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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1932-02-05 · 6 (5.2.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
8 (1932)
Issue
6 (5.2.1932)
Date
1932-02-05
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 GEMEINDliliLATT DKR ISRAELITISCHEN RELIGIONSCKMEINDE ZU LEIPZIG Nummer B Das Tagesgespräch Leipzigs! Das gesellschaftliche Ereignis der Saison 1 Die neugegründete Jüdisch-Akademische Gemeinschaft zu Leipzig (JAG) veranstaltet am Faschings-Dienstag, den 9. Februar 1932, 20 Uhr im großen Festsaal der C.T.-Betriebe (Eingang Gottschedstr.) ein Fanny Cleve vom Neuen Theater Mitwirkende: Jenita Santas, Diseuse der Litfaßsäule Herbert Freund, Solotänzer der Städtischen Bühnen Schauspielerkollektiv (Regie: Romolo Crilla v. Alt.Theater) Wilhelm Schleuning, Kapellmeister am Neuen Theater, und Heinz Fritzsche von der Litfaßsäule (Begleitung) Ferner: Mimi Beiser (Prolog) und E. Rudiakow (Klavier) Barbetrieb I Fabelhafte Tombola Frack, Smoking a Eintritt: RM 2.—, dunkler Anzug w an der Abendkasse RM 2.50 Studierenden zu. — Sichern Sie sich rechtzeitig Einlaßkarten! W. Kaufmann, Brühl 8 Winterfest unter gütiger Mitwirkung prominentester Leipziger Bühnenkünstler Zelte I Faschings-Artikel I Tanzkapellen: Piccadilly-Band Gebr. Weiser Kapelle Kamerling-Bergmann Der Reinertrag des Festes fließt der Wirtschaftsselbsthilfo der jüd Vorverkaufsstellen: Theaterkasse Th. Althoff, Theaterkasse Kaufhaus Brühl, Buchhandlung M Mokkadiele I zum Judentum zu bekennen. Prof. Jestner Schlott mit dem Appell. dafl es sich lohnt, für ein Volk zu kämpfen, das Ahnen bat, die für ihr „Höre Israel" auf den Scheiterhaufen gestiegen sind. Kür ihn ist Judentum Gemeinschaft im religiösen Sinne und mehr als je sei es notwendig, dafl das Band der Ueberlieferung nicht durch Verantwortungslosigkeit abgerissen werde. Schiehtverboi in der Stadl Hesel Mendelssohns. Oer Gemeinderai von Dessau hat gemäß einem Antrat! der nationalsozialistischen Fraktion mit großer Mehrheit beschlossen, das Schächten nach jüdischem Ritus im Städtischen Schlachthaus zu verbieten. — Das geschieht in der Stallt, die ror wenif! mehr als zwei Jahren an Moses Mendelssohns 200.Geburtstage In großer Einmütigkeit ihrem großen Sohn eine denkwürdige Feier widmete! Unsere Gemeinde /um Winterfest der IMisch-Akadenisehen (icmeiii»rhalt (JA<i) am '.i. Februar. Die erst vor wenigen Wochen ins Lehen gerufene JQdisch- Akademische Gemeinschaft zu Leipsig (JAG) seigt unter der tatkräftigen Leitung seines Präsidiums eine schnelle Aufwärtsentwicklung. Augenblicklich hat sich die JAG durch eine bemerkenswerte Aktion zum Tagesgespräch der jüdischen OeBentlichkeil Leipzigs gemacht: sie veranstaltet am Faschingsdienstag, den 9. Februar, ein Wohltätigkeitsfesl unter der Mitwirkung prominentester Leipziger Bühnenkünstler. Die ausgezeichnete, in den weitesten Kreisen bekannte Sängerin der Leipziger Oper. Krau Fanny Cle V e, die charmante hervorragende Diseuse der Litfaßsäule, Frl. Jenita Santas. Herbert Freund, der bekannte vorzügliche Solotänzer der itldtischeu Bühnen Leipzigs, ein Schauspielerkollektiv unter der bewährten Regie von ftomolo Crilla vom Alten Theater und die Begleitung durch Kapellmeister Wilhelm Schleuning von Neuen Theater, sowie Heinz Fritische von der Litfassäule versprechen Spitzenleistungen, wie sie noch seilen das kurze Programm einer solchen Veranstaltung vereinigt hat. Besonderes Interesse wird auch das Auftreten von Krl. Mimi Heiser (Prolog) und Herrn E. Rudiakov (Klaviersolo), zweier junger Talente, erwecken. Schon das ausgewählte Programm, das in raschem Tempo schlagartig abgewickelt werden soll und etwa eine Stunde in Anspruch nehmen wird, verlangl den Besuch dieses großangelegten Festes, das einerseits eine besondere Note durch die lebhafte Teilnahme, sowohl der deutsch-jüdischen wie der ostjüdischen Kreise erhält, und dessen Besuch andererseits infolge des niedrigen Eintrittspreises (Hm. 2.