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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-09-27 · 39 (27.9.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
39 (27.9.1935)
Date
1935-09-27
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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27. September 1935 ÜEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGLMEINDL ZU LEIPZIG Se i loose zu haben bei S. Jarmulowsky & Co. Neumarkt 18 Jür Jaum JÜppw dardies und Xudien R. Schmeidler G.m.b.H. Bttdicrel und Konditorei Nordstr.25, Ranst. Steinweg 45, T. 25568 NACH PALÄSTINA: _> |£||M l einmalige Sonderfahrt mit »VlfJÄ 6 II. 35 ab Neapel über Palermo, 33000 brt Beirut nach Haifa. Fahrpreis: Neapel — Haifa von Rmk.lOD.— an. Sofortige Anmeldung erforderlirli! Auskünfte und Buchungen nur durch Reisebureau Astor ia ° S: Vertretung der PALESTINE EXPRESS CO. Leipzig C 1 / Blücherplatz / Tel. 28740 Ueberseereisen Erholungsreisen — Gesellschaftsreisen — Flugpassagen_ I. Diesen vielfältigen und schwierigen Aufgaben ist eine verarmte Gemeinschaft nicht gewachsen. Die Reichsvertretung wird mit allen Mitteln versuchen, dal! die vorhandenen Erwerhsmöglichkeiten erhalten bleiben. Die wirtschaftlich Schwachen sind durch weitere Ausgestaltung wirtschaftlicher Hilfsmaßnahmen wie Ar beitsnachweise, Wirtschaftsheratung, sowie Personal- und Realkredithilfe ZU stärken; 5. Kraft in der Gegenwart und Hoffnung für die Zukunft gibt das lebensvolle Fortschreiten im Aufhau des jüdischen Palästinas. Um das Judentum in Deutschland noch mehr als bisher in diese Entwicklung hineinzustellen, tritt die Keichsvertrctung als solche dem jüdischen Aufbauwerk e. V. (Keren Hajessod) bei und fordert die jüdischen Gemeinden und Verbände nachdrücklichst auf, ihrem Beispiel /u folgen. Die Reichsvertretung erklärt sich bereit, die organisatorische Verbindung der Körperschaften der Judeuheit in Deutschland mit dem Aufhauwerk in Palästina herzustellen. Im vollen Bewußtsein der Größe der Verantwortung und der Schwere der Aufgabe ruft die Reichsvertretung alle jüdischen Männer und I rauen, die gesamte jüdische Jugend zur Einigkeit, zu jüdischer Haltung, strengster Selbstzucht und größter Opferbereitschaft auf. Einem im Präsidium der Reichsvertretung gestellten Antrag entsprechend, werden Reichsvertretung, Landesverbände und Gemeinden ersucht, unverzüglich in enger Zusammenarbeit die organisatorischen und personellen Maßnahmen zu treffen, die in den jüdischen Körperschaften erforderlich sind, um eine kraftvolle und konsequente Durchführung des neuen Arbeitsprogramms durch alle jüdischen Instanzen sicherzustellen. Den vorstehenden Entschließungen des Präsidialausschusses der Reichsvertretung haben ihre ausdrückliche Zustimmung gegeben: Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden durch Kammergerichtsrat i. R. Leo Wolff und Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee; Verband Bayrischer Israelitischer Gemeinden durch Obcrlandcsgerichtsrat Dr. Neumeyer-München; Sächsischer Israelitischer Gemeindeverhand durch Wilhelm Breslauer-Leipzig; Landesverband der israelitischen Religionsgenieindeu Hessens durch Kommcrzienrat Mayer- Mainz; Oherrat der israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs durch