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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-02-08 · 6 (8.2.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
6 (8.2.1935)
Date
1935-02-08
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 QEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG 8. Februar 193> 12. Februar: Verband jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit (Wi/o): Rabb. Dr. Prinz: Gespräche mit Eltern, n. Februar: Gemeinschaftsabend der C V.-Frauengruppe, Q. V., H. 1). J.J. und Sportverein „Schild" Vortrag: Frau Direktorin i. R. Burgheim „Durch Selbstbesinnung zur Selbsterziehung". 13. Februar: Aufklärungsabend des Wohlfahrtsamts: Dr. Solowectschik: Wie sollen wir wohnen? 19. I ebruar: Berufstätigen-Qruppe des Jüd. Frauenbundes: Ausspracheabend. 20. Februar: I.Kulturabend des Bar Kochba m. Ludwig Hardt im W eißen Saale des Zoo. 24. Februar: Staatszionistische Organisation: Aufführung „Makkabäer von heute". 24. Februar: Hund deutsch-jüdischer Jugend: Arbeitstagung und Kundgebung im Kunstlerhaus. 2b. Februar: Frauenverein „Ruth": Geselliges Beisammensein. 3, März: Schachwettkampf Leipzig Chemnitz im Felix-Goldmann- Heim. 4. Mär/: Reichsbund jüdischer Frontsoldaten: Messefest. 12. Mär/: Jüdischer Frauenbund und Vt'i/o: Frau Dr. Moses: Europäische und jüdische Musik. Amtliche Bekanntmachungen Altkleiderstelle. Die Wiedereröffnung der Altkleiderstelle in den neuen Räumen Jacobstr. 2 (Hinterhaus) findet am 11. Februar 1935 statt. Wir bitten, der Kleiderstelle Sachspenden in reichlichem Maße zur Verfügung zu stellen. (Abholung erfolgt auf Anruf von Telefon- Nr. 16890 oder 21382). Leipzig, den 5. Februar 1935. Wohlfahrtsamt der israelitischen Religionsgemeindc zu Leipzig. Pfundsammlung. Die N.S. Volkswohlfahrt wird von nun an bei unseren Gcmeindemftgliedern die Pfundsammlung nicht mehr durchfuhren lassen. Deshalb werden wir zufolge einer Vereinbarung mit dieser Stelle die Sammlung und die Verteilung selbst vornehmen. Wir bitten also alle (iemeindcmitgliedcr, ihre Spenden zur Pfundsammlung uns zukommen zu lassen. Wenn doch Sammler der N.S.- Volkswohlfahrt versehentlich zu jüdischen Familien wegen der Pfundsammlung kommen sollten, so können unsere Gememdemitglieder sich auf die vorstehende Vereinbarung berufen. Wir können unsere Pfundsammlung wegen der Kürze der Zeit am Sonntag, dem 10. d. M., noch nicht durchführen und werden in der nächsten Nummer des Oemeindeblattes bekanntgeben, wann und in welcher Weise wir sammeln lassen. Die vorstehende Regelung bezieht sich nur auf die Pfundsammlung und sonstige Sachspenden (Kleidungsstücke und dcrgl.) Die Geldspenden und die Eintopfsammlungen zum Winterhilfswerk werden dadurch nicht berührt. Ls bleibt dabei, daß unsere Glaubensgenossen hierzu beitragen und daraus berücksichtigt werden. Leipzig, den (). Februar l()35. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeindc zu Leipzig. Gottesdienste Gemeindesynagogc. Freitag, 8. Februar, Abendgebet 17,15 Uhr mit Predigt; Sonnabend, '>. Februar, Morgengebet ') Uhr, Nachmittagsgebet 17,25 Uhr, anschließend l.chrvortrag; Abendgebet 17,58 Uhr. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst. Freitag, 15. Februar, Abendgebet 17, j(l Uhr. Sonnabend. 16. Februar, Morgengehet 0 Uhr, Nachmittagsgebet 17,10 Uhr, anschließend Lehrvortrag; Abendgebet 18,11 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, den 8. Februar: Abendgebet 17.13 Uuf. Sabbat, ueu 9. I cuiüdi ■ Moigciigibct 8,3" Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 17.58 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgehet 17,15 Uhr. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schill-Str. Freitag, den 15. Februar: Abendgebet 17,50 Uhr. Sabbat, den 16. Februar: Morgengebet 8,10 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 18,11 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgehet 17,30 Uhr. Talmud-Thora-Synagoge, Kcilstr. 4. Freitag abend 17,15 Uhr. Sonnabend früh 8,30 Uhr; Mincha 17 Uhr; Ausgang 17,58 Uhr. Sonntag früh 7,30 Uhr; Wochentags früh 7,15 Uhr, abends 17,15 Uhr. Personenstandsnachrichten Geburten: 18. Januar 1935 Uscher Schapira und Helene geb. Kohen, Yorkstr. 6, einen Sohn „Bernhard". 