Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 7 (15.2.1935)
- Date
- 1935-02-15
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Februar 1935 ____QEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIOIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 Bund Deutsch-Jüdischer Jugend Sonnta«, 24. Februar 1958, pktl. 16 Uhr Im Künstlerhaus am NIMsdiplatz (Or. Saal) im Rahmen des Arbeitstages mC 11 mM j J [5* I 1 ■ |k| Es spricht: Der Bundesleiter Heinz Kellermann, Herlin. *^ i^i Es singt; Der Bund. Es spielt: Die Pimpfengruppe. Niederstetten C arola Wulf Fred Silberateiii Verlobte Leipzig Statt Karten Für die mir anläßlich meines 75. Geburtstages erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danke ich Allen herzlichst. Leipzig. 7. Febr. 1935, Oohliser Str. 6 p. Sally Kestenbaum. Nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, ging meine geliebte Frau, unsere liebe gute Mutter, Frau Gertrud Phillppsberg geb. Bacher, im 64. Lebensjahr von uns. Leipzig, 8. II. 35. Hermann PhUlppsbersr Funkenburgstraße 17. für alle trauernden Hinterbliebenen. O Ihre Blumen von Lance & Taucbaer Str. 16 — Tel. 2 87 89 — Lieferung Ins Haus Tätigkeit einstellen mußte. Gerade in einer Zeit, wo es dringend notwendig war, das erwachende Gewissen und Solidaritätsgefühl des jüdischen Publikums auf den jüdischen Handwerker /u lenken. Konnte der Verein nichts unternehmen. Dein Ernst der Zeit Rechnung tragend, wurde nunmehr im Januar 1931 der Verein von neuem ins Leben gerufen. Als erstes erfolgte die Mitgliederwerbung. Im I aufe des Jahres wurde die Mitgliederzahl um rund 100" 0 erhöht. Heute zählt der Verein 70 Mitglieder, l erner haben regelmäßig Mitgliederversammlungen stattgefunden, in welchen von berufenen Sachkennern (Syndikus Sabatzky, Dr. Fleiß u. a.) über jüdische Wirtschaftslagen interessante Vorträge gehalten wurden. Als zweite wichtige Aufgabe wurde die Kundenwerbung für die Mitglieder aufgenommen. Die Propaganda hat mit der Veröffentlichung der Mitgliederliste im Uemcindchlatt begonnen und wurde durch Versand eines Kalenders zu Kusch Haschana, Reklame im I lilircr durch die Palästina-Ausstellung, Lautsprecherpronaganda, sowie Verteilung von 10000 Mitgliederlisten bei jüdischen Veranstaltungen u. a. fortgesetzt. Diese Propaganda hat so manchem jüdi- ■ hen Mitbürger den Weg zum jüdischen Handwerker gezeigt. Die I leschäftsstelle hatte in zahlreichen Fallen Gelegenheit, Anfragen des jüdischen Publikums nach jüdischen Handwerkern durch Hinm eis auf die Mitgliederliste zu erledigen, welche in Zukunft regelmäßig jeden Monat im Cieiucindeblatt erscheinen wird. Mit dem Wunsche, daß die leider wiederkehrende Gleichgültigkeit dem jüdischen Handwerker gegenüber bald ganz schwinden möge, schloß ■ oll. Singer seinen Bericht. Nach dem Kassenbericht und dem Bericht der Revisoren gab lie Versammlung dem Vurstand einstimmig Entlastung. Nach erster Neuwahl setzt sich der Vurstand wie folgt zusammen: lekermeister L. Schmeidler, 1. Vursitzender; Uhrmacher M.Singer, Vorsitzender; Kürschner S. Jäckel, Kassierer; Buchdrucker R. Siall, Schriftführer; Schuhmacher J. Barr, Kürschner N. Fränkel, nneider M. Hoffmann, Schneider 1. Silbermann, Buchdrucker i. Zeidlcr, Beisitzer. Der Vorsitzende