Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 30 (9.12.1932)
- Date
- 1932-12-09
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIQIONSOEMEINDE ZU LEIPZIG _ _ mm um WM am m K mW W Sonnabend, den 31. Dezember 1932. pünktlich SO Uhr. CHANUKKAarE>T| im Theatersaale des ..Krystall-Palastes". Mittwirkende- Oberkantor Wilkomirski, Leipzig (ehrenamtlich), Maria Rap-Janowskaja (russische, jüd. und poln. Lieder), Gottlieb-Trio, Professor F. Römisch, Wien (Cello), Musja Gottlieb (Klavier) Tombola, Zelte, Ueberraschungen! — Großes Tanzorchester! Karten sind im Vorverkauf zu haben bei: Josef Sternheim, Reichsstr. 29, Oskar Scharfling, Katharinenstr. 5, Restaurant Gottlieb, Plauenschestr., Kieß Nordstr 26 Bäckerei Schmeidler, Nordstr. 25, sowie bei den Damen und Herren des Festkomitees und an der Abendkasse ab 17 Uhr. Der Reinertrag fließt ausschließlich unserer Wohltätigkeitskasse für wohltätige Zwecke zu. Um gütigen Zuspruch bittet der Vorstand. 2. Dezember 1932: Jette Chile Siegelbaum, Nordstraße 26. 4. Dezember 1932: Jakob Fried, Liviastraße 5. Austritte aus der israelitischen Religionsgcsellschaft. Nach Reitendem sächsischen Recht bedeutet der Austritt aus der israelitischen Religionsgesöllschaft den Austritt aus dem Judentum: gemäß Ziffer 16 der Bestattungs- und Friedhofsordnung der Leipziger Gemeinde hat der Austritt aus dem Judentum den Verlust des Anrechtes auf Beisetzung und auf eine etwa früher erworbene ürabstelle zur Folge. Kaufmann Martin Hans Löwenberg, Ehrensteinstraße 20. Vereine I rauen-Chewra-Kadischa. Die Chcwra Kadischa der Frauen gibt bekannt, daß von Montag, den 12. Dezember 1932, ab im Gemeindeamt, Löhrstraße 10 part., in der Zeit von 3 bis 6 Uhr wieder genäht wird. Um zahlreiches Erscheinen wird dringend gebeten. Jüdischer Jugendbund „Franz Rosenzweig". Freitag, den 9. Dezember, Freitagabendfeier. Leitung Herr Oberkantor S. Lampel. — Sonnabend, den 10. Dezember, spricht unser Landesverbandsvorsitzender Ephraim Grünzberg, Zwickau, über: „Nach der D c 1 e g i e r t e n t a g u n g — unsere Winterarbeit". Wir laden hierzu sämtliche jüdischen Organisationen herzlichst ein. — Mittwoch, den 14. Dezember, spricht Herr Rabbiner Dr. Felix Goldin a n n über: „Die Propheten". Beginn der Veranstaltungen pünktlich 20.45 Uhr. Gäste herzlich willkommen. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Leipzig. Mitgliederversammlung und Vortragsabend am Montag, dem 12. Dezember 1932. 20 Uhr, In Jüdischen Jugendheim, Elsterstraße 7. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kamerad Dr. Alfred Jakoby: „Unlauterer Wettbewerb und Boykott"; 2. Aussprache; 3. Bericht über das Winterfest. (Kamerad Dr. Alfred Jakoby und Kamerad Max Jaffc); 4. Verschiedenes. Damen unserer Kameraden und Gäste sind herzlich willkommen. Vortrag von Fräulein Dr. Gertrud Oesterreicher. Das starke Interesse, das der letzte Vortrag von Fräulein Dr. Oesterreicher im Jüdischen Frauenbund gefunden hat, gab Veranlassung, die als Redakteurin in Berlin tätige Rednerin in diesem Jahre über das sehr zeit- V'cmäUe Thema: ..Die neue Frau — der neue Mann" sprechen zu lassen. Der Jüdische Frauenbund geht mit diesem Thema auf ein alle Frauenkreise stark interessierendes Gebiet ein. Um auch der weiblichen Jugend Gelegenheit zu geben, die interessante Rcdncrin zu hören, ist die Veranstaltung auf den Abend gelegt worden. Nationaljüdische Arbeitsgemeinschaft. Dienstag, den 13. Dezember, abends 8 Uhr, findet im Jüdischen Jugendheim (großer