Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 20 (17.5.1935)
- Date
- 1935-05-17
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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17. Mai 1935 I. S.V. Bar Kochba e.V. — Sonntag, den 19. Mai 1935 Sportplatz: Dübener Landstraße Abds.20 Uhr in der Halle d. Höh. Isr.SchuleOust.-Ad. Str.7 Bar Kochba, Breslau - Bar Kochba, Leipzig 15 Uhr Handball (1. Herren) 16 Uhr Fußball (1. Herren) Groß-Box-Abend Vorher Fußball-Knabenspiele geg. Esra u. Misrachi u. a. der deutsche Makkabimeister Kronfeld im Ring Alles Nähere in dieser Nummer unter Vereinsnachrichten. Der bunte Karren — Die jüdische Kleinkunstbühne — Sonntag, den 26. Mai 1935 Montag, den 27. Mai 1935 pünktlich 20 Uhr 30 im Künstlerhaus Nikischplatz Gesamtl.: Fred Wald u. Adolf Kreiter Zeitbilder: „Des Mädchens Klage" — „Die Minnjenmänner" „Hachschara'( Moderne Ensemblekunst im Kabarett „Das Schneiderle" - „Im Cheder" - „Der Rabbi" — „Whitechapleintermezzo" Scetche - Conference - Tänze - Soli - jüd. Weisen Eigene Dekorationen (c. Einschlag) und Kostüme Neue Musik (l. Schömbach) 2 >/2 SM. Künstlerisrhe Unterhaltung Karten: 1.— Mk., 1.50 u. 2.— Mk. in den üblichen Vorverkaufsstellen u. an der Abendkasse ab 19 Uhr! Statt Karten: Regina Sprechmann Erich Loew Leipzig Verlobte Mai 1935 Zu Hause: Sonntag, 26. Mai, 11 — 13 Uhr, Wettiner Straße 21, III Personenstandsnachrichten Barais was: Am Sonnabend, 25. Mai, Hans Koppel, Sohn des Herrn Hermann Koppel und Frau Henry geb. Marx, Robert-Schumann-Stralie 10, in der (iemeindesynagoge. Am Sonnabend, 25. Mai, Walter Held, Sohn des Herrn Morit/ Held und I ran Hilde geh. Kleeblatt, Karl-Heine-Str. 26a, in der (iemeindesynagoge. Am Sonnabend, 25. Mai, Sani Schächter, Sohn des Herrn Isaak Schächter und Frau Goldine geb. Singer, Weinlig-Str. 5, in der Synagoge Schaare Zedek, Schillerweg. Aus dem Gemeindeamt. Unfallversicherung für die Schüler und Schülerinnen der jüdischen Schulen, liine Anzahl Litern sind mit der ersten Halbjahrcsprämie von 75 Pfennig noch im Rückstände. Diese und die Eltern der jetzt neu eingetretenen Schüler und Schülerinnen werden im eigensten Interesse aufgefordert, die 75 Pfennig umgehend an den Klassenlehrer zu bezahlen, damit bei einem etwaigen Unfall für ausreichenden Schutz ihrer Kinder gesorgt ist. Auch für die Freischüler und Freischülerinnen ist der Betrag z.u zahlen. Mit Rücksicht auf die damit verbundenen Unkosten wird den einzelnen Versicherten von der Schule keine Prämicnquittting erteilt. Die ordnungsmäßig durchgeführte Buchung der Prämienzahlung durch die Schulverwaltung ist genügender Nachweis im VersicheruagsfalL Bildungskurse der Gemeinde. Dienstag, 21. Mai 1935, l",K) Uhr: Kurs Dr. Woskin: „Maimonides". Der Kurs des Herrn Dr. Woskin über die jüdische Gebetsordnung (Siddur) wird erst wieder im Herbst dieses Jahres fortgesetzt. Konzerte Alexander Kipuis, der geniale Meister der Gcsangskunst, erntete in seinem Lieder- und Arienabend im 1. Kulturbundkonzcrt nicht endenwollende Beifallsstürme. Hier muli selbst die Kritik schweigen, hei solch vollendeter Stimmbildung und innerlich erlebter Vortragskunst, gibt auch sie sich gerne dem Wohllaut der Töne hin! So wie er die ergreifende Sterbeszene in „Boris Godunow" gestaltete und die russischen Volkslieder meisterte, ist er der berufenste Nachfolger Feodor Schaljapins! Und wie hat uns Alexander Kipnis Jüdischer Frauenbund — Ortsgruppe Leipzig Am Montag, 27. Mai abends 2030 Uhr spricht in den Logen-Räumen Arndtstraße 1 Frau Clara Zeitlin über „Erlebnisse in Japan" (mit Lichtbildern) Gäste, auch Herren, sind herzlich willkommen Zur Deckung der Unkosten wird ein kleiner Beitrag erhoben in den einfachen Schubert-Liedern gepackt, die er seelisch so tief erfaßte, dali man dem Wunsche Ausdruck gehen möchte, von ihm einen Schubert-Zyklus „Winterreise" oder „Müllerlieder" zu hören, Für Alfred Simon, als vorzüglichen Begleiter am Klavier, war es eine hohe Aufgabe, diesem temperamentvollen Künstler gerecht zu werden. tt. Jubiläumskonzert Walter Leewens. 25 Jahre auf den Brettern, die die Welt bedeuten!; seine schöne Tenorstimine ist dabei frisch unnd strahlend geblieben, das bewies er wiederum an diesem Abend in den Arien der Opern „Boheme Toska Bajazzo", die er im echten italienischen Stil unnd temperamentvoll sang. Walter Leewens^ geb. 5.4. 92 in Hamburg, besuchte die dortige Talmud Thora, die Realschule und spater die Handelsschule, um in den kaufmännischen Beruf überzugehen. Seine Neigung zur Musik zeigte sich frühzeitig und er erhielt bei dem Hamburger Opernsänger Kalhnann Gesangsausbildung. Schon 1910 erhielt er eine erfolgreiche Stellung am Operettentheater in Hamburg. Der Weltkrieg rill auch ihn aus seiner Tätigkeit. Januar 1915 ging er ins Feld SchrappnellschuH-Verwundung und nach Beendigung des Krieges gab er dann viele Zlonisfisdie Vereinigung, Leipzig' KURT (LURMENF ELDj JERUSALEM, spridif: Palästina — ohne Zionismus? MITTWOCH, 22. Mal, 20'» Uhr, Stadt. Kaufhaus <Elng. Kupfergasse) Reservierte Karton Int Zionistischen Büro. KellstraBe 4, Tetofen 10211