Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1935-01-18 · 3 (18.1.1935) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
11 (1935)
Issue
3 (18.1.1935)
Date
1935-01-18
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/4876568-5968806-5969489--5351-4881129
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

IS. Januar 1935 QEMEINDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 1 Konzert l»oinuTs(a»'. am 24. Januar!«.»:{.». 20 I hr im <.,-otriiui Stelmveg-Kaal Hella fliitrik (Klavier), tieo Schwarz (Violine) Werke von: Brahms, Beethoven, u. Ccsar Frank / Kartenvorverk. h. Kaufmann, Brühl; wictepaky, Brühl; Kaulh. Brühl; Abcrnlk. Breslau Kr« in Wut,. KoNel Katx geb. Gruberger Vermählte Haifa, 6. Januar 1935 Leipzig Kella FitM-hlc-hcr Philipp Knill» Verlobte Leipzig Januar 1935 Leipzig Zuhause Sonntag, den 20. Jan. v. IIV2-IV2, Funkenburgstr. 14, Hr. Statt Karten! Altert Stot/Lv llniiiii Stotzky geb. Knoblauch Vermählte Trauung am 22. I. 35 , 6 Uhr. Leipzig, Richard-Wagner-Platz 1. I dienen sich der Ausdrucksweise, die geläufig und eingängig Ist, tnul können deshalb datnil rechnen, daß ihre Arbeit die gleiche Volkstümlichkeit erlangen wird wie ihr Vorbild, die Obersetzung von /'im/, die viele Jahrzehnte im jüdischen Mause gelesen wurde. I Buber-Rosenzweig-Bibel wird immer nur die Bibel eines enget gezogenen Kreises bleiben, derer, die von ihren hebräischen Kenntnissen .-ms die sprachlichen Feinheiten und die oft genialen Wort Schöpfungen in ihrer ganzen Wucht /u werten wissen. Die Jüdische Buchvereinigung hal sich mit der Herausgabe der I orc/vncr-Bihcl ein aulierordcntliehcs Verdienst erworben, /11nal sie sich in äußerst gefälliger Form zeigt. Ls bleibt nur zu wünschen, daft die weiteren Teile in schneller Folge vorliegen werden, damit sie als Ganzes ihre Wirkung tun kann. Zum 20jährigen Bestehen des Israel. Kindergartens. Mitte Januar dieses Jahres sind 20 Jahre verstrichen, seit der Israelitische Kindergarten cum ersten Male in der Rosentalgasse >eine Pforten öffnete, um unter Leitung von Fräulein Charlotte Marius 13 Kleinkinder aufzunehmen. Infolge des Krieges waren die Mutter dieser Kleinen gezwungen, ihren Lebensunterhalt selbst ZU ■ erdienen. Im Januar 1925 wurde das zehnjährige Bestehen gefeiert und 1 111 schön ausgestattetes Büchlein gab Bericht über die Gründung. Iii- Entwicklung und die Leistungen des Isr. Kindergartens, der in jener Zeit, im I linterhause des Grundstücks Auenstraßc 42, 40 Kinder zu betreuen hatte. Jet/t, l'l!5, bietet der Kindergarten seinen Zöglingen ein eigees Heim in der Leihni/straße 30. Li ist jetzt ein eingetragen r \ ereiu mit Statuten gew orden und w ird von einer Jugendleitcriu und gut ausgebildeten Hilfskräften geleitet. Die Zahl der besuchen- 11 Kinder ist auf 87 angewachsen, aber von den etwa 750 zahlenden Mitgliedern des Jahres 1925 sind ihm infolge l ort/uges und der Verschlechterung der Verhältnisse kaum 220 geblieben. Die ""ladt hat dem Kindergarten im Frühjahr 1933 ihre Subvention 1 zogen und seit 1935 leider auch die Isr. Rcligionsgemeinde. Ein I lUriges Zeichen der Zeit. Der Isr. Kindergarten hatte in den ersten und in den letzten Jahren besonders schwer ZU kämpfen. Er mußte der wachsenden Minderzahl wegen größere Räume suchen, aber es fand sich kein Hauswirt, der eine so große Kinderschar in seinem Hause auftehmen wollte. Das zwang im Jahre 1930 zum Kaufe des Grund- Mucks Leibnizstraßc 30, der nur durch weitere großzügige Spenden von treuen Freunden und außerdem den Zuschuß der kleinen 1'sparnissc besserer Jahre möglich war. Seit dieser Zeit gelingt ' 8 nur mit den größten Sparmaßnahmen, wcitcr/ucxistiercn, aber bisher haben immer wieder großherzige Kinderfreunde geholfen. Auch der Versuch, durch Konzerte, die sich allgemeiner Beliebtheit erfreuen, Einnahmen ZU erzielen, war erfolgreich. Wir hoffen, trotz der harten Zeit, neue Mitglieder gewinnen zu können; ist doch uns Juden das Gemeinschaftsgefühl stärker