Saal) ein interner D i s k u s s i o n s a b c n d über das Thema: „Zionistische Einstellung zur Wirtschaftsordnung?" Es spricht Herr Elicser Schächter. — Die Bünde beteiligen sich alle an dem Wettbewerb des KKL. Reichsverband ambulanter Gewerbetreibender Deutschlands, Fachgruppe Text!!. Zu der am Sonnabend dem 10. Dezember, ITA Uhr, Im Restaurant „Ullrich-Quelle". Brühl 8, stattfindenden ersten Mitgliederversammlung laden wir hierdurch freundlichst ein. Im eigenen Interesse aller ambulanten Gewerbetreibenden bitten wir um zahlreiches Erscheinen. Gäste herzlich willkommen. Jüdischer Arbeiter-Turn- und -Sportverein, Leipzig. Sonnabend, den 10. Dezember, 20 Uhr, im Heim, Ritterstraße 7, Mitgliederversammlung. Es stehen außerordentlich wichtige Punkte auf der Tagesordnung, so daß das Erscheinen aller Mitglieder notwendig ist. Die Mitgliedsbücher sind zwecks Buchkontrolle mitzubringen. — Für Weihnachten planen wir Sonderveranstaltungen im Heim. — Anregungen werden von der Heimleitung gern entgegengenommen. Jüdisch-Akademische Gemeinschaft zu Leipzig (JAG.). Die nächste, außerordentliche Mitgliederversammlung der Jüdisch- Akademischen Gemeinschaft findet arn Dienstag, dem 13. Dezember, 2i) Uhr c. t., im Jüdischen Jugendheim, Elsterstraße 7, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Bericht des Präsidiums; 2. Unser Winterfest am 17. Dezember 1932 im „Krystallpalast"; 3. Verschiedenes. Diese überaus wichtige Tagesordnung erfordert es, daß sämtliche Mitglieder zur Versammlung unbedingt erscheinen. Persönliche Einladungen ergehen nicht; wir bitten um weiteste Verbreitung in Kommilitoncnkreisen. Wir bitten fernerhin alle diejenigen Leipziger jüdischen Studenten, die noch nicht Mitglieder der Jüdisch-Akademischen Gemeinschaft sind, gleichfalls zu erscheinen, da dort ein Beitritt zur JAG. erfolgen kann. — JAG.- Angelegenheiten: Montag und Donnerstag von 19% bis 20 Uhr im Jüdischen Jugendheim, Elsterstraße 7. I. im KIV.-Zitrimer. Winterfest. Die Jüdisch-Akademische Gemeinschaft veranstaltet am 17. Dezember 1932 in sämtlichen Sälen des „Krystallpalast" ihr traditionelles Winterfest. Die dazu erforderlichen Vorbereitungen sind bereits lebhaft im Gange, insbesondere ist es der Jüdisch-Akademischen Gemeinschaft gelungen, dieses Jahr ein künstlerisches Programm aufzustellen, das in seiner Qualität in Leipzig kaum seinesgleichen finden dürfte. Dank dem überaus freundlichen Entgegenkommen von Frau Irene de Noirct ist es der Jüdisch-Akademischen Gemeinschaft möglich, die weltberühmte Diseuse für das Leipziger jüdische Publikum zu gewinnen. Hierzu kommt noch ein ausgezeichnetes Rahmenprogramm. Der in Leipzig sehr bekannte Tänzer Otto W i 11 o w hat uns sein Auftreten zugesagt, ebenso Fräulein I n t r a t o r und Herr Golbin, die eigene Jazzkompositionen auf zwei Flügeln bieten u.a.m. Her künstlerische Teil des Abends wird von einem großen Festball umrahmt, auf dem die Kapellen Piccadilly-Band und Walter K a m e r 1 i n g für die nötige Stimmung sorgen werden. Damen der Leipziger jüdischen Gesellschaft haben sich der Jüdisch-Akademischen Gemeinschaft gleichfalls zur Verfügung gestellt. Unter ihren bewährten Händen werden der Barbetrieb, die Mokkadicle sowie verschiedene andere Zelte den exquisitesten Ansprüchen der Ballbcsuchcr genügen. Eine mit großen Gewinnen ausgestattete Tombola wird jedem Besucher reichliche Gewinnmöglichkeiten bieten. Der Besuch des Winterfestes ist jedem sehr zu empfehlen, zumal der Reinertrag dieses Festes dem Stipendienfonds der Wirtschaftsselbsthilfe der Jüdisch-Akademischen Gemeinschaft in voller Höhe zufließt. „Poale Zlon", Eberhardtstraße 13. Das Heim ist täglich von 9 bis 23 Uhr für jedermann geöffnet. Erwerbslose erhalten daselbst das Glas Tee für 5 Pfennig. Es liegen im Heim verschiedene Tageszeitungen sowie jüdische Wochenblätter aus. — Freitag, den 9. Dezember 1932, pünktlich 20 Uhr, findet im Heim eine Mitgliederversammlung statt. