Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 39 (28.9.1934)
- Date
- 1934-09-28
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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September 1934 GEME1NUEBLATT DER ISRAELI TISCHEN RELIQiONSQEMEINDE ZU LEIPZIG Seite 3 Konzert /ujiiniNtrii des Israi lilsclKMi Iiiml«'rjj«rtcns Dienstag, den Q. Okt. 1934, abends 8 Uhr, im Weißen Saal des Zoologischen Gartens Mitwirkend«»: Tanja Ury-Zunser, Klavier; Mirjam Zunser, Oeige; Olla Bamberger, Gesang; Otto Bernstein-Dresden, Rezitation Gesellschaftsabend mit Tanz und Tombola Dienstag, den £. Oktober 1W3I *imc»lia*-Tliorttli-Fe*tl>all Eintritt 1.— Mk. Kr.VNtall-l'MliiMt-PentNitnl Telefon 20273 umrahmt mit buntem Künstler-Programm, Zum Tanz spielt die bekannte jüdische Tanzsportkapelle „lliipuek'* Simchas-Thorah-Stimmung j Ueberrasch. / Humor / Ziv. Preise / Tischbest. erb. Kryst.-Pal. Ruf 20273 YrrmiMtitltrr umi CtoMMUleltama; Heg. Albert i.a-imaiiu 9 Die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens zeigen hoch erfreut an Samuel Bell und Frau Sara geb. Livak. Leipziif, Thomasiusstr. 7 24. Sept. 34 / 15. Tischri 5b95 an Uhren, Qold- und Silberwaren und Optik, in] Reparaturen eigener Werkstatt gewissenh. und besonders billig. , K. Krlbanm & Co., Hainstr. 16, gegr. 19111 Statt Karten i Zu der s. ü. w. am b. Okt. in der Ez Chaim Synagoge! (Oito-Schill-Str.) stattfindenden nixma meines Sohnes Benjamin! gestatte ich mir meine Verwandten und Bekannten herzl. einzuladen, j Kiddusch, König-Johann-Str. 21,1 Cäcilie Safran-Lehrfreund I.einenband Anfang Oktober von der Jüdischen Buch-Vereinigung herausgebracht wird, ist einen ganz anderen Weg gegangen. Im Jahre 1924 veranlaßte der Vorstand der Jüdischen Gemeinde die Herren Rabbiner Dr. Baeck, Dr. Elias Auerbach, Rabbiner Dr. Bleichrode, I'rof. Dr. Elbogen, Robert Hirschfeld, I'rof. Dr. Locwe, Rabbiner Dr. Wiener, und I'rof. [ orc/yner, sowie die inzwischen verstorbenen Herren Dr. Sonnenschein und Direktor Holzniaun, die Grundsätze für die Uebertragung auszuarbeiten und die Uebcrsetzuug einem Kollektiv hervorragender Persönlichkeiten anzuvertrauen in der Ueherzeugting, daß das, was hier geplant wurde, die Leistungsfähigkeit eines Einzelnen übersteige. Um die stili- .ische Einheitlichkeit herzustellen, wurde Torczyner die Redaktion überlegen. Torczyner hat selbst in einem Geleitwort sich darüber ausgesprochen, wie er und seine Mitarbeiter ihre Aufgabe angesehen haben. Es galt, den hebräischen Text mit letzter Treue wiederzugeben, auch da, wo er hwierig und dunkel erscheint. Besonders kam es darauf an, den Satzbau und den Erzählungsstil des Hebräischen festzuhalten und dabei den (narakter des Grundtextes zu möglichst klarem Ausdruck zu bringen. Denn als das Richtziel erschien nicht, die hebräische Bibel zu ersetzen, indent an ihren Inhalt, ihren Sinn und ihre Schönheit heranzuführen.!>as konnte nach Torczyners l'eherzeugung nur dann gelingen, wenn rr Stilcharakter auch im Deutschen wiedergegeben wurde. Der grollen Schwierigkeit dieser Aufgabe war er sich bewußt, da gegenüber der Knappheit des hebräischen Ausdrucks das Deutsche eine breitere Wort- .1 Satzbildung zeigt. In diesem Sinne haben die l'ebersetzer zehn Jahre lang gearbeitet, um den Wortsinu der Bibel und dessen deutsche Wiedergabe unter Zttundelcgung des gegenwärtigen Standes der Wissenschaft mit jenein ußersten Ernst der bestmöglichen Lösung zuzuführen, der allein dieser illen Aufgabe würdig ist. Wir glauben, daß mit dieser Uebersetzung die deutsche Bibel gehaffen ist. Sie wird uns die Größe der Heiligen Schrift in einer uns i traute« Sprache nahebringen und die Kenntnis dieses ehrwürdigen; iches, unseres kostbarsten Besitzes aufs neue verbreiten. Denn wir sollten die Bibel nicht nur rühmen und preisen, sondern wieder und immer der lesen. So schätzt sich die Jüdische Buch-Vereinigung (Anmeldungen für Mitgliedschaft sind zu richten an die Vertrauensstelle der „Jüdischen ßuch-VereinigUUg", Leipzig C 1, Mahhnannstr. 