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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-09-20 · 38 (20.9.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
38 (20.9.1935)
Date
1935-09-20
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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20. September 1935 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN REL1GIONSÜEME1NDE ZU LEIPZIG Seite 5 ZIGARREN Spezialhaus feinster Qualitäten D. ROSEN NaChf. Inh. R. Ooldstein Lieterg. frei Haus Petersstein weg 10_Telefon 23768 für Kosdi-Xasdicno ßardies und Xudien R. Schmeidler G.m.b.H. Bädterci und Konditorei Nordstr.25, Ranst. Steinweg 45, T. 25568 Synagogen verein Schare Zedeck Karten für die hohen Feiertage sind w.u haben Sonntag, *Ä. September von lO—18 Uhr in der Synagoge Hchillerweg 31. Für gute Votbeter ist gesorgt. JQdiSChe RundSChaU im Monatsabonnement | zu Originalpreisen bei M. W. Kaufmann, Buchhdlg., Tel. 230 09 l Uhr, Predigt (Rabbiner Colin) 10 Uhr: Abendgottesdienst 18 Uhr. Sonntag, 29. September, Morgengortesdienst 81 . Uhr, Predigt (Rabbiner Cohn) 10 Uhr, Nachmittagsgebet 18,05 Uhr, anschließend Lehrvortrag; Abendgebet 18,15 Uhr. Gottesdienst an Werktagen morgens 7 Uhr. Zweiggottesdienst in der Turnhalle des Schulgcbäudcs Gustav-Adolf-Straße 7. Freitag, 27. September, Abendgottesdienst 18 Uhr. Sonnabend, 28. September, Morgengottesdienst 8" Uhr, Predigt (Dr. Scheuermann) 10 Uhr; Ahendgottesdienst IS Uhr. Sonntag, 29. September, Morgengottesdienst 8" Uhr. Predigt (Dr. Seheuermann) 10 Uhr. Es wird darauf hingewiesen, daß die Predigten pünktlich beginnen und daß während der Predigten die Zugänge zu den Plätzen gesperrt sind. Synagoge Ez-Chaim, Otto-Sehill-Str. I reitag, 20. September, abends 18,15 Uhr. Sonnabend, 21. September, morgens 8,31) Uhr; Minchoh 17 Uhr, Ausgang 18,53 Uhr. Wochentags von Sonntag, 27. September bis Donnerstag, 26. September, Slichaus 6,30 Uhr, abends 18,30 Uhr. Synagoge Ez - Chaim, ()tto - Schill - Str. Freitag, 20. September, Erew Rausch Hasehonoh Slichaus 6 Uhr, Abendgebet 18 Uhr. Sonnabend, 28. September, Rausch Hasehonoh, morgens 7 Uhr; Predigt 10 Uhr; Minchoh 17 Uhr; Abendgebet 18,35 Uhr. Sonntag, 29. September, Morgengebet 7 Uhr; Minchoh 17 Uhr; Abendgebet 18,35 Uhr. Wochentags von Montag, den 30. September bis Freitag, -1. Oktober, Morgen Slichaus 6,30 Uhr, Abendgebet 18 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. I reitag, 20. Septbr., abends 1S,15 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 18,53 Uhr. Von Sonntag früh an: 6,30 Uhr, abends 18,15 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, den 27. September, Slichaus früh 6 Uhr, abends 18 Uhr. Sonnabend Rosehhaschono früh 7 Uhr; Minchoh 16 Uhr; abends b Uhr. Sonntag 2. Tag: Früh 7 Uhr; Minchoh 16 Uhr. Wochentags: Früh 6,30 Uhr; abends 16Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 20. Scptemher, abends 18,15 Uhr. Sonnabend. 21. September, früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 18,53 Uhr. Sonntag, den 22. September, früh 6 Uhr S'lichot. Wochentags: Früh 6,30 Uhr; Mincha 18,15 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Roschhschono: I reitag, 27. September, abends 18 Uhr. Sonnabend, 28. September, 1. Tag Rosehhaschono früh 7 Uhr; Mincha 16 Uhr; Maariw 18,35. Sonntag, 29. September, 2. Tag Rosehhaschono früh 7 Uhr; Mincha 16 Uhr; Ausgang 18,38 Uhr. Wochentag: Slichot 6,30 Uhr; Mincha 18 Uhr. Personenstandsnachrichten Geburten: 1. September 1935 Leo Königshüfcr und Anna geb. Starkhaus, Lessmgstr. 20, eine Tochter „Ruth Lea". Trauungen: Sonntag, 15. September, Fräulein Dora Stisson, Springerstraße 34, mit Herrn Jakob Lepski, Springerstralte 16. Sonntag, 15. September, Fräulein Regina Sprechmann, Wettiner Str. 21, mit Herrn Erich Loew, Prendelstr. 15. Donnerstag, 19. September, Fräulein Anita Schwadron, Lutherstr. 2, mit Herrn Karl Dublon, Dübener Landstr. 1. Todesfälle: 11. September 1935 Luise Katzenstein, Pfaffendorfer Str. 46. IL September 1935 Bianca Korn, Elsterstr. 43. 12. September 1935 Nathan Goldstein, Eberhardstr. 7. 16. September 1935 Gischa Dodeles, Nordstr. 