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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-03-15 · 11 (15.3.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
11 (15.3.1935)
Date
1935-03-15
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 GEVIEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIOlONSQEMEiNDE ZU LEIPZIQ 15. März 1935 des oder die zartrfihrende einei kleinen Schafhirten handelt, um den 11 ick. wir man mit Skorpionen umzugehen hat, oder um die zwei Jungen, die der Sturm im selbstgemachten Boot auf hoher Sei' überrascht, um die Unterkunft unserer ausgewanderten Bachstelzen im Lande der Viter, um die Liebenswürdigkeit dea groBen Dichter;. Bialik mit den Kindern von Tel Aviv oder um das Melonenfeld in der \\ liste, das der riesige Araber bewacht. Dies und einiges mehr also steht Im ..Retter von Chula", dem neuen, mit reizenden Bildern von Hein/ Wallenberg geschmückten, jüdischen Jugend' buch, das jedem etwas zu bieten bat, Knaben und Mädchen, Jüngeren und Alteren und selbst Erwachsenen. Konzerte In Qenia Wilkomirska lernten wir eine Künstlerin von feinster Musikalität kennen. Ihre <^nt durchgebildete Sopranstimme gehört der französischen Schule an. Da sie ihre Vortragskunsl mehr auf äußere I einheften abstimmt, kamen die Lieder von Mozart und Beethoven und vor allem die „Dichterliebe" von Roh. Schumann nicht /n ihrem vollen Recht, diese Lieder verlangen unbedingt seelische Vertiefung. Dagegen lagen ihr die Lieder von Eatire und Bi/et ausgezeichnet. Die zwei Erstaufführungen von Mirou Jacob, Leipzig, „Altes Lied Kaum sahen wir uns" sind ansprechende Lieder, besitzen aber keine persönliche Note, durch die sprühende Klavierpartie kann man tiein zweiten Lied den Vorzug gehen. Mit den Volksliedern, die sie in russischer, spanischer, polnischer und hebräischer Sprache sang, errang sich die Künstlerin den größten Erfolg, sie verstand c, darin Temperament und (irazie aufs beste zu vereinen. MH besonderer Innigkeil s.mg sie das hebräische Lied „scholaum row", das begeisterte Publikum wurde von der Künstlerin mit mehreren Zugaben belohnt. \n dem künstlerischen Erfolg des Abends hatte Alfred Simon als feinsinniger Klavierbegleiter stärksten Anteil. Man möchte unseren Kouzertdirektionen anraten, in Zukunft die Programme ausführlicher zusammenzustellen. Unter die Liedertexte gehört unbedingt die Angahe der Dichter, und bei allen Komponisten die Bezeichnung der Vornamen. tt. Jüdischer Sport. Am letzten Sonntag weilte die „Berliner Sportgemeinschaft 1933" mit einigen Mannschaften beim hiesigen „Schild" zu Gast. Mit dem Spiele der „Alten Herren" begannen die Wettkämpfe, 3:3 endete das mit großem Eifer durchgeführte Treffen. Die beiden Damcn- Handballmannschaften trennten sich ebenso unentschieden (0:0). Den Abschluß bildete der Kampf der beiden ersten Herren-Handhallmannschaften, den Berlin verdient 4:1 gewann. Die (iäste zeigten das technisch reifere Können, nur schade, daß die schlechten Bodenverhältnisse das Spiel so sehr beeinträchtigten. Unter den Zuschauern Infamien sich viele Teilnehmer des an diesem Sonntag hier tagenden Landesverbandes des R. j. F. Als Vertreter des hiesigen „Bar Kochba" war seine jüngste Mannschaft entsandt, welche die „Schild"- Knaben vorher besiegte. Die beiden Herren Rotter vom „Bar Kochba" Schiedsrichterten das erste und letzte Spiel des Tages in äußerst korrekter und einwandfreier Weise. Die erste I ußballmanntchaft des „Schild" konnte sich dem (iast nicht zum Kampfe stellen, da sie am Sonntag das erste Meisterschaftsspiel um die Landesmeisterschaft in Chemnitz gegen den dortigen „Schild" auszutragen hatte. Mit 8: I Toren wurde Chemnitz besiegt, trotzdem ist es der Verteidigung anzuraten, nicht so leichtfertig auch in einem derartigen Kampfe zu operieren, denn Meisterschaftsspiele müssen von Anfang an äußerst ernst genommen werden. Der Sportverein „Bar Kochba" hatte die für den letzten Sonntag angesetzten Spiele wegen des schlechten Bodens abgesagt. Deka. Herausgegeben vom Vorsund der israelitischen Reiiponsgemeinde in Lelpug. Schriftleitung: Oemeinderabbiner Gustav Cohn, Leipzig C1, Waller Blümel-Str. 10,III. Anzeigen : Verlag Elsa Qoldfreund, Leipzig 05, CichoriusstraBe Ja. Anzeigenleiteri Ernst Ooldfreund, CichoriusstraBe 2a. Für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Plätzen wird keine Gewähr übernommen. Druck: Druckerei der Werkgemeintchaft, Leipzig Cl, Brüderstr. 19. Für den Inhalt der Inserate übernehmen Gemeinde vorstand und Schriftleitung keine Verantwortung Vereinsnachrichten. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe Leipzig. Ge- F""""! schaftsstelle: Leipzig Cl, Markt 8, Tr. A, Telefon 70231. If)1l7l I. Alle Kameraden stellen am Sonntag, den 17. März., ■ ■Clfl iii lei (iemeindesynagoge, (iottschedstraße, pünktlich Vi A 10,30 Uhr zum Ordnungsdienst. Schwarzer Anzug und ^{^r Zylinder erwünscht. Orden und Ehrenzeichen sind anzulegen. 2. Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß jeder Kamerad bis spätestens IL Marz 1935 bei seinem zuständigen Polizeirevier den Antrag auf Verleihung des Frontehren kreuzet in seinem eigensten Interesse eingereicht haben muß. Bund deutsch-jüdischer Jugend. Alle Jungens und Mädels treffen sich Sonntag, 17. i.. um 1 .11 Uhr in der Synagoge zur lleldengedeukfeier. Zionistische Vereinigung Leipzig. Wir weisen unsere Mitglieder auf die Trumpeldor-Veranstaltung am 16. ds. Mts. und auf unsere P u r i in f e i e r am 10. ds. Mts. hin und bitten tun recht zahlreichen Besuch. (Vergl. Inserate in dieser Nr.. iL (iemeindebl. Staatszionistische Organisation. Wir weisen darauf hin, daß unsere Kundgebung „Palästina oder Erez. Jisrael" aus technischen Gründen erst am 17. März stattfindet. (Näheres siehe Inserat.) Oneg Schabath für unsere Mitglieder und von diesen eingeführte Gäste Sonnabend, den 16. März, 17 Uhr, bei S. Heim, N 22, Frickestr. 2. Gesellige Vereinigung deutsch-jüdischer Berufstätiger ((i.V.). Am Mittwoch, den 20. März, 21 Uhr, spricht in den Räumen der Leipzig-Loge, Arndtstr. I, I ran Rabbiner Eise Cohn über „Die geistige Aufgabe des Judentums", (iäste herzlieh willkommen! I >er Verein Polnischer Kauflcutc und Gewerbetreibender e. V. Leipzig veranstaltet am Sonnabend, den 23.3.. um 12 Uhr in der Synagoge Ohel Jakob, Pfaffendorfer Str., unter Mitwirkung tles Oberkantors Herrn Wilkomierski und Chor unter Leitung des Herrn Rambam, einen Gottesdienst anläßlich des Namenstages des Herrn Marschall Pilsudski. Alle polnischen Staatsbürger werden gebeten, an dieser Leier teilzunehmen. Zugleich veranstaltet tler Verein am Sonntag, den 24. 3., um 20 Uhr im Krystall-Palast (Illauer Saal) eine Pilsudskl-Feier verbunden mit künstlerischen Darbietungen und ranz. Mitglieder, sowie alle poln. Staatsangehörigen werden hierzu höflichst eingeladen. Eintrittskarten zu M. I. und M. 0.50 sind erhältlich in der Geschäftsstelle und bei den Vorstandsmitgliedern. Um recht zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Achtung! Synagogenkonzert! Haben Sie sich schon eine Karte für den 24. März besorgt? Die Nachfrage ist groß, sichern also auch Sie sich eine Karte zum Konzert tles Collegium musicum und Psalterion-Chores. Die Eintrittspreise sind mäßig: 2. , 1,50 