—) Die glückliche Geburt ihres Sohnes JACKIE zeigen hocherfreut an Oskar Obst und Frau Bad D u r r e n b e r g, den 2b. Januar 1932 Erna geb. Rödler Statt Karten. Die Barmizwahfeier rtTSE "13 unseres Sohnes NORBERT findet Sonnabend, am 6. Februar, 9 Uhr vorm. in der Synagoge Ohel Jakob, Pfaffendorfer StraOe 4, statt. MENDEL WYDRA UNDFRAU Empfang nach dem Gottesdienst. Frankfurter StraOe 10, III L jedem Angehörigen der israelitischen Religionsgemeinde möglich sein dürfte. Kür die Förderung des Festes haben sich auch zahlreich Damen der jüdischen Gesellschaft zur Verfügung gestellt Eine mit fabelhaften Stiftungen ausgestattete Tombola wird ihren Anreiz nicht verfehlen. Zwei vorzügliche Jazz-Kapellen von jüdischen Werkstudenten, Gebr. Weiser und Kamerling-Bergmann, werden zum Tanze aufspielen. Mit einem Wort: es sieht ein gesellschaftliches Ereignis ersten Hanges bevor, dessen Besuch jedem wiirmstens empfohlen werden kann. Der Reinertrag des Festes wird zur Unterstützung für bedürftige jüdische Studierende, insbesondere auch für die Vermehrung von Kreitischen in der jüdischen Studentenküche, verwendet werden. Amtliche Bekanntmachungen Betriebe unter Aufsicht des orthodoxen (ieineimleruhhinats. II. Nur zu PeSSaell stehen unter Aufsicht a) Kolonial w a renn e I c h ii f t e : L. Berggrün, Nordstr. 1. - H. Berliner, Nordstr. 21. — K. Diamant, Nordstr. 11, — S. Felbei Nordstr. 41 II. — S. Gemeiner, Nordstr. 8. - s. Jaffe, Tauchaer Str. 11 — S. Jamschon, Jakobstr. 15. - lt. Katzmann. Pfaffendorfer Str. 12. - J, Kober, Ranstädter Steinweg 14. — J, Krämer. Ranstädter Steh weg 89. — B. L. Mäkler. Berliner Str. 8. — B. Miodownik, Nordstr. 4! - M. I'ickholz. Frankfurter Str. (i. — ('. Kiesel, Kunkenhurgstr. (i. - S. Ringelblum, Nordstr. 24. — lt. Kosen, (ierherstr. 60. — J, Sendet Vorkstr. 12. — lt. Wetzer. Jakobsir. 15. — .1. Zeiger, (ineisenaustr. b. Qewürtz. h) Weine im Originaliihzug der Firma Bernhard (Merlin) un Selterswasser eigener Fabrikation bei A. Weigler, nur Angerstr. 11 c) Das Grofibandelslebensmittelgi schüft von J. Tempel, BlOchei str. 11; im Einzelhandel sind dort Waren nicht erhältlich. Leipsig, den 18. Januar 1982. Der Vorstand der Israelitischen Reügionsgemeinde zu Leip/.ii Oerfenlliphe \ertrüge Am Son ntag, 14., 21.. 28. Februar mal (i. März, ö Uhr nachmittag hält Herr Gemeinderabbiner Dr. Gold mann in der Gemeindesynagog1 Gottschedstr. 28, vier Vorträge Ober <las Thema: „D a s W e s e n der j ü d i sc h e n Religio n". Die Themen der einzelnen Vorträge lauten: 1. Die Kinheil QOtt61 und der Menschheit, 2. Der jüdische Mensch. 3. Die Verwirklichung der Lehre durch das Gesetz, 4. Die messianische Zukunft der Menschheit. Die Vorträge beginnen pünktlich zur angesetzten Zeit. Jederman ist herzlich willkommen. Leipsig, den 3. Februar 1982. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Loipsi Aus dem Gemeindeamt Rechtzeitige Abgabe der Steuererklärungen. Viele Kalle sind uns bekannt geworden, in denen (iemeiiidemitgliedi die von den Finanzämtern ihnen zugesandten Vordrucke zur Ahgai der Steuererklärung zur It e ichseinh o m m ensteuer beiseit'

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