Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 11 (15.3.1935)
- Date
- 1935-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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15. März 1935 Dienstag, den 19. März 1935 zu „Purim" Nachmittag» von 4 bis 6.30 Uhr für sämtliche jüdische Kinder Das grosse „Purim-Fest" mit „Mordechei, Haamann und Ester", Kindertänzerinnen, Marionetten u. a. Darbietungen Jedes Kind erhält 2 Oeschenke und 1 Hummenta«che-Eintritt: Kinder - 50 Pfg. und Erwachsene -.50 Pfg. Abondn »so Uhr: Der große „Pnrim-Feat-Ball" mit prominenten Künstlern Po'i» Wiliamorvka, Sridy Bienenstock, H Rig<ll, Fany Zuckmantel, Chaim Zschzatz in ihren neuen Repertoiren~PJPJPj| Jeder Besucher erhält 1 HummentaMche «raiis - Stimmung — Humor — Überraschungen und Qeschenkverteilung Tanxkapclle (Jebr. S e o 1 i g mit ihren Künstlern Qäste im Kostüm willkommen — Eintrittspreis: 1.— RM. — Zivile Preise wie im Kaffee 0 e s a m 11 e i t u n g: A. Lastmann Krystall l'alaxt — Blauer Saal, I. «tage Kabarett-Abend Jttd. Künstler Leitg.: W. Meyerstein — Monnabeud, den HO. Mar« KUWi Uhr, Int Blauen Saal — Krintall-I>ala»t — 2 Stunden Lathen am laufenden Band!!! ^mZSPSSJET* WilliflUI BßrilCr konferiert das große Programm Berlin, u. Leipz Künstler Eintnttsk rten zu l.-, l.M, I.— bei den bek Vorvrk.-Stellen u. an der Abendk. Keine Freikarten! Schwarzhörer und Selbst-Raslerer zahlen Kegen Ausweis doppelte Eint'ittspreise! Morgen Sonnabend, 16. März, 7 u. 9lsUhr Krystmipoiast einmalige Vorführung des Palttstinafllms Jas neue Palästina" Karten für die 7 Uhr Vorstellung RM. —.80; tUr die 9.18 Uhr Voratellunc RM. 1.— in der Leihb. Neumann, Pass. Königsh. u. soweit vorrätig a. d. Abendk. beurteilt: „Dieses Werk stellt einen Versuch dar, Wesen und Entfaltung des Kulturbcwußtseins in Beziehung zur Vitalkraft zu ergründen. Auf biophilosonhischcr Grundlage wird eine neue Trieblehre aufgebaut. Die Gestaltung des Bewußtseins wird bis zu seinen höchsten Leistungen (Abstraktion, Moral, Schauen, schöpferisches Askctentum, Überwindung der Ratio) verfolgt; die wesentlichen Probleme innerhalb der Gebiete der Erkenntnistheorie, der Ethik und der Ästhetik, sowie der Biologie werden von einem einheitlichen Gesichtspunkt aus erforscht und beleuchtet. In einer grundlegenden Untersuchung werden neue Aufschlüsse über das Unbewußte — in Ablehnung der Ansichten Sigmund Freud», insbesondere seiner Lehre von Todestrieben — sowie über die Lebenskräfte des Glaubens und der Religion gewonnen. Es entstellt ein weltumspannendes System einer Lebensphilosophic, die in eine „Metaphysik der Triebe" mündet. Sie gelangt zum Schlußergebnis, daß der Erkenntnistrieb einen Durchbruch der vitalen Systemgeschlossenheit bewirkt und als Lebenswecker zugleich einem Maximum der Entvitalisierung zustrebt. Es ist das Schicksal des „höheren Lebens, heroisch den Erkenntnistod zu sterben" — lautet der Schlußsatz dieses Buches. Es ist ein Werk von epochaler Bedeutung, das über die Grenzen der Fachwissenschaften hinaus allgemeines Interesse beanspruchen darf. Reich an Gehalt, an fruchtbaren Gedanken und an Ergebnissen von unabsehbarer Tragweite, besitzt es auch die moralischen Vorzüge einer strengen Folgerichtigkeit und einer — heute seltenen — Klarheit des Aufbaus, verbunden mit einer eigenartigen Prägnanz in der Darstellung." Jtaatszionistisdie Organisation -Leipzig- KUNDGEBUNG Nicht heute, sondern morgen, Sonntag, den 17. Marz, 20 Uhr in der Turnhalle der Höheren Israelitischen Schule (nach einleit. Oedenkwort. f. Trumpeldor): Mdiard Telz Talästina oder trez Jisrael Um der Würde des Totengedenkens willen nehme man die Plätze bis 19.45 Uhr ein. Während der Oedenkworte bleibt die Halle geschlossen. Karten: —.40 (Jugend und Erwerbslose —.20) E. Smoily, Der Retter von Chula. Jüdische Jugcndgcschichtcn ans dem neuen Palästina. Mit neun ganzseitigen Bildern von Heini Wallenberg (Erich Reiß Verlag Berlin). Das ist das Schöne an den Geschichten dieses Jugendbuches, das einen der angesehensten Jugendschriftsteller Palästinas zum Verfasser hat: Daß jede einem Appetit auf die nächste macht. Daß der jüngste Leser davon mitgerissen wird, und daß der Erwachsene nicht weniger das Seine dabei findet. Dass aus diesem Buch die freieste und frischeste Luft weht. Der „Retter von Chula" ist ein junger Held, ein jüdischer, ein palästinensischer, aber zugleich der jüngste Bruder aller namenlosen und berühmten Helden, ob sie nun durch die Prärie oder die Tundra, die Steppe oder die Wüste reiten; der Retter von Chula reitet nachts während eines jener unheimlichen palästinensischen Regen zur Stadt um Hilfe, da die Kolonie überfallen wird, er reitet und rettet, und wie er es tut, das ist spannend, wie nur ein Ritt ums Leben sein kann. Der „Retter von Chula" ist eine von den neun Geschichten des Buches, die jede ein anderes Milieu, andere Charaktere und eine andere Art von Erlebnis schildern, und die doch alle eines gemeinsam haben: die Spannungskraft, die Romantik, die einlache klare Linie des Geschehens, ob es sich nun um die tollkühne Geschichte eines Pfcr- RESTE UND ABSCHNITTE SOHDÜlil Die zu enorm Billigen preisen! ^iSii^S