Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 32 (10.8.1934)
- Date
- 1934-08-10
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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10. August 193 ÜEME1NDEBLATT DER ISRAELITISCHEN RELIGIONSGEMEINDE ZU LEIPZIG Seile 5 J.S.V. Bar Kochba E. V. Leipzig — Sonntag, den 12. August 1934 Mitteldeutsche Leichtathletik Makkabimeisterschaften Beginn der Hauptkämpfe pünktlich nachmittags 14.30 Uhr Anschließend FuHballkampf Bar Kochba Leipzig I — Bar Kochba Dresden I Wir bitten um zahlreichen Besuch! — Bar-Kochba Platz: Delitzscher Landstraße — Straßenbahn: 14 und 16 Qebiet der Wohlfahrtspflege tätig waren und dies weiterhin zu tun beabsichtigen. Bei dem grollen Angebot von stellungslosen Wohlfahrtspflegen! und Wohlfahrtspflegerinnen muß hervorgehoben werden, dall durch den Besuch des Kursus ein Anrecht auf spatere Anstellung nicht erworben wird. Der genaue Lehrplan wird jetzt fertiggestellt und wird nach endgültiger Festlegung in der Presse veröffentlicht. Der Preis für den Kursus beträgt M. 30.—. Es besteht die Möglichkeit, auswärtige Teilnehmer in den Räumen des I chrgangs für Kindergärtnerinnen unterzubringen. Her Preis für Wohnung und Verpflegung für die Dauer des Kursus beträgt M. 60.—. Meldungen von Teilnehmern werden erbeten an die Zentalwohlfabrtsstelle der deutschen Juden, Berlin-Cbarlottenburg 2, Kantstr. 158. Neue Bücher. Die Jüdische Buchvereinigung teilt uns mit: Als dritte Veröffentlichung unseres Jahresprogramms erscheint im Laufe des Monats September der erste Band der von der Jüdischen Gemeinde Berlin veranlagen grollen deutschen Bibelübersetzung, der den Pentateuch enthält. Ihr besonderer Wert liegt in der getreuen Nachbildung des heiligen Textes und in ihrem kristallklaren, leichtverständlichen Deutsch. Dafür bürgen die Namen der Obersetzer: I lias Auerbach Ilaifa, Emil Bernhard-Cohn Berlin, Julius Qalliner Berlin, Sally Qans/Berlin, Benno Jacob Mamburg, Emil Lew Berlin, Ludwig Levy Brünn, Seligmann Pick s. A. Berlin, Georg Satzberger I rankfurt Main, Hermann Schreiber Potsdam, Cäsar Seligmann/ I rankfurt-Main, Max Wiener'Berlin, — dafür bürgt aber auch der Name des Redaktors, Professor Dr. Torc/vner von der Universität Jerusalem, der die einzelnen Teile zu einer stilistischen Einheit zusammengefügt hat. So wird diese Übersct/ung die unvergleichliche Schönheit und Großartigkeit der Heiligen Schrift uns aufs neue nahebringen. Damit wird erreicht werden, daß die Bibel nicht nur bewundert, sondern auch gelesen und immer wieder gelesen, wird. Auch die Ausstattung wird allen Ansprüchen genügen. Das Luch wird in einer edlen Antiqua auf holzfreien Papier gedruckt i nd in ein schmiegsames Leinen gebunden. Neben dieser allgeilnen Ausgabe wird eine Anzahl von Exemplaren auf band- II schöpften! Bütten in Halbleder bandgebunden und vergoldet, die den Mitgliedern der JBV /um Preise von RM. 20.— zur Verfügung s eben. Wie alle Veröffentlichungen der JBV, so wird auch die Bibel mir an Mitglieder abgegeben. Interessenten erhalten nähere Auslauft bei der Jüdischen Buchvereinigung, Berlin W15, Pariser Str. 7. Jacob Horovitz. Der Sabbat. Ein Weckruf. Rede gehalten am Pessach 5M)4. Frankfurt a. M. 1934 (I. Kaufmann Verlag.) Die Verordnung der Kultusbehörden, die jüdischen Schülern die Möglichkeit gibt, an Sabbaten und jüdischen Festtagen zum Zwecke der Teilnahme am Gottesdienste dem Schulunterricht fernzubleiben, gleichzeitig aber bestimmt, daß diejenigen Schüler und S Inderinnen, die an diesen Tagen zur Schule gehen, das Recht! f Befreiung vom Schreiben, Zeichnen, Handarbeiten verwirken, hat den Rabbiner der israelitischen Gemeinde I rankfurt a. M. i »r, Jacob Horovitz veranlaßt, in eindringlicher, warmherziger und von tiefem Ernst durchdrungener Rede die religiöse und menschliche Bedeutung des Sabbat darzustellen. Mit wirkungsvollen Be- I en aus dem jüdischen Schrifttum und der seelsorgerLschen Erfahrung hringt die Rede den Sabbat nahe und zeigt, daß alle Ver- ' wörtlichen bemüht sein müssen, vor allem der Jugend den v :!