Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 14 (5.4.1935)
- Date
- 1935-04-05
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 GEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN REL101ONS0EMEINDE ZU LEIPZIG 5. April 1935 Amtliche Bekanntmachungen Maimonides-Feier der Religionsschule I. Wie alljährlich veranstalten wir auch in diesem Jahre zum Schluß des Schuljahres, am Sonntag, 7. April, 11 Uhr, in der Gemeindesynagoge. Gottschedstr. 3, eine Feier, die im Hinblick auf die 800. Wiederkehr des Geburtstages des grollen jüdischen Lehrers und Denkers Mose ben Maimon den Charakter einer Maimonides-Feier tragen soll. Die Teilnahme an der Feier ist Pflicht für die Schüler und Schülerinnen aller Klassen, auch der Fortbildungsklassen, der Religionsschule I. Unsere Qeraeindemitglieder werden herzlichst zu dieser Feier eingeladen. Leipzig, den 2. April 1935. Der Direktor der Rcligionsschule I Rabbiner Cohn. Moaus-Chitim. Die V erteilung der Gutscheine für Mazzes findet in der Keilstraße 4, I. Stock an folgenden Tagen statt: Montag, den 8. April 1935, in der Zeit von 10—» öl Uhr, Buchstaben: A—G. Dienstag, den 9. April 1935, in der Zeit von 10—l/2l Uhr, Buchstaben: H—M. Mittwoch, den 10. April 1935, in der Zeit von 10—1 ,1 Uhr, Buchstaben N—Z. Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, daß nur solche Familien berücksichtigt werden, die ihr Gesuch bis zum 25. d. M. bei den Herren Tager und Sachs abgegeben hatten. Die Gutscheine werden nur an den oben genannten Tagen ausgegeben. Wer diese Zeit versäumt, kann nicht auf Berücksichtigung rechnen. Die Herren des Moaus-Chitim-Ausschusses ersuchen dringend, sie nicht in ihren Wohnungen aufzusuchen. Die Ausfertigung erfolgt ausschließlich in der Verteilungsstelle. Leipzig, den 29. März 1935. Der Moaus-Chitim-Ausschuß. Friedhofsgärtnerei des neuen Friedhofs. Die von der Gemeinde in eigener Verwaltung betriebene Gärtnerei unseren neuen Friedhofs übernimmt sämtliche Aufträge auf Bepflanzung, Instandsetzung und Pflege von Grabstellen. Es wird weiter darauf hingewiesen, daß die Friedhofsbesucher die Möglichkeit haben, ihren Bedarf an Topfpflanzen, Schnittblumen, Vasen und Schalen in der Friedhofsgärtnerci zu handelsüblichen Preisen zu decken. Fachmännische Beratungen und Berechnungen erfolgen kostenlos. Die Rechnungen für das Grabpflegejahr 1935 sind jetzt an die Empfinger herausgegangen. Falls infolge Umzugs oder anderer Umm.imle die Rechnungen nicht in den Besitz der Verpflichteten gelangt sind, wird, um Verzögerungen in der Grabpflege zu vermeiden, gebeten, sich mit der Gärtnerei des neuen Friedhofs (Fernsprech- Nummer 53889) in Verbindung zu setzen. Besonders wird darauf aufmerksam gemacht, daß Grabpflcge und Bepflanzung erst dann vorgenommen werden können, wenn die Kosten bezahlt worden sind. Leipzig, den 1. April 1935. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Sperrung der Delitzscher Straße. Um unliebsame Verspätungen bei Trauerfeiern zu vermeiden, Weisen wir darauf hin, daß die Delitzseher Straße zwischen Eutritzscher Markt und Dübener Landstraße für den Fährverkehr auf etwa sechs Monate gesperrt ist. Die Umleitung erfolgt über Mockau. Lediglich der Straßenbahnverkehr bleibt aufrechterhalten. Leipzig, den 1. April 1935. Der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Hautpflege. In unserer < kemeinde besteht ein großer Mangel an ausgebildeten Hauspflegepersonal. Wir beabsichtigen daher, einen unentgeltlichen Kursus zur Ausbildung von Hausptiegepereoaal einzurichten, dei von einem Leipziger Ar/t geleitet werden -oll. I hirch die Ausbildung kann einigen I rauen ein Nebenverdienst geschaffen werden. Ernste Interessentinnen bitten wir, sich hei uns zu melden. Leipzig, den 21. März 1935. Der Vorstand der israelitischen Religiöiisgemcindc zu Leipzig. Wohlfahrtsamt. Pfundsammlung. Auch das Ergebnis unserer Pfundsammlung vom 21. März dieses Jahres war gut. Unsere Oemeindemftglieder haben zu unserer (ienutrtuung insbesondere auch Lebensmittel für das Pessachfest gespendet; wir können also viele bedürftige Familien versorgen. An dem schönen Erfolg haben vor allem unsere Bezirksleiter und -lertertnnen und Obmänner wesentlichen Anteil. Durch das Zusammentreffen verschiedener Veranstaltungen schien die Durchführung der Pfundsammlung diesesmal gefährdet, doch sind erfreulicherweise Helfer und Helferinnen noch im letzten Augenblick in die Breschi gesprungen, so daß die Sammlung in vollem Umfange durchgefühn werden konnte. Alle Sammler und Sammlerinnen mußten außer ordentlich angestrengt arbeiten, um dem Werk zum vollen Erfolg zu verhelfen. Allen, die dabei so uneigennützig mitgewirkt haben, sei an dieser Stelle herzlichst gedankt. Leipzig, den 1. April 1935. