Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1932-09-25 · 22 (25.9.1932) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
8 (1932)
Issue
22 (25.9.1932)
Date
1932-09-25
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/4876568-5968808-5969319--4466-4881574
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIOIONSOEMEINDE ZU LEIPZIG September 1932 yOtü ReisepSäne für den Winter _SuPUjiJ- Bfr- Erholung in einer Winterfrische ist meist wirksamer und nachhaltiger als eine Sommerreise. Der Verlag beabsichtigt, kommenden Winter vom 4.-19. Februar für seine Leser eine genußreiche und behagliche Qesellschaftsfahrt nach einem schönen Wintererholungsgebiet zu veranstalten. Nachstehend schlagen wireine Auswahl geeigneter Standorte vor. Ueberall finden wir dort Sonne, nebelfreie lichterfüllte Schneelandschaften, Möglichkeiten zu herrlichen Spaziergängen und sportlicher Bewegung, gute Unterkunft und Verpflegung und angenehme, anregende Geselligkeit. — Die angegebenen Preise sind vorläufige, sie werden auf keinen Fall überschritten. — Die etwaigen Teilnehmer der Fahrt werden in zwei Gruppen eingeteilt. Die Gruppe der Erholungsuchenden bleibt in dem größeren Winterkurort, genießt Luft und Sonne, wandert mit und ohne Ski, die mehr sportlich eingestellten Teilnehmer dagegen suchen einen nahe und meist höher gelegenen Standort auf, um dort sich hauptsächlich dem Skilauf lernend und wandernd zu widmen. Die sportlichen Unternehmungen beider Abteilungen stehen unter der Leitung eines bewährten Berufsskilehrers, dessen langjährige große Erfahrung sorgfältige und verständnisvolle Betreuung aller Teilnehmer verbürgt. Wer aber gern Folgende Möglichkeiten werden nun zur Auswahl vorgeschlagen: Erholungsort mit Skilauf und Wanderungen: Oberschrsiberhsu im Riesengebirge ............ Hindelang —Bad Oberdorf im Allgau........... Oberstdorf im Allgäu . . . . Berchtesgaden........ Ehrwald in Tirol....... Kitzbühl In Tirol ....... Zell am See.......... Davos in der Schweiz . . . . Standort mit geregeltem Skikursbetrieb undTourenführung: Neue Schlesische Baude . . . Oberjoch............ Mittelberg........... Obersalzberg......... Berwang ............ Alpenhaus Hochbrunn . . . . Saalbach............ Spinabad bei Davos..... Mark 130, 135, 135, 140,- 143,- 150, 150, 205, 145, 145, 145, 150, 153, 155, ISO, 205,- früher fahren möchte, gebe uns seine Absichten, d. h. wann und wohin, ebenfalls bekannt, wir werden dann auch früher einige Gesellschaftsfahrten zusammenstellen. Es müssen nicht die hlsr vorgeschlagenen Orts sein, wir nehmen auch andere Vorschläge gern auf. Die Preise enthalten Elsenbahnfahrt hin und zurück, Unterkunft, volle Verpflegung und Bedienung, Licht und Heizung, Reiseführung, Unterricht im Skilauf durch amtlich geprüfte Skilehrer und Tourenführung. — Die Billigkeit der Fahrt beruht auf der Ermäßigung des Gesellschaftsfahrpreises und den entsprechenden Vereinbarungen der mit uns in guter Beziehung stehenden Unterkünfte- und Verpflegungsstätten. — Zu diesen Vorteilen tritt die Bequemlichkeit des Reisens, da die Reiseleitung die Mühen der Vorbereitung und Durchführung der Reise restlos übernimmt. Der Einzelreisende kann sich mit gleich geringen Ausgaben unmöglich die