richtete an die jüdische ientlichkeit die Bitte: „Denkt an die jüdschen Handwerker!"; berichtigt bei Vergebung von Aufträgen die Handwerker, welche if unserer jeden Monat im ücmcindeblatt erscheinenden Mitliederüste verzeichnet sind. In allen jüdische Handwerker betrefnden Angelegenheiten gehen die Vurstandsmitglieder und die üeliäftsstelle bereitwilligst Auskunft und nehmen Anmeldungen ent- <gen. I. S. V. Bar Kothba e.V., Leipzig Mittwoch, 20. Febr., 20.15 Uhr im Weißen Saal des Zoo. I. Kultur-Abend Ludwig Hardt „Von Heine bis Sdiolem Aleirhem" Um pünktliches Erscheinen wird gebeten, da während der während der Vorträge die Saaltüren geschlussen bleiben. Eintrittskarten zum Preise von RM. 1,—; 1,50 und 2,50 in der Geschäftsstelle Brühl 45 (Hof) und an der Abendk. [ Aufführung des Berliner Betar Makkabäer von Heute 24. Februar 1935, 2015 Uhr, im Kr > stall pal ast | Neue und alte BUdier bei N.W. Kaufmann, Brühl 8. | Bevorstehende Veranstaltungen 19. Februar: Berufstätigen-Gruppe des Jüd. Frauenbundes: Ausspracheabend. 20. Februar: 1. Kulturabcnd des Bar Kochba in. Ludwig Hardt im Weißen Saale des Zoo. 24. Februar: Staatszionistische Organisation: Aufführung „Makkabäer von heute". 24. Februar: Bund deutsch-jüdischer Jugend: Arbeitstagung und Kundgebung im KUnstlerhaus. 26. Februar: Frauenverein „Ruth": Geselliges Beisammensein. 2. März: Beatrice Waghalter: Messe-Gastspiel 1. Abend. 3. März: Schachwettkampf Bar Kochba, Leip/ig Jüdischer Schachklub, Chemnitz. 4. März: Reichsbund jüdischer Frontsoldaten: Messefest. 5. März: Beatrice Waghalter: 2. Abend. 6. Mär/: Beatriee Waghalter: 3. Abend. 12. März: Jüdischer Frauenbund und Wizo: Frau Dr. Moses: Europäische und jüdische Musik. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst. Freitag, 15. Februar, Abendgebet 17,30 Uhr. Sonnabend, Ib. Februar, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 17,40 Uhr, anschließend Lehrvortrag; Abendgebet 18,11 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagogc. Gemeindesynagoge. Sabiiatgottesdienst: Freitag, 22. Febr., Abendgebet 17,45 Uhr mit Predigt. Sonnabend, 23. Februar, Morgengebet 9 Uhr, Jugendgottesdienst mit Predigt 15,15 Uhr; Nachmittagsgebet 17,50 Uhr, anschließend Lehrvortrag, Abendgebet 18,23 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Ez-Chaim Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, den 15. Februar: KULTURBUND Ortsgruppe Leipzig Werbekonzert Donnerstag, den 21. Febr. 1985, abends H Ihr pünktlich im Weißen Saal des Zoolog. Oartens. Ausgeführt vom Kulturbund-Orchester Berlin unter Leitung von Generalmusikdirektor Eogen Rosenstock. Solistin: Frau Tanja Ury, Klavier. Programm: Beethoven: Ouvertüre zu Ooethes Trauerspiel Egmont op.84 Schumann: Klavierkonzert A-moll op. 54 - Schubert: Sinfonie Nr. 7 C-dur, Andante. Allegro ma non troppo. Andante con moto. Scherzo. Allegro vivace. deutscher Juden Das Konzert ist gleichzeitig die Febmarveranstaltnng des Kulturbundes .„„.,, .... , , . „ «,-„ j.„ iz„i»urhund und Eintrittskarten für das Konzert sind im Büro des Kulturbundes, Leipzig, Goethestr. I, AnmC'te M. W. Kaufmann, D. Rosen N.chf., Wietepski, M.nelis, Zellner zu erhalten. Zu diesem Konzert haben ausnahmsweise auch Nichtnitglieder Zutritt.