Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 32 (23.12.1932)
- Date
- 1932-12-23
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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23. Dezember 1932 OEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIQIONSOEME1NDE ZU LEIPZIQ Seite 3 JOSEF SCHMIDT, der bekannte Rundfunktenor singt beim Winterfest der Zionistischen Vereinigung Sonnabend, den 14. Januar 1938, In den Festsälen des „Zoo" Karten ä RM. 5.—, 3.—, 2.— ab 2. Januar in den bekannten Vorverkaufsstellen Ocmeindeblatt bekanntgegeben wird, neu aufgenommen, die bis zum X Januar 1933 einen entsprechenden Antrag gestellt haben und denen unser Rabbinat die Aufsicht erteilt. Leipzig, den 8. Dezember 1932. Der Vorstand der israelitischen Religlonsgemeinde zu Leipzig. Wohliahrtsbrlef marken. Es wird wiederholt darauf hingewiesen, dali Wohlfahrtsbriefmarken an der Kasse unseres Gemeindeamtes erhältlich sind. Wir bitten unsere Gemcindemitglieder um zahlreiche Bestellungen, da ein Teil des Erlöses den Bedürftigen unserer Qemeinde zugute kommt. Leipzig, den 16. Dezember 1932. Der Vorstand der israelitischen Religlonsgemeinde zu Leipzig. Wohltatlgkeitsveranstaltung. Die Landesgruppe Westsachsen des Deutschen Schriftstcllerverban. des und der Verein Leipziger Presse (Vereinigung freier Schriftsteller) unternehmen eine Wohltätigkeitsvcranstaltung zum Besten der Leipziger Nothilfe am Montag, dem 6. Februar 1933, L'U Uhr, im Theater der Kammcrspiele, Elsterstraße. An der Veranstaltung wirken hervorragende Künstler mit, unter Linderem Nora Nikisch, Kammersänger Willy Zilken, Opernsänger Walter Lobe, Lautensängerin Agnes Delsarto. Die Gesangsvorträge werden am Hügel von Amadeus Nestler vom hiesigen Konservatorium begleitet. Außerdem findet die Uraufführung eines Lustspiels „Der Schüchterne" von A. Kutschbach statt. Um zu einer sicheren Grundlage der wohltätigen Veranstaltung beizutragen, bitten wir unsere Gcmeindemitglieder, schon jetzt Kartenbestellungen bei uns aufzugeben. Die Preise der Eintrittskarten betragen I >, 2 und 1 Mark. Wir geben der Hoffnung Ausdruck, daß durch zahlreiche Beteiligung diese der Nächstenliebe gewidmete Veranstaltung gefördert wird. Leipzig, den 14. Dezember 1932. Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Aus dem Gemeindeamt Gottesdienste Chanukka. (ieraelndesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, den 23. Dezember, Abendgebet 16.15 Uhr mit Predigt (Rabbiner Cohn); Sonnabend, den 24 Dezember, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 16.25 Uhr, [anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Cohn); Abendgebet 16.57 Uhr. — I Morgengottesdienst an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen 8 Uhr, werktags 7.30 Uhr; Abendgottesdienst 16.15 Uhr. Gemeindesynagoge (Gottschedstraße 28). Chanukka. Sabbat- Rottcsdienst: Freitag, den 30. Dezember, Abendgebet 16.30 Uhr Jmit Predigt (Rabbiner Dr. Goldmann); Sonnabend, den 31. Dezember, |Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 16.30 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Dr. Goldmann), Abendgebet 17.01 Uhr. — Morgen- Kuttesdienst an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen 8 Uhr. werktags 7.30 Uhr. Abendgottesdienst 16,30 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge (Otto-Schill-Straße). Freitag, den 23. Dezember, Abendgebet 16.15 Uhr; Sabbat-Morgengebet 8.30 Uhr. Mincha 16.00 Uhr, Ausgang 16.57 Uhr; wochentags: Morgengebet 7 Uhr. Abendgebet 16.30 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge (Otto-Schill-Straße). Freitag, den 30. Dezember. Abendgebet 16.15 Uhr. — Sabbat: Morgengebet 8.30 Uhr. Mincha ■6 Uhr, Ausgang 17.01 Uhr. — Sonntag, den 25. Dezember. 16 Uhr: Chauukka-Feier. — Wochentags: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet »6.15 Uhr. Obel - Jakob - Synagoge (Pfaffendorfer Straße 4). Sonntag, den -5. Dezember, 16 Uhr, Chanuka-Feier. Oberkantor S. Kupfer wird das ChanukaiichtanzOnden vornehmen und synagogale Gesänge zum Vortrag bringen. Die musikalische Begleitung zu diesen Vorträgen haben hiesige Künstler übernommen. Es wird damit dem Leipziger Pugft 9B.IM "TITO w blikum Gelegenheit gegeben, einen künstlerischen Genuß ersten Ranges zu erleben. Bei einer ähnlichen Veranstaltung vor 2 Jahren war die Synagoge überfüllt. Diesmal wird Herr Oberkantor Kupfer mit einem besonders reichhaltigen Programm überraschen. Einlaß 15 Uhr. Personenstandsnachrichten Geburten : 27. November 1932: Raphael Oppenheimer und Mathilde geb. Ettlinger, Gottschedstraße 4, eine Tochter „Ziphoh Jehudith". 