als je zum Bewußtsein gekommen, und die Opferbereitschaft muß größer seu. a's je zuvor, damit unentbehrliche Institutionen erhalten bleiben und den Notleidenden geholfen werden kann. Das 20jährige Bestehen des Kindergartens soll gefeiert werden: nicht durch ein Fest, das Anforderungen an die Besucher stellt, •Omknj durch eine Einladung in sein Heim. Er möchte, daß seine Freunde ihn am Sonntag, den 20. Januar airfeuchen, um sich durch eigenen Augenschein zu überzeugen, was dort geleistet wird. Statt Karten Zu der s. G. w. am 26, Januar Schabbos Kaudesch Parschas Jisrau in der Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schillstraße stattfindenden niS813 Feier unseres Sohnes Simon laden wir hierdurch unsere Freunde und Bekannte herzl. ein. M. Schapira u. Frau Empfang 12—2, Beethovenstr. 12, Mir. Sitna geb. Waltuch. Die glückliche Oeburt eines kräftigen Mädels zeigen hocherfreut an. Nordslr. 48. Joat'f Modele* u. Frau Hanna, geb. Ooldschmidt. aaaaaaaaaaaaaaaaäVäaaaaaaaaaaäal '1..... 87*1« aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaal Auch Privat-Krankenversicheriingen durch die General-Agentur WOLF «.IM>SBI lt<- LHll'ZIG €1 Nach langem, schwerem Leiden entschlief heute Nacht unsere geliebte, treusorgende Mutter und Großmutter Frau Toni Itabiitowitz geb. Herzfeld Leipzig, Heinrich und Martha Qrenitzer Gohliser Str. 11 geb. Rabinowitz Beerdigung: Sonntag Mittag Rudolf und Else Qoldstein Neuer israel Friedhof eeh. Rabinowitz und Enkel Er wird am Vormittag von II '/.2 Uhr und am Nachmittag von 1 ..4 7 Uhr geöffnet sein. Um recht reichlichen Besuch wird herzlichst gebeten. Bevorstehende Veranstaltungen 20. Januar: Bunte Künstler-Redoute im Krystall-Palast. 22. Januar: Zionistische Vereinigung: Mitgliederversammlung. 24. Januar: Kon/ert Hella Chitrik Leo Schwarz. 26. Januar: Landesverband und Ortsgruppe des C. V.: I clix-Goldmann-Gcdächtnisfcier. 30. Januar: Gesellige Vereinigung (G. V.) deutsch-jüdischer Berufstätiger: Musikalischer Abend. 2. Februar: „Vom Wollen jüdischer Jugend": Elternabend des Habonim Noar Chaluzi. 9. Februar: Konzert: Kammersänger Emil Fischer — Gottlicb-Trio. 12. Februar: Verband jüdischer Frauen für Palästina-Arbeit (Wizo): Rabb. Dr. Prinz: Gespräche mit Eltern. 4. März: Reichsbuud jüdischer Frontsoldaten: Messefest. Amtliche Bekanntmachungen. Befreiung vom Schulunterricht an den Sonnabenden. Den Eltern der im 5. bis S. Schuljahr stehenden, uichtjüdsche Schulen besuchenden Schüler und Schülerinnen unserer Gemeinde wird in den nächsten Tagen ein Rundschreiben des Gemein ÖVvorstandes zugehen. Dieses Rundschreiben wird nähere Angaben über die Möglichkeit der Unterrichtsbefreiung am Sabbath enthalten. Ihm wird ein Formblatt beigefügt sein, das den Antrag SUl Unterrichtsbefreiung enthält. Die Eltern werden dringend gebeten, von der Befreiimgsmöglichkeit (iebraueh zu machen und /u diesem Zweck das Formblatt unterschrieben sobald wie möglich an die Gemeinde zurückzusenden. Die Gemeinde wird alsdann die Unterrichts befreiung unmittelbar bei den in Frage kommenden Schulen beantragen. Leipzig, lö. Januar 1935. Der Vorstand der israelitischen Rcligionsgemeinde zu Leipzig. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 18. Januar, Abendgebet 10,45 Uhr. Sonnabend, 19. Januar, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 16,55 Uhr, anschließend Lehrvortrag: Abendgebet 17,25 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 25. Januar, Abendgebet IT Uhr mit Predigt. Sonnabend, 2b. Januar, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 17.05 Uhr, anschließend Lchrvortrag; Abendgebet 17.36 Uhr. Gottesdienst an Werktagen in der Ez-Chaim-Synagoge. Ez-Chaim-Synagoge, Otto-Schillstr. Freitag, den 18. Januar: Abcndgebetl6.4D Uhr. Sabbat, den 19. Januar: Morgengebet 8.30 Uhr; Mincha 16.30 Uhr; Ausgang 17.25 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr; Abendgebet 17 Uhr.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.