48. Sport vom Sonntag (Von unserem ständigen Berichterstatter Deka.) Das Spiel der Kinder hat uns doch mehr zu sagen, als wir auf den ersten Blick zu glauben vermögen, es gehört zum Kinde als ein wesentlicher Bestandteil seiner Lebensinteressen und seines Lebensinhaltes; ihm gibt es sich daher mit einem Eifer und Ernst hin, der für manchen Erwachsenen leider noch unverständlich ist. Wer Freude am kindlichen Spiele miterleben wollte, der mdßte am letzten Sonntag Zeuge des Sportfestes der hiesigen jüd. Schulen sein, und es waren ihrer über 1500, die sich diesen Tag mit ihren Kindern zu einem Erlebnis werden ließen. Man braucht sich nur noch L Bücher und Ritualien rechtzeitig einkaufen bei M. W. Kaufmann, Brühl 8 einmal die 800 m-üiufe mit dieser Begeisterung am Zielband zurückzurufen, bei denen die „kleinen" Zuschauer und Temporufer vor allem am liebsten selbst zu gern noch mitgelaufen wären. Die kurzen Pendelstaffeln brachten nicht weniger Aufregung und Nervosität, da der Sieg oft erst in den letzten Metern entschieden wurde. Bei den Rundenstaffeln war der schlechte Wechsel oft das große Hindernis zum erhofften Sieg, während die 4x100 in doch schon die größeren „Routiniers" erkennen ließen. Das noch wenig bekannte Schlaghandballspiel konnte leider nicht das erwartete Interesse erwecken, da zur Erläuterung desselben die Lautsprccheranlage, wie so oft am Nachmittag, streikte; dem KM) m-Lauf der Mädels wurde dafür selbstverständlich entsprechend der nun einmal dieser Kur/strecke innewohnenden Spannung die größte Beachtung Beschenkt. Das gleich zu Beginn ausgetragene Handballspiel /wischen den beiden Schulen sah eine schwache Volksschulelf stark im Hintertreffen, während beim Fußballkampf der gleichen Kontrahenten trotz größtem Wollen der in Aussicht stehende Preis durch das 0:0 seinen Zweck nicht erfüllen konnte. Viel Freude und Sonne brachten natürlich die ganz Kleinen mit auf das Spielfeld, die mit Singspielen und anderen sportlichen „Großtaten" auch ihr Teil zum grollen l ag beitrugen, dessen Höhepunkt eigentlich erst durch den Abschluß herbeigeführt wurde. Mehrere Hundert Schüler und Schülerinnen boten beim Aufmarsch ein herrliches Bild der Straffheit und Geschlossenheit, um dann /u den gemeinsamen Freiübungen überzuleiten, die in ihrer Gesamtwirkung vielen unvergeßlich bleiben werden. Die kleine Vorturnerin Regina Herbach aus der 3. V.-S. soll von allen „Aktiven" allein erwähnt werden, da sie den Beweis erbracht hat, daß die Schule allein auch sportliches Können zu vermitteln vermag. Die geleistete Arbeit fand natürlich ihre Krönung und Würdigung in der Ansprache des Herrn Direktor Dr. Weikersheimer und der sich daran anschließenden Preisverteilung, die viele, viele Gesichter noch fröhlicher inachte, dank der Opferfreude mancher Eltern und Freunde der Anstalt. Ein besonderer Dank sei hier dem „Bar Kochba" ausgesprochen, der seine Anlage für diese Veranstaltung zur Verfügung stellte. Dieses Sportfest war das erste seit dem Bestehen der Schule und gleich ein Ereignis, nicht nur für die Kinder, sondern wohl mehr noch für die Eltern, die damit einen tiefen Einblick in die körperliche Erziehungsarbeit der Schule gewinnen konnten, zumal dieses Gebiet heute in starkem Maße mit der rein geistigen Hand in Hand gehen muß. Der letzte Sonntag erforderte gewiß viele Mühe und Arbeit, sie beide haben sich gelohnt, weil seine Durchführung in organisatorischer und sportlicher Hinsicht als restlos geglückt bezeichnet werden kann. „Bar Kochba" begab sich diese Woche auf Reisen, mit drei Mannschaften war er Gast beim „Makkabi" Dresden. Die I. Fußballelf bezwang ihre gleichstufigen Kollegen mit 4:2, und die „Alten Herren" erspielten ihrem „Stande" entsprechend gegen Dresdens II. Garnitur ein gemächliches 1:1. Bei Leipzigs Handballern scheint es in letzter Zeit unter zweistelligen Ergebnissen nicht mehr abzugehen, denn „Bar Kochbas" I. Mannschaft holte am letzten Sonntag in der Residenzstadt einen 13:3-Sieg heraus. Herausgegeben vom Vorstand der is'aclitischen Religionsgemeinde;u Leipzig. Schriftleitung: Oemeinderabbiner Gustav Colin, LeipzigC I, Watter-Blüniel-Str. 10, III. Anzeigen: Verlag Elsa GoMfreund, Leipzig O 5, Cichonusstraße?a. Anzeigen eher: Ernst Ooldfreund, Cichoriusstranc 2a. Für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Plätzen wird keine Qewälir übernommen. Druck: Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig Cl, Brüderstr. 19. D. A. II. 35. 4150 Für den Inhalt der Inserate fibernehmen Gemeindevorstand und Schriftleitung keine Vetantwortung. STHWSS5raiVVV\VS&«W/^^ ~~ Von Familie—zu Familie Sie können auch in diesem Jahre Ihre Glückwunsch- 4 Alt < Anzeige wieder aufgeben. — Sie kostet nur RM. JtUU | Sie muß aber bis Dienstag, den 24. September da sein. | Anzeiäen-Ueru., Clchoilusstr. 2a, Ruf 60711. &WÄzW>VWOT5m?VWWäSW^^

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