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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig · 1934-07-13 · 28 (13.7.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig
Volume
10 (1934)
Issue
28 (13.7.1934)
Date
1934-07-13
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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13. Juli 1934 Seite 5 n Wir beginnen in diesen Tagen mit der iü Werbung für die Glückwunsc h-Anzeigen 1=--: : j£ [== Wir bitten Sie höfl., geben Sie Ihre Anzeige dem Vertreter schon beim ersten Besuch! [üi — Sie erleichtern damit allen Beteiligten die Arbeit. Die Anzeigenverwaltung des Gemeindeblattes. g - - Abendgebet 1° Uhr mit Predigt (Rabbiner Cohn); Sonnabend, 21. Juli, Morgengebet 9 Uhr, Nachmittagsgebet 20,33 Uhr; anschlie- Bend Lehrvortrag (Rabbiner Colin). Tischoh B'aw, Sonnabend, 21. Juli, Abendgebet 21,07 Uhr; Sonntag, 22.Juli, Morgengebet 7,3t) Uhr, Nachmittagsgebet 13 Uhr; Tischoh B'aw-Ausgang 21,03 Uhr. Morgengottesdienst an Sonn- und bürgerlichen Feiertagen 7,30 I hr, werktags 7 Uhr, Abendgottesdienst 19 Uhr. Ez.-Chaim-Synagoge, Otto-Schlll-Str.: Freitag, 13. Juli, Abendgebet 1<> Uhr. Sabbat, 14. Juli: Morgengebet 8,30 Uhr; Mineha 17 Uhr; Ausgang 21,18 Uhr. Wochentag: Morgengebet 7 Uhr, Abendgebet 19.15 Uhr. Personenstandsnachrichten Geburten: 23.Juni l'iil Friti Qoldmann und Auguste geb. Katzensteiii, Pfaffendorfer StraBc 12, eine Tochter „Hannelore". 23. Juni 1934 Benjamin Skarnick und Chani Perla geb. Boraks, Nordstr. 25111, einen Sohn „Elias". 21 Juni 1934 Bejrach Stein und Martha Johanna geb. I acklam, Querstr. 24, eine Tochter „Ruth". 24. Juni 1934 Dr. Ferdinand Oppcnheuner und Frieda Karla geb. Eppenstein, Wettiner Str. 13a, einen Sohn „Aron Simon". Todesfälle: 28. Mai 1934 Samuel Arnoldi, Auenstr. 14. 28.Juni 1934 San.-Rat Dr. Arthur Littauer, Jaeobstr. II. i. Juli 19 51 Mendel Messingrau, Eberhardstr. 3 pt. Aus dem Gemeindeamt. Das Geheime Staatspolizeiamt in Berlin hat unter dein 26. Juni 1934 Akten/eichen II 1 B224650 eine Verordnung erlassen. Danach sind alle Zusammenkünfte von Mitgliedern jüdischer Organisationen rechtzeitig und in schriftlicher Form der für den Versammlungsort zuständigen Polizeibehörde anzumelden. Von Angehörigen jüdischer Organisationen ist in letzter Zeit wiederholt die Pflicht /ur Anmeldung jüdischer Versammlungen dadurch umgangen worden, daB von ihnen Zusammenkünfte in Ausflugsorten, Landhäusern und anderen Privaträunicn vorbereitet und abgehalten wurden, ohne daB der ftir den Versammlungsort zuständigen Polizeibehörde rechtzeitig Mitteilung gemacht wurde. — Es wird deshalb allen Organisationen zur Pflicht gemacht, die Anmeldung von Zusammenkünften vorschriftsmäßig und rechtzeitig zu bewirken, da für den Fall der Zuwiderhandlung geeignete Maßnahmen vorbehalten werden. Von der Reichsvertretung der deutschen Juden geht uns folgendes zu: In Übereinstimmung mit der übergroßen Mehrheit der deutschen Juden und unter Zustimmung der Vertreter aller Organisationen* hatte die Reiehsverti elung der deutschen Juden an die verschiedenen jüdischen (irtippeu die dringende Mahnung erlassen, in dieser ernsten Zeit den polemischen Richtuugskampf einzustellen. Die verschiedenen (ii uppen hatten dann auch, ohne damit irgend etwas von ihrer Eigenart aufzugeben, bis vor kurzem diese gegenseitige Bekämpfung unterlassen. In letzter Zeit ist aber wieder bedauerlicher Streit ausgebrochen. Die Reichsvertretung DIUB daher mit allein Nachdruck feststellen: Vaterländische Oesinnung und Zuverlässigkeit und Hingabe an das deutsche Vaterland sind, ebenso wie jüdische Gesinnung und Treue gegen das Judentum, kein Sonderbesitz irgendwelcher tiruppe der deutschen Judcnhcit. Die Anhänger keiner Gruppe des deutschen Judentums haben es an vaterländischer Treue fehlen lassen. Keine Gruppe darf es für sich allein beanspruchen, die