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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-08-09 · 32 (9.8.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
32 (9.8.1935)
Date
1935-08-09
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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o. August 1935 QEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN REI IQIONSQEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 Am 3. August entschlief nach langem l eiden mein innigstgeliebter Mann, unser guter Vater, Herr Kolwrt NHiiW'k im fast vollendetem 70. Lebensjahr. In tiefer Trauer Leipzig S 3, Pnpestraße 1 Olga Schiick geb. Menke Else Ginsburg geb. Schlick Karl Schuck Wilhelm Ginsburg Nach kurz schwer. Leid. ist uns. geliebt. Mutter, Großmutter u. Schwest., Frau Cäcllie Grönheim geb. Czarnlhow heute im 79 Lebensjahre sanft entschlafen. Leipzig, Amsterdam, Berlin, In tiefer Trauer Funkenburgstraße 17, im Namen aller Hinterbliebenen 5. August 1935. Trade Weil geb. Grönheim Die Beisetzung hat bereits Dr. Paul Cronheim und Frau in aller Stille stattgefunden. Conrad Weil und Enkelkinder Am 31. Juli ist infolge tragischen Unglücksfalles mein lieber Mann, unser treusorgender, guter Vater Dr. jur. Ascher Kapel im Alter von 37 Jahren von uns gegangen. Die Beisetzung hat in aller Stille stattgefunden. In tiefstem Schmerze Leipzig 05, Oststraße 28 Dora Kapel Von Beileidsbesuchen bitte ich abzusehen. Als sein Hauptwerk gilt der „Stcm der Erlösung". Es ist nicht posthum erschienen, er hat erlebt, daß es große Wirkung übte. Seine g a n / e Wirkung aber ist noch nicht ausgeschöpft. Posthorn erscheinen diese Briefe. Vielleicht sind sie noch mehr „Hauptwerk" als der Stern; denn sie lassen Wirkung ausgehen von dem Menschen Rosenzwefg. Und werden gewiß dazu beitragen, daß Rosenzweigs ..Stern" noch glanzvoller leuchten wird als bisher. Rabbiner G. (lohn. Jüdische Zeitschau Berthold Israel gestorben. Im Alter von <>s Jahren starb in Merlin der AUeininhaber des Kaufhauses N. Israel, Berthold Israel. 17 Jahre lang leitete er das Kaufhaus und führte es /u seiner jetzigen Bedeutung. Seine stete soziale Einstellung und sein Eintreten für all diejenigen, die Hilfe brauchen, bestimmte sein Wirken. So schuf er für die Angestellten seiner l irina /ahlreiche soziale Einrichtungen, eine Pensionskasse und eine Betriebskrankenkasse. Er beteiligte sieh bei zahlreichen jüdischen Wohlfahrtseinrichtungelt und war jahrelang Vorstandsmitglied des I iilfsvereins der deutsehen Juden. Sein Rat IMid seine Erfahrungen wurden oft in Anspruch genommen, nicht zuletzt auch von Handelskammern und ähnlichen kaufmännischen Institutionen. Der Hilfsverein der deutschen Juden widmet seinem verstorbenen Vorstandsmitglied Bertbold Israel den folgenden Nachruf: „Mit Berthold Israel ist eine der markantesten jüdischen Persönlichkeiten dahingegangen. Außer seiner großen geschäftlichen Tätigkeit fand Berthold Israel stets Zeit und Interesse für jüdische charitative Bestrebungen. Er förderte das Hilfswerk des Hilfsvereins der deutsehen Juden seit seinem Bestehen; er gehörte dem geschäfts- J. S. V. Bar Kochba e. v. Sportplatz Dübener Landstraße 4nW*JaW ———— Straßenbahnlinie 14 ———— Voranzeige filr Sonntag, den 18. August 1935 Leiihtalhlelik-Neislersdiaften des Deutsrhen Makkabi Kreises Die besten jüdischen Sportler am Start 16 Uhr: Ansprache Dr. Joachim PfiflZ VorkSmpfe 10 Uhr Endkämpfe 14 Uhr Vorverkauf: Kaufhaus Brühl, Zellners Rest. u. Geschäftsstelle Eintrittspreise: Sitzplatz 2.