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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-07-12 · 28 (12.7.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
28 (12.7.1935)
Date
1935-07-12
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 GEMEIN DEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIQIONSÜEMEINDE ZU LEIPZIQ 12. Juli 1935 F. in Ii all m t-Ii Außerordentlicher Hitiishaltplan fiir 1035/36 Aufgaben Einmalige Vergütung auf Wertpapiere Entnahme aus dem Vermögen Amtliche Bekanntmachungen Gcmeindeanlage 1935. Steuersat/, und Vorauszahlung. Der für das Rechnungsjahr 1 <J33 zu erhebende Zuschlag zur Einkommensteuer (bezw. Lohnsteuer und Maßstabsteuer) 1934 ist in der Oemeindesitzung vom S. Juli 1935 auf 30 v. H. festgesetzt worden. Die Veranlagung zur Oemeindeanlage 1935 kann jedoch erst dann erfolgen, wenn von den Finanzämtern die erforderlichen Unterlagen eingegangen sind. Deshalb wird zunächst eine Vorauszahlung auf die üemeindeanlage 1935 erhoben. Diese beträgt ein Drittel des Oesamtbetrages der Oemeindeanlage 1934 und ist am 29. Juli 1935 fällig. Die Steuerpflichtigen werden gebeten, die Vorauszahlung an dem obengenannten Fälligkeitstag zu entrichten und bei der Zahlung die Hebebuchnummer des Steuerbescheides für die Oemeindeanlage 1934 anzugeben. Die Gemeindekasse, Walter-Blürael-Straße 10,1, ist werktäglich geöffnet von 9—1 Uhr. Die Qemeinde hat Postscheckkonto Leipzig Nr. 50533, Bankkonten: Stadt- und Girobank Leipzig: Commerz- und Privatbank Aktiengesellschaft Filiale Leipzig, DeposTtenkasse A; Handelsbank Iwria e. O. m. b. IL, Leipzig Cl, Ritterstr. 23 29 (olliners Hof I); Bankhaus Kroch jr., K.O.B.A., Leipzig C 1, Goethestr. 2. Über die Fälligkeit der weiteren Zahlungen auf die Oemeindeanlage 1935 folgt >päter noch besondere Bekanntmachung. Leipzig, den 5. Juli 1935. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. An die Besucher der Gcmcindcsyuagogc. Allgemein bekannt ist, daß die für den Gottesdienst in unserer Gemeindesynagoge eingeführten, von Goldschmidt und von Joel bearbeiteten Gebetbücher im Buchhandel vergriffen sind. Viele Gemeindemitglicder werden sicherlich noch im Besitz von mehreren nicht benötigten Stücken dieser Gebetbücher sein. Es würde vielen Synagogenbesuchern, die nicht im Besitz eines Gebetbuches sind, ein großer Dienst erwiesen werden, wenn ihnen solche überzähligen Stücke zur Verfügung gestellt würden. Es wird daher gebeten, diese Bücher zur Weitergabe im Gemeindeamt, Walter-Blümcl-Straßc IUI, abzuliefern. Auf Wunsch werden die Bücher auch nach vorherigem telefonischen Anruf unter Nr. 236U2 abgeholt. Leipzig, den 28. Mai 1935. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Wir brauchen für die Kleiderstelle Jacobstr. 2 dringend Herrenanzüge. Die Sachen werden auf telefon. Anruf unter Nr. 21382 abgeholt Leipzig, den 9. Juli 1935. Wohlfahrtsamt der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 12. Juli, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 13. Juli, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 20,15 Uhr; Abendgebet 21,19 Uhr. Gotte-^uiciiste an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 19. Juli, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 20. Juli, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 20,35 Uhr; Abendgebet 21,09 Uhr. Gottesdienste an Werktagen in der Lz-Chaim-Synagoge. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 12. Juli, abends 19 Uhr. Sonnabend, 13. Juii, fruit 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 21,19 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 1. Freitag, 19. Juli, abends 19 Uhr. Sonnabend, 20. Juli, früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 21,09 Uhr. Wochentags: Früh 7 Uhr, abends 19,30 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Keilstr. 4. Freitag, 12. Juli, abends 19,30 Uhr. Sonnabend, 13. Juli, früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 21,19 Uhr; Sonntag früh 7,15 Uhr. Wochentags früh 7 Uhr, abends 19/30 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, 12. Juli, abends 19 Uhr. Sonnabend, 13. Juli, morgens 8,30 Uhr; Minchoh 17 Uhr; Ausgang 21,19 Uhr. Wochentags: Morgens 7 Uhr, abends 19 Uhr. Herecluiungsgeld zum Ausbau einer Wohnung auf dem neuen Friedhof.............. Instandsetzungsarbeiten Synagoge und Friedhof Berliner Straße................ Einrichtung einer Samtnelfernsprechanlage..... Umbau im Erdgeschoß des Gemeindehauses .... Vergütung für Zinssenkung an die Communalbank . . Vergütung für Zinssenkung an die Süddeutsche Bodencreditbank................ RM. 2000 1350 800 1000 8900 5050 19100 Personenstandsnachrichten Geburten: 14. Juni 1935 Isaak Wiesenfeld und üolda geb. Goldbaum, Alexanderstr. 41, eine Tochter „Suri Schewa". 17. Juni 1935 Dr. jur. Ludwig Goldwasscr und Ilse geb. Bender, Herloßsohnstr. 13, einen Sohn „Michael". Trauungen: Sonntag, 14. Juli 1935, 2 Uhr, Fräulein Ruth Löb, König-Johann- Stralle 10, mit Herrn Hermann Isidor Hepncr, Nordstr. 17, in der Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Straße. Sonntag, 14. Juli 1935, 4 Uhr, Fräulein Dora Grün, Humholdtstr. 25, mit Herrn Seymour Rome, New York, in der Synagoge Ohel Jakob, Pfaffcudorfcr Straße. Sonntag, 14. Juli 1935, 5 Uhr, Fräulein Mary Neugut, Seeburg- Straße 27, mit Herrn Paul Fcldmanu, Elstcrstr. 55, in der Wohnung Brühl 2, Tr. Cll bei Schenkel. Todesfälle: 4. Juli 1935 Siegfried Urbach, Reitzenhainer Straße 43. Bevorstehende Veranstaltungen 10. Juli: Jüdischer Kulturbund, Liederabend Lotte Leonard. Neue Bücher „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland" im 0. Jahrg. Mit ihrer soeben erschienenen neuen Nummer ist die von Prof. Dr. Ismar Elbogen, Prof. Dr. Arou Freimann und Rabbiner Dr. Max Freudenthal herausgegebene „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland" in das sechste Jahr ihres Bestehens getreten. Das neue Heft zeigt wieder, in wie hohem Maße diese Zeitschrift, die die einzige ihrer Art in Deutschland ist, mit ihrem streng wissenschaftlich orientierten Bemühen, Material zur Geschichte der Juden in Deutschland heranzutragen und in objektiver Betrachtung in den richtigen Zusammenhang einzureihen, zugleich auch die in dieser Zeit besonders wichtige Aufgabe erfüllt, den Mitlebenden einen aus Erkenntnis gewonnenen Malt zu gewähren. Im einleitenden Aufsatz würdigt Max Freudenthal das Wirken des vor kurzem verstorbenen Historikers und Bibliothekars der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde, Dr. Bernhard Wachstem. „Zur Geschichte der Juden in Konstanz." liefert llcyman Chone einen sich auf das Gcrichtsbuch des Konstanzer „Amman-Oerichts" stützenden Beitrag, der besonders bemerkenswerte Tatsachen aus dem Gcschäftslebcn der Juden im Mittelalter aufzeigt. In einer Studie „Antisemitismus im Mittelalter" weist Raphael Straus gegenüber einem Buche des jungen Münchener Historikers Wilhelm Grau nach, daß der Versuch, in einer von bestimmten Wertungen ausgehenden Doktordissertation das jüdische Problem eines ganzen Zeitalters zu erfassen, kein der voraussetzungslosen Wissenschaft dienendes Ergebnis haben kann. Bernhard Brilling berichtet über das Bestehen einer jüdischen Buchdruckerei, von der Druckwerke bisher allerdings noch nicht aufgefunden wurden, in dem niederschlesischen Städtchen Auras. Die Beiträge von Fritz Pinkuss, der über den Theoretiker der Judenemanzipation Saul Ascher schreibt, und von Jacob Mann, Cincinnati, der Briefe des Oettingcr Rabbiners Katzenellenbogen aus der Zeit der französischen Revolutionskriege mitteilt, waren für das Sonderheft anläßlich des 60. Geburtstages Prof. Ismar Elbogens bestimmt. Weitere Arbeiten veröffentlichen Arno Kapp über „Jüdische Meßmakler und Kleinhändler in Leipzig" und Gustav Samuel über „Die Namensgebung der westfälischen Judenschaft von 1808". Miszellen und Buchbesprechungen schließen das Heft ab. (JTA.) Jüdischer Sport. (Von unserem ständigen Berichterstatter D e k a.) Diese Woche konnte sich das „große" Leipziger Sportpublikum einmal ausruhen, denn auf den hiesigen Plätzen herrschte vollständige Ruhe. Nur „Bar Kochba" hatte Reiselust und machte mit fünf Mannschaften einen Abstecher zu seinem Namensvetter in Dresden. Mit mehr oder weniger Glück kamen diese abends wieder nach Hause, denn die I. Damcn-Handballmannschaft verlor als einzige 1:3, während die Knaben- und II. Herrenfußballer mit einem Unentschieden von 0:0 und 1:1 sich zufrieden geben mußten. Die beiden ersten Garnituren im Fuß- und Handball dagegen konnten einen Sieg mit nach Leipzig nehmen. Im Fußball hieß es 2:0, wobei a

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