6) glücklich, dieses Werk, ein Monument des jüdischen Geistes, als dritte ihrer Veröffentlichungen ihren Mitgliedern darbieten zu können. Dr. Erich Lichtenstein. Unsere Gemeinde. Jüdischer Kinderchor und Kinderorchester. Mit frischem Mut >l mit Freude sollen jetzt wieder die Proben aufgenommen wern, und zwar in drei Abteilungen: Kinderchor mit Kindern vom 10. Lebensjahr, einstimmige Lieder in Deutseh und Hebräisch; Kinderchor für 10 16 jährige für mehrstimmigen Satz, Kantaten dergl. Deutsch und Hebräisch; Kinderorchester für alle Altersfen, (ieiger, Bläser, Cellisten, Zupfinstrumente, Mundharmonika., ■ \Wrt weiden Kwdenktfonieu, leichte klassische und jüdische i' «tiumcutalmusik. Außerdem wiril Kindern aus diesen drei Gruppen die Gelegen- Iti it gegeben, sich speziell für den Kindergottcsdienst zu melden, es können sich dabei Kinder jeden Alters beteiligen. Doch im! niideren soll hier hervorgehoben werden, daß sich alle diese kulturellen Pflegstätten für unsere Kinder nur dann zur wirklichen 1 reude entwickeln können, wenn sie von vielen Kindern besucht Icn. Darum sei an alle Eltern die Mahnung gerichtet, schickt eure Kinder in eure eigenen Kreise, wo ihnen Freude am Lied und am gemeinschaftlichen Musizieren vermittelt wird. Oerade heute muß unser jüdisches Kind auch einige sonnige Stunden in der Woche haben! Darum sei nochmals an alle Erzieher unserer j nd, an Rabbiner, Kantoren, Lehrer und Eltern die dringende Bitte gerichtet: empfehlt unseren Kindern den Besuch von Kinderehor und -orchester! Alle Kinder, die bisher mitwirkten, sollen am Donnerstag, "«M I. Okt., nachm. 5 Uhr (17 Uhr) zur Probe im rechten ObungS- 'iuiiner sich einfinden (Synagoge Gottschedstr.). Auch schriftliche Nach schwerer Krankheit entschlief heute unsere gute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Olga verw. Richter, geb. Steiner. Die Beerdigung hat in Leipzig stattgefunden. Annaberg Erzgeb., 20. Sept. 1934. - «'r^eIl.,J5erh?PS' a Kafset-Wilhelm-Str. 4 »nd R,*,epHalS, zugl. im Namen der Hinterbheb. und persönliche Neuanmeldungen werden an diesem Tage dort angenommen. Auszeichnung des Architekten Wilhelm Haller. Einem Bericht der „Jüd. Rundsch." entnehmen wir, daß der seit etwa einem Jahre in Palästina wirkende Architekt Wilhelm Ha Her, der Schöpfer unseres neuen Friedhofs, des Ehrenmals auf dem Friedhof Berliner Straße und anderer Bauten und Denkmäler bei einem Wettbewerb der Stadtverwaltung Tel Awiw den zweiten Preis (90 Pfund) errungen hat. Es galt, Ideen für die städtebauliche Grundlage des gesamten Qeländestreifens zu finden, die der weiteren Bearbeitung des Stadtplaues zugrundegelegt werden können. Molen mit Scgelbootanlegestellen, Schwimmbassin, Badchäuscr, Spielplätze, Kai- Straßen waren vorzusehen. Wir beglückwünschen auch an dieser Stelle den in unserer Gemeinde nicht vergessenen Baukünstler zu seinem schönen Erfolge. Handelsvertreterdezernat im Centraiverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glanbens, Leipzig. I ür den Bezirk Leipzig und Dresden w ird ein Vertreter für Bronzefarben gesucht. Meldungen an Centralvercin deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Landesverband Mitteldeutschland, Konig-Johannstraße 17,1, Telefon 12038. Amtliche Bekanntmachungen Barmizwa-Vorbereitung. Zur Barmizwa-Vorbereitung werden seitens der Gemeinde unentgeltlich besondere Lehrgänge abgehalten. Für die in der Zeit vom 1. April 1922 bis 3(1. Juni 1922 geborenen Knaben beginnt der Lehrgang am 1. Oktober 1934. Nur wer daran teilgenommen hat, wird als Barmizwa in der Genieindesynagoge zugelassen. Anmeldungen bis 30. September 1934 im Gemeindeamt, Walter- Blümel-Straße 10 I. Von der Teilnahme können auf Antrag der Eltern solche Knaben befreit werden, welche bereits ihren Religionsunterricht privat durch einen von der Gemeinde angestellten Lehrer erhalten. Auch diese Kinder sind zur angegebenen Zeit zu melden. Im Anschluß an den Unterricht in unserer Rcligionsschulc II ist ein Barniizwa-Vorbereitiingstinterrieht eingerichtet worden. In diesem Unterricht sollen vor allem das Erlernen der Tonzeichen (Neginoth) für die Thora- und Prophetenvorlesung geübt und die praktisch-religiösen Vorschriften (Tfillin, Zizzith usw.) behandelt werden. Der nächste Lehrgang beginnt Montag, 15. Oktober 1934, 17 Uhr, im Gebäude der Höheren israelitischen Schule, Gustav- Adolf-Straße 7, und ist für Knaben bestimmt, die in der Zeit von Anfang April bis Ende September n. J. Barmizwa werden; die Teilnahme daran ist kostenlos. Anmeldungen werden schon jetzt im Schulgebäude der Höheren israelitischen Schule, Gustav-Adolf- Straiie 7, von 17—18 Uhr entgegengenommen. Leipzig, den IS. September 1934. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Gottesdienste Gemeindesynagoge. Sabbatgottesdienst: Freitag, 28. September, Abendgebet 18 Uhr. Sonnabend, 29. September, Morgengebet Redaktionsschluß für die nächste Nummer Mittwoch 11 Uhr| Anzeigenschluß Mittwoch Abend