Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 1 (4.1.1935)
- Date
- 1935-01-04
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/4876568-5968806-5969487--5335-4881115- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
So DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG AMTLICHES NACH RICHTEN BLATT DER GEMEINDEVERWALTUNG« Schriftleitung i Oemeindcrabbiner Oustav Cohn Leipzig Waller Blümel-Str. 10. — Nachdruck nur mit Quellenmgabe und mit Genehmigung des Verfassers gestattet Nummer 1 - Jahrgang 11 4. Januar 1935 Anzeigenannahme! E. Ooldfreund, Leipzig OS, Cichoriusstraile 2a, Fernsprecher Nr. 60771 Druck: Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig C 1. Durch das Ableben des Herrn Oberingenieur Willy Kaufmann hat unsere Gemeinde einen schmerzlichen Verlust erlitten. Der Entschlafene hat sich seit einer Reihe von Jahren mit Hingabe und großem Interesse im Dienste derselben betätigt, wofür wir ihm unauslöschlichen Dank schulden. Sein Andenken wird für immer in unseren Reihen geehrt werden und unvergeßlich bleiben. Der Vorstand und die Verordneten Leipzig, den 28. Dezember 1934. der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. „Unser" Gemeindeblatt. Wünsche der Schriftleitung beim Beginne des elften Jahrganges. Zehn Jahrgänge „Qemcindeblatt" liegen abgeschlossen vor. Behilflich, daß die Schriftleitung diesen Moment benutzt, um rückti hauend noch einmal die Anfänge und die Entwicklung unseres IMattes am geistigen Auge vorüberziehen zu lassen, der sachlichen und technischen Schwierigkeiten zu gedenken, deren sie Herr werden mußte. Es lag im Plane und im Wesen des üemeindeblattes, daß es den Belangen aller verschiedenen Kreise der Gemeinde Genüge tun sollte. Keine leichte Aufgabe in einer recht stattlichen Gemeinde von so vielseitiger Zusammensetzung nach geistigen, sozialen, wirtschaftlichen, religiösen, politischen Interessen. Und um so schwieriger die Aufgabe, als doch auch technische Notwendigkeiten Grenzen zogen, an denen oft genug der beste Wille zum V reicht verurteilt war. Es liegt uns fern, davon zu sprechen, inwieweit unsere Benningen um eine Erfüllung der mit dem Gemeindeblatt verknüpften Absichten erfolgreich gewesen sind. Nicht ohne Genugtuung darf jedoch festgestellt werden, daß das Gemeindeblatt von dein weitaus Überwiegenden Teile der Gemeinde als „unser" Gemeindeblatt empfunden wird. Es ist seit Jahren so eng mit dem Gemeindclcben vn wachsen, daß die wenigen Monate, in denen es nicht, und die weiteren, in denen es nur monatlich und dann nur halbmonatlich er- Khelnen konnte, als unerträglich bezeichnet wurden. Keinen Kreis |ibt es in der Gemeinde, der nicht in ihm einen wesentlichen Takt:)! für das Wirken der Gemeinde und der in ihr bestehenden Einrichtungen schätzt. So kommt es, daß sie alle die Spalten des Genie indeblattes zur Förderung ihrer jüdischen Arbeit in Anspruch ■ehmen. Ihnen seien heute einige Wünsche ausgesprochen, auf deren Beachtung allein eine verständnisvolle Zusammenarbeit mit der stln iftkitung begründet sein kann. Der Begriff „unser" Gemeindeblatt darf nicht nur als ein Recht aufgefaßt werden; in ihm liegen auch gewisse Pflichten, an denen niemand vorübergehen sollte. Mitarbeit: Es leben in unserer Gemeinde ohne Zweifel manche sachkundige und federgewandte Männer und Frauen, die berufen wären, Aufsätze zur Verfügung zu stellen, sich aber zu einer aktiven Förderung unserer Arbeit noch nicht entschlossen haben. Die Schriftleitung wird es dankbar begrüßen, wenn ihr seitens solcher dazu befähigten Persönlichkeiten die Bereitschaft zur Mitarbeit ausgesprochen wird, und wird gerne Themen besprechen und ihre Bearbeitung durch Hinweise auf Material unterstützen. Redaktionsschluß: über den Begriff „Redaktionsschluß" bestehen noch manche Irrtümer. Nicht zu sprechen von denen, die mehr oder weniger regelmäßig Manuskripte für die gerade bearbeitete Nummer 3—24 Stunden nach der festgesetzten Schlußstunde einreichen. Auch solche, die sich an die Stunde halten, meinen meist, dies sei die Zeit, in der die Schriftleitung mit der Bearbeitung des Textes beginnt, in Wirklichkeit ist die Zusammenstellung des Inhalts einer Nummer bei Redaktionsschluß im wesentlichen beendet; nur für eilige Nachrichten, die nicht früher vorgelegt werden konnten, ist er der äußerste Zeitpunkt, zu dem ihre Einordnung noch erfolgen kann: übergebt Manuskripte der Schriftleitung so frühzeitig wie möglich. Ve r e i n s b c r i c Ii t e : Es ist ein schöner Beweis für die Schätzung, deren sich das Gemeindeblatt erfreut, wenn die Vereine usw. über das, was sie wollen und leisten, über ihre großen und kleinen Veranstaltungen auch Kreise unterrichten möchten, die ihnen noch fernstehen, und als wirkungsvollen Mittler dafür das Gemeindeblatt benutzen möchten. (In Klammern: Hie und da wird darauf besonders nachdrücklich von solchen gedrängt, die gelegentlich einmal gemeint hatten, feststellen zu dürfen, daß „man" das üeineindeblatt ungclesen beiseite lege!) Die Schriftleitung hat ja