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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1932-01-08 · 2 (8.1.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
8 (1932)
Issue
2 (8.1.1932)
Date
1932-01-08
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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8. Januar 1932 (iEMEINI)EBLATT DER ISRAELITISCHEN RHLKilONStiEMEINDE ZU LEII'ZKI Seite 7 Wochen-Zeittafel s. bis 14. Januar 1932 1932 Januar Tewes 5692 Freitag 8. 29. Seh'wat Sonnabend!>. 1. S. Woero Sonntag 10. 2, Neumondstag Montag 11. 3. Dienstag 12. 4. Mittwoch 13. 5. Donnerstag 14. 6. 2!). Tewes bis (i. Seh'wat 5692 Oemelndesynagogc, Gottschedstraße 28. Sabbatgottesdienst: Freitag, 8. Januar, Abendgebet 16,30 Uhr mit Predigt (Rabbiner I)r. Ooldmann); Sonnabend, 0. Januar, Morgengebet 9,00 Uhr, Nachmittagsgebet 16,40 Uhr, anschließend Lehrvortrag (Rabbiner Dr. Ooldmann): Erklärungen zu den Haftarot; Abendgebet 17,12 Uhr. Morgengottesdienst an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen 8,00 Uhr werktags 7,30 Uhr, Abendgottesdienst 16,30 Uhr. Synagoge Ez-Chalm, Otto-Schill-Str. 4; Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4; Synagoge „Ohel Jakob", PTaffendorfer Str. 4; Kolomea- Synagoge, Berliner Straße 4: Freitag, 8. Januar, abends 16,30 Uhr; Sonnabend, 9. Januar, früh 8,30 Uhr, nachmittags 16,00 Uhr, Ausgang 17,12 Uhr. Wochentags trüh 7,00 Uhr (Talmud-Thora-Synagoge 7.15 Uhr) abends 16,30 Uhr. uns tätig. Die Januar-Heiträgo sind fällig: wir bitton um Begleichung au den neuen Inkasseiilen. — Ali 1. Keliruar 11(32 finden unsere Abendveranstaltungen am „Dienstag" der Woche und im grollen Saal des Jugendheims, Elsterstr. 7, statt. Zu unserem musikalischen Abend haben bereits zugesagt: Michel Millet (Kariton), Paul Niederlami (Tenor) und die Ilasamir Harmonists. JUdisrher Frauenbund, Gruppe der Berufstätigen. Mitt- WOch, den 13. Januar, 7,45 8,45 Uhr GymnaatilUtunde. I Anschließend Referat des Herrn Dipl.-Volkswirt Walter mSM S i 1 b e r s t e i n Uber „Die Zeitung im Dienste zEr d c r ö I f e n t I i r Ii e n M e i n u n g". Gäste herzlich y willkommen! Jüdischer Sportverein Bar Kochba e. V., Leipzig. Tisch-Tennia- Abteilung: Unsere zweite Mannschaft, trug ihr Verbandsspiel gegen BI>U-Gelb 1 aus und konnte diesen überlegen mit 13:2 (42:14 Sätzeni abfertigen. Unsere beiden Mannschaften liegen z. Z. mich sehr aussichtsreich im Hennen und sollte es der 2. Mannschaft gelingen, Sportfreunde i zu schlagen, dürfte ihr der zweite Platz, hinter dem der Kesten, an deren Sieg nicht zu zweifeln ist, sicher sein. Das ausschlaggebende TrefTen findet am 11. d. Mts. in unseren Klubräumeu statt. — Itar-Kochha im Kampf mit der Leipziger Städtemannschart! Am '.'I.Januar trägt unsere 1. Kampfinannschaft im Kähmen einer Wcrbc- Veranstaltung einen Wcttkainpf gegen die Leipziger Stiidteninnnschaft aus. Näheres, insbesondere Einzelheiten über einige Schallkämpfe des Deutschen Meisters Mudjarogluii in der nächsten Nummer dieses Blattes. Jüdischer Arbeiter-Turn-und Sportverein. Jugendarbeit: Der Bericht Uber Keiseeindrücke eines Proleten in SnwjctruUlaiid ist in seinem 1. Teil abgeschlossen worden und wird am Sonnabend, den 1(1. Januar, mit dem 2. Teil fortgesetzt. Am Sonnabend, den lt. Januar, werden wir im Anschluß an die schon früher gegebene Einführung in das Wesen tlea Parlamentarismus eine Keichstagssitzuiig kopieren. Ks wird ein Jiigendthema behandelt, in «lein Jugendliche als Vertreter der wichtigsten parlamentarischen Parteien deren grundsätzliche Einstellung zu ligendfragen vertreten werden. Die Jugendabende beginnen bereite 7JJQ Uhr. lirith-Haoliin Leipzig. Schabbat. 16. Januar 18.30 Uhr. findet die Asselath-Haklalith (Bundesversammlung! statt. llanhalatli Agndah. I'rauenverein „Ruth*. LDeel Glückwunsclitelegrninme auf Ablösungslormulare zugunsten des Krauenvereius „Ruth" ab. Erhältlich bei allen Vorstandsdiinien des Verein», insbesondere liei Frau Dubiner. HumlMildtstr. IS, Tel. 288 14 und Frau Ilepner, Liviastr.2, Tel. 23117. Kcren Kajenirth Lejlsrael (Jüdischer Nationalfonda e. V.), Lei|izig. Keil- -tr. 4, Telefon 102 11, Postseheckkonto 61141. Denkt an die l'.