gleichen Vorteile bieten, die unsere Gemeinschaftsreise ihm gewähren wird. Wir bitten nunmehr unsere geehrten Leser, dem Verlag möglichst bald mitzuteilen, ob genügend Interesse für die geplante Reise vorhanden ist und welcher Zielpunkt gewünscht wird, damit wir die Reise entsprechend festlegen und ausführen können. Verlag des Gemeindeblattes, Leipzig O 5, Clchorliisstrafte 2a während der Dienststanden angenommen. Kür Telegramme nach den Vereinigten Staaten und nach Kanada sind eine Reihe feststellender Passungen vorgesehen, zu einem Einheitspreis von 4,25 M. Sie müssen den Vermerk „Q" tragen und als Leitweg ..via Hat" oder „via Hat Cial" oder ..via Dat Wim". Auch für Glückwunschtelegramme nach Aegypten und Palästina sind verbilligte Preise vorgesehen. Israelitischer Wohltätigkeltsvcrein. Der Vorstand des israelitischen Wohltfltigkeitsvereins sendet den nachstehenden Ruf an unsere Qemelndemitglieder, denen ein KÜtiKes Geschick noch die Möglichkeit, «eben zu können, gelassen hat. Wir brauchen diesem Kufe kein besonderes Wort hinzuzufügen, da in gleicher Weise die NotlaKe vieler Glaubensgenossen wie die segensreichen Leistungen der Anstalten des Vereins bekannt sind. „Seit einer Reibe von Jahren hat der Israelitische Wohltfltlgkeltsvereiu zu Leipzig an den hohen Feiertagen die Armen und Hcdiirftigcn unentgeltlich gespeist und ihnen den Käuzen Winter hindurch an den Freitagabenden eine warme Mahlzeit verabreicht. Fr möchte sein Liebeswerk auch in diesem Jahre der besonders Kroßen Not. wo sich zu den Armen auch noch die Erwerbslosen gesellen, aufrechterhalten. Das nein aber nur, wenn uns dabei in reichem Malle geholfen wird, da uns aus eigenen Mitteln leider keine Gelder mehr zur Verfügung stehen. Helfen Sie, und Sie helfen den Arme n." Spenden werden auf Postscheckkonto Leipzig "791 erbeten. Deutsch-Holländische Palästina-Verwaltung. In voller Erkenntnis der überall herrschenden Not, aber auch in dem Bewußtsein der auf ihr ruhenden großen Verantwortung wendet sich die Deutsch-Hollän- (tische Palästina-Verwaltung an alle Brüder und Schwestern in Deutschland und Holland mit der herzlichen Bitte: Sondert von dem WeniKcn, das euch der AllKütiKc in dieser schweren Zeit noch Kibt, ein WeniKes ab und sendet es an den Leipziger Ortsausschuß oder an die D.H. P.¬ Verwaltung Frankfurt a. M. (Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. <>s.s.<). Die Iiir Challoh-Gcldcr. Spenden für Rabbi Meir bal Hancli, Machazis Haschekcl. Matnas .lad und die für Frez .lisroel bestimmten Jiskor- Qelder werden bestimmt!ngsgemifi ausschließlich den Zwecken der Pekidlm und Amarkalbn zugeführt F.dith Hermstadt-Üettingen in Leipzig. Es ist dem Jüdischen Frauenbund gelungen, Edith Herrnstadt-Oettingen, die bedeutende Sprecherin, zu einem Rczitationsahend für Leipzig zu gewinnen. MI kleineren Kreisen unserer Stadt ist die Künstlerin mit ihren überragenden Fälligkeiten keine Unbekannte. Die Kritik rühmt rückhaltlos die erlebnisgleiche, gewaltige Wirkung ihrer Darbietungen: „Sie spricht ohne hohle Theatralik ... stellt alles aufs rein Menschliche, dafür aber spürt sie allen Einzelheiten mit feinster Empfindung nach und ballt sie dann zu Krollen StbnmuiiKseiiihciten zusammen. Line reine, gleichsam