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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1934-08-24 · 34 (24.8.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
10 (1934)
Issue
34 (24.8.1934)
Date
1934-08-24
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Auflage 4250 Stück (Berneiuö eblatt DER ISRAELITISCH E-N RELIGION SGE-M&I N DE- ZU 1 JLI D71CL AMTLICHES NACH RICHTEN BLATT LL I ■ Mm DER GEMEINDEVERWALTUNG» Schrittleitung: Ocmcindcrabbiner Oustav Cohn Leipzig Walter Blüm cl-Str. 10. — Nachdruck nur mit Quellen- »gäbe und mit Genehmigung des Verfassers gestattet Nummer 34 ■ Jahrgang 10 24. August 1934 Anzeigenannahmei E. Goldfrtund, Leipzig 0 5, Cichoriusstraße 2a, Fernsprecher Nr. 60771 Druck: Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig C 1. TU. Gemeindeabend. Zum Gedächtnis des in die Ewigkeit abberufenen Dichters Chajim Nachman Bialik findet am Dienstag, 28. August 1934, pünktlich 8.30 Uhr abends in der Gemeindesynagoge, Gottschedstraße, ein Geinei ndeabend statt. Es spricht Herr Rabbiner Dr. Emil Bernhard Cohn-Berlin. Musikalische Darbietungen und Vorträge aus den Werken des Dichters umrahmen die Gedenkrede. Sologesng: Herr Oberkantor Lampel, Rezitationen: Herr Kantor Jaffe, Orgel: Herr Kapellmeister Simon. Wiederum erwartet die jüdische Gemeinde, daß alle Gemeindemitglieder sich an diesem Abend beteiligen. Ein Teil der Plätze ist reserviert. Karten für diese Plätze sind zum Preise von RM 1.— im Gemeindeamt und in der Buchhandlung von M. W. Kaufmann erhältlich. Zu allen anderen Plätzen ist der Eintritt unentgeltlich. Leipzig, den 21. August 1934. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. I •Jüdische Schule Das Schulgeld für den Monat September muß bis spätestens 5. September bezahlt werden. Alle Rückstände werden nach Ablauf dieser Frist kostenpflichtig eingezogen. Kinder, für die das Schulgeld aus früheren Monaten noch nicht entrichtet ist, haben die Verweisung aus der Schule zu gewärtigen. Leipzig, 16. August 1934. Der Vorstand des israelitischen Schulvereins c. V. Das jüdische Buch. Man nennt die Juden das Volk des Buches. Und denkt dabei in erster Reihe an die Bibel, „das Buch", das von den Juden der Menschheit übermittelt worden, das zun verbreitetsten und meistgelesenen Blieb der Welt geworden ist. Und man denkt an das jüdische Schrifttum im allgemeinen, das sich truher und reichhaltiger entwickelte und Bedeutung gewann als in anderen Völkern, und das volkstümlich wurde, als anderwärts das Lesen und Schreiben noch Sonderbesitz kleiner gelehrter Schichten war. l ud man denkt schlieBlich an die stark ausgeprägte Neigung des Juden /um Buch in jeder (iestait, an die Liebe, mit der er sich ihm zuwendet, es pflegl und fördert. Durch die Bibel ist der Jude sehr frühzeitig in ein besonders enges Verhältnis /um Buche getreten. Sie ist ihm unendlich viel gewesen: Grundlage für die Erkenntnis und die Gestaltung der Wirklichkeit. Ihre Weisheit und ihre Wahrheit, ihre Gesetze und ihre Vorbilder dienten als Wegweiser. Man wendete sie um und um und fand in ihr Antwort auf jede Trage, die irgendwann einen Menschen bedrücken, auf jeden Zweifel, der einen nach Klarheit Ringenden erregen kann. Aber sie bewährte sieb auch als Trost und Quell innerer Kraft in Zeiten der Bedrängnis. Es ist wohl kein Zufall, daß die Bibel ihre wahre Volkstümlichkeit erst durch Esra erlangte: den in Babylonien, fern vom Ursprungsboden der heiligen Bücher lebenden Juden hat dieses

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