Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 49 (7.12.1934)
- Date
- 1934-12-07
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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12 34. Auflage 4250 Stück ©cmcittöcblattr DER ISRAELITISCHEN REUGIONSGE-MtrINDE-ZV I frl D7ifm AMTLICHES NACH RICHTEN BLATT LL I VMm I \& DER GEMEINDEVERWALTUNG» Schrlftleltungi Oemclndenbbincr OnsUv Cohn Leipzig Walter Blümel-Str. 10. — Nachdruck nur mit Quellenmgabe und mit Qenehmlgung de« Verfassers gestattet Nummer 49 - Jahrgang 10?. Dtiember 1934 Anzeigenannahme i E. Ooldireund, Leipzig OS, Cichoriusstraße 2a, Fernsprecher Nr. 60771 Druck: Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig C 1. Der nächste im OlliOiIiilea l>€?II <l findet am Donnerstag, 13. Dezember 1934, 81/* Ullr abends in der diemelndesynagoge, diottschedstratte, statt. Es spricht Herr Prof. Dr. Ismar jElbogen, Berlin, über das Thema: „Aus der ältesten Geschichte der Juden in Deutschland-'. Gesangsvorträge umrahmen den Vortrag. Wiederum erwartet die jüdische Gemeinde, daß alle Gemeindemitglieder, insbesondere die Jugend, sich an diesem Abend beteiligen. Ein kleiner Teil der Plätze ist reserviert, für die Karten zum Preise von RM 1.— im Gemeindeamt erhältlich sind. Zu allen anderen Plätzen ist der Eintritt unentgeltlich. Leipzig, den 3. Dezember 1934. Der Vorstand der israelitischen Keligionsgemeinde zu Leipzig. Das alte und das neue Licht. Zum Sabbat-Chanukka. Zugleich ein lilick auf Isaac Breuers Work: „Der neue Kusari". Von Dr. S. Samuel (Berlin). Als eine unerschöpfliche Quelle reinsten, geistigen Lichtes er* Khiea unseren Alten immer die göttliche Lehre. Gern wiesen sie -'■ auf hin, dal! auch die Generationen einander die Fackel reichen, ui.,1 das Licht ohne je eine Minderung ZU erfahren, am Alten eirttil itlet, nur desto heller strahlt und die Welt erleuchtet. Es geschah il öfteren, dall berühmte Bücher von späten Verehrern zu neuem Aiisehcn gebracht wurden, indem diese sich des klangvollen Titels k üenten, und unter seiner Flagge eigenes Gedankengut dem Ilten beifügten. Man kann in gewissem Sinne sogar Maimunis »MIsehne Tora" dahin rechnen. Warum sollen wir es Dr. Isaac Bicucr verargen, wenn er uns einen neuen Weg ins Judentum 'u weisen unternimmt und sein Buch „Der neue Kusari"*) neiiiit. Keine Frage, ein Vergleich drängt sich auf, und schmälert zuerst notwendig die Würdigung des Eigenwerts der neuen Erscheinung. Kein Geringerer als Jehuda halcvi hat uns die alte Schutz- und Trutzschrift beschert, die er in die Form von fünf umfangreichen Dialogen gefaßt hat, gehalten vom Könige der Chazaren und einem Rabbi oder Meister. Sie hat das Ziel, den Vorzug des Jtidcn- *) Erschienen Frankfurt a. M. 1934. Verlag der Rabbiner-Hirsch- Gcscllschaft. Ausstellung im Hilfsverein. Der Vorstand des Hilfsvereins israelitischer Gewerbetreibender bittet uns, folgendes bekanntzugeben: Die Vorbereitungen des Hilfsvereins israelitischer Gewerbetreibender für die diesjährige Kinderbeschenkung sind abgeschlossen. Die Ausstellung der Kleidungs- und Wäschestücke findet am Sonntag, den 9. Dezember 1934, in der Geschäftsstelle des Hilfsvereins, Packhofstraße 7, von 10 bis 14 Uhr statt. Alle Gemeindemitglieder sind zur Besichtigung herzlich eingeladen. Leipzig, den 4. Dezember 1934. Der Vorstand der israelitischen Keligionggemeinde zu Leipzig. tum* vor Philosophie, Heidentum und allen Neuformen der Religion darzulegen. Breuers Tendenz ist enger begrenzt. Er will die alleinige Berechtigung seiner scharf ausgeprägten Auffassung des Judentunis darlegen, und alle übrigen Richtungen des zeitgenössischen Judentums, ohne Ausnahme und ohne die kleinste Konzession, ein für allemal ins Unrecht setzen. Was bei Jehuda halevi ruhige Sicherheit und warmherzige Gläubigkeit ist,