u. I. M. Kulturbund deutscher Juden. Am Mittwoch, den 27. März, findet ein Gastspiel der bekannten und gefeierten Künstlerin I ran Dela Lipinskaja statt. Voraussichtlich wirtl das Theater tles Berliner Kulturbundes am 9. April mit „la serva padrona" von Pergolese und dem „Schauspieldirektor" von Mozart gastieren. Achtung, jüdische Arbeitnehmer und ehemalige Gewerkschaftsmitglieder! Für diejenigen Angestellten und1 Arbeiter aller jadischen Richtungen, die bis zur nationalen Umwälzung einer Gewerkschaft angehörten, veranstaltet die Ortsgruppe Leipzig tles C. V. eine Versammlung mit dein Thema: „Die Rechte aus tler Zugehörigkeit zu den früheren (iewerkschaften". Referenten sind Arbeitsgeriehtsrat LR. Dr. Mannes und Syndikus Sabatzky. Jedem Angestellten wird in seinem eigenen Interesse empfohlen, au der Veranstaltung teilzunehmen. Die Versammlung findet in den Räumen tler Leipzig- Loge, Arndtstr. I, statt und beginnt 20,10 Uhr. Zionistische Vereinigung Leipzig. Auf Grund zahlreicher Anfragen unserer Mitglieder weisen wir darauf hin, daß nach den Feststellungen bei unserer Berliner Zentrale der in der letzten Nummer dieses Blattes angekündigte Palästina-Film mit dem von tler Zionistischen Organisation hergestellten und in Kürze in Deutschland eintreffenden großen Palästina-Tonfilm nicht identisch ist, und daß die Zionist. Organisation tlem hier angekündigten Lilm völlig fernsteht. Sportverein „Schild" Leipzig. Geschäftsstelle: Markt 8, Auffgang A, III. Sportplatz: Thekla, Thcklacr Straße, Endstelle der Linie 1. Turnhalle: Sidouienstraße 14 (Dtimassche Privatschule). Schwimmabteilung: In Zukunft findet unser Schwimmtraining im Carolabad, Dufourstr. 14b, Dienstags ab 18 Uhr, Sonntags ab 8 Uhr früh, statt. Der gesamte Sportverein „Schild" nimmt au der von der Gemeinde und dem R. j. F. veranstalteten Helden gedenkfei et am Sonntag, den 17. März, vorm. 11 Uhr, geschlossen teil. Die Sportkameraden »reffen sich um 7.11 Uhr im kleinen ßetsaal der Synagoge, (iottschedstraße. Es erfolgt gemeinsamer Einzug in die Synagoge. Wir weisen besonders darauf hin, daß tlas Erscheinen zu dieser Gedenkfeier Ehrenpflicht eines jeden Sportkameraden ist, und bei Nichtentschuldigung Bestrafung erfolgt. Der Trainings- und Spielbctrieb auf unserem Sportplatze am Sonntag, den 17. März, beginnt infolge der Gedenkfeier erst nachmittags 2 Uhr. Jüdischer Sportverein Bar Kochba e.V. Leipzig. Achtung . Generalversammlung! Wir geben allen unseren ^k Mitgliedern auf diesem Wege davon Kenntnis, daß die VfJk^aW diesjährige Generalversammlung nach dem Makkabi- 1 j f |( Zusammentreffen stattfindet. JawfJpJk Das Training sämtlicher Abteilungen fällt wegen Vorbereitung für das Jugendfest bis zum 21. März einschl.aus. ~ Tischtennis-Abteiig. Der Übungsabend am Sonnabend fällt aus. Nächstes Training Sonntag, den 17.3, von 3 -7 Uhr. Keren Kajemeth Lejisrael. Das passende Purim-Oeschenk! Wollen Sie Ihren Kindern eine wahre Purim-Frcudc bereiten, dann schenken Sie ihnen, das neue Aliab-Spiel. Das Gesellschaftsspiel für jung und alt. Bestellung beim KKL-Sekretariat, Keilstr. 4. Tel. 10211. Es kostet nur Mk. 1.25. Die jüdische Jugend marschiert auf! 4(X) Jungen und Mädels werden am 21. März im Großen Saal des Zoo ihren Eltern zeigen, wie der Bar Kochba für ihre Ertüchtigung arbeitet. Mit jüdischen Liedern, turnerischen Vorführungen und Spielen werden ihnen ihre Kinder einen Ausschnitt aus der Jugendarbeit des Bar Kochba vorführen. Auch Sie werden sich mit Ihren Kindern freuen, wenn Sie den Elternabend besuchen, den diese für Sie veranstalten.

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