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung fordern wir unsere Mitglieder auf, restlos zu erscheinen. Der Vorstand. Vereinigung jüdischer Erwerbsloser zu Leipzig. Sonntag, den 11. Dezember, im Saale des „Ullrichbräu", Brühl 8: Tanzabend mit humoristischen Einlagen. Beginn pünktlich 8 Uhr abends. Unsere Mitglieder werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen, Gäste sind herzlichst willkommen. Zur Deckung der Unkosten wird ein kleines Tanzgcld erhoben. Jüd. Abeltergemeinschalt, Leipzig, Raustädtcr Steinweg 8—10, Iii r. (Goldne Laute). Sonnabend, den 10. Dezember, 20 Uhr, findet ein Vortrag mit dem Thema: „Pogrome in Polen" statt. Es spricht der Genosse Erich Lothar. In Anbetracht der Wichtigkeit des Themas bitten wir um zahlreiche Beteiligung. Jeden Donnerstag findet bei uns die Fortsetzung des marxistischen Schulungskursus statt. Unser Lokal ist allabendlich von 19.30 Uhr ab geöffnet. Tageszeitungen und Bücher stehen jedem zur Verfügung. Verband jüdischer Frauen für Palästinaarbelt. Der für Dienstag, den 13. Dezember 1932, 16K Uhr, angekündigte Vortrag der Frau Recha Carlebach über: „Wie bete ich und wie feiere ich die jüdischen Feste mit meinem Kinde?" ist auf Dienstag, den 20. Dezember (Jüdisches Jugendheim, Elsterstraße 7) verlegt worden. Jüdischer Sportverein Bar Kochba e. V. (Heim und Geschäftsstelle Elstcrstraße 7; eigener Sportpark: Dübener Landstraße, Straßenbahn M und 16; Turnhalle: Gustav-Adolf-Straße 7; Tischlennisabteilung: Europa- Hochhaus, Augustusplatz; Schachabteilung: Künstlerhaus, Nikischplatz Schwimmabteilung: Am 18. Dezember veranstalten wir. wie üblich, unsere Chanukafeier im Saale des Jüdischen Jugendheims, Elster straße 7, und zwar nachmittags 4 Uhr für Kinder und Jugendliche und abends 8 Uhr für Erwachsene. Durch den Andrang im vorigen Jahre sehen wir uns leider gezwungen, die Teilnahme nur Mitgliedern der Schwimmabteilung zu gestatten. Wie jedes Jahr, wird für gute Unterhaltung, Essen usw. gesorgt. Wir bitten alle Mitglieder, sich diesen Tag freizuhalten und nach Möglichkeit Obst, Torten usw. zu spenden. — Die Vorbereitungen zur Winterskifahrt sind in vollem Gange, und wir bitten Interessenten dafür, Dienstags ab Yt 10 Uhr zu unseren Heimabenden ins Jugendheim zu kommen. Ausflüge zu den „Makkabi"-Wintcrsportspielen in Z a k o p a n e. In Zakopano werden in der Zeit vom 2. bis 5. Februar 1933 die 1. Jüdischen Wintersportspiele stattfinden. Das Programm enthält Skilaufen, Schlittschuhlaufen, Eishokey und Rodeln. An den Wettkämpfen werden die besten Sportler aller jüdischen Vereine der Welt teilnehmen. Große Ermäßigungen in jeder Hinsicht ermöglichen, zu sehr günstigen Bedingungen die Reise nach Zakopane zu unternehmen. Es wurden vier Touristenklassen geschaffen, in deren Rahmen jedem Teilnehmer freie Bahnfahrt von Krakow nach Zakopane und zurück. Ein- Zimmer und Kflehe, Bad, Innenkl. usw., 80RM. mtl. p. 1.1.33 od. später zu verm. SchIdlow, Hallische Str. 19. •triir. 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