3. Dezember 1932: Chanania Zajac und Mariem geb. Nudelträger, Turnerstraße 5, einen Sohn „Frank". 2. Dezember 1932: Richard Tuch und Susanne geb. Cohn, Ehrenstelnstraße 42, eine Tochter „Marianne". Barmizwas: Am Sonnabend, dem 31. Dezember 1932: Julius Namm, Sohn des Herrn Hermann Namm und Frau Helene geb. Lewin, Fleischergasse 10 (Wohnung der Großeltern), in der Gemeindesynagoge. Todesfälle; 7. Dezember 1932: Maria Hasenfratz, Lilienstraße 35. 9. Dezember 1932: Charlotte Süßermann, Lessingstraße 20. 10. Dezember 1932: Nanny Cahn, Blumenstraße 4. 13. Dezember 1932: Leeser Leo Albesheim, Waldstraße 56. 15. Dezember 1932: Jankel Schleifstein. Zweinaundorf er Straße 18. 18. Dezember 1932: Hersch Atlas, Reichsstraße 22. Neue Bücher Felix Goldmann, Leipzig, Der Talmud, sein Werden, sein Wesen, Min Wert Leipzig 1932. (Verlag M. W. Kaufmann.) Ueber den Talmud, die in den Kämpfen des Tages so heißumstrittene Rcligionsurkunde des Judentums, hat unser Rabbiner Dr. Goldmann im Winter vorigen Jahres vor einem stattlichen nichtiüdischen und jüdischen Publikum drei öffentliche Vorträge in unserer Gemeindesynagoge gehalten. Die große Beachtung, die diese historisch und entwicklungsgeschichtlich aufklärenden Darlegungen gefunden hatten, ließen den Wunsch entstehen, sie im Druck einem möglichst weiten Kreis zugänglich zu machen, damit sie über die Stunde des Hörens hinaus ihre Wirkung tun können. Es ist aufs wärmste zu begrüßen, daß diesem Wunsche entsprochen wurde: so entstand das vorliegende Buch. Ohne gelehrtes Beiwerk zeigt der Verfasser, wie Form, Inhalt und Methode des Talmud sich aus den Grundlagen des jüdischen Geistes erklären. In drei Teilen spricht das Buch über das Werden, das Wesen und den Wert des Talmud. Der Verfasser zeigt im ersten Teile, wie die beiden wichtigsten Grundprinzipien der jüdischen Religion, die Göttlichkeit der Thora und das Gesetzlichkeitsprinzip unter dem Einfluß der Entwicklung den Talmud schufen. Der zweite Teil gibt interessante Einblicke in den materiellen Inhalt des jüdischen Rechts, insbesondere in seine sozialen Anschauungen. Der dritte Teil beschäftigt sich mit den praktischen Fragen, mit den Angriffen, welche im Tageskampf gegen den Talmud und seinen Geist gerichtet werden. Es wird aufgezeigt, nach welchen Prinzipien die Angriffe gegen den Talmud behandelt werden müssen. Eine große Rolle spielt der Vergleich mit dem zeitgenössischen Schrifttum anderer Religionen und Völker, und es wird nachgewiesen, daß die talmudischen Lehren nicht schlechter und nicht besser sind als die in der gleichzeitigen Literatur des Mittelalters zum Ausdruck kommenden Anschauungen. Durch Beispiele werden die Prinzipien der Apologetik anschaulich erläutert. Ein Literaturverzeichnis gewährt schließlich jedem näher Interessierten die Möglichkeit tieferen Eindringens. Arnold Zweig, De Vrlendt kehrt heim. Roman. Berlin 1932. (Gustav Kiepenheuer Verlag.) Mitten in die Arbeit an den beiden großen Eingangsbänden des Romanwerks, in dem der Dichter des „Sergeanten Qrischa" und von „Junge Frau von 1914" die ethischen Probleme der Kriegswelt zu gestalten versucht, drängte sich dieses Buch — die Frage des modernen Nationalismus und des politischen Mordes stellend und beantwortend. i—Uli) Tnar^i; Montag, den 26. Dezember 1932, 20 Uhr, im „Städtischen Kaufhaus", Kupfergaste Konzert des weltberühmten Oberkantors Karten an der Abendkasse von 19 Uhr an Rlgat ... Alter ist ohne Frage ein Stimmphänomen. It London i ... beneidenswertes Stimmaterial, ein be- . Diese Stimme Ist auf Italienischer Schule sonderes Gottesgeschenk, ausgebildet Warashau i... Sein Programm versetzte eine große ... Die Summe ist in Ihrer Stärke und Schön- Zuhörerschert in Taumel und Begeisterung, heit unübertroffen. WUnai ...die ehasonischen Gesänge lösten einen New York i... Der Heldentenor erinnert an Caruso. enthusiastischen Beifall aus. Berlin i Wleni Heldentenor Am Flügel: Fabian Qonski na. - m ■ SS . JS& ias