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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-04-05 · 14 (5.4.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
14 (5.4.1935)
Date
1935-04-05
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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5. April 1935 Seite 3 HCUtB, sonnaaena zo our Gesellsehnftsiilißiiil des Bnr Kochba -im Krystallpalast, Blauer Saal und Nphr-n^älp- Krstklassise Tanzkapelle — Büfetts Eintritt für Nichtmitglieder 1.50, für Mitglieder 1.— Leipzig/Berlin Martin ]acob Hcya |acob geb. ]amsdion Vermählte Jerusalem Gemein dem if gl teder! — Elfern! — ]ugend! Kommt alle am nädisten Montag (8. April 1935) 20 Uhr Ins Kunstlerhaus. Es sprechen: 1. Paul Yoghi Mayer, Berlin: „Glauben und arbeiten". Zur Lage der deutsch-jüdischen Jugend. 2. Dr. Alfred ]acoby, Leipzig: „Deutsches Judentum und Wehrfrasje". Reithsbund |ttd. Frontsoldaten, Ortsgr. Leipzig. Sportverein „Sdflld", Leipzig. Aus der Schluß anspräche des scheidenden Direktors hörte man die Hefe Rührung, die den Jubilar ob der zahlreichen Kundgebungen lies Dankes bewegte. Frei von aller Eitelkeit glaube er den ihm erwiesenen Dank verteilen EU müssen auf die kleinen und großen Qönner der Schule, auf Max Rosenfelder, Samuel Hodes und H>. Kroch, deren hochherzigen Zuwendungen der Löwenanteil zukomme an dem Fortbestand der Schule, die allzu oft durch schwere finanzielle Bedrängnis gefährdet war. Nur mit Hilfe dieser Stiftungen habe er das ihm anvertraute Schifflein an manchen Klippen und 1 Inbilden vorbeiZUSteuem vermocht. Wenn er weiterhin freudige icnugtuung empfinde über die ihm dargebrachten Daukcskund- ^ebungen, so vor allem auch deshalb, weil er in dem vielfältigen \usdruck der Anerkennung in der Annahme bestärkt werde, der Ulee der jüdischen Bildungsanstalt an sich den Beifall der Gemeinde zuschreiben zu können. Im Kähmen dieser denkwürdigen Veranstaltung fand die Abgangsfeier der Schüler der ersten Volks- und Realschulklasse statt. Vach Günther Obstler sagte Anni Hof mann im Namen der abgehenden Schüler mit viel Anmut und (irazie ihre Ansprache her .nid erwies sich der hohen Pflicht, dem scheidenden Direktor einige warme Dankesworte zu sagen, durchaus würdig. Herr Direktor Dr. Carlebach wandte sich in bewegten Worten seinen langjährigen Schützlingen zu, die zu einem Zeitpunkt in ein feindliches Leben treten müssen, da besonders hohe Anforderungen an Charakter und listige Konstellation des jüd. Menschen gestellt werden. In einem :. insinnigen Uleichnis drückte er den Zöglingen sein Bedauern aus, daß er gleich Chatam Sofer genötigt sei, von den einzelnen Schülern Ebschied zu nehmen, ohne jedem einzelnen ein letztes inniges Geleitwort sagen zu können, das zu sagen, wozu es ihn so sehr dränge. Seine Zöglinge werden auch ohne den individuellen Abschied lie wertvolle Erinnerung an eine überragende Persönlichkeit und meldendes Vorbild mit auf den Lebensweg nehmen. Hörten wir licht von Pvthagoras, dessen Jünger an ihm eine goldene Hüfte zu eben glaubten! Diese goldene Hüfte haben nur die Meister, leren Worte mau weitergibt und hinzufügt, gleich den Jüngern Ies Pvthogoras: autos epha, er selbst hat es gesagt. M. A. Unsere Gemeinde. Spenden-Ablösung Dr. Max Meyer und Frau anläßlich der Verlobung ihrer Tochter. Pessach 1935. Das jüdische Erleben der jüngsten Zeit hat bei kielen