>bat zu geben. Das ein/ige, was dem jüdischen jungen Menvlien „Stütze und Halt, Selbstbewußtsein, innere Würde und Kraft gibt und zu geben vermag, ist ein deutliches, lautes, stol/es, mutir - und offenes Bekenntnis zum Judentum". Darum müßte jeder jüdische Schüler sich zum Sabbat bekennen. Wegen der wirksamen I orm des Weckrufs ist der Rede weiteste Verbreitung zu wünhen. Veranstaltungen. Bunter Könstlerabend der Prominenten. Gastspiele Berliner Uro Ben sind von der Konzertdirektion A. Ehrlich nach (wöchentlicher Sommerpause für den Messesonntag, den 20. August, verpflichtet worden. Das große Programm, das vorwiegend auf Heiterkeit eingestellt ist, verspricht diesmal besonders abwechslungsreich und vielseitig zu werden. In Anbetracht des Mettebesuchet findet auch nachmittags schon eine Kaffeestunde mit 1. Theater-Abend jüd. Künstler (Wn°enbach-Wp<» rotten-,\b<Mid) Sonnabend, den 25. Aug. im Künstlerhaus, Nikischpl. 2 Der Ehemann vor der TUr Nummer 66 Operette Von J. Offenbach Komische Oper von J. Offenbach Martin Preller . Santo Sonini ( Francois. . Santo Sonini Susanne.....Doris Wilamowska! Piccolo . . Walter Lewens Florian Specht. Walter Lewens Suzon . . . Doris Wilamowska Rosine.....Anny Pomeranz Inscenierung: H. Waiden Musikal. Leitung: Musja Oottlieb Anfang: 20Jo Uhr (Großes Orchester) Ende: 23 Uhr Eintrittskarten zu Mk. 2.—, l Mi, I,— bei den bekannten Vorverkauf-Stellen sowie an der Abendkasse künstlerischen Einlagen statt; beide Veranataltungen nachmittags und abends sind diesmal im Kristallpalast, bei günstiger Witterung im Krystallpalastgartcn, sonst in den inneren Räumen vorgesehen. Bei dieser Gelegenheit sei noch bemerkt, daß es sich bei den Veranstaltungen der Kon/ertdirektion Ehrlich nur um die Unterstützung jüdischer Kräfte handelt. Ein Kollektiv jüdischer Künstler hat sich zur Aufführung klassischer und moderner Operetten und Opern zusammengetan und veranstaltet seinen ersten Theaterabend am Sonnabend, den 25. August abends 20,30 Uhr, im K fl nSt I e r h a US. Dem Leipziger jüdischen Publikum wird hier Gelegenheit geboten, .inen Abend laug die Sorgen des Alltags zu vergessen und sich an künstlerischen Leistungen beliebter Leipziger jüdischer Künstler ZU erfreuen. - Bei dem zu erwartenden starken Besuch ist es ratsam, sich rechtzeitig im Vorverkauf Eintrittskarten zu sichern! — Näheres siehe Inserat! Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Schriftleitung: Oemeinderabbiner Oustav Cohn, Leipzig Cl, Walter Blümel-Str. 10, III. Anzeigen : Verlag Elsa Ooldfreund, Leipzig OS, CichonusstraSe 2a. Anzeigenleiter: ürnst Ooldfreund, CichoriusstraBe 2a. Für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern und an bestimmten Plätzen wird keine Oewähr übernommen. Druck: Druckerei der Werkgemeinscbaft, Leipzig Cl, Bruderstr. 19. Für den Inhalt der Inserate fibernehmen Gemeindevorstand und Schriftleitung keine Verantwortung. Vereinsnachrichten Für Mitteilungen in dieser Rubrik wird ein Unkostenbeitrag von RM. —.20 für die Zeile erhoben. Die Zeilcngebühr ist spätestens am Montag nach Erscheinen der jeweiligen Nummer an unserer Gemeindekassc während der üblichen Kasscnstunden zu entrichten. Bei nicht rechtzeitiger Zahlung können weitere Mitteilungen des betreffenden Vereins nicht veröffentlicht werden. Die Mitteldeutschen Makkabimeisterschaften linden am Sonntag, den 12. August, auf dem Bar-Kochba-PIat/ statt. Beginn der rtauptkimpfe nachmittags 14,30 Uhr. Anschließend treffen sich die ersten Mannschaften des B. K.-Dresden und B. K.-Leipzlg /n einem Fußballkampf. Das gute Meldeergebnit verspricht erstklassige Kämpfe, da sämtliche mitteldeutschen Brudervereine ihre ersten Mannschaften gemeldet haben. Wir fordern zu recht zahlreichem Besuch des Sportfestes auf. Keren Kajcmeth Lejisrael (Jüdischer Nationalfonds) e. V. Leipzig, Kellstr. 4, Tel.: 10211, Postscheckkonto: 53341. Am Sonntag, den 12. August BMI, findet die nächste Büchsenleerung statt. Wir bitten, die Büchsen bereitzustellen und unseren Hellern die Arbeit möglichst zu erleichtern. Wir bitten alle Helfer, am Sonntag vormittag pünktlich 9 Uhr im Büro, Keilstr. 4, zu ercrschcincn. Reichsbund jüdischer Frontsoldaten Ortsgruppe Leipzig. Zu der am Sonntag, den 12. August BM4, um III1 , Uhr vormittags von der Israelitischen Religionsgemeinde in der Gcmeindesynagoge, Gottschedstraße, veranstalteten Trauerfeier für den verstorbenen Gencralfeldmarschall und Reichspräsidenten von Hindenburg