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig Warnung. Falls eine Frau Sclma Levy, Leipzig Cl, Gustav-Adolf-Straße 42 wohnhaft, an üemeindemitglieder wegen Unterstützung herantritt, bitten wir dringend, dieselbe abzuweisen. Näheres erteilt auf Wunsch das Wohlfahrtsamt. Leipzig, den 1. April 1935. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Religionsunterricht als Pflichtfach. Nach den geltenden Bestimmungen muß jeder Schüler der religiösen Unterweisung seines Bekenntnisses zugeführt werden. Somit ist auch der jüdische Religionsunterricht von Staats wegen Pflichtfach für alle jüdischen Schüler und Schülerinnen. Der Religionsunterricht wird für die Schülerschaft, die nicht die jüdische Schule besucht, von den Religionsschulen I und II der Gemeinde erteilt. Leiter der Religionsschule I ist Herr Gemeinderabbiner Cohn, Leiter der Religionsschulc II Herr Gemeinderabbiner Dr. Carlebach. Den Schülern und Schülerinnen der jüdischen Schule steht es frei, auch am Unterricht der Rcligionsschuleu der Gemeinde teilzunehmen. Leipzig, den 28. März 1935. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Anmeldung der Schüler zur Religionsschule I. Neuanmeldung und Aufnahme von Schülern und Schülerinnen für die Religionsschule I findet am Sonntag, 14. April 1935, von 10—12 Uhr, im Gemeindeamt, Waltcr-Blümel-Straße 10 I, statt. Bei der Neuanmeldung ist in jedem Fall der Geburtsschein (Familienstammbuch) mitzubringen. Leipzig, den 28. März 1935. Der Direktor der Religionsschule I Rabbiner Cohn. Anmeldung der Schüler zur Religionsschule II. N e u a n m e 1 d u n g und Aufnahme von Schülern und Schülerinnen für die Religionsschule II findet am Montag, 29. April 1935, von 15'/,—16»/, Uhr, im Gebäude der Ephraim-Carlebach-Schule," Gustav-Adolf-Straße 7, statt. Bei der Neuanmeldung ist in jedem Falle der Geburtsschein (Familicnstammbuch) mitzubringen. Leipzig, den 28. März 1935. Der Direktor der Religionsschulc II Rabbiner Dr. Carlcbach. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst. Freitag, den 5. April, Abendgebet 19 Uhr mit Predigt. Sonnabend, den 6. April, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebct 19 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 19,34 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 12. April, Abendgebet 19 Uhr. Sonnabend, 13. April, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 19,15 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgehet 19,47. Gottesdienst au Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, d. 5. April, Abendgebet 19 Uhr. Sabbat, den 6. April, Morgengebet 8,30 Uhr, Mincha 17 Uhr, Ausgang 19,34 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, d. 12. April, Abendgebet 19 Uhr. Sabbat, d. 13. April: Morgengebet 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 19,47 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr. Abendgebet 19 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge. Keilstr. 4. Freitag, den 6. April, abends 19 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr; Mincha 18,30 Uhr; Ausgang 19,34 Uhr. Sonntag früh 7,15 Uhr. Wochentags früh 7 Uhr, abends 19 Uhr. Synagoge „Ohel Jakob", Pfaffendorfer Str. 4. Freitag, 5. April, abends 19 Uhr. Sonnabend, 6. April, früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 19,34 Uhr. — Wochentags: Früh 7 Uhr, Mincha 19 Uhr. Personenstandsnachrichten ßarmizwas: Am Sonnabend, 13. April, Gerhard Alfred Pfingst, Sohn des Herrn Arnold Pfingst und der verstorbenen Frau Erna geb. Müller, Dresden, (iodeffroystr. 47, in Leipzig, in der Gemeindesynagoge.