üchse! Wir machen darauf aufmerksam, daß unsere Helfer mit Ausweisen versehen sind, ilie auf das Datum lauten. Uelierall muß die Unterschrift des Sekretärs Fraenkel stehen. Die Ausweise sind ohne Aufforderung vorzuzeigen! Allgemeine Spenden: Der Jungjüdische Klub gratuliert zur Vermählung Wcisenfrcuiid/Lentschiier 12. Saio Heim mL Har-Mizwah von Moritz. Heim 10, Vermählung Esther Tannchen/Erich Aber!i, Dr. N. Kiirber gratuliert zur Verlobung Dr. ioldwasser 6. A. D. Konibliith anl. Geburt seines Sohnes Jack 3, Verlobung Last/Palck 1. Hesekiel K re i s t m a n n - G a r t e n : Ii. Kreistmann dankt allen Freunden und Bekannten für die freundliehe Anteilnahme 8. Telegramme: 20.—. Theater und Konzert | Kittes Gewandhauakonzert. Das Neujahrskonzcrt eröffnete alter Trndi- I lioa gemäß ein Orgelvortrag: Gunther Kamin spielte das festliche Ks- Dur-Präludiiim mit Fuge von Bach. Danach gab Walter eine ungemein feine Aufführung der 4. Symphonie von Schumann; ganz reizend der verborgene entzückende Kontrapunkt, der Flöten im Scherzo. Im ■Weiten Teil ging es etwas bunt zu. Julius Patzak sang mit seinem nicht umfangreichen, aber sehr schönen Tenor Arien von Händel und Mozart, die uns recht kalt ließen. Dafür gefielen die „Variationen über ein Huaarenlied" von Franz Schmidt, die zum ersten Mal gespielt wurden, umso mehr. l»s zugrundeliegende Thema ist ein einfaches htibsches Volkslied, in Melodik und Rhythmik typisch ungarisch: es wird mit großer Kunst BtlmmungamIBig, nicht Dgural, variiert und besticht durch eine prachtvolle Farbigkeil des ((rehestergewebes; trotz großer Besetzung ist die Faktur stets durchsichtig, das Kolorit der einzelnen Variationen, die das Thema in allen Beleuchtungen bringen, kriegerisch, sentimental, zigeunerisch-feurig, ist Überraschend echt und eindringlich. Die Neuheit fand freundlichen Beifall, der sich nach der das Konzert abschließenden, blendend gespielten Freischütz-Ouvertüre zu herzlichen Huldigungen für Walter und sein Orchester steigerte. Dr. R. Silvesterkonzert des ABI. Es liegt eine eigenartige Weihe über diesem traditionellen Konzert, welchen eine die Alberthalle bis auf den letzten Plntz füllende Menge in den Hann reiner Kunst schlägt und sie erhoben ins neue Jahr führt. Richtungweisend war das optimistische Programm: durch Kampf zu Freiheit führte die große Leonoren-Oiivertüre Nr. 3 von Beethoven, zu unbeschwerter Heiterkeit llaydiis K-Dur-Symphonie und in die paradiesischen Gelilde deutscher Romantik die C-Dur-Symphonie von Schubert. Prachtvoll das Orchester, trotz anstrengendem Dienst an diesem Tage: prachtvoll auch die Darbietung trotz «1er unglücklichen Akustik der Alberthalle. die die Stimmung der Holzbläser verzerrt, den Klang der P isaunon ordinär macht und einen Paukenwirbel zu einem Ilöllengepolter vergröbert: prachtvoll endlich, wie immer, llruno Walter, der liebenswerte Meister, dem die zweitausend Menschen ergriffen und dankbar zujubelten. Dr. R. Herausgegeben vom Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Verantwortlich für die Sehriftleltung: Gemeinderabbiner Cohn. Anzeigenverwaltung: August Pries, Leipzig, Stadtvertreter J. Kühne. Leipzig, Bauhofstraße 9, durch Fernruf 203 25. Schluß der Anzeigenannahme: Dienstag abends. Platzvorschriften werden nach Möglichkeit berücksichtigt. „Kleine Anzeigen" und Familienanzeigen zu ermäßigtem Preistarif. Annahme für kleine Anzeigen bis Dienstag mittags: Buchhandlung M. W. Kaufmann. Leipzig C 1. Brühl 8. Die Flechten-Heilmittel der Firma M. Lettow G.m.b.H. (Leinaig C 1. Tauchaer Straße 2 a. Tel. 231 26i sind nicht nur äußerst bequem in der Anwendung, sondern auch von einer so überraschend guten Wirkung, daß von den hiermit Geheilten andauernd begeisterte Dankschreiben eintreffen, die den Interessenten gerne zwecks Einsicht zur Verfügung stehen. Die genannte Firma erteilt unverbindlich und kostenlos Rat und Auskunft, auch über den Bezug BU9 Apotheken, für dies«- durch Warenzeichen geschützten Heilmittel. Erholung —■ neue Krüfte. Alle, die dauernd oder vorübergehend Erholung suchen, seien auf die Gründung des jüdischen Frauenbundes MBuchen, das Israelitische Erholungsheim W o I f r a t s - hausen im Isartal b. München, hingewiesen. Zu kurzem oder ganzjährigem Aufenthalt bietet es durch seine luftigen Schlafzimmer. Zentralheizung, Warmwasser, Bad. reichliche Nelienräume mit Radio. Telefon (Nr. 18). Terrassen, Liegehalle, parkartigem Garten, schöne freie gesunde Lage. Bergnähe, alle Annehmlichkeiten. Dazu reichliche, gute, streng rituelle Verpflegung unter Leitung einer vielseitigen Hausdame. Im Winter Gelegenheit zum Skisport, im Sommer Schwimmbad. Mäßige Preise für 0 Mahlzeiten von 4—6 Mark. Prospekt durch Frau Carola Neu. München, Hohenzollernplatz 1,1.

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