Leopold Levi-Stuttgart; Oberrat der Israeliten Badens Am Mittwoch.'den 2. Oktober, abds. 81/2 Uhr spricht in der Turnhalle der höheren israelitischen Schule Gustav-Adolf-Straße 7, Frau Dr. lettka Levy-Stein, Berlin über das Thema: „Der'Zukunftsweg der jüdischen Jugend". Unsere Mitglieder und Gäste sind zu diesem Vortrag ergebenst eingeladen. Zionistische Vereinigung Leipzig. Verband jüd.Frauen 1.Palästina Arbeit(Wm ) durch Prof. Dr. Stein-Karlsruhe; die Gemeindevertretung der Hansestädte durch Rechtsanwalt David-Hamburg und Dr. Manasse-Altona; Oberrat der israelitischen Landesgemeinde Mecklenburg-Schwerin durch Dr. Josephy-Rostock. Jüdische Gemeinde zu Berlin durch Direktor Stahl; Jüdische Gemeinde Breslau durch Dr. Lachs; Jüdische Gemeinde Frankfurt a. M. durch Justizrat Blau; Jüdische Gemeinde Köln durch Dr. Callmann, Jüdische Gemeinde Mannheim durch Rabbiner Dr. Grunewald; Jüdische Gemeinde Essen durch Dr. Hirschland, Jüdische Gemeinde Nürnberg durch Kommerzienrat Rosenzweig; Jüdische Gemeinde Königsberg durch Geheimrat Falkenheim. Zionistische Vereinigung für Deutschland durch Dr. Moses; Centralverein der Juden in Deutschland durch Justizrat Dr. Brodnitz; Reichsbund jüdischer Frontsoldaten durch Dr. Leo Löwenstein; Vereinigung füt das religiös-liberale Judentum durch Rechtsanwalt Dr. Stern; die organisierte Gemeindeorthodoxie durch Rabbiner Dr. Hoffmann; Jüdischer Frauenbund durch Frau Ottilie Schönewald; Reichsausschuß der jüdischen Jugendverhände durch Dr. Friedrich Brodnitz; Hilfsverein der Juden in Deutschland durch Max Warburg; Palästina-Amt der Jewish Agency durch Dr. Franz Meyer. Unsere Gemeinde. Oberkantor Hillel Schneider 75 Jahre alt. Vor fünf Jahren brachten wir an gleicher Stelle Oberkantor Schneider in einem au>- führlichen, mit dem Bild des Jubilars geschmückten Artikel unsere Glückwünsche zum Siebzigsten, und es ist uns eine große Freude festzustellen, daß wir heute, nach Ablauf von fünf nicht gerade geruhigen Jahren, nichts, aber auch gar nichts au jenem Artikel zu ändern brauchten, nichts an den Aussagen über sein Wesen und seine Erscheinung, nichts über den Stärkegrad der Verehrung, nichts an den Zügen seines Bildes und gewiß nichts an der Herzlichkeit unserer Wünsche. Ein ruhender Pol in der Erscheinungen Flucht ist er unserer Gemeinde, frisch und freudig erfüllt er seinen Tag in frommem Tun und kann des Abends sagen, daß er köstlich gewesen sei. So wünschen wir heute ihm und uns, daß, wenn wir wieder gratulieren müssen, wir nichts anderes auszusagen finden, als dieses, ausgenommen die jeweilige kleine Variante in der Jahreszahl, von fünf zu fünf Jahren, bis hundertzwanzig! Seelenfcier des Hilfsvereins der israelitischen Gewerbetreibenden. Der Hilfsverein veranstaltet auch in diesem Jahre keinen Gottesdienst und wird daher, wie im vorigen Jahre, der verstorbenen Stifter und Mitglieder bei der Seelenfcier am Versöhnungstage in der Talmud- Thora-Synagoge, Keilstr. 4, gedenken. Den Angehörigen der Ver- DEINE KINDER VERPFLICHTEN DICH FÜR DIE TISCHR1-CAMPAGNE 5696, DIE DEM BODENKAUF DER ERSTEN JUGENDALIAHS1EDLUNG GILT, ZU SPENDEN! KEREN KAJEMETH LEJISRAEL, SEKRETARIAT LEIPZIG, KeiUtiaße 4 — Postscheckkonto Leipzig Nr. 53341

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