— Mk (Vorverkauf 1.50 Mk ) Stehplatz I.- Mk. (Vorverkauf 0.75 Mk.) Jugendliche und Erwerbslose 0.40 Mk. Statt Karten! Leipzig Cl Fregestr. 26 Edith BIdtart Arthur Lax Verlobte August 1935 Sttittgart-S Olgastr. 131 führenden Ausschuß und in den letzten Jahren dem Vorstand des I Iilfsvereins au und war einer seiner treuesten Mitarbeiter. Der Vorstand des I Iilfsvereins wird ihm für sein feinfühliges, warmherziges Eintreten im Interesse der Menschen, die der Hilfs verein seit Jahren betreut hat, stets ein ehrendes Andenken bewahren. Herr Berthold Israel war in der Gesellschaft für Kolonisation Palästinas „Esra" führend tätig und förderte das Palästinawerk der Jewish Agency. Er gehörte dem Verein „Magine Keim" an, einein der ältesten jüdischen Wohlfahrtsvereinc Berlins. Er war Vorstandsmitglied des Synagogenvereins LützowstraBe. Ein großer gütiger Mensch, ausgezeichnet durch sein schlichtes Wesen, ist dahingegangen, ein Vertreter der Berliner Jitdenheit. Das Wirken Berthold Israels wird unvergessen sein." (JTA.) Ein Mausoleum für den Chofez Chajim. Einem Beschhisse gemäß, der vor kurzem von einer anläßlich der ersten Jahr/.eit nach dem Hingang des Chofe/. Chajim zusammengetretenen Rabbinerkonferenz gefaßt wurde, fand am Grabe des großen jüdischen Gelehrten in Wilna die feierliche Grundsteinlegung zu einem Mausoleum Obel) statt. Es wurde ein Komitee eingesetzt, das für die möglichst schnelle Errichtung des Mausoleums und die Aufbringung der Mittel hierfür sorgen soll. Freiwillige Mitarbeiter für diese Aktion werden gebeten, sich mit dem ältesten Sohn des Chofez Chajim in Radiin in Verbindung zu setzen. (JTA) Die bisherigen Ergebnisse der Wahlen zum XIX. Zionistenkongreß. Das Zentralbüro der Zionistischen Executive teilt mit: Die offiziellen Ergebnisse der Wahlen liegen bisher aus zehn Landes- Schekelverbänden vor. In drei Ländern: Italien, Jugoslawien und Ungarn wurde je eine Einheitsliste eingebracht und infolgedessen entfiel der Wahlakt. Folgende Delegierte werden diese Länder vertreten: Italien: Herr Augusto l.evy, Jugoslawien drei Vertreter der Weltvereinigung Allgemeiner Zionistcn und zwei Vertreter des Ichud Poale-Zion Hitachduth und Ungarn: je ein Vertreter des Weltverbandes der Allgemeinen /ionisten, des Misrachi und des arbeitenden Palästina. In sieben Ländern fanden Wahlen statt, und zwar in: Amerika, Kanada, Holland, England, Litauen, Österreich und in der Schweiz. In Amerika entfielen auf die Allgemeinen Zionistcn WOIIS Stimmen mit 20 Delegierten, auf den lohud Poale-Zion Hitachduth 2514*) Stimmen mit 2h Delegierten, auf den Misrachi 10698 Stimmen mit 11 Delegierten. In Kanada wurden je zwei Vertreter der Weltvereinigung Allgemeiner Zionisten und des lehnt! Poale-Zion Hitachduth mit 2ooQ bzw. 2572 Jüdischer Kulturbund. Vortragsabend; Jenny Schaffer und Otto Bernstein aus klassischen und jüdischen Werken, am Donnerstag, den 15. August 1935, pünktlich 20,15 Uhr im Weißen Saal des Zoo. Garderobenschluß 20 Uhr. Nur für Mitglieder. Lichtbildkarten nicht vergessen. Voranzeige: Donnerstag, den 5. September 1935. Gastspiel des Berliner Kulturbundtheaters „Spiel im Schloß" von Molnar. Montag, den 23. September 1935: Zweite kostenlose September-Veranstaltung. Gustav-Mahler-Abend. Mitwirkende Dr. A. Landau, W. Ros6, F. Lechner. Da unsere erste September-Veranstaltung bereits am 5. September stattfindet, bitten wir den September-Beitrag im August mitzuzahlen. Nach dem 2. September RM. 0,25 Zuschlag

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