Feige Pomeranz, Eutritzscher Str. 4. Theater und Konzerte Himmelstürmer (Kammerspiele). Eine begabte, tollkühne Flugschülerin entgleitet ihrem Fluglehrer, startet zu einem Amerikaflug mit einem als Flieger nur dürftig ausgebildeten Filmstar, bereitet damit ihrem Lehrer, seiner Braut und der gemeinsamen treuen Pensionsmutter tiefes Herzeleid und große Sorgen. Aber es ist ein Lustspiel — alles nimmt ein gutes Ende. Hermann Lekisch und Kurt Seilwik haben das zu netten, amüsanten Szenen gestaltet, die einen lustigen Abend vermitteln. Günther Boehnerts bewährte Regie läßt sie flott und wirksam abrollen. Die Darsteller tun das ihrige, um das Spiel zur vollen Geltung zu bringen. Eine ganz ausgezeichnete Verkörperung erhält die Rolle der Pensionsmutter durch Hedda Wardegg-Dietze. Diese ostpreußische Witwe ist in allen Zügen echt, in ihrer rückständigen Spießigkeit, mit der sie in jeder Lebenslage Karten schlägt, wie in ihrer treuherzigen, gemütvollen Mütterlichkeit, mit der sie sich für ihre Pflegebefohlenen verantwortlich fühlt, echt in ihrem Lachen und in ihrem sentimentalen Weinen. Aber in gleicher Weise glückt auch den anderen Darstellern die Charakteristik ihrer Gestalten. Die Kunstfliegerin Inge (Gertrud Boll) mit ihrem launischen laut polternden Selbstgefühlt wirkt ebenso überzeugend wie die mütterlich ausgleichende, durch ihr Gefühl immer richtig geleitete Friedet (Ingeborg W e r z 1 a u). Ihr Partner, der Fluglehrer Bob (Herbert Fink), zeigt die innere Sicherheit und Umsicht, die Ihn für seine Lehrtätigkeit geeignet macht, und die dem flatterhaften Erwin (Werner Haussmann) durchaus fehlt. So fand die Aufführung verdienten Beifall. Man sollte den ernsten Willen der hingen Direktion durch regeren Besuch des Theaters mehr unterstützen als bisher. G. C Vereinsnachrichten Jüdischer Jugendbud „Franz Roseszweig". Heute, Freitag, den 20. Januar, Freitagabendfeier. Leitung: Herr Lehrer K. Peckel. — Mittwoch, den 25. Januar, 1. Vortrag des Herrn Lehrer Werczberger über das Thema: „Kulturpolitische Stellung der jüdischen Parteien des 19. Jahrhunderts". — Beginn sämtlicher Veranstaltungen künktlich 20.30 Uhr. Gäste herzlich willkommen. Agudas jisroel Jugendgruppe. Mauzoe Schabbos Kaudesch Sonnabend, den 4. Februar 1933, um 20.15 Uhr in unserem Heim, Färberstraße 6, ordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Tätigkeitsbericht; 2. Kassenbericht; 3. Entlastung des Vorstandes; 4. Anträge; 5. Neuwahl des Vorstandes, des Vorsitzenden und der Kassenrevisoren. Anträge sind bis spätestens 29. Januar 1933 bei unserem Schriftführer Salonion Schwarzmann, Färberstr. 16, einzureichen. Jüdische sozialdemokratische Arbeiterorganisation „Poale Zion", Ortsgruppe Leipzig. Freitag, den 27. Januar 1933, 20 Uhr: Generalversammlung. Die Tagesordnung wird noch bekanntgegeben. Mitgliedsbücher sind zur Kontrolle mitzubringen. — Sonnabend, den 28. Januar 1933. 20 Uhr, Im Heim: Literarisch-musikalischer Abend. Wir bitten um zahlreichen Besuch. Jüdischer Arbeiter-Tun*- und Sportverein. General versa in mlung Sonnabend, den 21. Januar, 20 Uhr, im „Volkstums". Tagesordnung: 1. Berichte; 2. Neuaufnahmen; 3. Wahlen; 4. Anträge; 5. Verschiedenes. Anträge sind bis zum 15. Januar an den Vorstand zu richten. Zutritt nur mit Buch. — Fußballspiel am Sonntag, dem 22. Januar: VfA. 04—Jüdat II. Treffen 8 Uhr am Hauptbahnhof. — Montag, den 23. Januar, Vortrag des Gen. Pomper über Schiedsrichterfragen. Jüdischer Frauenbund, Ortsgruppe Leipzig. Donnerstag, den 26. Januar, 16.30 Uhr, im Hotel „Hauffe" Vortrag von Frau Dr. Else Rabin über: „Vom Sinn einer jüdischen Frauenbewegung". Die Vortragende ist wegen ihrer glänzenden Rednergabe und ihres reichen Wissens eine weithin geschätzte Rednerin. Wir hoffen daher auf starken Besuch. Jüdische Arbeitergemeinschaft, Ranstädter Steinweg 8/10. „Goldene Laute". Sonnabend, den 21. Januar 1933, im Vereinslokal gemütlicher Abend. Rezitationen, darunter neueste Gedichte von Eisler sowie russische Musik. Beginn 8 Uhr. — Montag, den 23. Januar, Fortsetzung des deutschen Unterrichts für Anfänger und Fortgeschrittene. — Dienstag, den 24. Januar, Vortrag über die Zukunft der jüdischen Jugend. Sämtliche Jugendliche, auch Nichtmitgliedcr, sind hierzu eingeladen. — Mittwoch, den 25. Januar, Vortrag: Ursprung und Zweck der Religionen. — Donnerstag, den 26. Januar, Fortsetzung des marxistischen Schulungskursus. — Wir haben ein besonderes Lesezimmer eingerichtet und bitten um zahlreichen Besuch. — Ausgabe von Bibliotheksbüchern Mittwochs von 9—10 Uhr abends. — Die Vorträge beginnen pünktlich 8 Uhr abends. ceniraiuerein deutsch. ionischen Glaubens Ortsgruppe Leipzig Am Mittwoch, dem 25. Januar 1933, 8\, Uhr punktlich spricht im Kaufmännischen Vereinshaus Schulstraße 5 Herr roiizeMzeorisHenL i. Dr. Bernhard weil aus Berlin über Judenfrage. Wir laden unsere Mitglieder sowie die Gemeindemitglieder herzlich ein. Der Vorsitzende der Ortsgruppe Leipzig des C.-V. Julius Krause. Einleitend wird der Syndikus des Landesverbandes Mitteldeutschland Artur Schweriner über die Tätigkeit des Landesverbandes Mitteldeutschland kurz berichten. Jüdischer Gesangverein „Hasamir". GROSSES FEST mit vielseitigen Darbietungen aller Art, ferner Modenschau, Tombola und Ball Sonnabend, dost 38. Januar IMS, abenda 8>/s Uhl>, in den Sälen des „Künstlernaoses", Nlkischplatz. Eintrittskarten zu 1 — Mark in der Buchhandlung M. W. Kaufmann, Brühl 8, M. Preißmann & Sohn, Nikolaistr., sowie an der Abendkasse. Werbeschau ifid. Handwerker Leipzigs l Im MeBhaus, Hainstr. 16, Erdgeschoß. _ Eröffnung Sonntag, den 22. Januar 19SS, vormittags 11 Uhr. Geöffnet bis mit Sonntag, den 29. Januar 1933, von 10 bis 20 Uhr. Sonnabend geschlossen. " ""II. Wir bitten ergebenst um Ihren Besuch, der Ihnen zeigen soll, daB wir leistungsfähig sind.

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