aromatische Stimme, die Kleich klingend bleib! im lyrischen Pianlssimo wie im heroischen Fortissimo, unterstützt den VortraK ebenso wie ein aus innerster Seele hervorkommendes Mienenspiel, das sich doch nie hervordrang. So gelingt ihr das Leidenschaftliche ebenso wie das oratorisch Kpische, das Düstere wie das Strahlende." -- Der Abend, den der Jüdische Frauenbund veranstaltet, steht unter dem Motto „Neue Jüdische DichtuiiK". Die fortreißende Kraft, die von der Sprecherin ausgeht, wird die bedeutsamen Werte dieser Dichtung IcbendiK und eindringlich vermitteln. Darum sei auch an dieser Stelle auf die bedeutsame Veranstaltung' hingewiesen, Ernennungen. Der KammerKerichtsrat Dr. Daniel Cohn, ein außerordentlich bewährter jüdischer Richter, dem der Ruf eines hervorragenden Juristen vorangeht, und der vor einigen Monaten als Hilfsrichter zum Reichsgericht in LeipziK berufen worden ist, wurde jetzt etatmäßiK zum ReichsKcrichtsrai ernannt. — Dr. Lazar Gulkowitsch, der 1024 (als NachfolKer von Prof. J. Kahanc) als Lektor für Späthebräisch, Jüdisch-Aramäisch und talmudischc Wissenschaften an die Universität LeipziK berufen worden war und seit 1927 als Privatdozent für spätjüdische Wissenschaft lehrt, ist zum nicht plan mäßigen Professor ernannt worden. Prof. Gulkowitsch leitet die Abteilung für spätjüdische Wissenschaft am alttestainentliehen Seminar der hiesigen Universität. U. a. veröffentlichte er eine Schrift „Der Chassidismus, religionswissenschaftlich untersucht". Amtliche Bekanntmachungen Gemeindesitzung am Montag, dem 26. September 1932. 6 Uhr abends. Im israelitischen Gemeindeamt, Löhrstraße 10,11. Tagesordnung: 1. Aenderung des üemeindestatuts in besag auf die Gemeindewahlen. 2. Wahl eines Wahlausschusses. 3. Hilfskräfte an der Rcligionsschule II. 4. Verschiedenes. Anschließend nichtöffentliche Sitzung. Wegen des zu erwartenden Andranges und des beschränkten Raumes ist der Eintritt für Zuhörer nur gegen Finlaßkartcn gestattet. Diese werden am Montag, dem 26. September, in der Zeit von 9 bis 1 Uhr nach Maßgabe des verfÜKbaren Platzes nur an jeden einzelnen Besucher persönlich ausgegeben. Da die Haustür des Gemeindehauses um 8 Uhr geschlossen wird, werden später kommende Besucher gebeten, stark zu klingeln, worauf ihnen geöffnet wird. Das Israelitische Gemeindeamt. Ausfall des Kindergottesdienstes an den hohen Feiertagen. In diesem Jahre findet an den hohen Feiertagen ein besonderer Gottesdienst für Kinder nicht statt. Schüler und Schülerinnen unserer Religionsschnle können Eintrittskarten für den Zweiggottesdienst im Städtischen Kaufhaus durch die Herren Religionslehrer erhalten. Leipzig, den 19. September 1932. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Fite die Feiertage empfehle: SelierwaMer, Windaheimer Tafelwasser, Sauerbrunnen sowie alle bekannter. Heil- und Tafelwasser. Spezialität: grenzquell-Pilsner in Flaschen. Lieferung frei Haut; ab 25 Flascten auch sortiert, fälligste Preise Hermann €>nitx Wacht., £etnw.ig C 5, Obere Dtünslersle. 11, Jnh. Hepberl Uipsch, Tel. 61518 Mineral* aaserfabrih,'BtergrtiBhandlung, Spirituosen, Weine. Qenetalvetltel. i, t Bergbvauevei U. Qünnel, Wernersgiün

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.