20. Januar 1935 Leiser Friedman!) und Etka geb. Schumcr, Uferstraße 11, eine Tochter „Paula Thea". | Makkabäer von Heute? j^J Barmizwas: Am Sonnabend, 16. Februar, Simon Grimberg, Sohn des Hern Boruch Isaak Grimberg und der verstorbenen Frau Minna geh Sager, Yorkstraße Ii, in der Ez-Chaim-Svnagoge, Otto-Schill Straße. Trauungen: Sonntag, 10. Februar 1935, 5 Uhr nachm., Fräulein Lea Berget Plauen, mit Herrn Hermann Rosenbaum au* Leipzig, Uferatr.11 in Plauen. T o d e s f ä 11 e: 18. Januar: Sara Kummer, Reichsstraße 14. 18. Januar: Emma Rvchwalski, Hlndenburgstraße <>7. 19. Januar: Anna Rosenthal, Auenstraße 14. 21. Januar: Salomon Krauthamnicr, Eilenburg. 21. Januar: Friederike Salomon. Aucnstr. 14. 2b. Januar: Adele Wasserstrom, Kcilstr. 10. Aus dem Gemeindeamt. Bildungskurse der Gemeinde. Mit Rücksicht auf die Palästina woche findet der nächste Kursabend Dr. Markowicz erst am Montag. 18. Februar 1935, statt. Er wird das Unterthema „Dei religiöse Zionismus" behandeln und beginnt punktlich 211,)' Uhr im Sozialamt, I lumboldtstraße 13. In der jetzt beginnenden Woche finden folgende Bildungskursc statt: Montag, II. Februar 20,30 Uhr; Kurs Dr. Braude und Dr. Lipschütz (Sozialamt, Huin boldtstr. 13). Dienstag, 12. Februar: 19,30 Uhr: Kurs Dr.Wos kin: „Maimonides" (Hehr. Sprachschule, Pfaffendorfer Str. 4). Mittwoch, 13. Februar: 17 Uhr: Kurs Dr. Woskin: „Siddur (Flebr. Sprachschule, Pfaffendorfer Str. 4). Mittwoch, 13. Februar: 20,15 Uhr: Kurs Gemeinderabbiner Dr. Wolf-Dresden (So zialamt, Humholdtstr. 13). Rechtzeitige Abgabe der Steuererklärungen. Viele Fälle sind unbekannt geworden, in denen Gemeindeinitglieder die von den Finanzämtern ihnen zugesandten Vordrucke zur Abgabe der Steuererklärung zur R e i c h s e i n k o m m e n s t e u e r beiseitegelegt und nicht eijcdigt haben. Durch solche Vernachlässigung sind ihnen dann größte Unannehmlichkeiten erwachsen. Häufig verursachte es bei Ausländern unendliche Mühe, ein infolge dieses Versäumnisse schon eingeleitetes Ausweisuiigsverfahreu zur Einstellung zu bringen Wir möchten daher auf die sorgfältige Beachtung der von den Finanzämtern geforderten Vorschriften über ilie Abgabe der Steuer erklärung hinweisen. In den nächsten Tagen werden den Steuer Pflichtigen die Vordrucke zu den Steuererklärungen zugehen, die richtig ausgefüllt und unterschrieben abzugeben sind. Auch durch verspätete Abgabe der Steuererklärung können erhebliche Nachteiii erwachsen. Konzerte Der Soiiatenabend von Hella Chitrik und Leo Schwarz war ein künstlerischer Erfolg. Vor allein sah man hier ein Koii/crtpublikuni das mit starkem Interesse den drei großen anspruchsvollen Werkel /u folgen vermochte. Wir hörten Werke von Brahms (g-Dur op. 78). Beethoven (c-Moll op. 30 Nr. 2) und Ccsar I ranck (a-Dur), denen die Künstler lebendigste Gestaltung verliehen. Den Romantiker wie den Klassiker Beethoven gaben sie im Aufbau wie in den wechselvollen Themen charakteristisches Kolorit, die beiden lau: samen Sätze (Adagios) spielten sie mit solch außergewöhnlicher Tiefe, daß man aufs stärkste gefesselt wurde. Daß der modern Ccsar I ranck den Schluß bildete, war gut gewählt. Die beide i Künstler entfalteten in diesem Werk ein lenhaftes, sprühendes Spit.. nur sollte Hella Chitrik in den Rubato-Stellen ein wenig ihr Ten perament zurückhalten, damit die Geige zu ihrem vollen Reel l gelangen kann. Die Künstler wurden mit Recht an diesem Aben I begeistert gefeiert. Mir seihst bleibt au sie nur ein Wunsch offen für das nächste Konzert: Denkt daran, daß jetzt die jüdische Meister hier wenig Pflege finden, es sollte darum auf den Piogran - men unserer Künstler mindestens e i n iftdftch^T Meister vertrelt i sein. Gerade in diesem Falle wäre eine der Sonaten von Anton Ruhinstchi - zumal die Klavierpartie besonderen Reiz haben dürfte oder eine der Suiten von Karl Goldmark am Platze gewesen, tt. Der 3. Musikabend der „Geselligen Vereinigung deutsch-jüdischer Berufstätiger" am 30. Jannuar in der Loge, Arndtstraß konnte sich ebenso wie der vorhergehende zahlreichen Besuch» l erfreuen. Neben Vorträgen von Dr. Pcrls (Bariton) und Frl. Gottlieb (Klavier) hörten wir das Trio von Mozart. Hier bewies Hans Peter Hemfeld (Klarinette) gutes Können, von dem wir uns später auch im Solo überzeugen konnten. Im Mittelpunkt des Programm* standen auch diesmal Kompositionen von Hans Erich Cohn. Em neues Streichquartett in a-Moll fand viel Beifall, wenn auch die Aufführung nicht den richtigen Eindruck des Werkes geben konnte. Auch die Klavierstücke im dreiviertel Takt, vom Komponisten selbst vorgetragen, und die spanischen Tänze verraten eine starke Begabung. Besondere Anerkennung verdient W. Kamerling, der großen

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