unserer Brüder und Schwestern den Wunsch nach Vertiefung des Judentums hervorgerufen; das Streben, die jüdische Verbundenheit stärker bewußt zu machen, kann insbesondere durch die Teilnahme an Scder-F eiern gestützt werden. Es ergeht deshalb an alle diejenigen, die die Seder-Abende in ihren Häusern der Über- Hierdurch die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, der frühere twrundfttückNinakler Alexander ütrauss nach langem Leiden im 6Q. Lebensjahr am 28. März 1935 verschieden ist. Auf Wunsch des Verstorbenen wird dies erst nach erfolgter Einäscherung bekanntgegeben. Leipzig N 22, den 2. April 1935. Frickestraße 2 Frau Agnes Strang* geb. Speyer im Namen aller Hinterbliebenen. lieferung entsprechend begehen, die herzliche Bitte, daß sie, soweit sie dazu irgend in der Lage sind, durch Einladungen möglichst vielen, denen eine eigene Seder-Veranstaltung nicht möglich ist, Gelegenheit zur Teilnahme an diesen Feierstunden geben. Seitens der Oemeinde wird auch geplant, für solche, denen keine Möglichkeit zur Teilnahme an einem Seder gegeben ist, gemeinschaftliche Seder-Feiern vorzubereiten. Uni eine Übersicht darüber zu gewinnen, mit wieviel Teilnehmern an solchen Feiern gerechnet werden kann, wird um entsprechende Mitteilung an das Israelitische Gemeindeamt Walter-Blüinel-Straßc 10, bis 12. April gebeten; neben der Anzahl der Personen ist es wichtig zu wissen, wer an einem oder an beiden Seder-Abenden teilnehmen möchte. Die Kosten müssen von den Teilnehmern selber getragen werden; sie dürften für den Abend etwa Mk. 1.50 bis 2. betragen. Verschiedentlich ist der Wunsch geäußert worden, daß von sachkundiger Seite Einführungskurse in die Lithurgie und die Gebräuche der S e d e r - A b e n d e abgehalten werden. Herr Oherkantor L a m p e I hat sich freundlicherweise bereit erklärt, einen solchen Kursus abzuhalten. Diejenigen, die an ihm teilnehmen möchten, wollen sich Montag, den 8. April, 20'/? Uhr, im Sitzungssaal der Israelitischen Religionsgemeinde, Walter-Blümcl- Straße Ulli, einfinden. Vorgesehen sind drei Abende. Feriensprechstunde der Schulleitung der Ephraim - Carlebach - Schule. Die Schulleitung der Ephraim-Carlebach-Schule teilt uns mit, daß die Sprechstunden während der Ferien, d. i. vom 5. bis einschließlich 23. April 1935, werktäglich von 11—13 Uhr im Amtszimmer Gustav-Adolf-Straße 7 abgehalten werden. Bevorstehende Veranstaltungen 6. April: Bar Kochba: Makkabi-Fest im Kristallpalast. 7. April: Esra-Jugend: Abraham Wolf: Bildungsprobleine in der orthodoxen Jugend. S. April: Reichsbund jüd. Frontsoldaten. „Schild" und Bund deutschjüd. Jugend: Gemeinde- und Mitgliederversammlung. 9. April: Kulturbund deitscher Juden, Ortsgruppe Leipzig: April- Veranstaltung. 13. April: Gitta Alpar - Camilla Spira. 20. April: Konzert- und jüd. Liederabend Michael Millet. 21. April: Lastinanns ostjüdisches Künstlerkabarett und Konzert. 27. April: Gesellige Vereinigung deutsch-jüd. Berufstätiger (ü. V.): 4. Musikalischer Abend. 5. Mai: Jubiläumsabend Walter Lewens. Jüdischer Kulturbund Nur für Mitglieder Gastspiel des Kulturbnndtheafers Berlin Dienstag 9. April, 8 Uhr p ü n k 11., im Weißen Saal des Zoolog. Gartens _ _ Aprilbeiträge zahlen La serva padrona, Oper von Pergolese # ri_jchtbildkarten Der Sdiauspleldlrekt.. Operette v. Mozart nicht vergessen!

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