Gesamtaufgaben des deutschen Judentums zu vertreten. Dieses Recht kommt der Reichsvertretung der deutschen Juden zu. Sie weil) es zu wahren und auszuüben. B a e c k. Rundschreiben der Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung. Die Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung bei der Reichsvertretung der deutschen Juden hat an ihre Mitarbeiter und Freunde ein Rundschreiben ausgesandt, in dem Referate und Diskussionsreden der vom 1(1. bis 13. Mai in Herrlingen abgehaltenen Konferenz über Fragen der jüdischen Erwachsenenbildung als Material für einen weiteren Gedankenaustausch verwendet werden. Gleichzeitig wird die Ausarbeitung von Bildungsplänen für die tiebiete der jüdischen Geschichte, der hebräischen Sprache, der Judentumskunde und der allgemeinen Sozialwissenschaften angekündigt. Damit soll „der eiserne Bestand der übertragungswerten Bndungsgüter (Wissen und Können) in der jüdischen Erwachsenenbildung gesichert" werden. In einer Vorbemerkung legt Martin Buber, der Leiter der Mittelstelle, den Begriff „jüdische Erwachsenenbildung" klar: „jüdische Erwachsenenbildung ist Eingestaltung der wesenhaften Elemente von Umwelt und Innenwelt in die Eigentümlichkeit der judischen Aufgabe an der Welt." Statistisches aus unserer Gemeinde. Es wurden dem Gemeindeamt im Kalenderjahr 1933 gemeldet: < ieburten 8 5 Trauungen durch unsere Oemeinderabbiner II Ehescheidungen durch unsere Oemeinderabbiner 11 Barmizwas in der Qemeindesynagoge J1' Barmizwas in den Synagogen Otto-Schill-Str. u. Keil-Str. 21 Barmizwas in der Synagoge Obel Jacob II Barmizwas in der Synagoge Ahawas Thora 1 Mädchenkonfirmation in der liemeindcsvnagoge Austritte aus dem Judentum 56 Wiedereintritte in das Judentum Ii) Aufnahmen in das Judentum Ii Sterbefälle 153 davon: Erwachsene männlichen Geschlechts 71 weiblichen „ (>$ Kinder männlichen Qeschlechts 7 „ weiblichen „ 2 außerdem Totgeburten 2 Zur Führung der Geschäfte haben an Sitzungen stattgefunden: Vorstandssitzungen 25 Qemeindesitzungen 5 Sitzungen des Finanzausschusses l Sitzungenverschiedener Ausschüsse 15 Sitzungen verschiedener Ausschüsse 15 Sitzungen des I ürsorgeausschusscs 11 Sitzungen der Darlehuskommissioii 29 Veranstaltungen. Kunst- und Operettenabend am 15. Juli im Künstlerhaus. Die ergangenen gesetzlichen Bestimmungen gestatten, dal! auch Karten in den (iastwirtschaften, in denen Veranstaltungen stattfinden, im Vorverkauf ausgegeben werden dürfen. Demnach sind Karten vom Freitag bis Sonntag außer bei der Kouzertdirektion Ehrlich auch im Kuustlerhaus zu haben. Dagegen fallt der Kartenverkauf in den bisherigen Vorverkaufsstellen ((iastwirtschaften Zellner und ManelLs) bis auf weiteres fort. Der bestbekannte und beliebte humoristische Vortragskünstler und Coiiierancicr Alfred Jausen. Berlin, hat seine Mitwirkung zugesagt und nicht, wie irrturlich angegeben, Martin Kettner, der für ein spateres Gastspiel VOfgesehen ist. Bevorstehende Veranstaltungen 15. Juli: Bunter Abend im Künstlerhaus unter Mitwirkung verschie-' dener Künstlerkräftc. Für die Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Nummern umi an bestimmten t'lätn-n wird keine Gewähr übernommen. Herausgegeben vom Vorstand der israelitischen Keligionsgemeinde zu Leipzig ichriftleitung : Oemeinderabbiner Gustav Cohn, Leipzig C1, Walter Blümel-Str. 10, II Anzeigen : Verlag Elsa Ooldfreund, Leipzig OS, QchoriusstraSe 2a. Anzeigenleiter: Ernst Ooldfreund, CichoriusstraBe 2a. Druck I Druckerei der Werkgemeinschaft, Leipzig Cl, Brüderstr. 19. Für den Inhalt der Inserate übernehmen Gemeindevorstand und Schriftleitung keine Verantwortung. Vereinsnachrichten. Für Mitteilungen in dieser Rubrik wird ein Unkostenbeitrag von RM. —.20 für die Zeile erhoben. Die Zeilengebühr ist spätestens am Montag nach Erscheinen der jeweiligen Nummer an unserer de-

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